Die internationale Hilfsorganisation World Bicycle Relief (WBR) hat das 500.000ste Fahrrad an eine Schülerin der Bar Union Secondary School in Kisumu, Kakamega County, im ländlichen Westkenia überreicht. Die 15-jährige Damela musste bisher ihren fünf Kilometer langen Schulweg zu Fuß zurücklegen. Neben ihr erhielten weitere 102 Schulkinder ein Buffalo-Fahrrad und sind jetzt auf ihrem Weg zur Schule schneller und sicherer unterwegs.

15 Jahre nach Gründung im Jahr 2005 feiert World Bicycle Relief dieses besondere Ereignis gemeinsam mit Partnern in 20 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

500.000 Fahrräder für Menschen in Entwicklungsregionen auf der ganzen Welt – das ist ein echter Meilenstein. Es macht mich glücklich, zu sehen, wie Räder das Leben so vieler Menschen positiv verändern und ihnen neue Möglichkeiten eröffnen.

Charles Kimeu, Chief Operations Officer von World Bicycle Relief in Kenia

Das Buffalo Bikes wurde extra für den Einsatz in Entwicklungsländern entwickelt
# Das Buffalo Bikes wurde extra für den Einsatz in Entwicklungsländern entwickelt - es ermöglicht beispielsweise Kindern den Schulbesuch. Mittlerweile wurde eine halbe Million Buffalo Bikes verteilt.
Die Empfängerin des 500.000 Buffalo Bikes, Damela, probiert ihr neues Gefährt direkt aus.
# Die Empfängerin des 500.000 Buffalo Bikes, Damela, probiert ihr neues Gefährt direkt aus.
Das Rad macht den Schulbesuch für die Schülerin deutlich sicherer und attraktiver.
# Das Rad macht den Schulbesuch für die Schülerin deutlich sicherer und attraktiver.

„Die Kinder gehen gern in die Schule, wahrscheinlich auch, weil ihnen Radfahren so gut gefällt“, sagte Betty Oyuga, Schulleiterin der Bar Union Secondary School, an der 2016 bereits 150 Buffalo-Fahrräder verteilt wurden. „Ab jetzt können noch mehr Kinder pünktlich zum Unterricht kommen.“

Fahrräder für nachhaltige Entwicklung

Laut Weltbank haben weltweit schätzungsweise mehr als eine Milliarde Menschen nur eingeschränkt Zugang zu Infrastruktur und Transportmitteln. Allein in Afrika gilt dies für 70 % der Menschen im ländlichen Raum. Für sie bedeutet die mangelnde Mobilität, dass Distanzen zu Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder Jobmöglichkeiten oft unüberwindbar sind. Um diese Herausforderung anzugehen, hat WBR das Buffalo-Fahrrad entwickelt: Ein besonders solides Rad, das an die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse angepasst ist, vor Ort montiert und über verschiedene Hilfsprogramme Schulkindern, Gesundheitspersonal und Kleinunternehmen zur Verfügung gestellt wird.

Die Buffalo Bikes verleihen Menschen in Entwicklungsländern etwas mehr Mobilität.
# Die Buffalo Bikes verleihen Menschen in Entwicklungsländern etwas mehr Mobilität.

Mit dem Fahrrad zum Schulabschluss

Über das eigene Bildungsprogramm von World Bicycle Relief gehen mehr als zwei Drittel der Fahrräder immer an Mädchen, da sie besonders häufig von Bildung ausgeschlossen sind. Über einen sogenannten „study-to-own“-Vertrag verpflichten sich Schulkinder wie Damela und ihre Eltern, das Rad primär für den Schulweg einzusetzen. Erst mit erfolgreichem Schulabschluss geht das „Buffalo“-Fahrrad in ihren Besitz über. Auf diese Weise setzt die Hilfsorganisation einen Anreiz, die Schule nicht vorzeitig abzubrechen.

500k Buffalo Bicycles 3
# 500k Buffalo Bicycles 3

Damit die Programme nachhaltig wirken können, hat WBR bis heute zudem mehr als 2.300 Fahrradmechaniker*innen ausgebildet, die in den Gemeinden die Wartung der Räder und den Zugang zu Ersatzteilen sicherstellen. Im Rahmen der Adventsverlosung haben auch 2019 wieder viele MTB-News-Leser 146.500 € an Spenden für den WBR gesammelt.

Infos und Bilder: Pressemitteilung World Bicycle Relief
  1. benutzerbild

    nobuya

    dabei seit 11/2013

    Gute Sache, dann hat die letzte Adventsverlosung hier allein über 0.5% der Räder seit Bestehen der Aktion gebracht, ich meine es waren 134€ pro Rad.

    Na gut, es gab ja eine Motivationshilfe durch die Preise, sonst wäre es wohl auch nicht so gut gegangen.
    Und der "anonyme amerikanische Verdoppler" hat auch mächtig geholfen

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