Bike-Park Pfalz Bericht Rheinpfalz!!!

Hier der Bericht zur Podiumsdiskussion im Biosphärenreservathaus in Fischbach zum Thema "Sportler und Natur" aus der Pirmasenser Zeitung.

www.pz.pirmasens.de/01.Redaktion/03.Archiv/03/swpfalz/030902/biotop.php3

Das Thema "MTB-Park Pfälzerwald" wird hier auch angesprochen. Vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf die Probleme, die bei einem solch' komplexen Projekt zu bewältigen sind.

Frage: War jemand zufällig oder geplant bei der Diskussion als Zuhörer dabei? Wie aus gut unterrichteten Quellen verlautet wurde auch direkt auf den Gäsbock-Marathon Bezug genommen.


Kelme - nur noch 9 Tage!
 
Hallo,
jetzt muß ich mich als Lokal doch mal zu Wort melden...

Nachdem ich die Thread so in seiner ganzen Länge gelesen habe, wird mir doch etwas flau im Magen. Ich bereise jetzt seit fast 10 Jahren den Pfälzer Wald rund um Neustadt/Wstr, Bad Dürkheim und Edenkoben.
Was ich in dieser Zeit am wenigsten vermisst habe, waren Horden von touristischen Radlern auf ausgeschilderten Radwegen durch "meinen" Wald. Und ich denke, das ich das auch in Zukunft nicht vermissen werde.

Zur Begründung:

1. Trotz vieler gegenteiliger Berichte hatte ich nie, ich wiederhole, nie ernsthafte Probleme mit Wanderern oder anderen Waldbenutzern. Gut, es gab die ein oder andere Gelegenheit, bei der es zum Austausch von Freundlichkeiten zwischen angetrunkenen Touristen, die von der Hütte zum Waldparkplatz fallen, kam. Mit den wirklich ernsthaften Wanderern versteht man sich im allgemeinen recht gut.
Also hier kein Bedarf, den Radler auf bestimmte Wege zu kanalisieren.

2. Wenn ich das gepostete Bild anschaue, und an den kürzlich abgelaufenen Marathon in Neustadt zurückdenke...so sollte radeln im Wald für mich nicht aussehen. Auf hüftbreite Lenker fixierte Horden, die leere Powerbarverpackungen rechts und links neben 3 Meter breiten Forstautobahnen aufhäufen.
Innerhalb kürzester Zeit werden sich die Waldbesitzer querstellen, wenn nicht regelmäßig Putzkommandos eingerichtete werden.

3. Wenn ich mir die Konzepte durchlese, schreit in meinem Hinterkopf ein kleines Männchen immer wieder: Versicherung....!
Was wird auf die Verbandsgemeinden zukommen, wenn sich nicht ganz so erfahrene Radler auf den ausgeschilderten Wegen verletzten. Wer kann dafür haftbar gemacht werden?
Und, im Umkehrschluß, was hat das für eine Auswirkung auf die Auswahl der markierten Wege.?
Was heißt hergerichtet für euch? Heißt das den Weg so von Gestrüpp u.ä. zu befreien, das man ihn als Weg erkennt, oder reißt man sämtliche Steine etc raus? Wer entscheidet, was fahrbar ist, und was nicht?

4. Wie lange wird es dauern, bis man uns auf den ausgewiesenen Wegen festnagelt? Nach dem Motto: Hier habt ihr was zu spielen, den Rest lasst ihr in Ruhe. Wenn dem so wäre, würde ein großes Stück mvon dem, was Radeln im Wald so toll für mich macht, nämlich die freie Entscheidung zu haben, dahinzufahren, wo ich Lust drauf hab, nicht mehr geben.


Sollte alles eitel Sonnenschein werden, und wir mehr, härtere, steilere, felsigere und schönere SingleTrails bekommen, so entschuldige ich mich für meinen Pessimismus

MFG
Jörg, der Morgen nach Wildbad zum rocken fährt
 
@Schulbub

Respekt, wenn sich jemand durch den ganzen Thread kämpft (na gut, der Fertigmacher ist länger ;) ). Im Rahmen der Veranstaltung in St. Martin sind zu ein paar deiner Aussagen auch Feststellungen getroffen worden. Da in St. Martin auch der Forst mit am Tisch saß (und nicht alleine der Revierförster, sondern Forst auf oberer Ebene), haben ein paar Aussagen aus der Runde für mich schon Gewicht.

Original geschrieben von Schulbub
Hallo,
jetzt muß ich mich als Lokal doch mal zu Wort melden...

Zur Begründung:

1. Trotz vieler gegenteiliger Berichte hatte ich nie, ich wiederhole, nie ernsthafte Probleme mit Wanderern oder anderen Waldbenutzern. Gut, es gab die ein oder andere Gelegenheit, bei der es zum Austausch von Freundlichkeiten zwischen angetrunkenen Touristen, die von der Hütte zum Waldparkplatz fallen, kam. Mit den wirklich ernsthaften Wanderern versteht man sich im allgemeinen recht gut.
Also hier kein Bedarf, den Radler auf bestimmte Wege zu kanalisieren.

Wenig oder keine Probleme mit Wanderern. Da gebe ich dir recht. Wenn man bei der Tourplanung ein paar Grundregeln befolgt und sich bei Begegnungen partnerschaftlich verhält, funktioniert das.

Original geschrieben von Schulbub
2. Wenn ich das gepostete Bild anschaue, und an den kürzlich abgelaufenen Marathon in Neustadt zurückdenke...so sollte radeln im Wald für mich nicht aussehen. Auf hüftbreite Lenker fixierte Horden, die leere Powerbarverpackungen rechts und links neben 3 Meter breiten Forstautobahnen aufhäufen.
Innerhalb kürzester Zeit werden sich die Waldbesitzer querstellen, wenn nicht regelmäßig Putzkommandos eingerichtete werden.

Da müssen sich die Biker aber selbst an der Nase ziehen. Vielleicht liegts am "Rennstress" bei der Neustadter Veranstaltung. Beim Gäsbockmarathon hatten wir in den drei Jahren der Austragung damit kein Problem. Auf der gesamten Strecke von 100 Kilometern hatten wir in diesem Jahr etwa 5 Verpackungen zum Aufsammeln. Die"saubere" Durchführung wurde uns vom Forst auch bestätigt.
Das Auftreten der Biker in "Horden" ist nur ein Thema bei einer Veranstaltung wie NW oder Lambrecht oder Lemberg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf dem Wegenetz jetzt der Massentourismus ausbricht. Du und ich als Local haben immer noch ein gutes Gegenmittel: Wir fahren "unsere" Trails.

Original geschrieben von Schulbub
3. Wenn ich mir die Konzepte durchlese, schreit in meinem Hinterkopf ein kleines Männchen immer wieder: Versicherung....!
Was wird auf die Verbandsgemeinden zukommen, wenn sich nicht ganz so erfahrene Radler auf den ausgeschilderten Wegen verletzten. Wer kann dafür haftbar gemacht werden?
Und, im Umkehrschluß, was hat das für eine Auswirkung auf die Auswahl der markierten Wege.?

Das Thema Versicherung ist ja bei uns anderes geregelt als noch vor wenigen Jahren in Österreich. Dort war der Waldbesitzer in der Haftung. Ergebnis: Flächendeckendes Bikeverbot und keine Touristen mehr. Inszwischen wurde das Problem gelöst. Eine Nutzung auf eigene Gefahr ist also angesagt. Wenn ich mich auf eine rote oder schwarze Tour einlasse, muss ich auch mit entsprechenden technischen Schwierigkeiten rechnen. Eine Beschilderung einer Strecke ist ja kein Freibrief für hirnloses Mountainbiken.

Original geschrieben von Schulbub
Was heißt hergerichtet für euch? Heißt das den Weg so von Gestrüpp u.ä. zu befreien, das man ihn als Weg erkennt, oder reißt man sämtliche Steine etc raus? Wer entscheidet, was fahrbar ist, und was nicht?

An Steine rausreißen denke ich überhaupt nicht. Das würde nur der Erosion Vorschub leisten. Querfeldeinfahren ist natürlich auch nicht. Was übrigens nur 4% aller Biker und dann der Regel in Ausnahmesituationen überhaupt je gemacht haben. Für eine Weg muss die grundsätzliche Befahrbarkeit hergestellt werden und welcher Weg es für das Wegenetzprojekt dann ist, entscheidet sich in dem mühsamen Prozess der Abstimmung zwischen allen Beteiligten (und das sind eine Menge).

Original geschrieben von Schulbub
4. Wie lange wird es dauern, bis man uns auf den ausgewiesenen Wegen festnagelt? Nach dem Motto: Hier habt ihr was zu spielen, den Rest lasst ihr in Ruhe. Wenn dem so wäre, würde ein großes Stück mvon dem, was Radeln im Wald so toll für mich macht, nämlich die freie Entscheidung zu haben, dahinzufahren, wo ich Lust drauf hab, nicht mehr geben.

Bei diesem Punkt, und ich habe in extra angesprochen, weil die Befüchtungen schon vorher geäußert wurden, gab es keinen Widerspruch. Es geht nicht um die Einschränkung der Biker auf bestimmte Wege nach dem Motto: "Wenn schon ausgezeichnet, dann nur noch dort!" Das Wegenetz dient der Lenkung der Biker auf bestimmte Wege, die eben nicht jeden Pfad aus der Westentasche kennen oder bereit sind, sich die Streckenführung bei dem dichten Wegenetz im Pfälzerwald mühsam an jeder Kreuzung und Abzweigung nach 300 Metern aus der Karte zu fieseln. Für die Locals kann es keine Änderung geben. Als weiterer Aspekt des MTB-Tourismus wurde ja geführte Touren angesprochen und die werden sich mit Sicherheit nicht an den ausgeschilderten Touren orientieren. Da brauche ich nämlich keinen Guide.

Original geschrieben von Schulbub
Sollte alles eitel Sonnenschein werden, und wir mehr, härtere, steilere, felsigere und schönere SingleTrails bekommen, so entschuldige ich mich für meinen Pessimismus
MFG

Da lasse ich dem Projekt auf der einen Seite eine Chance auf Erfolg und andererseits werde ich weiterhin mene Diva satteln und die Wege der Region erkunden, befahren und manchmal auch keinem was davon erzählen.


Kelme - der heute auf Trailerkundung war. Zu Fuß und erfolglos.
 
Hi Leute!
Gibts schon was neues von dem Projekt? Ich habe mich jetzt auch durch den Thread gekämpft und bin ehrlich gesagt ziemlich gespannt was daraus wird.
Hoffe es gibt bald ein paar neue Infos.
Grüße!

nico
 
heute war eine weitere große runde. dieses mal in KL. es saßen (fast) alle gemeindevertreter, der forst, die tourismusbehörde und wir (bikenatour) mit am tisch. es war ein sehr konkretes und konstruktives treffen. ohne ungelegte eier essen zu wollen...der erste abschnitt des mtb-park-pfälzerwald wird im juni d.j. mit einem großen event eröffnet werden. das steht fest !!!
bis dahin ist noch jede menge arbeit zu tun. die aufgaben sind verteilt. der terminplan ist aufgestellt. das mtb-park-projekt wird unsere region bereichern. es wird die möglichkeiten hier zu fahren verbessern. es wird sich vieles ändern...und das ist gut so.
wer detailliertes wissen möchte und ggf. seine mitarbeit für sinnvoll hält, kann sich gerne direkt an mich persönlich wenden. es gibt viel zu tun...packen wir`s an.
 
Super!
Wie kann ich mir das ganze denn genau vorstellen? Werden einfach Radwege durch den Wald festgelegt, oder gehörten da auch Singletrails, Northshores und Downhillstrecken dazu?
Wo genau soll das ganze denn entstehen. Wenn es nicht allzuweit weg ist kann ich eventuell auch beim Bau mithelfen.
Grüße!

nico
 
Hallo Leute!
Grundsätzlich finde ich die idee super und möchte mal allen danken, die sich bisher angagiert haben und das projekt so weit gebracht haben.
wie sieht es aus mit einer freeridestrecke?
Die Gondel in bad Dürkheim ist ein Privatprojekt und ich habe keine Kontaktadresse zu dem inhaber. wenn mir jemand einen tipp geben kann, dann werde ich für die nötigen infos sorgen.
wenn eine freeridestrecke im park geplant wird, wer baut sie, und wo könnte das sein, denn einen freerider radelt man mal nicht eben 30 km durch den wald.
gibt es da ideen?
 
termin...
zuerst muss ich etwas korrigieren. die einweihung ist nicht für juni sondern für juli avisiert. den genauen termin werden wir nach rücksprache mit den offiziellen hier bekannt geben.

wie kann man sich das vorstellen...
hinter der mtb-park idee stehen handfeste touristische interessen. das bedeutet, die größte lobby haben die gruppen, die das größte touristische potential darstellen. das sind in erster linie die mtb`ler und nicht unbedingt deren "randerscheinungen" wie down-, up- oder offhiller.
wir werden dem vorbild anderer mtb-parks folgen und verschieden schwierige mtb-taugliche strecken ausweisen. je nach schwierigkeitsgrad werden diese sowohl unterschiedlich breit, steil und oberflächenbeschaffen sein. auf jeden fall werden sie für jeden attraktiv sein müssen, damit große akzeptanz stattfindet. außerdem wird es einen speziellen fahrertrainingsparcour geben. dort wird es alles geben was zum trainig erforderlich ist ...sprünge...dirtparts...northshores...alles eben was man braucht um glücklich zu sein.

mithelfen...
der erste abschnitt des mtb-park-pfälzerwald wird von 5 gemeinden realisiert und deckt fast den gesamten nördlichen bereich der B 10 ab. zentrumspunkt wird johanniskreuz sein. dort entsteht gerade das haus der nachhaltigkeit, das in zukunft auch "den spirit des mtb-projektes" atmen soll. ein praktisches engagement könnte z.b. bei der ausschilderung der trails einfließen. es sind jedoch auch andere themenbereiche vorstellbar. dazu sollten interessenten einen termin mit mir vereinbaren um auszuloten, was wer für das projekt zu leisten in der lage ist.
 
Der Trainingsparcour hört sich ja wirklich interessant an. Vielleicht lassen sich ja auch ein paar kurze, kleine Northshores im Wald einbringen? :)
Bin total verrückt danach, ich muss sowas unbedingt mal fahren.
Grüße!

nico
 
wenn man deine postings hier im forum verfolgt kann man sehen, dass du nicht nur nach bretterpisten verrückt zu sein scheinst...gut so - weiter so.
wenn du unbedingt `mal auf so einem brettersteg rumrutschen willst...wir haben hier einen gebaut, er ist ca. 100 meter lang mit 2 kurven und einem sprung am ende. kommst einfach her und ich zeige dir wie es geht.
 
ohne ungelegte eier essen zu wollen...der erste abschnitt des mtb-park-pfälzerwald wird im juni d.j. mit einem großen event eröffnet werden. das steht fest !!!
.[/QUOTE] Ist es ein Geheimnis oder ist schon Spruchreif wo der erste Abschnitt sein soll?
Gruß Miro
 
es ist definiert in welchen gebieten die trails ausgewiesen werden.
welche der vorgeschlagenen wege es letztendlich sein werden hängt von unserer auswertung und nicht zuletzt von der zustimmung der eigentümer, sowie der abstimmung mit den öffentlichen bedenkenträgern ab.
die gemeinden in denen die trails des ersten abschnitts liegen sind rodalben, waldfischbach-burgalben, lambrecht, hochspeyer und Kl-süd.
das ganze wird dann - wie schon angedeutet - mit einem event eröffnet. der termin dafür ist bislang nur angedacht. der verlauf der weiteren arbeit muss ihn aber erst noch bestätigen. wenn möglich soll das im juli sein.
 
roland.matzig... [B schrieb:
mithelfen...[/B]
der erste abschnitt des mtb-park-pfälzerwald wird von 5 gemeinden realisiert und deckt fast den gesamten nördlichen bereich der B 10 ab. zentrumspunkt wird johanniskreuz sein. dort entsteht gerade das haus der nachhaltigkeit, das in zukunft auch "den spirit des mtb-projektes" atmen soll. ein praktisches engagement könnte z.b. bei der ausschilderung der trails einfließen. es sind jedoch auch andere themenbereiche vorstellbar. dazu sollten interessenten einen termin mit mir vereinbaren um auszuloten, was wer für das projekt zu leisten in der lage ist.


Mal was zum Projekt - Fragen und Anmerkungen

Schön, dass in das Thema wieder Bewegung kommt. Für die Gruppen, die schon vor mehr als einem Jahr zur Mitarbeit in dem Projekt aufgefordert wurden und ihre Hausaufgaben auch gemacht haben, ein wichtiges Signal.
Es geht mir dabei nicht darum, ob der Streckenvorschlag der Gäsbockbiker jetzt 1:1 umgesetzt wird oder nicht, aber nach der langen Dauer ist einfach der Status des Projektes nicht transparent.
Was passiert mit den eingereichten Streckenvorschlägen?
Mit welchen Interessengruppen laufen die Abstimmungen?
Wie sieht der Zeitplan aus (jenseits der Aussage: "im Juli geht's los!")?
Welche konkreten Aufgaben ergeben sich dabei für die Gruppen (Abstimmung auf lokaler Ebene, Beschilderung, Trailsicherung, ...)

Wir können gerne noch mal eine Meldung machen und sagen "Wir stehen bereit!", aber das haben wir schon mehrfach betont. Es wäre meiner Meinung nach jetzt von Projektseite notwendig auf die Gruppen einen Schritt zu zugehen. Für neue Gruppen ("Randgruppe" FR, DD, ... ;) ) ist eine neue Kontaktaufnahme sicher richtig. Der Schwerpunkt des Projektes "Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade" ist richtig wiedergegeben.


Kelme - die Grundform der Kommunikation ist das Missverständnis.
 
Kelme schrieb:
Mal was zum Projekt - Fragen und Anmerkungen

Schön, dass in das Thema wieder Bewegung kommt. Für die Gruppen, die schon vor mehr als einem Jahr zur Mitarbeit in dem Projekt aufgefordert wurden und ihre Hausaufgaben auch gemacht haben, ein wichtiges Signal. .
das ist richtig. auch wir finden dass dieses signal mehr als an der zeit war. die gründe für die lange pause sind "eine ganz normale geschichte des lebens"...da kriegt einer einen auftrag und schon beginnen die unstimmigkeiten. dann folgt die lange phase der verwirrung und schuldzuweisung...danach muss das tal der verzweiflung und der verunsicherung durchschritten werden. das alles ist jetzt `rum. jetzt geht es zügig voran. ein projekt ist immer so gut wie die leute die es machen !!!

Kelme schrieb:
Es geht mir dabei nicht darum, ob der Streckenvorschlag der Gäsbockbiker jetzt 1:1 umgesetzt wird oder nicht, aber nach der langen Dauer ist einfach der Status des Projektes nicht transparent.
Was passiert mit den eingereichten Streckenvorschlägen?
Mit welchen Interessengruppen laufen die Abstimmungen?
Wie sieht der Zeitplan aus (jenseits der Aussage: "im Juli geht's los!")?
Welche konkreten Aufgaben ergeben sich dabei für die Gruppen (Abstimmung auf lokaler Ebene, Beschilderung, Trailsicherung, ...).
die streckenvorschläge sind mittlerweile durch die jeweiligen waldbesitzer und zuständigen forstämter korrigiert und abgeändert worden. wir werden aus "den überresten" zusammenhängende touren mit knotenpunkten qualifizieren und erstellen. diese gehen dann erneut in die prüfungsrunde "der offiziellen". die abstimmung erfolgt mit den waldbesitzern, den naturschützern, den tourismusbetrieben und dem pfälzerwaldverein. nach dieser abstimmungsphase werden wir mit dem ausschildern beginnen können und entsprechende genehmigungsbescheinigungen für das befahren erstellen. paralell wird kartenmaterial und internetauftritt erarbeitet. die zusammenarbeit mit den lokalen gruppen hängt von deren engagement ab. die ausschilderung (und deren instandhaltung) wird dabei sicherlich ein thema sein. ebenso die wegepflege. hier sind derzeit widmungen im gespräch. die tatsächliche umsetzung könnte einer betreibergesellschaft beauftragt werden.
Kelme schrieb:
Wir können gerne noch mal eine Meldung machen und sagen "Wir stehen bereit!", aber das haben wir schon mehrfach betont. Es wäre meiner Meinung nach jetzt von Projektseite notwendig auf die Gruppen einen Schritt zu zugehen.
der kontakt zu "den gruppen" werden wir sicherlich in den nächsten wochen wieder aufbauen. das ist selbstverständlich. immerhin wollen wir "das endprodukt" ja gemeinsam nutzen und geniesen.

Kelme schrieb:
Für neue Gruppen ("Randgruppe" FR, DD, ... ;) ) ist eine neue Kontaktaufnahme sicher richtig. Der Schwerpunkt des Projektes "Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade" ist richtig wiedergegeben.
nach meiner meinung müssen alle mtb`ler sich in einem solchen mtb-park-projekt wiederfinden können. denn schlussendlich wird er für alle da sein müssen. die anteile der umsetzung der einzelnen bedürfnisse wird dabei sicherlich ein bild der aktuellen realität sein. wir werden versuchen alle chance zu nutzen.

Kelme schrieb:
Kelme - die Grundform der Kommunikation ist das Missverständnis.
kommunikation ist der versuch von mitteilung bei gleichzeitiger akzeptanz des missverständnisses.
 
roland.matzig schrieb:
es wird immer konkreter.
der mtb-park-pfälzerwald wird noch in diesem jahr eröffnet werden.
gerüchten zufolge wird sogar ein termin vor den großen ferien für möglich gehalten !!!
so viel zumindest steht mittlerweile fest:
- über 300 km wegstrecke sind bislang vom forst genehmigt worden
- die zugehörige streckenkarte zeigt ein schlüssiges wegenetz auf
- die strecken sind sogar schon nach schwierigkeitsbereichen qualifiziert
- 3 gesonderte CC-strecken sind ebenfalls ausgesucht
- ein fahrerübungsgelände ist bei der radrennbahn in schopp im gespäch
- von einem dual-slalom-gelände wird ebenfalls gesprochen
- mittlerweile gibt es ein eigens entworfenes wegzeichen das breite zustimmung fand
- bei einer zimmerei in burgalben liegen schon hunderte von holzpfosten, die diese schildchen tragen werden
- ein bikepark-logo ist auch gefunden und von den gremien verabschiedet
- erste arbeiten an der internetpräsenz sind im gange

es wird also nicht mehr lange dauern und die katze kommt aus dem sack.
letzte abstimmungsgespräche sind terminiert. danach wird wohl der offizielle eröffnungstermin bekannt gegeben werden können. was man jedoch heute schon sagen kann: die eröffnung wird ein großes ereigniss werden. johanniskreuz wird dieses eröffnungsevent beherrbergen. den machern zu folge wird es ein "unvergessliches" ereignis werden.
ich freue mich schon jetzt darauf.

Ich erlaube mir mal den Eintrag von Roland hier in den "großen" Bikepark-Thread zu holen. Alles, was er da schreibt, lässt uns hoffen, dass der Park wirklich in diesem Jahr und zu diesem Termin an den Start geht. Wir werden unseren Beitrag wie in der Vergangenheit dazu leisten. Versprochen Roland.
Die Strecke, die ab Lambrecht vorgesehen ist, haben wir am Wochenende zumindest teilweise wieder unter die Stollen genommen. Schön wird's.

Jetzt ab in die finalen Abstimmungsrunden und alles wird gut. Wer glaubt, dass wir in Zukunft nur noch "Bike-Park-Routen" nutzen werden, den kann ich trösten, enttäuschen, ... .


Kelme - umsetzen und machen!
 
roland.matzig schrieb:
die streckenvorschläge sind mittlerweile durch die jeweiligen waldbesitzer und zuständigen forstämter korrigiert und abgeändert worden.

Hallo allerseits,

genau das ist das Problem. Ich habe die Strecke in Hochspeyer ausgesucht und eingereicht. Von der schönen, interessanten Runde mit Single Trails, ca. 40 km und dast 1000 HM ist leider, nach der offiz. Sache nur noch eine Strecke bestehend aus Waldautobahnen übrig geblieben.

Meiner Meinung nach wurde auch viel zu wenig Wert bei der Streckenauswahl, darauf gelegt das es selektive, anspruchsvolle Touren sind.

Machen wir uns nichts vor, in erster Linie dient der Park dazu um (MTB) Touristen in die Region zu holen und uns (im Falle Rodalben z.B.) auf bestimmte, meist unattraktive Strecken zu lenken.

Für mich ist Mountainbike, das Erlebnis Natur und Sport, ich möchte mich nicht auf wenige, ausgesuchte Wege reglementieren lassen. Ich möchte morgens raus auf den Trail, Spaß haben und wieder nach hause, ohne mir Gedanken zu machen ob der Weg auch ausgewiesen ist oder nicht.

Bis auf wenige Ausnahmen dürfte dieser Bikepark in erster Linie einen wirtschaftlichen Hintergrund haben und für uns Locals eher kontraproduktiv sein.

Happy Trails (ohne Schildchen) :D
 
moin moin zusammen,

als local hat man im "bermudadreieck-pfalz" eh gewonnen.
da ist des doch erst spannend, neue, unbekannte trails zu erkunden.
doch viele neueinsteigen und normale biker wünschen sich ein wenig "orientierung" im wald, damit sie vor sonnenuntergang zuhause wieder gemütlich in der wanne liegen können. zudem dürfte die hürde "da kenne ich mich nicht aus" durch eine beschilderung auch genommen werden, da so das gebiet erst einmal "sicher" erkundet werden kann. nachteile dürften den locals bei unserer riesigen waldfläche, wo man bei seinen ausfahrten oft niemandem begegnet, wohl nicht entstehen. (außen das ein paar mehr wissen, wie genial man hier biken kann)

...hauptsache rauf auf´s bike...die trails warten!

c.
 
Pearli schrieb:
Hallo allerseits,

genau das ist das Problem. Ich habe die Strecke in Hochspeyer ausgesucht und eingereicht. Von der schönen, interessanten Runde mit Single Trails, ca. 40 km und dast 1000 HM ist leider, nach der offiz. Sache nur noch eine Strecke bestehend aus Waldautobahnen übrig geblieben.

Meiner Meinung nach wurde auch viel zu wenig Wert bei der Streckenauswahl, darauf gelegt das es selektive, anspruchsvolle Touren sind.
...
Happy Trails (ohne Schildchen) :D

Wenn ich die Darstellung am vergangenen Donnerstag in KL richtig verstanden habe, war es gerade der Forst im Bereich KL und Hochspeyer, der sich sehr kooperativ gezeigt hat (Im Unterschied zu anderen Regionen, was aber zum Teil an der Vorgehensweise im Projekt liegt).
Pearli, wenn deine Route (muss fast so sein) u. a. blau-grün von Schwarzsohl in Richtung Frankensteiner Burg mit beinhaltete, habe ich diesen Teil genau so in der Karte gesehen. Mit der Abweichung, dass der untere Teil des Aufstiegs aus dem Leinbachtal nicht über den Pfad läuft, sondern im ersten Abschnitt die Schleife auf der "Autobahn" nimmt um dann auf den Pfad zu wechseln. Wie groß ist denn die Abweichung zwischen deinem Ursprungsentwurf und dem heutigen Stand?

Pearli schrieb:
Hallo allerseits,
...
Für mich in Mountainbike, das Erlebnis Natur und Sport, ich möchte mich nicht auf wenige, ausgesuchte Wege reglementieren lassen. Ich möchte morgens raus auf den Trail, Spaß haben und wieder nach hause, ohne mir Gedanken zu machen ob der Weg auch ausgewiesen ist oder nicht.

Bis auf wenige Ausnahmen dürfte dieser Bikepark in erster Linie einen wirtschaftlichen Hintergrund haben und für uns Locals eher kontraproduktiv sein.

Happy Trails (ohne Schildchen) :D

Volle Zustimmung für den ersten Absatz. Die Besucherlenkung wird aber trotzdem stattfinden und ich halte sie für ein Biosphärenreservat auch für sinnvoll und richtig. Ich werde mich sicher dabei erwischen, dass ich bei mir heute noch fremden Teilen aus dem Park als erste Route die ausgeschilderte Tour nutzen werde. Was danach kommt, who knows? Es ist für viele Biker halt angenehmer auf einer beschilderten, kalkulierbaren Route unterwegs zu sein, als alle 300 Meter an einer Kreuzung im nicht vorhandenen Moser-Guide für die Pfalz den richtigen Weg nachzuschlagen.
Es ist allen Beteiligten klar, dass eine Lenkung der Locals mit diesem Wegenetz nicht erreicht werden kann.

Der wirtschaftliche Hintergrund für den Park ist ebenso unbestritten. Schließlich verpflichtet sich das Projekt im Rahmen des Leader+ - Programmes zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielen. Ich kann da jetzt erst mal nichts schlechtes dabei finden, dass hier auch wirtschaftliche Interessen verfolgt werden, wenn sie dazu führen, dass die Region eine Entwicklungschance hat. Und die braucht es dringend.


Kelme - auf vielen Wegen unterwegs.
 
Moinsen nochma,

ich kenne die aktuelle Version nicht, gehe aber davon aus, das keine Änderungen mehr gemacht worden sind.

Der "Anstieg" auf breitem Forstweg sollte eigentlich die Abfahrt ins Leinbachtal in einem Single Trail sein. Diese Pfad befindet sich sehr schlechtem Zustand und wird auch nur noch sehr selten von Wanderen genutzt. Außerdem warte ich heute noch auf Alternativvorschläge seitens des Forstes, die kommen sollten. Auch wurden fast alle anderen Single Trails heraus gestrichen und von daher empfinde ich die Strecke halt eben als unattraktiv. Und genau deswegen hab ich auch kein Bock mehr, meine sehr begrenzte Freizeit für diese Geschichte zu opfern. Ist ja schön wenn´s andere machen.

Die Frage ist aber, ob sich mit solchen Strecken Mountainbiker ( sprich, zahlende übernachtende Touri´s) anlocken lassen ??

Die Frage ist ob sich der finanzielle Aufwand lohnt, bei einem Projekt, das meines Erachtens halbherzig umgesetzt wird.

Die Zukunft wird zeigen ob´s funktioniert, oder ob des Schicksal des "Bike Parks" ähnlich wird wie das des Reiterwegenetzes :D

Und zum Thema Biospährenreservat, kann ich nur jedem empfehlen die Umgebung von KL mal mit dem Rad zu erkunden. Im Krieg könnte es an manchen Plätzen, nach dem Abzug der "ökologischen Waldwirtschaft", nicht schlimmer aus sehen.

Der nächste der mich mit meinem MTB im Wald auf die Zerstörung der Pfade durchs Reifenprofil anspricht, kriegt ne Backpfeiffe (oder mehrere).

Versprochen.
 
Hallo zusammen,
eigentlich bin ich nicht der typ mensch , der seine meinungen gerne in foren kundtut. Aber als, von BNTC eingesetzter streckenplaner moechte ich mich natuerlich hier den fragen und wuenschen stellen.

Zum thema singletrailanteil , der ja immer heiss diskutiert wird hier ein paar aktuelle fakten. Der bikepark wird ein streckennetz von ca. 310km erhalten , 3 crosscountry , eine dualslalom strecke beherbergen und einen fahrtechnikparcours anbieten koennen.
Der gern angesprochene singletrailanteil der strecke wird 18% betragen , was ca. 56km !!! entspricht.
Uns war es , da wir selbst langjaehrige mountainbiker in dieser region sind , ein besonderes anliegen das man die einzigartigkeit , die wir hier in unseren waeldern mit den pfaden , alten foersterwegen und singletrails haben , in unserem steckenvorschlag wiederfindet.

Ich denke , wir haben das in weiten teilen des gebietes umsetzten koennen. Eine solches mammutstrecke zu planen , ist keine leichte aufgabe. Und der erfolg des bikeparks wird auch entscheidend von der meinung der locals abhaengen , die sich hier im forum melden.

Weil merzalben speziell angesprochen wurde ; ich bin aus merzalben und wir haben gerade hier rund um diesen ort ganz versteckte , weltklasse singletrails eingebaut ( ca. 4,5km )

Auf der karte die im moment ueberall herumgeistert kann man ja gar nicht mehr erkennen , was ist singletrail was nicht.

Also , ich stehe gerne fuer alle anfragen bereit und werde natuerlich diesen threat in meine favoriten mitaufnemen um auch moeglichst schnell auf fragen antworten zu koennen.

unsere region hat ein riesiges mtb-potential , das in zukunft stetig wachsen wird. Genauso wie unsere strecke . dies ist der erste schritt , dem noch viele andere folgen werden.

Ich wuerde mich freuen wenn wir unsere, manchmal auch ueberschuessige energie , sammeln koennten , damit unsere region von diesem projekt provitieren kann.

Uebrigens pearli ,dein streckenvorschlag ist doch in der aktuellen karte mit drin !

Gruß stephan :i2:
 
hallo nico,
leider muß ich dir mitteilen , daß im moment an der digitalisierung der karte eifrig gearbeitet wird. alle im moment bestehenden karten ( TK25 ) sind zwecks genehmigungen bei den zustaendigen behoerden und eine , die liegt bei mir unterm bett ......... das hilft dir aber auch nicht weiter , ich weiß.

ich hoffe , das ich nach den bevorstehenden genehmigungsverfahren irgendwas anbieten kann.

gruß stephan
 
hi nico,
wenn stephan schreibt dass die karte überall "rumgeistert", dann meint er damit, dass mittlerweile 5-6 versionen in verschiedenstens gremien unterwegs sind um dort entscheidungen herbeizuführen. die streckenplanung hängt eben nicht alleine von "unseren" wünschen und "euren" vorschlägen ab, sondern maßgeblich auch von der akzeptanz der offiziell zu beteiligten gremien und den ansichten der inoffiziell zu benachrichtigenden institutionen ab.
im übrigen kann ich die weiter oben geäußerte kritig nicht ganz nachvollziehen.
@pearli: wenn du es so kritisch siehst, dass durch die auszeichnung der wege fremde biker "angelockt" werden, dann frage ich mich wieso du dich an der streckenauswahl beteiligt hast. es dürfte doch mittlerweile hinreichend kommuniziert worden sein, dass der versuch einer "besucher"lenkung (keiner will und kann die lokals lenken) sinnvoll ist und den grundsätzen des dreigestirns der nachhaltigkeit (ökologie,ökonomie,soziales) entspricht.
sollte es anlaß zur enttäuschung über das ergebnis z.b. der streckenauswahl geben, so bitte ich die bedingungen unter denen die ergebnisse erstellt werden können (abstimmungspflicht mit den grundeigentümern und gesetzesgebern) in die entscheidung mit einzubeziehen. bislang sind die streckenvorschläge in einer ersten offiziellen runden auch den lokals bekannt gegeben worden. leider waren, trotz entsprechender einladung, nicht alle anwesend. du pearli u.a. auch nicht. wir sind aber gerne bereit eine solche vorstellung zu wiederholen. bei interesse an einer solchen infoveranstaltung bitte ich um realistische terminvorschläge. diesen könne wir auch gerne hier im forum veröffentlichen. je mehr von uns lokals das wegenetz kennen und akzeptieren, je mehr freude werden wir mit unseren besuchern im mtb-park-pfälzerwald haben können.
in diesem sinne
auf eine konstruktive zusammenarbeit
 
Hallo Ihr Macher,

Information ist alles, zuviel Information über ungelegte Eier finde ich nicht gut.
Gebt die Strecken bitte erst bekannt wenn alles in trockenen Tüchern ist.
Es gibt sonst zuviel Spekulationen und unnötige evtl. der Sache schädliche Diskusionen
Danke Miro :D
 
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