Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert

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Re: Neues vom Verkehrsgerichtstag 2026: 1,1 Promille-Grenze für Radfahrer gefordert
Dann bist du nicht SEHR kritisch eingestellt, noch nicht mal kritisch.
Fast jede automatisierte Überwachung wird ausgeweitet werden. Nein, so etwas will man nicht. Zumindest nicht, wenn man nicht in einem Polizeistaat leben will in dem jede Ordnungswidrigkeit verfolgt wird.
Dich nerven Handys am Steuer, andere nerven Radfahrer die kein Handzeichen geben oder nicht alle Reflektoren am Rad haben. Bist du etwa kurz freihändig gefahren? Rechnung kommt gleich! Nummernschilder für Radfahrer, der Verkehrshauptwachmeister will was zu tun haben!

Das Ordnungswidrigkeiten nur stichprobenartig überprüft und geandet werden gehört zum Konzept. Es sind eben keine Straftaten.

Hier wird so getan als ob jeder alles immer richtig machen würde. Aber tatsächlich macht ständig jeder immer etwas "falsch".
Zur Ausdehnung von Kontrollen habe ich mich nicht geäußert. Da das, wie von Dir angerissen, ein sehr weites Feld ist und ich hier nicht weiter 100+ Zeilen labern wollte - weil off-topic und sehr grundsätzlich - habe ich es bewusst ausgelassen.
Dass mir dann mangels langatmiger Vorab-Erklärungen jemand auch mal was ziemlich Krudes unterstellt... Muss ich wohl abkönnen.
Kann Dir nur versichern, dass ich SEHR kritisch bin. Dabei macht mir ein gewisser Überwachungswahn in Unternehmen aber z. B. mehr Sorgen. Im öffentlichen Raum wird da mehr diskutiert und Exzesse (bisher) gut abgewendet.

Den notwendigen "Verfolgungsdruck" erreicht man auch stichprobenartig, so wie auch wie aktuell Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße mittels Einsatz von technischen Hilfsmitteln, aber eben nicht flächendeckend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gerade in Singapur ist die Kontrolldichte erheblich höher als bei uns. Also nicht nur einfach sehr hohe Strafen, nein, diese werden auch verhängt.
Ohne Kontrollen ist die Höhe von Strafen ziemlich irrelevant., das war genau mein Punkt.

Allerdings ist Singapur nun nicht mein Traumstaat, und das liegt nicht nur am Klima dort.
Für einen gewissen Verfolgungsdruck, um die Einhaltung der eigentlich selbstverständlichen und grundlegenden Regeln im Zusammenleben zu "befördern", muss nicht an jeder Ecke ein Polizist stehen oder Prügelstrafen im Strafregister verankert sein.
 
so graue ingineure sind die allerletzten, die über irgendjemand anderen entscheidungen treffen sollten.
Hm, BWLer machen mir in den letzten Jahren diesbezüglich mehr Sorgen. Aber Du hast Recht, gibt hinreichend Ingenieure ohne Sozialkompetenz, die einfach mal machen, was technisch möglich ist.
Kann ich auch mal "Gott" spielen, heißt bei denen nur "Ich bin ein Developer, juchu!"
 
Zur Ausdehnung von Kontrollen habe ich mich nicht geäußert.
Ja leider doch.

Dafür auch technische Mittel wie bestimmte Kamerasysteme mit automatisierter Analyse.
Die technischen Mittel werden immer günstiger, die Überwachung immer engmaschiger.
Die Autofahrer die telefonieren sind die Kinder der Vorratsdatenspeicherung. Irgendwann ist dann an jeder Brücke ne Kamera die guckt ob du die Hände am Lenkrad hast. Oder am besten nehmen sie gleich die Kamera die im Auto verbaut ist.

Wenn da jedes Kuhkaff erst mal sein System in Betrieb hat, das automatisiert jede Ordnungswidrigkeit verfolgt, dann bekommen wir wirklich Probleme.

Daher sage ich: wehret den Anfängen. Handy am Lenkrad ist keine solche Gefahr dass automatisierte Überwachung gerechtfertigt wäre. Gerade im Straßenverkehr beobachten wir Verhalten anderer das uns extremst nervt und die wir am liebsten hinter Gittern sehen würden. Dabei wird, entgegen der Gefühlten Realität, der Straßenverkehr von Jahr zu Jahr sicherer.
 
Gerade in Singapur ist die Kontrolldichte erheblich höher als bei uns. Also nicht nur einfach sehr hohe Strafen, nein, diese werden auch verhängt.
Die haben auch Kameras am Arbeitsplatz die ständig schauen was du wie wo und wann dort treibst. Eigentlich schaut dir da 24/7 ständig jemand über die Schulter. Manchem Law and Order Freak mag da ja einer abgehen, ich will das hier nicht.
 
Ja leider doch.


Die technischen Mittel werden immer günstiger, die Überwachung immer engmaschiger.
Die Autofahrer die telefonieren sind die Kinder der Vorratsdatenspeicherung. Irgendwann ist dann an jeder Brücke ne Kamera die guckt ob du die Hände am Lenkrad hast. Oder am besten nehmen sie gleich die Kamera die im Auto verbaut ist.

Wenn da jedes Kuhkaff erst mal sein System in Betrieb hat, das automatisiert jede Ordnungswidrigkeit verfolgt, dann bekommen wir wirklich Probleme.

Daher sage ich: wehret den Anfängen. Handy am Lenkrad ist keine solche Gefahr dass automatisierte Überwachung gerechtfertigt wäre. Gerade im Straßenverkehr beobachten wir Verhalten anderer das uns extremst nervt und die wir am liebsten hinter Gittern sehen würden. Dabei wird, entgegen der Gefühlten Realität, der Straßenverkehr von Jahr zu Jahr sicherer.
Nee, ich schrieb nicht von flächendeckender Überwachung.
"Automatisierte Analyse" heißt hier, dass die aufgenommenen Bilder auf Verhaltensmuster für eine Ablenkung mittels Handynutzung durch eine entsprechende Software untersucht werden. Falls Verdacht, gehen die Bilder an einen Menschen zur Bewertung und den dann folgenden Schritten, wie z. B. Bußgeld.
Und auch das wäre - wie heute bei Geschwindigkeitsmessungen - mit Einspruchsmöglichkeiten.
Ein solches System gibt es seit 2 Jahren in den Niederlanden im Einsatz, seit ein paar Monaten hat RP wohl 2 solche Systeme im Betrieb, Niedersachsen plant den Einsatz.
Wie das konkret eingesetzt werden darf, regeln die Polizeigesetze der einzelnen Länder. An Prinzipien wie "finale Bewertung als Ordnungswidrigkeit darf nicht automatisiert erfolgen", "keine KI" wird sich aktuell nichts ändern. Für die Zukunft muss die Zivilgesellschaft wachsam bleiben (Stichproben, Verhältnismäßigkeit).

Und jetzt bitte Ende dieser Diskussion. Ich will Dir ja auch nix Böses unterstellen und immer vom Meinungs-GAU ausgehen :)

Abgesehen von diesen Fehl-Interpretationen meines Beitrages kann ich allen Deinen Aussagen zustimmen.
 
Mir wäre es lieber, wenn auf Alkohol (und sonstigen ungesunden Genussmittel wie Tabak und Süßigkeiten) sehr hohe Steuern wären.
Das finde ich ebenso problematisch wie festgelegte Geldbeträge als Strafen. Die haben dann eben nur für Leute mit entsprechend geringem Finanzprofil eine (abschreckende) Wirkung. Eigentlich müsste das dann vermögensabhängig sein.
Als Beispiel können 150,- EUR Bußgeld für den einen ein Weltuntergang sein durch den er nicht mehr bis zum Monatsende kommt, der andere zuckt nicht mal mit der Wimper.
 
Das finde ich ebenso problematisch wie festgelegte Geldbeträge als Strafen. Die haben dann eben nur für Leute mit entsprechend geringem Finanzprofil eine (abschreckende) Wirkung. Eigentlich müsste das dann vermögensabhängig sein.
Als Beispiel können 150,- EUR Bußgeld für den einen ein Weltuntergang sein durch den er nicht mehr bis zum Monatsende kommt, der andere zuckt nicht mal mit der Wimper.

Naja, wenn im Gegenzug z.B. auf Gemüse, Obst und andere Grundnahrungsmittel die Steuern gesenkt werden, sind zumindest die Grundbedürfnisse gesichert. Somit könnten sich arme Leute auch vernünftiges Essen leisten.
Gewisse Dinge im Leben bleiben nun mal der Oberschicht vorbehalten. Wieso sollten alle ein Recht auf einen billigen Rausch haben, der auch noch die Gesundheit schadet? :ka:
Wenn man schon überflüssigerweise seine Gesundheit absichtlich schaden will, dann soll es wenigstens teuer sein. Also bevor man etwas verbietet, weil man sich die Folgekosten nicht mehr leisten kann (zu diesem Punkt kommen wir ja anscheinend so allmählich), würde ich die Anreize eben anders setzen.
 
Naja, wenn im Gegenzug z.B. auf Gemüse, Obst und andere Grundnahrungsmittel die Steuern gesenkt werden, sind zumindest die Grundbedürfnisse gesichert. Somit könnten sich arme Leute auch vernünftiges Essen leisten.
Gewisse Dinge im Leben bleiben nun mal der Oberschicht vorbehalten. Wieso sollten alle ein Recht auf einen billigen Rausch haben, der auch noch die Gesundheit schadet? :ka:
Wenn man schon überflüssigerweise seine Gesundheit absichtlich schaden will, dann soll es wenigstens teuer sein. Also bevor man etwas verbietet, weil man sich die Folgekosten nicht mehr leisten kann (zu diesem Punkt kommen wir ja anscheinend so allmählich), würde ich die Anreize eben anders setzen.
Das schädliche Zeug höher zu besteuern hätte auch noch den Vorteil, dass hier und da billiger Mist verschwindet. Massentierhaltung nicht mehr rentabel ist oder um beim Alk zu bleiben, alkoholhaltige Getränke wieder zu Genussmitteln werden. Klar wird auch dann noch die ein oder andere Ekelmarke am Markt bleiben aber im Großen und Ganzen wäre saufen und Schrottfleisch essen zu teuer für die breite Masse. Vielleicht ist es dann wie in Schweden, dass wenn des Rausches wegen gesoffen wird, es komplett eskaliert. Egal, ich bin für geiles Fleisch von glücklichen Viechern. :bier:
 
Das sieht (oder fühlt) das statistische Bundesamt, zumindest was tödlich verunglückte Radfahrer angeht, anders.

Jedes sechste Todesopfer im Straßenverkehr 2024 war mit dem Fahrrad unterwegs - Statistisches Bundesamt

https://share.google/4wIGzeBAauD4HNErJ
https://www.tagesschau.de/inland/zahl-verkehrstote-gesunken-100.html

Das e-bike dürfte die Zahlen anheben, warum ist klar. Aber das ist über die Jahrzehnte betrachtet eher rauschen.

Aussage dass jetzt alles furchtbar ist und vor 20, 30 oder 40 alles viel sicherer war, sind halt Unfug. Daher sehe ich auch keinen gesteigerten Regelungsbedarf.
 
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