Kurze Lenker-Vorbau-Einheit / extrem kurzer Vorbau

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Re: Kurze Lenker-Vorbau-Einheit / extrem kurzer Vorbau
Ich puzzle mir das so zusammen.

Habe nen Spezi Status 160, das bike wurde in S-Größen raus gebracht. Was dem Kunden die Möglichkeit geben soll zwischen einem kompakteren agilen oder größeren laufruhigeren Rahmen wählen zu können.
Habe bei 1,75 m Größe den S3 Rahmen.

S2: 157-173 cm; Reach 437 mm, Kettenstrebe 426 mm
S3: 165-180 cm; Reach 462 mm, Kettenstrebe 426 mm
Reach delta: 25 mm

Wenn ich jetzt den "effektiven Reach" also Reach+Vorbau+/-Lenker so wähle das ich 25mm kürzer werde und in die Dimensionen des S2 Reach komme, müsste ich doch, so wie ich das verstanden habe, best of both worlds erreichen?

S2 blau mit Stock 35 mm 6° Vorbau und Stock 30 mm Rise Lenker, 20mm Spacer
S3 rot mit Intend 25 mm Vorbau und 25 mm Rise Lenker, 0 Spacer

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Die Kettenstreben sind viel zu kurz für einen kurzen Vorbau. Du wirst den Grip am Vorderrad verlieren.
Wieso? Das Verhältnis aus Kettenstrebe zu Radstand ist bei dem Status in S3 ähnlich wie bei einem typischen XL Rad mit 460er Kettenstreben. Das kann schon klappen. Muss nicht, aber kann.
Kettenstreben sollten nicht isoliert vom Radstand als kurz oder lang betrachtet werden.

--> Für 1233mm Radstand sind sie nach heutigen Maßstäben normal lang. Für 1250mm Radstand und mehr wären sie kurz, und für 1220mm Radstand und weniger wären sie lang.
 
Ich puzzle mir das so zusammen.

Habe nen Spezi Status 160, das bike wurde in S-Größen raus gebracht. Was dem Kunden die Möglichkeit geben soll zwischen einem kompakteren agilen oder größeren laufruhigeren Rahmen wählen zu können.
Habe bei 1,75 m Größe den S3 Rahmen.

S2: 157-173 cm; Reach 437 mm, Kettenstrebe 426 mm
S3: 165-180 cm; Reach 462 mm, Kettenstrebe 426 mm
Reach delta: 25 mm

Wenn ich jetzt den "effektiven Reach" also Reach+Vorbau+/-Lenker so wähle das ich 25mm kürzer werde und in die Dimensionen des S2 Reach komme, müsste ich doch, so wie ich das verstanden habe, best of both worlds erreichen?

S2 blau mit Stock 35 mm 6° Vorbau und Stock 30 mm Rise Lenker, 20mm Spacer
S3 rot mit Intend 25 mm Vorbau und 25 mm Rise Lenker, 0 Spacer

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Ich habe das mit dem Specialized Enduro durch, erst S3 gehabt, bin dann bei S5 gelandet 😁
Lass Dich nicht beirren, probier es aus.
 
Was ist denn deine Schrittlänge?
Du reitest in mehreren Threads schon auf dieser Angabe herum. Aber je nachdem, wie groß deine Füße sind und wie gerne du aus der Wade trittst, muss das ja mal noch nix heißen.
Ebenso macht es einen Unterschied, ob du super flache Schuhe und Pedale hast oder mega dicke Pedale mit Cleats. Ebenso spielen Sitzwinkel rein und wie du den Sattel auf den Rails positioniert hast.
Es wäre daher interessant, ob du anatomisch echt so "speziell" bist, wie du schreibst.
Moin! Es tut mir leid, wenn ich den Eindruck erwecken sollte, auf etwas herumzureiten.
Schrittlänge? Ganz ehrlich? Keine Ahnung 😊
Nimmst Du, um auf der Luftdrucktabelle auf der Gabel den empfohlenen Druck abzulesen, Dein Gewicht nackt, morgens nach dem Stuhlgang? Ich denke nein, Du rechnest (oder wiegst Dich) mit Klamotten, und kompletter Ausrüstung.
Ist die "Schrittlänge" (Buch zwischen die Beine, an die Wand, Zollstock....) daher relevant?
Denke weniger, denn, wie Du sagst, spielen Schuhe (Shimano Winterschuhe), Pedale (XTR oder DX SPD) und Sattelposition (eher nach vorne, steilerer Winkel) eine Rolle für den Abstand zwischen der Pedalachse und Oberkante des Sattels (ich habe bewusst nie den Begriff "Schrittlänge" benutzt).

Egal wie, entscheidend ist auf welcher Höhe mein Arsch landet und dann mit dem Rumpf den Schwerpunkt definiert. Ich weiß aber auch, dass ich einen sehr langen "psoas major" habe, der sich auf meine Beinstreckung und Position der Hüfte auswirkt.

Um hier gleich nachzulegen:
"Deine Kettenstrebe ist zu kurz/lang!" Empfinde ich als irrelevant.
"Kein Druck auf dem Vorderrad, weil Nullvorbau!" Kann und muss! ich easy durch meine Körperhaltung erzeugen.
"Mit so einem riesigen Ding kommt man um keine Kurve herum!" Hm, was machen 2m Menschen "immer" die XL/S5 Bikes kaufen?

Will sagen: Meiner Meinung nach ist ein langes Bike (jetzt 1302mm Radstand), steiler Sitzwinkel (>77°), evtl. ein Switchgrade, einen eher flachen Lenkwinkel (62° 🤷‍♀️) und einen hohen Lenker (50mm Rise), in Kombination mit dem Nullvorbau (der das Lenken nicht nervöser sondern präziser macht - und warum hat JEDES Motorrad das so???) perfekt ist und sich das jeder mal (mehrmals!) erFAHREN sollte, bevor er urteilt.
Und das Rad sieht geil aus 😍
 
Die Kettenstrebe als irrelevant abzutuen ist aber aber auch falsch. Physik ist Physik.
Egal ob im Video von Reece oder Aston, Kettenstrebenlänge ist immer ein grundlegender Bestandteil.
Das es für dich so funktioniert ist super, das spricht dir ja niemand ab.
Aber wenn ein Rad mit 420mm Reach die gleichen Mini Streben hat wie mit 500mm Reach, kann das nicht die beste Lösung sein

Ich hab vor paar Jahren in Klinovec mir Mal Zeit genommen und 443, 456, und 465mm probiert, es ist einfach ein extremer Unterschied was das mit dem Rad macht. Und alle Runden auf anderen Bikes haben das in den letzten Jahren auch bestätigt.

Da kannst jetzt nicht einfach sagen es ist irrelevant, ist es einfach nicht.

Beim Enduro wie du es fährst, gibt's Leute die fahren 50mm Vorbauten weil ihnen durch die kurzen Streben der Druck dem Vorderrad fehlt

Und diese kurzen Vorbauten passen auch nicht jeden, nur weil jemand sagt das es für ihn geil ist. Für mich macht das am passenden Rad Sinn, in meinem Umfeld fährt das trotzdem niemand
Der Versuch ist teuer, und ein 33mm Vorbau funktioniert im Normalfall ja auch wunderbar
 
Zuletzt bearbeitet:
Will sagen: Meiner Meinung nach ist ein langes Bike (jetzt 1302mm Radstand), steiler Sitzwinkel (>77°), evtl. ein Switchgrade, einen eher flachen Lenkwinkel (62° 🤷‍♀️) und einen hohen Lenker (50mm Rise), in Kombination mit dem Nullvorbau (der das Lenken nicht nervöser sondern präziser macht - und warum hat JEDES Motorrad das so???) perfekt ist und sich das jeder mal (mehrmals!) erFAHREN sollte, bevor er urteilt.
Und das Rad sieht geil aus 😍

Gibt es nicht die Theorie, das man beim Motorrad "gezogen" wird, und durch die Zugkraft am Lenker und den Nullvorbau bzw die durch den Backsweep hinter der Lenkachse liegenden Zugkräfte (Hände) die Lenkachse stabilisiert wird, während Sie beim Fahrrad mit Druck auf dem Lenker (Hände) die Lenkung stabilisiert wird, indem die Hände vor der Lenkachse liegen?
 
Meine Gedanken zu dem Thema:
In Abfahrtsposition wird das Gewicht des Fahrers auf Füße und Lenker verteilt. Je weiter Lenker und Pedale von einander entfernt und je tiefer der Lenker, desto mehr Gewicht wird auf die Front übertragen. Das ist der klassische Weg um Grip am Vorderrad zu generieren.

Dank größerer Laufräder und mehr Radstand wurden die Räder immer fahrstabiler. Andererseits braucht es eine deutlich umfangreichere und schnelle Verschiebung des Körperschwerpunkts um so ein Rad in den Manual zu bringen, zu springen, enge Kurven zu fahren usw.

Je kleiner der Hüftwinkel des Fahrers wird desto statischer und stabiler wird die Körperposition. Gleichzeitig wird es aufwändiger das Fahrrad zu bewegen. Im Steilen Gelände ruht ein Großteil des Gewichts auf den Händen. Ein entlasten des Vorderrads durch ein Rückverschieben des Schwerpunkts reicht nicht mehr aus, man muss sich aktiv vom Boden abstoßen.

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Der Ansatz mit hohen Stack und kurzen Vorbauten ermöglicht eine sehr aufrechte Körperposition. Das Gewicht ruht primär auf den Pedalen. Das Rad kann mit kleinräumigeren Körperbewegungen gesteuert werden. Zum anderen vergrößert sich der Bewegungsspielraum in Armen und Beinen sowie die Möglichkeit den Körperschwerpunkt weit nach vorne und nach hinten zu verschieben.
Sehr spannend zu beobachten beim letzten DH Worldcup in Mont Saint Anne. Ein Jackson Goldstone kann sich bei einem Sprung in der Luft komplett aufrichten ohne das er sein Rad unter sich in eine Position zwingen muss. Er kann sich mit seinem Rad in der Luft quasi wie eine Feder entspannen. Entsprechend landet er perfekt ausgerichtet über seinem Rad . Alle anderen Fahrer ziehen ihr Rad im Sprung eher zu sich heran um es in die richtige Position für die Landung zu bringen. Schlicht weil ihnen der Bewegungsspielraum am Rad fehlt.
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Das ganze lässt sich halt nur mit langen Kettenstreben umsetzen...
 
Gab es mal irgendwo Tests mit Waagen, wo man erörtert um wievel % sich die Verteilung beim selben Bike ändert, wenn man Lenker und Vorbau ändert und dann evtl. noch die Kettenstrebe verändert?
Ich glaube, das man durch den Oberkörper und auf dem Lenker aufsetzen garnicht soviel extra Gewicht aufs Vorderrad bringt, wie man denkt.

Ich habe das Video vom Reece gesehen, Tage zuvor Bilder von seinem Rad belächelt und als Quark abhakt. Nach dem Video kam ich ins grübeln und dann tatsächlich Mr Rulezman angeschaut. Irgendwas muss dran sein, an der Theorie. Also probieren...

Habe es jedoch mit dem Intend Grace DD (Reach 25mm) versucht. Eine humanere Variante die auch nicht so wild aussieht, wie echt 0mm oder Negativ Vorbauten.

Es fährt sich super, man steht viel aufrechter, Schulter + Arme sind entspannter aber es griped am Vorderrad ohne Ende. Und trotz mehr Reach+ Radstand ist das Rad verspielt.

Kann nur jedem empfehlen, das selbst zu probieren. Wenn es nichts ist, verkauft man den Vorbau wieder.
 
Kann nur jedem empfehlen, das selbst zu probieren. Wenn es nichts ist, verkauft man den Vorbau wieder.
Bin ich total bei Dir, meist zieht es aber auch einen größeren Rahmen mit sich. Bei S3 hatte ich schnell die "Knie am Lenker", habe dann lange S4 gesucht und bin durch Glück/Zufall bei S5 gelandet und S3 wieder verkauft.
Ich bin aber auch klein, bei großen Fahrern wird schwierig.

Das mit der Waage ist so ein Ding weil sehr statisch, aber beim Fahren ist alles dynamisch.
Der prozentuale Druck auf das Vorderrad sinkt erst einmal, wenn man einfach nur den Rahmen vergrößert.
Durch das längere FC hat man aber ein viel größeres "Fenster" in dem das Gewicht verschieben kann, ohne dass das Bike nervös wird. Auf einem zu kleinen Rahmen (kurzes FC) führt jede Bewegung sofort zu massiver Lastverschiebung – auf dem S5/XL stehst du „im“ Bike und hast Ruhe im System.
 
Achso ja, man sollte es eher bei einem längeren Rahmen bzw. Rahmenstufe größer probieren.

Wer es kompakt mag und von Haus aus eher kleine Rahmen fährt, bei dem wäre das Ergebniss wahrscheinlich negativ.

Ich fahre das mal eine Weile und werde dann im Wald auf 50mm Vorbau umbauen und direkt gegen testen.
 

Ganz interessant

Aon dreht da schon hart durch, Hope vorbei einfach umgedreht
 

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Achso ja, man sollte es eher bei einem längeren Rahmen bzw. Rahmenstufe größer probieren.

Wer es kompakt mag und von Haus aus eher kleine Rahmen fährt, bei dem wäre das Ergebniss wahrscheinlich negativ.

Ich fahre das mal eine Weile und werde dann im Wald auf 50mm Vorbau umbauen und direkt gegen testen.
Der Intend ist schon, bis auf die klemmung, sehr geil.
Der 0mm ist nur zum testen, Intend bleibt sicher nach ersten Gefühl
 
Thema Gewichtsverlagerung bei Änderung von Vorbaulänge und anderen Parametern.
Das bewegt sich im Rahmen von bis zu 5%, wenn die Kettenstreben auch einstellbar sind.
Das ist dann relativ einfache Physik dahinter.
 
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Ich habe bei meinem G1 den Intend Vorbau mit einem SQlab Lenker (30mm Rise lassen sich mit etwas Nachdruck in den Vorbau einfädeln) kombiniert. Die Kettenstreben sind 460 mm lang die Sitzstreben habe ich mit den 12 mm Mutatoren verlängert.

Das Fahrverhalten hat sich dadurch deutlich verändert.

Negativ aufgefallen ist mir
  • Ein kurzer Zwischensprint im Stehen mit ausgefahrener Sattelstütze ist nur eingeschränkt möglich. Man hat kaum Platz zwischen Lenker und Sattel.
  • die Lenkung fühlt sich bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Ebene und bergauf etwas "tot" an.
-Freihändig fahren funktioniert nicht mehr so wie gewohnt

Positiv:
- Steil bergauf .Das liegt wohl primär an den langen Kettenstreben. Der hohe Stack und der kurze Reach stören überhaupt nicht. Das Vorderrad pendelt deutlich weniger nach links und rechts. Das Timing wenn man Stufen überfährt hat sich verändert. Eine kurze Verlagerung des Körpergewichts nach vorne damit das Hinterrad leichter über die Stufe rollt bringt nichts mehr. Man bekommt das Gewicht nur schwer weit genug nach vorne um das Hinterrad zu entlasten. Das Gegenteil hilft. Gewicht auf dem Sattel lassen und weitertreten. Das Hinterrad dreht dabei schon mal durch, rutscht aber deutlich später seitlich weg.
Ich denke ein Mullet Bike klettert dadurch eher schlechter.

  • Alles was mit bergab fahren zu tun hat :-)
  • Subjektiv hat man viel mehr Zeit um zu reagieren.
  • Man steht viel ausbalancierter im Rad, die Gewichtsverlagerung auf Vorder-bzw. Hinterrad findet kontrollierter und ausgewogener statt.
  • man kann sich schneller und effizienter bewegen. Man erreicht die gewünschte Reaktion des Rades mit weniger Körpereinsatz.
  • deutlich weniger Einfluss vom Untergrund auf die Balance.
-wahrscheinlich weniger ermüdend zu fahren (weniger Last am Oberkörper)
 
Anhang anzeigen 2316731

Ich habe bei meinem G1 den Intend Vorbau mit einem SQlab Lenker (30mm Rise lassen sich mit etwas Nachdruck in den Vorbau einfädeln) kombiniert. Die Kettenstreben sind 460 mm lang die Sitzstreben habe ich mit den 12 mm Mutatoren verlängert.

Das Fahrverhalten hat sich dadurch deutlich verändert.

Negativ aufgefallen ist mir
  • Ein kurzer Zwischensprint im Stehen mit ausgefahrener Sattelstütze ist nur eingeschränkt möglich. Man hat kaum Platz zwischen Lenker und Sattel.
  • die Lenkung fühlt sich bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Ebene und bergauf etwas "tot" an.
-Freihändig fahren funktioniert nicht mehr so wie gewohnt

Positiv:
- Steil bergauf .Das liegt wohl primär an den langen Kettenstreben. Der hohe Stack und der kurze Reach stören überhaupt nicht. Das Vorderrad pendelt deutlich weniger nach links und rechts. Das Timing wenn man Stufen überfährt hat sich verändert. Eine kurze Verlagerung des Körpergewichts nach vorne damit das Hinterrad leichter über die Stufe rollt bringt nichts mehr. Man bekommt das Gewicht nur schwer weit genug nach vorne um das Hinterrad zu entlasten. Das Gegenteil hilft. Gewicht auf dem Sattel lassen und weitertreten. Das Hinterrad dreht dabei schon mal durch, rutscht aber deutlich später seitlich weg.
Ich denke ein Mullet Bike klettert dadurch eher schlechter.

  • Alles was mit bergab fahren zu tun hat :-)
  • Subjektiv hat man viel mehr Zeit um zu reagieren.
  • Man steht viel ausbalancierter im Rad, die Gewichtsverlagerung auf Vorder-bzw. Hinterrad findet kontrollierter und ausgewogener statt.
  • man kann sich schneller und effizienter bewegen. Man erreicht die gewünschte Reaktion des Rades mit weniger Körpereinsatz.
  • deutlich weniger Einfluss vom Untergrund auf die Balance.
-wahrscheinlich weniger ermüdend zu fahren (weniger Last am Oberkörper)
Gude! Ich glaube Du brauchst einen längeren Rahmen/Reach.
Sehe 403mm? Hast Du mal ein Link zu dem Tool für mich?
 
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