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Ungewohnter Look
Ungewohnter Look - mittige, dritte Verbindung zwischen den Standrohren.
Dezente Optik
Dezente Optik - auf den unteren, großen Schraubenköpfen rastet der Mechanismus ein.
Einfache Bedienung
Einfache Bedienung - Carbon-Griff und Hebel für die Verstellung.
Komprimiert
Komprimiert - der Neoprenschlauch macht die Bewegung einfach mit.
Bekannt und gut
Bekannt und gut - der Syntace Megaforce 2 ist absolut bewährt.
Hinten Syntace
Hinten Syntace - vorne Vecnum: Die Lenkerklemme und die unteren Schrauben stammen aus dem Allgäu.
Radikale Uphill-Geometrie
Radikale Uphill-Geometrie - die Gabel kann um bis zu 70 % eingefedert werden.
Mit Leveloc unterwegs
Mit Leveloc unterwegs - bei langen und steilen Auf- und Abfahrten eignet sich die externe Gabelabsenkung ideal.
Schlaufe am Lenker
Schlaufe am Lenker - der Griff rastet wieder ein und kann dort auch während des Ausfederns bleiben.
Leveloc kann während der Fahrt dran bleiben
Leveloc kann während der Fahrt dran bleiben - der Fahrer merkt davon nichts.

In unserer Artikelserie “Abgefahren!” findet ihr regelmäßig kurze Vorstellungen von neuen, spannenden Produkten, die wir für euch bereits ausprobiert haben. Heute: Vecnum Leveloc. Dabei handelt es sich um eine für beinahe alle Federgabel nachrüstbare Absenkung, mit der der Federweg um bis zu 80 % reduziert werden kann. Unseren ersten Eindruck vom neuen Vecnum Leveloc findet ihr in dieser Ausgabe von Abgefahren!

Ungewohnter Look
# Ungewohnter Look - mittige, dritte Verbindung zwischen den Standrohren.

Abgefahren: Vecnum Leveloc

Vielen dürfte die Situation bekannt sein: Ist die Front zu hoch oder die Federgabel sehr lang, kann die Bergauf-Fahrt mit einem Enduro oder Freeride-Bike anstrengend werden, weil man zu weit hinten sitzt und im Federweg versackt, oder auch das Vorderrad ungewollt abhebt. Die schnelle Abhilfe schafft ein Spanngurt, der für lange Uphills die Gabelbrücke in Richtung Gabelkrone spannt und so die Front absenkt – aber so richtig schön ist die Lösung nicht. Die Firma Vecnum aus dem Allgäu hat den Spanngurt sozusagen zur Vollendung weiter-entwickelt, ihn während der Fahrt bedienbar und abnehmbar gestaltet.

Dezente Optik
# Dezente Optik - auf den unteren, großen Schraubenköpfen rastet der Mechanismus ein.
Einfache Bedienung
# Einfache Bedienung - Carbon-Griff und Hebel für die Verstellung.
Komprimiert
# Komprimiert - der Neoprenschlauch macht die Bewegung einfach mit.

Leveloc ist einfach gesagt ein Flaschenzug mit Arretiermechanismus, der inklusive einem Syntace Megaforce 2 Vorbau verkauft wird und an diesem angebracht werden kann. Die Installation ist dank guter Anleitung sehr einfach: Vorbau wie gewohnt montieren, dann die eigentliche Absenkung auf der Frontplatte einrasten. Jetzt gilt es das Seil des Flaschenzugs abzulängen und unter dem Neopren verschwinden zu lassen, sowie die Schlaufe, die um die Gabelbrücke kommt, auf die richtige Länge einzustellen. All das gelingt recht schnell und schön, und bei Bedarf kann die Konstruktion mit zwei Handgriffen vollständig entfernt werden.

Bekannt und gut
# Bekannt und gut - der Syntace Megaforce 2 ist absolut bewährt.
Hinten Syntace
# Hinten Syntace - vorne Vecnum: Die Lenkerklemme und die unteren Schrauben stammen aus dem Allgäu.

Dann gilt’s. Während der Fahrt den Carbon-Griff ziehen, am besten unterstützt von einer leichten Ziehung der Vorderradbremse – und schon zieht der Flaschenzug die Gabel in den Federweg, und lässt sie nicht mehr raus. So lassen sich ohne großen Aufwand 50 % Absenkung erreichen und die Sitzposition ändert sich ganz erheblich! Ist der Anstieg nur eher flach, führt eine solch drastische Absenkung zu einem “Gefühl von gegen die Wand treten” und nicht wirklich vom Fleck kommen, weil man ungewohnt von vorne in die Pedale tritt, aber: Die Gabel lässt sich ja in jeder Stufe halten, muss nicht immer ganz abgesenkt werden. In steilen Rampen dagegen sind 50 % und mehr Absenkung sehr hilfreich, man kurbelt bergauf, als würde man in der Ebene sitzen.

Radikale Uphill-Geometrie
# Radikale Uphill-Geometrie - die Gabel kann um bis zu 70 % eingefedert werden.

Vecnum bietet also eine nachrüstbare Gabelabsenkung für fast alle, einzig Fahrer von Manitou und DT Swiss Federgabeln  können den Flaschenzug nicht schleiffrei montieren. Die Fahrt mit einer weit abgesenkten Gabel ist gleichzeitig natürlich auch eine Fahrt mit einer stark verhärteten, ja: blockierten Federgabel. Das ist systembedingt und führt dazu, dass auf schlechten Strecken der Komfort leidet und das Vorderrad springt. Das Wieder-Ausfahren der Federgabel gelingt spielerisch: Den Hebel am Vorbau umlegen, die Gabel einmal kurz einfedern, und die Gabel fährt wieder aus. Weil dies erst nach dem kurzen Einfedern geschieht, hat man dabei beide Hände am Lenker und wird nicht ungewollt versetzt. Es lässt sich nun auch mit montiertem System gut fahren, der Schlauch läuft zu keiner Zeit Gefahr sich irgendwo zu verheddern und beeinflusst die Federung nicht.

Mit Leveloc unterwegs
# Mit Leveloc unterwegs - bei langen und steilen Auf- und Abfahrten eignet sich die externe Gabelabsenkung ideal.

Die Funktion des Systems war über den Testzeitraum von 5 Monaten problemlos, es war keine Wartung erforderlich. Das System kann auch an mehreren Bikes verwendet werden, es muss dabei nur darauf geachtet werden, dass sich die Gabelbrücken hinsichtlich der Dicke nicht zu deutlich unterscheiden und der Flaschenzug auf das längere Modell eingestellt wird. Eine praktische Anwendung hat das System auch abseits der Trails: Beim Transport des Bikes können schon Mal 12 cm Höhe rausgeholt werden, was im Kofferraum oder der Biketasche Platz schafft.

Schlaufe am Lenker
# Schlaufe am Lenker - der Griff rastet wieder ein und kann dort auch während des Ausfederns bleiben.
Leveloc kann während der Fahrt dran bleiben
# Leveloc kann während der Fahrt dran bleiben - der Fahrer merkt davon nichts.

Die Verarbeitung des Teils ist ebenso perfekt wie die Funktion – und dennoch kann der Preis eine kleine Träne in die Augen treiben: Das komplett im Allgäu gefräste, eloxierte, gelaserte und montierte Teil kostet 229 €. Um das im nächsten Satz zu relativieren: Der Preis versteht sich inklusive Syntace Megaforce 2 Vorbau im Wert von 139 €, wer jetzt noch den Mehrpreis einer Gabel mit Absenkung gegenrechnet (die übrigens schwerer als das 80 g leichte Teil wäre), kann die Investition rechtfertigen.

Vecnum Gabelabsenkung von nutsMehr Mountainbike-Videos

Technische Daten

TypLeveLOC 30LeveLOC 40LeveLOC 50LeveLOC 60
Vorbaulänge [mm]30405060
Gewicht [g]*185191200205
Mindest Einstecktiefe (Gabelschaft) [mm]30303030
Schaftklemmhöhe (Gabelschaft) [mm]36363636
Winkel [°]6 FlipFlop6 FlipFlop6 FlipFlop6 FlipFlop
Lenkerklemm-ø [mm]31,831,831,831,8
Schaftklemm-ø [mm]28,628,628,628,6

Fazit von MTB-News.de

229 € für eine Gabelabsenkung? Heftig. Dafür gibt’s aber einen sehr guten Vorbau – und eine sehr weite Gabelabsenkung: Mit perfekter Funktion, perfektem Finish und geringem Gewicht. Made in Germany. Und das alles gibt es nachrüstbar, auch am nächsten Fahrrad verwendbar. Wer häufig steile, lange Anstiege bewältigen muss und dabei zu weit über dem Hinterrad sitzt, für den könnte Vecnum die Lösung bereit haben.

Weitere Informationen

Hersteller-Website: http://vecnum.com/produkte/leveloc
Text und Redaktion: Stefanus Stahl | MTB-News.de 2016
Fotos: S. Stahl


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Weitere kurze Tests aus der Serie Abgefahren! findest du auf dieser Übersichtsseite. Wenn du ein Produkt für einen ersten Test vorschlagen möchtest, schreibe uns einfach hier eine Nachricht! Zum Weiterstöbern empfehlen wir dir die fünf neuesten Beiträge in unserer Serie Abgefahren!

  1. benutzerbild

    Guggiegai

    dabei seit 04/2014

    biker-wug schrieb:
    Ich habe das Teil live bei Lipper-Zipfel und auch direkt bei Vecnum gesehen. Die Funktion ist genial, aber auch ich finde den Preis gesalzen und schade, dass es nur in Verbindung mit Vorbau verkauft wird.
    Der Vergleich mit einem Spanngurt in Sachen Preis hinkt etwas, es werden auch XX1 oder Race Face Carbonkurbeln verbaut, obwohl es auch günstige ala SLX oder so gibt.

    Gesendet von meinem SM-G850F mit Tapatalk


    Der Vergleich mit dem Spanngurt und den Kurbeln hinkt etwas.
    Bei den Kurbeln ist es doch so, dass es für Gewichtsfetischisten eben leichtere, dafür auch teurere, Kurbeln gibt. Für Diejenigen, welche einen nicht ganz so prall gefüllten Geldbeutel haben, eben die günstigeren, etwas schwereren, Kurbeln.
    Aber trotz Allem steht der Preis dieser Gabelabsenkung in keiner Relation zum Zweck.
  2. benutzerbild

    TrailDancerFR.

    dabei seit 12/2009

    Wo mit man alles Geld machen kann?! Ich nutze seit fast 18 Jahren einen Spanngurt. Geht genauso gut.
  3. Anzeige

  4. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    Mei, genau durch den Spanngurt und die ferngesteuerten Sattelstützen, sind die Jungs halt auf den ferngesteuerten Spanngurt gekommen. Ergibt schon irgendwie Sinn, der Spanngurt ist ganz grob vergleichbar mit der Standard-Sattelklemme.

    Ich würde aber endgültig durcheinander kommen. Hab Jahre gebraucht um nicht aus versehen zu schalten wenn ich absenken wollte und umgekehrt. Dabei hatte man gerade erst wieder inverse Schaltwerke abgeschafft.
  5. benutzerbild

    fullspeedahead

    dabei seit 10/2006

    Mich erinnert das an die Orbea Digit Dropper Post (http://www.pinkbike.com/news/orbea-digit-dropper-post-first-look-2015.html). Das richtige Produkt zum falschen - nämlich zu spätem - Zeitpunkt. Die Orbea hätte sich sicher in Massen verkauft bevor die ersten gscheiten DropperPosts auf den Markt kamen.

    Bei meinem Kona Coiler mit Marzocchi Anno 2004 hätte ich bei der Leveloc wohl zugeschlagen. Da hat man sich oft genug eine Absenkung bergauf gewünscht. Bei meinem Trek Remedy hab ich die U-Turn Funktion nur zeitweise genutzt, einfach weil es die meiste Zeit nicht nötig war und die Absenkung eher das Gefühl des Gegen-Die-Wand-Tretens bewirkt hat. Bei meinem Mondraker Foxy habe ich die RCT 3 Druckstufe, fahre sie aber auch bergauf praktisch jede Tour offen. Absenkung vermisse ich nie.
  6. benutzerbild

    lapalmarolfi

    dabei seit 11/2006

    Also:

    Das Teil funktioniert perfekt.

    Es ist am wohl besten Vorbau, den der Markt so hergibt, verbaut.

    Es ist die einzige wirklich sinnvolle Möglichkeit, eine STAHLfedergabel wie die Totem vom lipperzipfel schnell, komfortabel, effektiv und formschön abzusenken. Und diese Gabel kann eben das, was viele Gabeln aktueller Bauart nicht können, nämlich perfekt und problemfrei funktionieren.
    Hab meine gerade zwei Wochen in Finale Ligure laufen lassen

    Der Preis ist hoch, aber sicher dem Aufwand und der Funktion angemessen, gerade wenn ich mir vorstelle, was so manches Anbauteil oder mancher Reifen kosten. Es hält ewig und ist nicht auf ein Bike beschränkt.

    Wer die Absenkung nutzen will, der wird seine Freude damit haben. Wer es nicht braucht, der muss es nicht kaufen.
    Ich kann jedes Teil am Bike durch eine Billiglösung ersetzen - meist ist die jedoch nicht wirklich besser.

    Ich persönlich brauche manche Teile die der Markt hergibt sicher auch nicht, freue mich aber sehr, wenn ein komplett durchdachtes Teil Made in Germany am Markt ist, das wirklich was taugt.

    Ehrlich gesagt gehen mir da manche Kommentare etwas auf den Zeiger, weil die Verfasser weder Erfahrung noch Verständnis für den Einsatzzweck haben oder Äpfel mit Birnen vergleichen.:wut:
    Und bevor hier jetzt wieder die "ganz alten Hasen" Ihre Kinder vor der Eisdiele auspacken - ich bin seit 1989 mit dem Bike wirklich am Berg unterwegs....

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