iXS German Downhill Cup Gesamtsiegerin 2014 und Nicolai-Teamfahrerin Franzi Meyer hat uns was zu sagen.

Dein “So Hot” der Saison?

Roadtripping – ich würde sagen: ein Dauerbrenner. Mit Auto und Bike unterwegs zu sein und dahin zu fahren, wo das Wetter gut ist, das geht immer!

Dein “So Not” der Saison?

Schlüsselbeinbruch mitten in der Saison, gerade wenn’s gut läuft. Das muss echt nicht sein!

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Rudel-Tier oder Single-Trailerin?

Definitiv Rudel. Alleine biken ist nicht halb so gut wie in der Gruppe. Wenn’s dann mal zu viel wird, freu ich mich auch ein bisschen Zeit für mich zu haben oder einfach mal alleine im Lift zu sitzen.

Frust-Tattoo, Wut-Vulkan oder wird-schon-wieder?

Richtig wütend bin ich eigentlich nie und wenn dann zeige ich es nicht, sondern fress es in mich rein. Danach kommt dann die Das-wird-schon-wieder-Phase. Und so ist es eh: Meistens wird es alles am Ende wieder gut.

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Was kann Nicolai?

Eine Firma sein, die eigentlich keine Räder von der Stange hat, sondern immer etwas anders und kreativ ist. Und die für mich außerdem immer erreichbar ist – und zwar nicht nur per Telefon oder Mail, sondern auch persönlich, weil ich nur 20 Minuten bis nach Lübbrechtsen fahre… Außerdem habe ich in die Räder einfach ein 1000%iges Vertrauen. Die Rahmen machen absolut alles mit.

Warum DH und weniger CC?

Beim Enduro und DH ist auf jeden Fall die Atmosphäre so viel entspannter als beim CC und außerdem geht Lycra-Outfit mal gar nicht. Bergab macht mir einfach so viel mehr Spaß als rauf. Bergauf geht nur gern, wenn sich der Trail dafür wirklich lohnt.

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Gut einschenken, auch wenn man’s auslöffeln muss?

Ich hasse es, wenn ich irgendwas auslöffeln muss, also vermeide ich das Einschenken eher. Wenn’s aber was mit Essen zu tun hat, dann löffel ich gerne aus…

Bringt uns zu: Ernährungsplan oder KommeWasWolle?

Kein Ernährungsplan, aber auf jeden Fall viel gesundes und frisches Essen. Wenn ich einen Tag kein Obst oder Gemüse bekomme, dann ist das schon hart. Nach einer Tour oder nach dem Rennen gibt’s aber auch gerne mal schnell etwas Schoki oder was sonst so greifbar ist.

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Dein bester Top-Tipp für Bikerinnen ever?

Niemals sagen “Das geht nicht” oder “Ich kann das nicht”! Man muss einfach an alles selbstbewusst rangehen und an sich glauben.

Bike-Technologie und -Pflege – lässig oder lästig?

Ich weiß gerne Bescheid, wie alles an meinem Rad zu reparieren ist und funktioniert. Mittlerweile nehme ich auch selbst Gabel und Dämpfer auseinander, wenn’s mal sein muss. Lästig ist das eigentlich nur wenn das abends vor dem Rennen ist oder wenn man gerade los will.

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Die Bike-Branche versteht nix von Frauen oder ist auf dem richtigen Weg?

Ich würde sagen in den letzten 1-2 Jahren hat sich da richtig viel getan. Zum Beispiel gibt es mittlerweile überall Bekleidungslinien für Frauen, die nicht nur aus Lila und Blümchen bestehen. Klar, es sind auf Rennen nach wie vor nur ca. ein Zehntel Frauen, aber ich würde nicht sagen, dass das an der Bike-Branche liegt…

Im Winter wird’s…

…warm auf La Palma und hoffentlich vorher auch warm in Neuseeland.

Vielen Dank, Franzi!

  1. benutzerbild

    bastea82

    dabei seit 07/2010

    jeahbikes schrieb:
    so wie @Sven_Kiel das sieht nehme ich es auch war - konstruktive Kritik sieht anders aus. Und nein, ein Frauenquote hochschnellen lassen heißt nicht, dass jemand Quotenfrau ist. Das lernt man schon im Kindergarten.

    "Wissen ist Macht" sagt noch lange nicht, dass Macht auch Wissen ist. Oder?

    So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein.
    Dann mal anders, um das Stigma der Quotenfrau abzulegen kann man ja entsprechende Leistung zeigen, ihrer Vita nach zu urteilen hatte ich mir jedenfalls mehr erhofft.
    Zu der Zeit wo ich im Kindergarten war kannte mann das Wort Frauenquote noch nicht. Aber ich nehme deine Beleidigung gerne an, kommt zu homophober Nazi noch nörgelnder, beleidigender, Frauenhasser dazu. Fantastisch.
    Dass Tobi mit seinem 'Hinweis' mal anständig ins Klo gegriffen hat steht außer Frage. Eins noch, man ist nicht sofort ein Troll nur weil man andere Meinungen vertritt :winken:
  2. benutzerbild

    Sven_Kiel

    dabei seit 10/2003

    bastea82 schrieb:
    Offensichtlich ist das schwer zu interpretieren, daher frage ich ja nach.

    Ist mir soweit auch klar, muss man halt mit leben wenn man sich an evtl. fähigeren Mitbewerbern vorbeigeklagt hat. Frauenquoten dann auch bei der Müllabfuhr und Kanalreinigung bitte.

    Sissi ist seit einigen Jahren in der Sport/Bike-Branche unterwegs und schreibt u.a. auch für die world of mtb und redbull.de. Nun wird sie die Frauenquote in der MTB-News Redaktion radikal nach oben schnellen lassen. Sie wird unverblümt und unrosa Frauenthemen aufgreifen und mit sehr wenig Technokratie und sehr viel Augenzwinkern bearbeiten.

    Sie treibt die Frauenquote hoch, ergo ist sie eine Quotenfrau.

    @bastea82...ich habe mich doch eindeutig ausgedrückt: Ich bezog mich auf das, was RobertAmmersee herablassend geschrieben hat. Eine Entschuldigung oder Richtigstellung seinerseits wäre meiner Meinung nach anständig gewesen.

    Das, was Du da zitierst, ist ein ganz anderer Kontext!
    ...
    Zitat von Robert-Ammersee: ↑
    Wie es im Abspann steht: Sissi die Quotenfrau. Schreiben ist jedenfalls nicht ihre Begabung.
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  4. benutzerbild

    jeahbikes

    dabei seit 08/2012

    @bastea82 Nicht falsch verstehen - ich beziehe mich auch auf die "Kritik" von @Robert-Ammersee und sehe in dem Kontext auch gar kein Problem darin, dass hier von Seiten der Moderatoren ein Kommentar kommt. Dich wollte ich nicht beleidigen und habe das glaube ich auch nicht?
  5. benutzerbild

    Schildi

    dabei seit 04/2008

    So ich versuche mal von sportsoziologischer Seite etwas beizutragen, das Thema ist ja nicht nur im MTB Sport sondern auch in anderen Sportarten zugeben.
    Sich als Sportlerin irgendwo zwischen TMO / Wuchtbrumme und Linda Paluc / Cyklepassion Kalender einzuordnen ist nicht ganz einfach. Blaue Flecken und Narben passen nicht ganz so gut in die heutige weibliche Geschlechterrolle, Leistung bringen und schnell sein ohne die männlichen Sportler und Fans abzuschrecken ist eine Gratwanderung der man sich als männlicher Sportler nicht Stellen muss, als Frau schon. Ohne weiter ausholen zu wollen gibt es recht reichhaltige Literatur zum Thema.

    Ein Interview zum Thema im Stiel einer Bravo / eines Poesiealbum führt ist kein Augenzwinkern sondern schlichtweg Plump und wird dem ganzen nicht gerecht. Ohne jetzt jemand auf die Füße treten zu wollen hätte ein solches Interview auch geistreich und niveauvoll sein und sich eben mit dieser Thematik befassen können.
    Will man die Athletinnen einfach nur vorstellen hätte das auch ohne rosa Schleifchen, so Hot und Barbie Pferde machen können.
  6. benutzerbild

    Goldene Zitrone

    dabei seit 07/2007

    Ich hab auch so den Eindruck, dass das hier (leider) eher so ne alibihafte Schmalspurnummer ist; die Selbstbetitelung als "Quotenfrau" im Moderatorenteam (obgleich mit Augenzwinkern) entlarvt es doch im Grunde schon und das seichte, überwiegend oberflächliche Interviewformat tut sein übriges zu diesem Eindruck hinzu.

    Kritische Auseinandersetzung mit der Rolle von Frauen im MTB-Sport? Fehlanzeige. Dazu muss man dann die Muschi-Kolumne lesen

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