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Winter-Gravel-Schlammfahrten: Kettenpflege und -öl

CC.

Specimen
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15. Dezember 2011
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4.245
Im Sommer hab ich's schon auf meiner neuen 8fach Kette am Crosser gehört: der grobe Staub zwischen den Kettengliedern. Da wars allerdings trocken und mit einem Kettenreinigungsgerät und Reinigungsflüssigkeit hab ich das recht gut im Griff gehabt.
Jetzt ist die ganze Packung einfach nur Schlamm mit Körnern und Nadeln drin, demnächst kommt noch Salz dazu. Meine Kette am Neurad sieht nach 4 Fahrten aus als hätte sie über Jahre Schlimmes mitgemacht und klingt auch so :(
Ich spüle das Rad mit einem (Nieder-) Druckspüher aka Unkrautsprüher ab und fahre anschließend mit einem Lappen über die Kette. Das langt aber nicht und die Kette knirscht hörbar... und rostet vor sich hin.
Wie geht man da am besten vor?

EICH_26.jpg



Hab gestern Schutzbleche drangebaut und hoffe, daß die Kette demnächst auch was davon hat.

Ich habe ein Kettenreinigungsgerät, halte es aber für kontraproduktiv, jedesmal die Kette komplett zu entfetten.
Die Idee ist aber, das Gerät mit Wasser (und einem Tropfen Spüli) zu füllen und zu versuchen, den groben Mist aus der Kette rauszuwaschen. Spricht was dagegen?
Anschließend müßte man die Kette trocknen / ausblasen. Hab da aber nix zur Verfügung. Idee dazu?
Zuletzt wäre vielleicht ein Ölbad im Reinigungsgerät gut (mit genügend dimensionierten Abstreifern).

Ich fahre ja schon eine Weile Fahrrad, auch im Winter, und hab meine Ketten immer vernachlässigt - und bin gut damit gefahren: keine Kettenrisse, kein übergroßer Abrieb, erhöhter Widerstand war mir egal. Aber die Ketten waren immer ölig-schmierig-dreckig, und so manches Kleidungsstück hat da Tattoos davongetragen. Es waren allerdings auch keine zickigen 12fach Ketten dabei.
Hab mich vor einer Weile mit gewachsten Ketten beschäftigt, glaube aber nicht, daß die für so Schlammfahrten geeignet sind.
Die verschlammte Kette einfach so stehen zu lassen und dann wieder zu fahren, ist keine Option: ist zu laut :( zumal ich das Bike in der Wohnung stehen haben.

Was sind Eure Vorgehensweisen? Tips?
 
Wenn du die Kette nach jeder Fahrt kurz durch einen trockenen Lappen ziehst, sollte sie erstmal zumindest nicht rosten.

Ich fahre täglich bei fast jedem Wetter auf Arbeit und dabei auch ein Stück durch den Wald. Mein Rad sieht eigentlich immer aus wie Sau, steht vor Dreck,...
Ich verwende nur gewachste Ketten und Zuhause wie auf Arbeit steht im Keller ein Lappen zum Kette trocken reiben. Das funktioniert eigentlich sehr gut.
Allerdings: zu dieser Jahreszeit ist der Wartungsaufwand sehr hoch! Da kann man schon mal alle 1, spätestens 2 Wochen die Kette neu wachsen, sonst klingt es ganz fürchterlich.
Ist bei Öl aber nicht anders. Kollege fährt mit Öl und schmiert alle 2 Tage nach. Natürlich vorher mit Lappen sauber machen.

Solange die Kette geschmiert ist und nicht rosten kann ist das meiner Meinung nach die halbe Miete. Im Frühjahr dann ne frische Kette gönnen und gut ist. Rad mach ich im Winter nur selten sauber, wird ja am nächsten Tag eh wieder dreckig.
 
Nach der Fahrt kurz abspritzen, Kette ein paar Umdrehungen durch einen Lappen laufen lassen, alle paar Fahrten neu schmieren mit einem Mittel für feuchte Bedingungen und gut ist.
 
Irgendwas hab ich verkehrt gemacht. So mit Kette durch den Lappen laufen lassen, hat bei mir nicht geholfen.
Hab die Kette nochmal durch Diesel laufen lassen und frisch und übermäßig geölt. Zumindest im Montageständer läuft sie wieder lautlos.
Nachteil vom Diesel: es stinkt. Werde das nächste Mal wohl mal Petroleum probieren. Muß man drauf achtgeben, wenn man die Räder in der Wohnung stehen hat.
 
WD40 hört sich aber auch nicht nach einer guten Idee an. Es verdrängt nicht nur Wasser, sondern auch Öl (bzw. verdünnt es und mindert die Schmierwirkung). Afaik hinterlässt WD40 dazu einen Film auf der Oberfläche, sodass neues Öl hier nicht richtig anhaften kann. Du müsstest also nach WD40 eigentlich nochmal nachreinigen, bevor das neue Schmieröl kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein klassischer McDreck 😄

@CC. : Ich glaube du wirfst hier verschiedenes Durcheinander. Mit Diesel (oder Benzin) kriegst du Ölrückstände, eingebackenes, etc. gut gelöst und die Kette wieder blank. Das kann man machen, wenn die Kette richtig versifft/verschmiert ist durch Kettenöl und das Kettenöl nur noch eine schmierige Pampe ist. Damit löst du aber auch das Kettenöl im Inneren der Kette heraus. Folglich ist es richtig, dass du dann nachschmierst. ABER: da muss man meiner Ansicht nach schauen, dass sämtliche Lösemittelrückstände sich wieder verflüchtigt haben. Das kann bei Diesel UND den aktuellen Temperaturen etwas dauern. Oder man stinkt sich eben die Bude voll. Und dann würde ich erst am nächsten Tag mit Öl, dennoch dezent, auf die Kettenglieder nachölen. Dann solltest du aber noch warten, dass das Öl überall hineinkriechen kann, bevor du mit dem Lappen durch gehst und das überschüssige Öl aufnimmst. Denn AUF der Kette braucht es keine Schmierung. Am nächsten morgen weiter fahren ist dann nicht ergo nicht.

Du willst aber eigentlich die Kette von Dreck befreien. Da würde ich, wenn der Dreck frisch/ feucht ist, mit ner Gießkanne oder sowas ähnlichem, das gröbste runter spülen (kein harter Wasserstrahl) und dann mit dem Lappen durchziehen. Ggf. auch mal ne Bürste probieren. Und dann einfach dezent nachölen. Mehr kannst da eh nicht machen.

Oder eben Wachs ausprobieren. Aber das hat im Winter auch seine Schwächen.
 
Zuletzt bearbeitet:
WD40 hört sich aber auch nicht nach einer guten Idee an. Es verdrängt nicht nur Wasser, sondern auch Öl (bzw. verdünnt es und mindert die Schmierwirkung). Afaik hinterlässt WD40 dazu einen Film auf der Oberfläche, sodass neues Öl hier nicht richtig anhaften kann. Du müsstest also nach WD40 eigentlich nochmal nachreinigen, bevor das neue Schmieröl kommt.
Genau das. Säubern mit WD40. Trocknen. Neu ölen. Geölte Kette wieder trocken ziehen.
ein klassischer McDreck 😄
Kennen wir uns?
 
Ich glaube du wirfst hier verschiedenes Durcheinander
Jain ;)
(Industrie-) Ketten wurden früher meistens mit Leichtöl aka Petroleum, Diesel, Benzin gewaschen. Das Leichtöl löst sowohl Fett als auch Schmutz. Petroleum löst Fett weniger als Benzin, Diesel ist näher an Benzin von der Fettlösligkeit. Die gereinigten Ketten wurden dann in heißem Fett konserviert. Hat gut funktioniert - auch bei Fahrradketten. Die meisten Industriekettenantriebe hatten im Betrieb noch einen Öler. @McDreck - es könnte sein, daß einer antwortet, der derselbe Jahrgang wie Monty Burns ist ;)
WD40...besteht zum größten Teil aus Testbenzin und Mineralöl.
Quelle Wikipedia.
Mineralöl heißt in diesem Fall Petroleum.


Die Leichtöle sind für den Hausgebrauch nicht wirklich anwenderfreundlich.
Der Diesel braucht wegen dem gebundenen Benzol ewig, bis es verflogen ist. Das Rad stank 3 Tage und das zähe Rohloff-Öl tat sich mit der Haftung anfänglich etwas schwer. Schnell spülen, dann ölen und gleich fahren geht halt nicht - wie oben schon richtig angemerkt.
Mir war jetzt wichtig, daß die völlig versandete und trockene Kette erst mal wieder in einen gebrauchsfähigen und rostfreien Zustand kommt. Das war mir den Aufwand wert. Nach jeder Fahrt möchte ich das aber nicht machen ;)

Wie oben beschrieben, spüle ich die Kette nach der Fahrt mit Wasser ab. Da bleibt dummerweise in den Röllchen und den Überlappungen der Laschen immer noch knirschiger Sand drin. Wie krieg ich den raus?
Ich könnte die Kette auch nochmal durch ein trockenes Kettenreinigungsgerät ziehen.

Sprühe ich WD40 wegen dem Wasser da drauf, muß ich es vor dem Ölen auch wieder entfernen. Ich werde es das nächste Mal probieren. Ausblasen wäre wahrscheinlich die Lösung, hab aber keinen Kompressor.

Jaaaaa.... ist im Hinterkopf. Bin mal eine Tour neben einer gewachsten Kette hergefahren, das war irgendwie laut. Und ich bin mir sicher, daß der knirschige Dreck genau wie beim Öl zwischen den Laschenhängen bleibt und da kein Unterschied ist. Fürs RR steht das demnächst mal an, aber fürs Schlamm- und Schotterrad?
 
Jaaaaa.... ist im Hinterkopf. Bin mal eine Tour neben einer gewachsten Kette hergefahren, das war irgendwie laut. Und ich bin mir sicher, daß der knirschige Dreck genau wie beim Öl zwischen den Laschenhängen bleibt und da kein Unterschied ist. Fürs RR steht das demnächst mal an, aber fürs Schlamm- und Schotterrad?
Ich hab am Gravel vor etwa 4Jahre mit dem Wachsen angefangen. Anfangs mit squirt Flüssigwachs, nun bin ich bei Heisswachs gelandet.
Das Equipment dafür bekommt man um die 60 Euro exkl. Wachs. Ich nutze Silca, zum heiss wachsen und das Flüssige zum kalt nachwachsen. Was auch ganz gut ist, zwei Ketten parallel zu fahren. Bei Matsch kann man die Kette nach der Fahrt mit Wasser oder feuchten Lappen abspülen oder -wischen und mit Flüssigwachs nachschmieren. Bei normalen kalten Bedingungen sammelt sich kaum Schmutz auf der Kette. Die Ketten halten mit Wachs um 6-8tsd km.
Etwas lautere Kette hat man nur am Anfang, das fährt sich schnell wieder raus. Ich merk da keinen Unterschied mehr.
Wachs hat fast nur Vorteile, ich bleib dabei.
 
Sprühe ich WD40 wegen dem Wasser da drauf, muß ich es vor dem Ölen auch wieder entfernen.
Ja. Oberster Trick ist es, die Kette möglichst trocken zu halten. Öl bzw. Schmierstoff sollte nur in der Verbindung der Glieder sein. Also oberster Trick nach bei so Kackwetter nicht im Schlamm fahren.
Auch bei der Reinigung der Kette gilt, nur so viel Flüssigkeit wie nötig. Bürste und Lappen für grob, WD40 oder äquivalent für fein, trocknen, sparsam rückfetten, wieder trocknen.
 
Meine Frage ist halt, wie verhält sich eine gewachste Kette bei tief-schlammig?
Ich würde da keine Wunder erwarten. Die Kette bleibt nun mal offen und jedweder Dreck schleudert dagegen. Bei Wachs hättest du allerdings die Möglichkeit, dass der Dreck wenn er abgetrocknet ist, wieder abfällt. Bei Öl bleibt mehr hängen.
Tatsächlich schmeiß ich im Zweifel die Kette nochmal ins Heißwachs bevor ich lange Reinigungsaktionen starte. Verwende auch nicht das "Marken"Wachs, sondern haushaltsübliches Paraffin, bzw. mikrokristallines Wachs.
Im Winter um die 0°C kann so ne gewachste Kette aber manchmal schon etwas lauter sein.
 
Bin gestern mit der peinlich sauberen Kette losgefahren. Nach 1,1km durch den Stadtpark sah die Flasche am Unterrohr schon arg besprudelt aus.
IlkaH_3.jpg


Die Kette ist nur drei Zentimeter daneben. Ich gehe davon aus, daß das VR ein Dreck-Katapult ist. Werde mal drüber nachdenken.
Gestern auch das erste Mal mit Schutzblechen unterwegs gewesen und das Rad samt Kette war viel weniger verschlammt - auch der Fahrer, aber immer noch als richtig dreckig zu bezeichen.
Hab die Kette nach der Tour gründlich mit Wasser gespült und durch den Lappen gezogen. Bleibt aber immer noch feucht, aber knirscht nicht. Werde wohl öfters mal nachölen müssen.
Mit dem Wachs bin ich mir nicht sicher, ob ich mir das Experiment mal gebe. Vielleicht mal am RR.
 
Habe mein Kettenreinigungsgerät mit Ballistol-Öl geflutet, beim reinigen also auch ordentlich geschmiert. Die Kette war sauber, ich habe aber den einen oder anderen Lumpen gebraucht, um das überschüssige Öl aufzunehmen. Und davor ein paar alte Zeitungen unter der tropfenden Kette.
Das Öl habe ich umgefüllt und kann es wieder verwenden, der Dreck hat sich am Boden abgesetzt.
 
Wie sieht Deine Kettenreinigungs- und pflegstrategie nach so einer Schlammorgie aus?

  • mit Gartenschlauch grob vorreinigen
  • großzügig Reiniger direkt in eine große weiche Bürste und damit die ganze Karre ordentlich bearbeiten und einschäumen
  • nach ~5 Minuten Abspülen
  • Antrieb mit Druckluft trocken blasen
(- auf jede Rolle ein Tropfen Squirt oder eine andere vorbereitete Kette drauf)

Unter solchen Bedingungen macht eine mit Squirt gewachste Kette bei mir ~100 km mit bevors Quietgeräusche gibt. Selbst wenn keine Nachbehandlung notwenig ist auf jeden Fall die Kette und Kassette nach dem Putzen trocken bekommen, weil es sonst hässlichen Rost gibt.

Flüssigwachs ist bald aufgebraucht und dann gibts Heißwachs.
 
Wie sieht Deine Kettenreinigungs- und pflegstrategie nach so einer Schlammorgie aus?
Schaut doch halb so wild aus. Die Kette ist ja richtiggehend sauber.
Hab so einen Kärcher-Niederdruckreiniger. Damit kann man gut so Schlammzeug wegspritzen. Ohne den würde ich Wasser mit Spüli und einer Bürste verwenden. Was immer gerne geraten wird, Zeug erst trocknen zu lassen und dann mit der Bürste wegmachen.
Wie dem auch sei, nach der Nassreinigung etwas trocknen lassen und dann Rückfetten, wo es nötig ist. Überschüssiges Schmiermittel abwischen.
Ich glaube, daß ist das Geheimnis.
Das trocknet auch an ungepresster Luft. Da mit Druckluft arbeiten ist für mich dekadent. Kannst ja gleich mit dem Haarfön rangehen. Ist sanfter.

Dreck weg. Rückfetten. Trocken, luftig und kühl abstellen. Das ist kein Geheimnis. Das ist, wie man Zeug aufbewahrt.
 
Das trocknet auch an ungepresster Luft. Da mit Druckluft arbeiten ist für mich dekadent. Kannst ja gleich mit dem Haarfön rangehen. Ist sanfter.
Ich glaube die meisten haben verstanden, dass mit der Druckluft das Wasser herausgeblasen werden soll um nicht länger sein Unwesen an den Metallteilen des Rades zu treiben. Ein Haarfön arbeitet da anders, und wird deshalb auch anders verwendet. ;-)
 
Trocken ist trocken. Wie die Feuchtigkeit vom Objekt in die Luft übergeht, ist dem Objekt letzten Endes wohl ziemlich egal.
 
Trocken ist trocken. Wie die Feuchtigkeit vom Objekt in die Luft übergeht, ist dem Objekt letzten Endes wohl ziemlich egal.
Macht meiner Meinung nach gerade im Winter schon einen deutlichen Unterschied. Gerade wenn die Feuchtigkeit zwischen Laschen oder Stiften und Rollen sitzt. Je nach Beanspruchung ist dort kein Schmierstoff mehr und bei niedrigen Temperaturen trocknet dort ewig nichts.
Ich hab aktuell die Option des Kompressors und kann aus Erfahrung sagen, dass ich vorher im Winter hin und wieder rötliche Schlieren auf der Kette gefunden habe und so nicht mehr.
 
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