Ja, aber wenn du nur gute Dämpfung willst dann würdest du typischerweise einen Twin Tube nehmen (da kannst dann noch das Mid-Valve tunen und low/mid/highspeed ziemlich unabhängig voneinander), das funktioniert aber bei der Konstruktion des R/Hover mit der Reihenschaltung von Feder und Dämpfer nicht.
Nee, das stimmt so leider gar nicht.
Der Twintube (TTX Architektur), hat den Vorteil, dass er eine höhere Ölmenge durch das Basevalve verschiebt als ein Einrohrdämpfer (der nur das Kolbenstangenvolumen durchs Basevalve schiebt und das nur in der Druckstufe) und das beide Ventile (Z+D) extern angebracht sein können (wie früher beim X2 von Fox, oder jetzt dem Tellum von Vorsprung). Den Vorteil hat die Architektur vom Rover 1:1 auch, weil hier auch die gesamte Ölmenge des Kolbens durch das Ventil geschoben wird und das Ventil auch extern und nicht am Kolbenventil angebracht ist.
Zum zweiten Punkt: Basevalve und Midvalve (diese Bezeichnungen sind völlig missverständlich und daher eigentlich techn. absolut untauglich) sind absolut nicht unabhängig voneinander sondern genau zu 100% voneinander abhängig - immer. Sie ergeben zusammen eine Dämpfungscharakteristik, die man zu 100% genau so mit nur einem Ventil erzeugen kann. Genau das macht zum Beispiel der Tellum von Vorsprung oder viele TTX Dämpfer von Öhlins, die haben keine Ventile im Dämpferkolben (Midvalve), sondern einen völlig geschlossenen Kolben, der das Öl zu 100% durchs Basevalve verschiebt, das die gesamte Dämpfungsarbeit übernimmt (Zugstufe nur 100% - Kolbenstangenvolumen). Und genau deshalb gibts am Dyno bei allen Dämpfern insgesamt auch nur eine Geschw./ Kraftkennlinie und nicht zwei.
Daher ist die Aussage, es gäbe bei den von dir angesprochenen Alternativen „bessere“ Dämpfungstechnik, nicht haltbar. Du kannst die Charakteristik dieser Dämpfer 1:1 genau so am Rover auch nachbauen.
Das einzige was man dem Rover vorwerfen kann:
Die in der Schraubenfeder gespeicherte Energie kann nicht in der Zugstufe gedämpft werden, weil die Kolbenstange gar keine Verbindung zu dem Zugstufenventil hat (sie verschiebt kein Öl durch das Zugstufenventil beim Ausfedern). Die hat nur das Öl, was durch den Trennkolben verschoben wird und von der Luftfeder dann durchs Zugstufenventil zurückgedrückt wird. Und genau deshalb ist die Federrate der Schraubenfeder nur so gering. Sonst wäre ein zu hoher Anteil der Federenergie in der Zugstufe ungedämpft.