• MTB-News User Awards 2026: Jetzt abstimmen und Raaw Madonna V3 Komplettbike im Wert von 9.000 € gewinnen!
    Stimme in einer kurzen Umfrage über deine Produkte des Jahres 2026 ab und gewinne dabei Bike im Wert von 9.000 €!
    Jetzt abstimmen!

beschädigtes FAG-Patronenlager irgendwie rauskriegen!

Registriert
8. Dezember 2025
Reaktionspunkte
7
Hallo zusammen,
ich versuche gerade, das Innenlager meines alten, aber treuen Fahrrads auszubauen.

Nach einiger Recherche scheint es sich um ein FAG-Patronenlager zu handeln. Auf einer Seite ist die Kontermutter bzw. Lagerschale allerdings stark beschädigt, sodass ich nicht mehr weiterkomme.

Hat jemand einen Tipp, wie ich dieses Innenlager trotzdem herausbekommen kann? Oder sollte ich das Rad mit schweren Herzen zum Recyclinghof bringen? :-(

Hier zwei Fotos im Anhang von beiden Seiten zur besseren Einschätzung.

Vielen Dank für die Unterstützung,
Matthieu
 

Anhänge

  • IMG_1764.jpeg
    IMG_1764.jpeg
    167,9 KB · Aufrufe: 114
  • IMG_1766.jpeg
    IMG_1766.jpeg
    179,9 KB · Aufrufe: 101
Zuletzt bearbeitet:
Auf der Antriebsseite kann ich keine Kontermutter mehr erkennen. Wenn du mit einer Feile umgehen kannst, kannst du probieren einen Zweikant aussen zu feilen,, und dann mit einer Wasserpumpenzange oder ähnlichem aufschrauben. Wenn das ein BSA-Tretlager ist wird auf der Antriebsseite im Uhrzeigersinn geöffnet (Linksgewinde).
 
Das ist ein FAG-Patronenlager. Die Aufnahme auf der linken Seite scheint noch i.O. und kann mit dem passenden Werkzeug entfernt werden. Auf der rechten Seite ist diese zerstört.

Recht kannst du nur noch versuchen das mit einer kräftigen Zange zu lösen. Ansonsten ausbohren und den restlichen Kunststoffteil rausschmelzen.
 
Wenn beide Seiten rund sind, dauert der Ausbau sehr lange. Die Schalen sind zähes Polyamid. Mein Nachbar hat damals mehrere Löcher möglichst dicht nebeneinander gebohrt. Den Rest mit Schlüsselfeile. Dauerte einige Stunden. Trotzdem war das Gewinde überall leicht beschädigt.
Ausschlagen, Zange, Stirnlochschlüssel, Hammer und Meißel etc. -> keine Chance.
Man braucht schon das Werkzeug für FAG. Kann man auch leicht selbst bauen.
 
Ups , ich dachte das Teil währe auch noch eine Kontermutter .
Anhang anzeigen 2285633

Trotzdem würde ich mit Rohrzange , Hammer Dorn , Durchschlag usw. rangehen .
Kannst auch nen Löffel nehmen :D

Das Zeug ist butterweich. Du kannst froh sein, wenn du ein 20 jahre altes Lager mit dem FAG Werkzeug raus bekommst. Obwohl die Schalen aus Plaste sind, rosten die trotzdem ein.
Beide Seiten verfotzt - glaub mir, das wilst du nicht :oops:
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit dem FAG Werkzeug habe ich auf jedem Fall die unversehrte Seite problemlos und schnell abgekriegt!
Jetzt kämpfe ich noch sehr an der Antrieb-Seite. Jetzt wieder mal über Nacht WD40 einwirken lassen! Und morgen geht es weiter…
 

Anhänge

  • image.jpg
    image.jpg
    1,2 MB · Aufrufe: 209
Versuche die Welle mit Lager nach rechts oder links rauszuschlagen.
Im Idealfall ist nur noch Kunststoff übrig und dann hast du eine gute Angriffsfläche für Dremel, Säge, Feile etz.
Ich würde versuchen es nach rechts rauszuschlagen. Das Lager liegt rechts frei.
Das linke Lager löst sich dann hoffentlich von der Welle.
Die Welle nach links rausschlagen kann auch klappen - die Welle lößt sich vielleicht aus dem Lager und dannach kannst du das Lager nach rechts rausschlagen.
ich glaube nicht, dass das rechte Lager nach links durch will 🤔
Links die Stützschale ist ja raus.

Dannach Sägeblatt durchfädeln, wieder in die Säge einspannen. Zwei oder drei Schnitte bis kurz vor dem Gewinde.
Nach drei Schnitten wird das meistens instabil, so dass man es mit Hammer und Schraubenzieher nach innen rausschälen kann.

Letztesmal war bei mir noch eine Metalleinlage drin, obwohl das Lager raus war :ka:
Ich war dann stinkig und hab nen Brenner genommen, bis der Kunststoff weich wurde, dann die Metalleinlage rausgeschlagen. Der Rest hing aber trotzdem noch fest => Säge.

Hier lohnt es sich gut zu überlegen und sich Zeit zu nehmen, dann sind die Kampfspuren am Rahmen nachher weniger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben…. Aber jetzt ist das Ding raus!!
Viele kleine Löcher im Plastikgewinde gebohrt, mit Schraubzieher und Hammer die Teile zwischen den Löcher gehämmert, mit einem großen Hammer versucht das ganz rauszuschlagen, leider ohne Erfolg!
Der Tipp es mit dem Schraubstock zu machen hast gebracht! Siehe Fotos…
Das Gewinde scheint nur leicht beschädigt zu sein. Ich habe jetzt ein neuen Innenlager bestellt und hoffentlich kann ich es erfolgreich montieren!
 

Anhänge

  • IMG_1777.jpeg
    IMG_1777.jpeg
    1,2 MB · Aufrufe: 131
  • IMG_1779.jpeg
    IMG_1779.jpeg
    1,3 MB · Aufrufe: 142
  • IMG_1780.jpeg
    IMG_1780.jpeg
    1,2 MB · Aufrufe: 183
Um das Gewinde mache ich mir keine Sorgen. Das neue Lager muss aber am 1. Gewindegang anbeißen.
Tut es das nicht, nachschneiden, oder mit der Feile eine Fase einfeilen, die den ersten Gang freilegt.
 
Lass das mit dem Nachschneiden. JEDES einzelne Nachschneiden lässt Späne fliegen und schwächt das Gewinde. Das geht soweit das du das neue Lager "reinstecken" kannst ohne es schrauben zu müssen. Die Planfläche kannst du mit einer Schlichtfeile nacharbeiten. Sauber flach auflegen und drüber gleiten lassen.
Ein Bikeshop versaut dir das Teil zu 99,9%.
 
Sehe ich auch so. Der erste Gang muss halt anspitzen.
Wenn du beim Alurahmen schief kommst und weiter drehst, wirds schlimmer.
Evtl kann man den Anfang mit ner Gewindefeile glätten, oder mit der Feile das erste Stück leicht anschrägen.

Ich würds auch erst mal so probieren. Aber wenns schwer geht, würde ich nicht mit nem Hebel weiterdrehen. Das Feingewinde nimmt dir das schnell übel.

Wenns meins wäre, würde ich mit ner Flachfeile über die Stirnflächen gehen, wegen der Optik.
 
Die Hülsen sind doch sowieso Drehteile. Abgesägt sahen die bei meinen Rahmen nie aus.
Bei einem neuen Rahmen hatte ich nur ein Teppichmesser für Lack entfernen verwendet. Lager war nicht vorzeitig verschlissen.
Beim Gewinde merkt man das sehr schnell, wenn es nicht passt. Oft hilft es, zuerst in die andere Richtung zu drehen, bis man den Anfang auf beiden Gewinden spürt. Mache ich auch beim Einspeichen.
Lieber mehr Zeit für das Projekt hier investieren. Sonst kann es auch schnell das Lebensende des Rahmens bedeuten.
Lager mit zwei Gewinderingen gab's früher von Mavic. Damit konnte man Rahmen noch retten. Sind allerdings jetzt teuer und rar.
 
Zurück