3 Monate alte Durolux getunt....

hatte beim ersten mal 20 ml 10W50 Motoröl drin (weil grade da vom Motorrad noch). Beim zweiten mal dann 30ml. Das hat gesuppt. Also passen 20 :)
 
Das ist die alte Frage, ob man das Durchschlagen der Gabel über die Federhärte oder die Druckstufe verhindern will.

Irgendwo in der Mitte liegt die Wahrheit, die man bei dieser Gabel durch viel Gebastel erreichen kann. Soll die Gabel schön fluffig ansprechen, darf man es mit der Fedrhärte nicht übertreiben - aber dann bleibt die meiste Kraftvernichtung an der Druckstufe hängen.
Mit 5er Öl wäre die möglicherweise für mich genau richtig, aber dann ist die Zugstufe dicht.
Naja.
Dauert ne Weile bis ich das mal wieder testen kann, hier gibts keine Trails dafür.

Neja, in erster Linie will ich das der Sag stimmt. Und um ehrlich zu sein: Ich will Durchschlagen durch die Federhärte verhindern. Bringt rein garnix, die Druckstufe so zuzuknallen dass nix durchschlägt, das Rad sich aber bockig fährt.
 
Ah, und wie willst du an der Durolux die Highspeed Druckstufe zuknallen? Wäre für Tips und Anregungen dankbar ;)

Wenn der Sag stimmt, ist die Gabel so plüschig, dass sie beim Bordsteindrop durchschlägt. (mit 2.5er Öl bei 90kg):

darüber grübele ich ja noch nach... also, ich denke mal, dass teile ausgetauscht werden können und an gewissen stellen der ölfluss gebremst werden kann.

hab hier einige möglichkeiten in der firma und werde mir die sache demnächst auch genauer anschauen.
cnc-fräsen, -drehen... etc. und ich bin konstrukteur. von daher hab ich die teile auch schnell mal vermessen und programmiert. natürlich werde ich ergebnisse auch posten.

aso: bei mir dauerts ne weile bis da was durchschlägt...
 
vollsynthetisch klingt gut (dämpfung und schmierung; der unterschied und die abhängigkeit von einander ist mit klar). braucht mein 6-zylinder auch; ist also vorhanden.
ich sehe das auch so: stelle ich den sag so ein, daß er passt, schlägt sie nicht nur durch (das ist das eine problem) auch beim anbremsen taucht sie ab. äußerst übel, wenn's eh steil bergab geht. das daraus resultierende problem finde ich aber noch viel schlimmer: kaum nutzbarer federweg mehr und vor allem eine lenkwinkelveränderung, die sich gewaschen hat und das bike sich anfühlen lässt, als ob ich vorne ne mag21 fahre.
folglich fährt man mit erhöhtem druck. ist aber auch das größte problem an der gabel.
 
na, wenn sie beim anbremsen so stark abtaucht, sollte das doch durch erhöhen des druckes im rechten holmen (zugstufenkartusche) in den griff zu kriegen sein. in nem gewissen rahmen.
 
japs...

SR schreibt vor, dass der wert NICHT unter 3.5bar (50 Psi) sein darf. Aus Deinen genannten Gründen. Das stimmt absolut. Der Maximalwert beträgt 4.5bar (60 Psi). Alles darüber ist uneffektiv. Innerhalb diesen einen bares (oder 10 Psi (wobei der Faktor nicht ganz stimmt)) hast Du ein wenig Spielraum. Weniger Druck bedeutet ein deutlich feineres Ansprechen der Gabel und sensibleres Ansprechen bei kleinen Hindernissen wie Wurzeln und Steinen, aber auch deutliches Einnicken beim Bremsen. Mehr Druck bedeutet eine schlechtere Sensibilität, dafür geringere Nickneigung beim Bremsen.
Ich nehme an, dass die Feder ab 60 Psi auslöst und den Ölfluss freigibt, weswegen SR Werte ab 4.5 bar Luftdruck als wirklungslos angibt.

D.h. bei kleinen feinen Schlägen reagiert erst mal die Luftkammer, bevor die Scheibe aufmacht.

Und ich rede jetzt NUR von der Zugstufenkartusche.
 
japs...

SR schreibt vor, dass der wert NICHT unter 3.5bar (50 Psi) sein darf. Aus Deinen genannten Gründen. Das stimmt absolut. Der Maximalwert beträgt 4.5bar (60 Psi). Alles darüber ist uneffektiv. Innerhalb diesen einen bares (oder 10 Psi (wobei der Faktor nicht ganz stimmt)) hast Du ein wenig Spielraum. Weniger Druck bedeutet ein deutlich feineres Ansprechen der Gabel und sensibleres Ansprechen bei kleinen Hindernissen wie Wurzeln und Steinen, aber auch deutliches Einnicken beim Bremsen. Mehr Druck bedeutet eine schlechtere Sensibilität, dafür geringere Nickneigung beim Bremsen.
Ich nehme an, dass die Feder ab 60 Psi auslöst und den Ölfluss freigibt, weswegen SR Werte ab 4.5 bar Luftdruck als wirklungslos angibt.

D.h. bei kleinen feinen Schlägen reagiert erst mal die Luftkammer, bevor die Scheibe aufmacht.

Und ich rede jetzt NUR von der Zugstufenkartusche.

Mehr Öl in die Dämpferkartusche und gut is. Die Progression ist damit gut regelbar. Allerdings in 5ml Schritten testen.

Lg
Qia:)
 
Ich blicke jetzt bei der ganzen Diskussion gerade nicht so durch.
Hab die Durolux ohne bisherigen Umbau. Wiege ca 80kg.
Wenn ich jetzt das Öl in der Zugstufenkartusche wechsel auf 2,5 WT, sackt die Gabel dann noch mehr weg bei gleichem Luftdruck?

Das wäre ja nicht wirklich Sinn der Sache. Man muss ja jetzt schon sehr viele Kompromisse zwischen Ansprechverhalten, wegsacken beim Bremsen und genügend SAG eingehen.

Wenn ich auf 2,5er Öl wechsel und sie noch mehr durchrauscht oder ich sie nur bockhart fahren kann, lass ich es lieber.

Am Anfang waren ja alle recht begeistert vom dünneren ÖL, aber das scheint sich ja irgendwie wieder gelegt zu haben.
 
2.5 muss da schon rein - wenn du die Zugstufe nicht weit genug auf bekommst.
Wenn dir die Zugstufe taugt, brauchst du nix ändern erstmal.

Wichtig ist vor Allem, das Schmieröl unten in die Gabel zu tun.

Beim Schmieröl muss ich doch nur unten die beiden Schrauben eben abmachen und 20ml Motoröl reinschütten pro Holm oder?
Hatte die Gabel noch nicht auseinander deshalb bin ich da etwas vorsichtig.
Ist die ganze Sache dann dicht oder muss ich noch nen O-Ring unter die Schrauben machen?
 
Beim Schmieröl muss ich doch nur unten die beiden Schrauben eben abmachen und 20ml Motoröl reinschütten pro Holm oder?
Hatte die Gabel noch nicht auseinander deshalb bin ich da etwas vorsichtig.
Ist die ganze Sache dann dicht oder muss ich noch nen O-Ring unter die Schrauben machen?

Geht ohne zusätzliche Dichtung
 
Dann mach ich das gleich schon mal. Ich denke das wird auch schon spürbar sein. Dann guck ich mal ob die Zugstufe dann reicht. Die Gabel sackt mir jetzt schon sehr weg, dann verzichte ich lieber auf ne superschnelle Zugstufe.
Im Moment find ich eh keinen Laden der 2,5er Öl hat.
 
2.5 muss da schon rein - wenn du die Zugstufe nicht weit genug auf bekommst.
Wenn dir die Zugstufe taugt, brauchst du nix ändern erstmal.

Wichtig ist vor Allem, das Schmieröl unten in die Gabel zu tun.

@Qia: kennst du diese Milchaufschäumer mit dem Kolben in so einem Glasbecher? Schäumt das nun besser, wenn weniger oder mehr Milch drin ist? Geht es schwerer, wenn der Becher voll ist?

Das kann man so nicht ganz vergleichen. Es geht ja nicht darum,. die Kartusche voll zu machen, sondern nur den Ölstand etwas zu erhöhen und damit die Luftkammer kleiner zu machen wodurch die Gabel früher progressiv wird.

Da die Luftkammer ja bleibt, wird das Öl deswegen nicht mehr schäumen, das Prinzip funktioniert weiterhin wie vorgesehen.

Ansich sind die modernen Öle eh so ausgelegt, dass sie weniger schäumen.

Ansich funktioniert das Milchaufschäumen mit dem vollen Becher besser. Aber die Kartusche ist im Vergleich zum Becher eh schon voll.

Um die Progression zu beeinflussen reichen schon 5-15ml mehr Öl und das ist zu wenig um das Öl mehr schäumen zu lassen.

Und für die, die nur eine schnellere Zugstufe wollen, ist das einfache Zugstufentuning besser als der Ölwechsel.

@All:

Wenn Euch die Gabel zu sehr durchrauscht, aber dennoch Unsensibel erscheint, dann probiert einmal folgendes:



Schraubt die Gabel auf dem Kopf stehend auf (und lasst vorher aus allen Luftkammern die Luft ab) und schiebt die Gabel
bis auf die Hälfte des Federweges zusammen, aber so, dass unten auf beiden Seiten der Castings die Luft entweichen kann. Das geht nur wenn die Haupt und VCC-Kammer keine Luft haben.

Schraubt die Gabel dann wieder zusammen, wärend sie noch zur Hälfte zusammengeschoben ist.

Ihr werdet Euch wundern, ihr habt eine völlig neue Gabel. Erster Effekt wird sein, dass ihr mehr Druck in der Haupkammer benötigt!
Zweiter Effekt wird sein, dass die Gabel sensibler ist.
Dritter logisch aus dem ersten, wird sein, dass ihr eine höhere Progression habt, und weniger durchrauschen.

Das Problem bei den neuen Gabeln ist, dass der Druck im Casting so hoch ist, dass er als zusätzlicher Luftpolster wirkt und dadurch die Gabel mit sehr wenig Druck gefahren wird, wodurch sie natürlich zu schnell durchrauscht und am Anfang ein hohes Losbrechmoment hat.

Viel Spass beim Ausprobieren.

Bei mir hats bemerkenswert viel bewirkt.:daumen:

Lg
Qia:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was verstehst du jetzt unter einfachem Zugstufentuning?

Das ist hier irgendwo vorher erläutert. Da wird einfach die Zugstufenschraube von unten um 2-4 Gewindegänge gekürzt, dass man die Zugstufe weiter auf drehen kann. Das macht nen ordentlichen Unterschied.

Aber vorher das aus meinem vorigen Posting ausprobieren. Wenn das wirkt und man dann mehr Druck fahren kann, ist das Zugstufentuning vielleicht obsolet. Ich glaube, die Gabeln werden von Werk aus falsch montiert.

Das war aber bei fast allen meinen Gabeln bisher so auch bei meiner neuen Rockshox. Ist eine völlig neue Gabel nach der Aktion.

Lg
Qia:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Also, ganz ehrlich Qia. Dein Wissen und Eifer in aller Ehren. Aber ich behaupte mal, dass der Dämpferölwechsel das einfachere Tuning ist. Weil ganz einfach und schnell wieder herstellbar, falls man mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist oder sich vertan hat.

Nichtsdestotrotz:
Ich bin mal der Meinung, dass man die Faktoren Feder und Dämpfung erstmal voneinander getrennt betrachten muss. Natürlich müssen alle zusammen funktionieren und natürlich beeinflussen sie sich irgendwann gegenseitig.

Ich denke wohl ein bisschen anders über diese ganze Fahrwerksgeschichte. Hab schon einige male gelesen, dass ein Durchschlagen durch mehr Druckstufendämpfung erreicht werden soll. Meiner Meinung nach völlig verkehrt. SAG MUSS passen. Druck- und Zugstufe müssen den Gegebenheiten und den eigenen Vorlieben bzw. der Fahrweise angepasst werden. Sollten alle Werte nahezu dem Optimum entsprechen und die Gabel trotzdem noch durchschlagen, so liegt´s an der Feder bzw. dem Luftdruck der Kartusche. Eine Coil kann man u.U. vorspannen bzw. durch eine härtere Feder ersetzen. Bei der Luftfederung wird die Sache schon etwas haariger, ohne in den SAG einzugreifen.

MEINE MEINUNG.

edit: Man müsste folglich das Volumen in der Federkartusche verringern, um eine steilere Kurve der Feder zu erreichen.
 
Hab mich heute mal an die Gabel begeben.
Ist echt ein Witz wie einfach die aufgebaut ist.

Hab jetzt das Fett gegen 20W40 getauscht und den Zusammenbau nach Qia´s Anleitung gemacht.

Leider wars danach zu dunkel für ne Probefahrt, aber die Gabel fühlte sich schon auf der Straße irgendwie fluffiger an.
Die Tage mach ich dann mal ne Einstelltour, damit sie am Wochenende in Winterberg ordentlich läuft.
Zugstufe fand ich jetzt eigentlich ok wenn sie voll auf ist. Trotz 5er Öl.

Werd mal ein paar Tage fahren und dann entscheiden ob ich noch auf dünneres Öl umsteige. Ist ja echt schnell gemacht, wenn man einmal weiß wie die Gabel von innen aussieht.
 
@Qia: It´s magic!

indeed. but it works!

@Ransom Andy:
Da magst Du im allgemeinen schon recht haben, aber die Durolux ist echt so sehr an der Grenze und das 5er Öl ansich ja schon nicht allzu dickflüssig, dass 2-4 Gewindegänge sauber abgetrennt jen Fehler sein können, allein wegen der Performance der Durckstufe.

Allerdings würde ich jedem erst empfehlen den Casting-Nebendruck zu regulieren um sicher zu gehen, dass der nicht gegen die Performance arbeitet. Vorher hat man eh kein klares Bild von der Gabel.

Lg
Qia:)
 
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