Ich habe noch einmal eine kleinen DC-Multimetervergleich mit verschiedenen Spannungsformen gemacht. Fluke 289 (trms 100kHz) vs. Fluke 179 (trms) 1kHz) vs. Voltcraft (Schätzeisen

).
Ergebnis:
Rechteck oder Sinus mit Gleich und Wechselanteil <1kHz: alle Multimeter etwa gleich (289 und 179 im Rahmen der Anzeige gleich, Voltcraft etwa 2 % daneben)
Sinus mit etwa 20 kHz, 80% positiver Anteil : 179 gegenüber 289 etwas geringer (1%), Voltcraft etwa 5 % geringer
durch "Abplattung" oberwellenhaltiges Spektrum, ebenfalls etwa 80% positiv (ist etwa das was die Funzel aufgenommen hat): 179 etwa 6% geringer (ist ein anderes, neueres 179 als meines zu Hause), Voltcraft etwa 20% geringer!
Die Differenz zwischen Voltcraft und 289 schwankt bei diesen Frequenzen extrem stark bei geringsten Änderungen an der Kurvenform! Da das mit fast Sinusförmig bei der Tesla zugegebener maßen etwas beschönigt war (eher wenn man die Netzspannung auch als Sinus betrachtet

) sehe ich es als sehr wahrscheinlich an, das die Stromaufnahme der Tesla mit einem einfach-Multimeter nicht sehr präzise bestimmbar ist. Vor allem zeigten bei meinen Versuchen die einfacheren Multimeter ebenfalls immer weniger an als das 289. Und da diese Abweichungen bei geringen Frequenzen nicht auftreten ist ein systematischer Fehler eher ausgeschlossen, sondern es scheint wirklich an der begrenzten Bandbreite zu liegen. Ist ja irgendwie logisch, das ein für 100kHz ausgelegtes Meßgerät mit hohen Frequenzen weniger Probleme hat als ein für 1 kHz ausgelegtes.
Übrigens eines vorneweg: Wenn ein Meßgerät eine Frequenzzählerfunktion bis x kHz hat, sagt das gar nichts über die Bandbreite bei Strom/Spannungsmessungen aus!!!!
Produktiv währe es also, wenn noch andere
mit entsprechend geeigneten Mitteln ihre Tesla vermessen, anstelle nur zu spekulieren und irgendwelche Messungen mit ebenfalls offenkundig ungeeigneten Geräten als Argument zu bringen. Ich bin keinesfalls völlig überzeugt, das meine Messung wirklich 100%ig sind, jedoch bräuchte ich eben eine zuverlässige Methode dies zu verifizieren. Dies könnte auch eine Messung mittels Oszi und niederinduktivem Präzisionsshunt sein, die entsprechend mit Origin o.ä. ausgewertet wird. Nur habe ich eben keine Tesla mehr...
Ein weiteres Kriterium sollte man auch nicht ausser acht lassen:
Offenkundig fehlt es der Tesla an Siebkapazität bzw. Filterung (wo auch in dem kleinen Gehäuse),sonst würde die Stromaufnahme nicht ganz so aussehen wie sie es tut (und auch die Störung der Tachos könnte so erklärt werden). Und da kann die Leitungslänge (insbesondere die Induktivität der Schleife) zwischen Akku und Lampe schon viel in der Stromform ausmachen. Theoretisch kann sich das sogar im Wirkungsgrad der Elektronik niederschlagen, da der lampennahe und niederinduktive Li-Akku wie ein Pufferkondensator wirkt. Und die Leitungsinduktivität ist bei der Messung natürlich sehr viel höher als beim direkten Betrieb, da man zum Messen eine große Schleife legt. All diese Dinge beeinflussen natürlich nicht unerheblich die Ergebnisse der Messung bzw. die Betriebsbedingungen der Lampe.
Kurzum: Es kann sein, das die Messungen völlig korrekt sind, aber die Lampe bei Akkubetrieb ohne Messkreis trotzdem nur 12W zieht!
Gruß
Thomas