Grober Fauxpas... Kurbel wieder abbekommen.

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Hallo....
mir ist gerade bis dato der dämlichste Fehler beim Bike montieren ever passiert.
Bau mir grad nen neues Bike auf und habe den ganzen Antrieb montiert.

Kurbel ins Tretlager... Lagerspielschraube fest gedreht... gedacht ich muss nochmal dran und die beiden Stabilität bringenden Schrauben vergessen... Kurbel ist eine SLX Hollowtech II Nigelnagel neu....

Habe leider erst wieder an die Kurbel gedacht, als ich voller Freude endlich auf dem neuen Bike stand... und nach ein Paar Pedaltritten machte es leicht ratsch... dachte erst... hmm ist die neue kEtte übers neue Ritzel gesprungen? Kann nicht sein. Auf einmal war der Tritt unrund...
Konnte das Problem erst nicht zuordnen. Ein paar momente später, stand dann die linke kurbel plötzlich 90 ° zur rechten....... also Wie ein "L".
Hab erst dann gecheckt, was los war. Kurbel arm war lose und steckt nun falsch auf der Achse.

Wie zur Hölle bekomme ich das Ding nun wieder ab? Ich denke mal die Kurbel wird hinüber sein, da die kerben sowas von kaputt bei der Kraft gegangen sein müssen.

Ich bin grad mit den Nerven .- und dem Latein am Ende :(

Hilfe.
 
Ich glaube nicht, dass die hinüber ist. Du musst doch nur die Lagerschraube lösen dann kannst du den Kurbelarm abziehen
 
Viele Möglichkeiten gibts ja imho nicht. Davon ausgehend, dass der Kurbelarm jetzt verklemmt ist entweder kräftig ziehen, vorsichtig mit dem Gummihammer runterklopfen oder versuchen Sie beispielsweise mit zwei Schraubenziehern runterzuhebeln und hoffen das nichts kaputt geht (Welle, Innenlager). Wenn die Welle noch fest in der rechten Kurbel ist und die Zähne/Kerben wo die linke drauf kommt nicht rund sind würde ich die Kurbel wohl weiter verwenden. Allerdings würde ich diesmal die schrauben festziehen.
 
Kunststoffschraube raus drehen, falls die Klemmschrauben jetzt unter Spannung stehen diese lösen und versuchen den Kurbelarm wie normal
abzuziehen. Falls dies so einfach nicht geht, die Lagerschale des Innenlagers vorsichtig abschrauben und damit den Arm lösen (falls du ein BSA Lager hast).
Dann den Arm und die Welle anschauen, aber im Zweifel sollten die eigentlich noch gut sein.
 
Bei den 2 Schrauben ist so eine Platte dazwischen mit einem Pin der auf die Achse drückt, ist eine Verdrehsicherung
20089_1_shimano_einsatz_fuer_.jpg
 
Also es ist ein BB70 Innenlager.
Ich habe alle Schrauben raus genommen.
Die beiden Hauptbefestigungsschrauben lagen ja eigentlich auch nur in den Gewinden. Ich hab leider komplett versäumt Sie anzuziehen.
Der Linke Kurbelarm sitzt so fest drauf... Habe die Kurbel ca. 3-4 mm mit einem Plastikschuhanzieher runter hauen können.
Allerdings fehlt mir jetzt ein entsprechendes Werkzeug, was Keilförmig ist, um die Dinger weiter abzubekommen.
Gegenhauen von der anderen Seite bringt irgendwie gar nichts, da die Kraft ja eher auf die Lange seite des Kurbelarms geht.
 
auf den sattel setzen, kurbel entsprechend positionieren und dann vorsichtig! die pedale belasten auf dass sie sich zurückbewegt.
 
Den Schlitz , in dem das Platikteil war, mit einem breiten Schraubenzieher etwas weiten. Dann sollte sich der Kurbelarm leichter abziehen lassen.
 
Ich würde, wenn das geht, die beiden Schrauben von der anderen Seite eindrehen, dann in den Schlitz irgendwas Festes, ein Blech oder so, reinstecken und dann die Schrauben weiter reindrehen und damit die Kurbel auseinander drücken.
 
Ich würde, wenn das geht, die beiden Schrauben von der anderen Seite eindrehen, dann in den Schlitz irgendwas Festes, ein Blech oder so, reinstecken und dann die Schrauben weiter reindrehen und damit die Kurbel auseinander drücken.
Danke danke danke! Das war der goldene tip!! Habe nen alten Bremsbelag in die ritze gesteckt und Dann die schrauben von der anderen Seite rein. Konnte die Kurbel dann mit der Hand abziehen! Danke!
 
:cool:

Wie sieht denn die Kurbel nun aus an der Vielzahnaufnahme, ist sie noch zu gebrauchen?

Und immer erst eine Sache zuende montieren, gelle? ;)
 
Sah (glaub ich) noch halbwegs brauchbar aus. Man hat schon gesehen, dass die Zähne etwas gelitten haben. 2 kleine, dünne, längliche Späne kamen mir auch entgegen. Habe beide Flächen gründlich gereinigt und neu gefettet.
Anschließend wieder richtig zusammengesteckt und fest gezogen. Nach einmaligem aufsitzen fühlte es sich so an, als ob es noch hält bzw. passt.
Denke mal das ist ziemlich fest! Bin ich froh! :-)
 
Sehr cooler Tipp von Garbel mit den Schrauben und dem Plättchen, da wäre ich nicht drauf gekommen!

Je nach beabsichtigter Beanspruchung/Fahrweise würde ich aber im Stand die Kurbel jetzt mal waagerecht stellen, und dann kräftig drauf hüpfen (vielleicht so, dass jemand links und jemand rechts am Lenker festhält), so dass nichts passieren kann, um zu sehen, ob die Verzahnung noch zu gebrauchen ist. Nach einem Sprung z.B. würde ich ungern damit "ungeprüft" landen wollen, das könnte gut einen schweren Sturz verursachen, wenn die Kurbel sich bei der Landung wieder verdrehen würde, da Verzahnung jetzt geschwächt...

Gruß Jan
 
Das Gute bei dem System ist ja, daß die Kontaktfläche Kurbel/Achse vergleichweise riesengroß ist, im Gegensatz zu Vierkant oder Octalink. Da müßte die Kurbel schon ziemlich verhunzt sein, damit das nicht mehr funktioniert.

Ich kann mich noch gut erinnern, mir ist mal ne Vierkantkurbel beim Fahren lose gegangen, ich hab es ein paar hundert Meter zu spät gemerkt. Man sah der Kurbel eigentlich nix an, sie hatte aber einen weg. So richtig dauerhaft fest hab ich die nie mehr bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaub auch, dass die noch problemlos funktioniert. Die Schrauben ziehen das Kurbelauge noch erheblich zusammen.
 
die vielzahnfläche ist weiterhin problemlos verwendbar. hatte das gleiche problem hauch schon mal dabei hat sich der kurbelarm bei der ersten landung aber um fast 180° verdreht. wir haben dann aber im feld einfach wie die blöden die kurbel wieder herum geschlagen und fest gezogen. irgendwann habe ich das ganze mal auseinander genommen und siehe da, alles heile.
 
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