Waren Carbon - MTBs die E-MTBS der 90er Jahre?

Mir ist es egal, was jemand als sportliche Betätigung ansieht - Hauptsache frische Luft, und nicht vorm Handy versauern beim Doomscrolling durch Social Media.

Radsport mit Muskelantrieb ist nicht direkt vergleichbar mit Radsport mit Motorantrieb. 4-5kg Mehrgewicht mindestens am Rad, 250w mindestens bis Xw Trethilfe möglich.
Es verändert die Trails, die Nutzung, das gemeinschaftliche Fahren. Das ist schade. Aber wenn es vielen gefällt, mei.
Nur sich dann als Opfer sehen, weil man als Schummler hingestellt würde...das erinnert mich dann doch sehr an die AfD Strategie.
Gut ich weiß jetzt nicht was das mit der AfD zu tun hat und was dieser linke Antifanten - Käse in einem MTB - Forum zu suchen hat . Aber ansonsten gebe ich Dir Recht:
Bei mir in der Nähe gibt es eine urige abgelegene bewirtschaftete Alm, da trafen sich vor vielen Jahren konditionsstarke Mountainbiker, ausdauernde Wanderer, ab und zu auch mal Kletterer usw.
Durchs Ebike hat sich das Klientel total verändert, nicht dass diese Leute schlecht sind oder die da nicht sein dürfen, aber die Atmosphäre ändert sich.
Das Konfliktpotential liegt in der Tatsache, dass ein Ebike gesetzlich wie ein Fahrrad behandelt wird. Man kann also keinen Weg nur für Ebikes sperren, in Zukunft wird es dann eben für alle gesperrt...
 
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Kurzum, es gab mal eine Zeit, da waren alle zusammen irgendwie entspannter und der Umgang miteinander hat mehr Spaß wie Frust gemacht.
Über die Ursachen darf jeder für sich spekulieren.
Schade nur das jemand so einen Vergleich heranzieht (Carbon/E-Bike) vielleicht weil er es mal selbst erlebt hat: "Schließe nicht von dir auf andere"
 
Heute morgen auf dem Weg zr Arbeit (per Bio - Rad) bin ich auf folgendes Youtube Video des E-MTB Influencer "Mr Eit" gestoßen.
Mich würde noch kurz interessieren, wie man beim Rad fahren, mit dem "Bio - Rad" wohlgemerkt, nebenbei so ein Youtube Video schauen kann... :)
Oder war das mit einer Hand am Lenker, in der anderen das Smartphone? ;)
 
Mich würde noch kurz interessieren, wie man beim Rad fahren, mit dem "Bio - Rad" wohlgemerkt, nebenbei so ein Youtube Video schauen kann... :)
Oder war das mit einer Hand am Lenker, in der anderen das Smartphone? ;)
Das war auch mein erster Gedanke und dann wunderte ich mich, dass keiner darauf reagiert auf Seite 1 der Kommentare…
 
Ich fahre seit 1993. Carbon ab 1995. Giant Cadex Carbon. Es gab teilweise Bedenken über die Dauerhaltbarkeit, da es Carbonrohre hatte, die in Alumuffen geklebt waren. Als der Carbonboom aufkam, gab es mal den Spruch "Carbon statt Condition". Aber nur scherzhaft. Carbon, war damals dann schon cool, vor allem Scott hatte einen echten lauf. Oder das Canondale Raven. Das waren für viele Traumräder....
Also mein Fazit: Blödsinn.
 
Das Worlcup war schon ein Meilenstein, das Intoxica eher problematisch. Danach hatte Peter Denk Kontakt zur Flugzeugbranche aufgenommen und viel gelernt. Scale und Strike waren dann der Siegeszug der Firma. Anfangs noch mit weichem Scandium-Heck, später Vollcarbon und ganz knapp unter 2kg.
Kestrel war auch schon sehr weit für die Zeit damals. Sind irgendwann verschwunden.
Cannondale hat natürlich mit den außergewöhnlichen Rahmen und Gabeln polarisiert.
Zuerst experimentieren einige ja noch mit Thermoplast und Halbschalen-Bauweise.
Geplatzte Rahmen und Brüche waren nicht selten.
Das meiste allerdings noch viel zu schwer und viel zu schwache Steifigkeit.
 
Heute morgen auf dem Weg zr Arbeit (per Bio - Rad) bin ich auf folgendes Youtube Video des E-MTB Influencer "Mr Eit" gestoßen.
Da ging es um ein altes Thema, das Verhältnis der MTB zu ihren E-Bike Kollegen und eine Aussage hat mich dort besonders gewundert:
Angeblich hätten mit dem Aufkommen der Carbonrahmen die Fahrer dieser Bikes mit den gleichen "Tiraden" zu tun gehabt wie die heutigen E-Biker:
Betrug, Schwindel, das ist kein echtes Mountainbiken mehr usw.
Im Video zu sehen ab Minute 0:30 und später an 6:38.

Ich bin bis in die frühen 2000er Jahren noch aktiv MTB gefahren und habe solcieh Aussagen NIE gehört. Sicherlich gibt und gab es immer wieder Diskussionen über Sinn und Unsinn von Gewichtstuning, aber hier den Vergleich zu einem MTB mit Hilfsmotor zu ziehen finde ich doch sehr schräg.

Wie seht ihr das?
Waren Fahrer mit Carbon - Bikes wirklich so "verhasst" bei Tteilen der Mountainbiker wie der Mr Eit uns hier erzählen will?
Ist dieser Technik - Streit damals total an mir vorbeigegangen?
Oder ist es eher ein Strohmann - Argument?

Der Hass kam erst mit den Sozialneid in den Wirtschaftskrisenjahren.
Des Weiteren hat Carbon fahrt aufgenommen, es gab aber keine wirtschaftlichen Reparaturmethoden. Das hat sich jetzt alles geändert. Es gibt spöttische Bemerkungen, aber in meinem Bekanntenkreis hält sich das in Grenzen. Die spöttischen Bemerkungen gibt es auch über andere Sachen.
Aber der Klassiker Carbon statt Kondition kam doch mit dem Werbespot aus Bünden um 2008 rum:
 
früher war alles besser ☝️
Fortschritt war bedingungslos.

es gab zwar schon immer den Finanzneid,
und das damit verbundene Lächerlich-machen,
aber heute ist halt zusätzlich die Frage des Nötigen, des Langfristigen, des Nachhaltigen mit dazugekommen.

um nur beim Carbon zu bleiben :
- bei billigen Carbonprodukten gibt es viel Ausschuss bei der Herstellung
(Produktionsmüll)
- überschlägt man sich 3mal weißt du nicht was alles im Carbonrahmen/felgen usw gerissen ist (nicht recyclebarer Müll)
-brauche ich für sportliche Hobby-Anstrengung ultra-leichte Materialien (o. Motoren) ?
-warum ist der neuzeitige Wettkampfsport nicht auf Nachhaltigkeit getrimmt ?

-zu Carbonflügeln an Windmühlen gibts noch keine Alternative ☝️
 
Neid, Missgunst, anderen nichts gönnen, ist so alt wie die Menschheit selbst.
Heute haben wir schon bald zwei Gesellschaften. Die einen können kaum die Wohnung bezahlen und die anderen wissen nicht wohin mit dem Geld. Befeuert wird das noch durch Medien.
Heute scheint alles grenzenlos zu sein. Hunderttausend Möglichkeiten und Hilfsmittel. Eigentlich fehlt nur noch die Unsterblichkeit.
Man muss mithalten können. Die Leistungsgesellschaft, ewige Jugend, ihr wisst schon. Und wenn's natürlich nicht funktioniert, dann hilft man nach.
Leider ist es trotzdem real nicht möglich. Die Natur setzt uns Grenzen. Früher war das normal. Heute will man das nicht akzeptieren.
Durch soziale Netzwerke und allgemein Internet, kann jeder Promi werden und seine Überzeugung als die einzig richtige Lösung publizieren. Das erzeugt natürlich Gegendruck und es entstehen Schützengräben und Lager, aus denen verbal geschossen wird. Das führt auch schnell zu Fundamentalismus und Intoleranz. Und so manch einer kann dann online und reale Welt nicht mehr unterscheiden.
 
Mr. EIT? Gar nicht gewusst, dass der auch ernst genommen werden will.
Durch soziale Netzwerke und allgemein Internet, kann jeder Promi werden und seine Überzeugung als die einzig richtige Lösung publizieren. Das erzeugt natürlich Gegendruck
Druck entsteht nur, wenn man einen Widerstand erzeugt. Muss man nicht.
 
Die Debatte wer die einzig wahren Sportler auf dem Rad sind, wird wohl nie ein Ende finden.
Der eine sagt TitanRennrad, der andere Carbon-MTB... und manche haben unerhörterweise gar Spass mit dem eBock.

Ich bringe mal noch eine Standpunkt ein:
Mich interessiert der sportliche Aspekt rein überhaupt gar nicht.
Weder möchte ich mich grossartig sportlich trainieren - noch habe ich es rennmässig eilig.
Ich gurke nur gerne durch die Natur.
So einfach zur Entspannung.
Mal mit dem Gravel, mal mit dem alten RetroTourenrad - und immer öfter mit dem eBike. Flachlandbewohner dürfen mich dafür gerne belächeln.
 
Nein, kann mich auch nicht an so eine ablehnende Haltung gegenüber Carbon erinnern.

Kam "Carbon statt Kondition" nicht aus dem Rennrad-Bereich?

Ich hab den Spruch eher als offen neidischen Spass verstanden als als negative Ablehnung.

Gerade in den 90igern gabs doch extrem viel richtig cooles Zeug, das für die meisten unleistbar war. Oder überhaupt unkaufbar war, da es keinen (regionalen) Vertrieb dafür gab und man sich nur das Foto in der Bike davon anschauen konnte.

Ich möchte allerdings keinesfalls in die 90iger zurück. Keine legalen Bike-Trails und eine Elastomer-gedämpfte Manitougabel galt schon als grossartig. Die Felgenbremsen waren sowieso der reine Horror mit geschmolzenen Belägen nach der Abfahrt.
 
Am Wochenende Fußball schauen ist auch nicht nur regungslos sitzen. Da werden viele Kalorien verbrannt. Chips und Bierkästen kaufen. Chips essen, Bierflaschen mehrmals anheben und wieder hinstellen. Beim Tor aufspringen und sich freuen. Bier wieder in der Toilette abgeben. Da läuft man auch viele Meter. Sonntag Abend Bude aufräumen. Da kommt einiges zusammen.
So viel Bewegung kann nur gesundheitsfördernd sein.
Demnächst im IBC Winter Pokal..
 
Meiner Meinung nach nur ein weiterer verzweifelter Versuch den Konflikt so darzustellen, als läge alles nur an den "Ewiggestrigen".
"Bei 29 Zoll haben auch alle geschimpft und jetzt fahren sie selber eins!!!"

Nein. Mit der Gleichstellung von E-Bike und Fahrrad ist die Motorisierung in Bereiche vorgedrungen, wo wir sie nun wirklich nicht brauchen. Im alpinen Raum wo man früher nur mit 5 km/h und zarten Reifchen bergauf eine Chance hatte pflügt nun jeder Urlauber, der sonst nur mit dem Hollandrad zum Bäcker fährt, mit 25 km/h, fetten Schlappen und grenzenlosem Federweg durchs Gebirge.

Wieso?

Wieso erlaubt man keine Motocrossmaschinen in den Bergen? Wär doch eigentlich auch ganz geil?

Gibt doch sicher auch Menschen, die gerne noch schneller unterwegs wären? Oder welche, die sich gerne noch etwas weniger anstrengen möchten.
 
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Heute morgen waren es ein paar Sekunden über 40. Es geht aber um einen fragwürdigen Unterschied zwischen E-Motor und Verbrenner. Beide mit gleicher maximalen Geschwindigkeit. Beide haben zwei Räder.
Normalerweise limitiert die Kraft und Ausdauer die Geschwindigkeit. Sprich: wenn ich sehr selten Rad fahre, schaffe ich auch gar nicht so hohe Geschwindigkeit. Auch nicht die Beschleunigung.
Wenn ich gut trainiert bin, habe ich auch mehr Erfahrung also auch mit höherer Geschwindigkeit.
Mit einem Motor als Hilfe kann ich von jetzt auf gleich schnell fahren. Ohne Erfahrung. Das macht es riskant. Deshalb muss man für Mofa eine Prüfung ablegen und braucht eine Versicherung. Ein E-Bike kann man einfach so kaufen. Schwer zu verstehen.
 
Meiner Meinung nach nur ein weiterer verzweifelter Versuch den Konflikt so darzustellen, als läge alles nur an den "Ewiggestrigen".
Das soll wohl bei dem die eigene Scham übertünschen, daß einer so schwach geworden ist, sich ohne einen Motor eigentlich kaum noch selbstständig bewegen zu können. Und noch als Steigerung, das ganze dann als Werbung 'zu verkaufen'. :D

Dieser ganze Motorsch**** hat mit Radfahren eigentlich nur noch gemeinsam, daß beides 'Zweiräder' sind und daß sich die Motorfraktion bislang noch aus dem Bauteile-Sortiment der MTB-Bikes bedient.
Ist wirklich überhaupt nicht nachzuvollziehen, daß Benzin-Mofas und Elektro-Mofas vor dem Gesetz derart ungleich behandelt werden - in die eine oder andere Richtung.

Und nur die aktuelle Gesetzgebung ist mMn voll dafür verantwortlich, daß diese Erfahrung der eigenen körperlichen Schwäche mangels eigener Betätigung, irgendwie aus dem Bewusstsein weggewischt werden kann.
Viel zu große Portionen, Bier und Kartoffelchips zu stemmen geht eben, wenn ein Motor das ganze 'Fresspaket' dann nach Hause schiebt. :ka:


"Bei 29 Zoll haben auch alle geschimpft und jetzt fahren sie selber eins!!!"
Mit dem 29" war es aber auch eine Frage des Entwicklungsstands.

Die ersten 29er waren auch zunächst ein kraus gewesen, weil viel zu behäbig. Erst mit den aufkommenden deutlich leichter gefertigten 29er Laufrädern und den neuen Geos wurden die dann richtig interessant.
Nur mal von 26" auf 29" zu ändern, reichte eben als 'Weiterentwicklung' nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mal die KI/Gemini mit der Frage gefüttert, ob es vor 20/30 Jahren die bei Mr. Eit erwähnten heftigen Debatten gab.
Das wurde bestätigt inklusive diverser Hinweise auf Pinkbike, das Leichtbau-Forum hier bei mtb-news etc. wo anscheinend heftig über Sinn, Zweck und Haltbarkeit gestritten wurde. Bspw. gab es wohl zahlreiche Berichte und Diskussionen zu geborstenen Carbon-Lenkern.

Als nächstes habe ich weiter gefragt, ob es da Parallelen zum heutigen Streit motorloses vs. E-Bike gibt.
Auch das wurde bestätigt, auch wenn die Diskussionen auf anderen Ebenen laufen.

Am interessantesten fand ich das Fazit, das Gemini dazu zog:

Mein Fazit


Die Carbon-Debatte war ein Streit über Ingenieurskunst. Die E-MTB-Debatte ist ein Streit über die Philosophie des Sports.


Wer vor 20 Jahren gegen Carbon gewettert hat, tat das oft, weil er die "Einfachheit" des Sports liebt – und genau diese Leute sind heute oft die schärfsten Kritiker des E-Bikes. Insofern sind es oft dieselben Personen, die damals wie heute die Rolle des "Wächters der reinen Lehre" übernehmen.


Zu den Parallelen schreibt Gemini:

Die Parallele: "Echtheit" und Elitismus


In beiden Debatten geht es um die Frage: "Was ist ein echtes Mountainbike?"


  • Damals (Carbon): Die Kritiker sahen im Carbon eine "Verweichlichung" durch High-Tech. Ein MTB musste aus Stahl oder Alu sein, um den "spirit" von Unverwüstlichkeit zu verkörpern. Carbon wurde als "Cheating" beim Gewicht angesehen – man erkaufte sich einen Vorteil (Leichtigkeit), den man sich eigentlich durch Training am Berg hart erarbeiten sollte.
  • Heute (E-MTB): Der Motor wird als das ultimative "Cheating" gesehen. Die Debatte dreht sich darum, ob man sich den Gipfel "verdient" hat. Der Purismus von damals (Material) ist heute zum Purismus der körperlichen Leistung geworden
Das soll wohl bei dem die eigene Scham übertünschen, daß einer so schwach geworden ist, sich ohne einen Motor eigentlich kaum noch selbstständig bewegen zu können. Und noch als Steigerung, das ganze dann als Werbung 'zu verkaufen'. :D

Dieser ganze Motorsch**** hat mit Radfahren eigentlich nur noch gemeinsam, daß beides 'Zweiräder' sind und daß sich die Motorfraktion bislang noch aus dem Bauteile-Sortiment der MTB-Bikes bedient.
Ist wirklich überhaupt nicht nachzuvollziehen, daß Benzin-Mofas und Elektro-Mofas vor dem Gesetz derart ungleich behandelt werden.

Und nur die aktuelle Gesetzgebung ist mMn voll dafür verantwortlich, daß diese Erfahrung der eigenen körperlichen Schwäche mangels eigener Betätigung, irgendwie aus dem Bewusstsein weggewischt werden kann.
Viel zu große Portionen, Bier und Kartoffelchips zu stemmen ist eben einfacher, wenn ein Motor das ganze 'Fresspaket' dann nach Hause schiebt. :ka:
Was ist in Deinem Leben nur falsch gelaufen, dass Du dermaßen voller Hass und Vorurteilen gegenüber einer Gruppe von Menschen bist, von denen Du vermutlich keinen einzigen persönlich kennst.
Ebensowenig, wie Du keinerlei persönliche Erfahrung mit E-MTBs hast, aber Dich in jedem entsprechenden Thread anmaßt, über die Räder und deren Fahrer zu urteilen.
Traurig! :ka:
 
Junge, Junge, da sind ja wieder einige fragile Bio-Egos in diesem Fred versammelt.
Hochamüsant zu lesen, was der ein oder andere sich für verquertes Zeug aus den Fingern saugt.
Neid, Missgunst, Elitismus... alles in schöner Ausprägung da.

Ich geh mal Chips holen...
 
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