Gewicht für DH und Sprünge

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Hi ich hätte hier mal eine Frage zum Einfluss vom Gewicht des Bikes bei Sprüngen.

Ich lese immer wieder, dass DH Fahrer zusätzliches Gewicht relativ weit unten an ihrem Downhill Bike anbringen um schwerer zu sein bzw um den Schwerpunkt tiefer zu bekommen.

Frage 1: Geht es hierbei um möglichst viel Gewicht für Laufruhe, Speed und Stabilität, oder gibt es auch hier ein optimales Gewicht irgendwo um die 20kg?

Weil: ich habe nur ein kenevo turbo E-Bike mit ca 27 kg++ und war auf Naturtrails immer begeistert und dachte das optimale Bike für alles zu haben. seit ca einem Jahr habe ich angefangen mit Bikeparks und dadurch auch vermehrt zu springen. Fühle mich hier sehr mutig :-) (ich sag mal bis zu 5m sprünge und 2m Drops) und spüre einen enormen Fortschritt aber sehe mich trotzdem noch als Anfänger was Technik etc angeht...

So wieder zum Thema: oft passiert es mir, dass wenn ich nicht perfekt gerade/bzw in Landerichtung und Neigung abspringe, in der Luft in Schieflage (rechts/links) gerate und das Gefühl habe, dass das Gewicht des Fahrrads das noch extremer macht und ich keine Chance habe das in der Luft zu korrigieren, schräg lande und vom trail abkomme etc...

Ich bin noch nie mit einem leichteren Bike gesprungen.

Wäre es möglich das in der Luft zu korrigieren mit einem leichteren Bike?
Hat das überhaupt was mit dem Gewicht zu tun oder nur schlechte Technik?
Haben die Fahrer die das Gewicht erhöhen einfach eine so gute Technik, dass sie das Problem nicht haben?
Taucht das Problem der Verstärkung des Effekts erst ab ca.20 kg auf?

Danke euch schon mal und viele Grüße
 
So wieder zum Thema: oft passiert es mir, dass wenn ich nicht perfekt gerade/bzw in Landerichtung und Neigung abspringe, in der Luft in Schieflage (rechts/links) gerate und das Gefühl habe, dass das Gewicht des Fahrrads das noch extremer macht und ich keine Chance habe das in der Luft zu korrigieren, schräg lande und vom trail abkomme etc...
Das ist eine Frage der Fahrtechnik. Möglicherweise ziehst du zu stark am Lenker. Ein passender Fahrtechnikkurs kann da Wunder bewirken. Eventuell hilft es auch, zusätzlich die Rumpfmuskulatur zu stärken.
 
Also Bikegewicht wird dir mit Sicherheit kaum etwas für Sprünge bringen. Wie Ritzel bereits sagte: das ist zu 99% Fahrtechnik. Bzw. Sprungtechnik.
 
Grundsätzlich ist es Fahrtechnik.
Das zusätzliche Gewicht bei den Downhillern hilft das Verhältnis von gefederter zur ungefederten Masse zu verbessern, dadurch liegt das Bike satter auf der Strecke. Das hast du auch beim e-bike.
je schwerer das Bike beim springen ist, desto mehr muss man beim Absprung darauf achten, dass es richtig positioniert ist. die beiden extreme wären ein Dirtbike/BMX mit ~12kg mit einem 80kg Fahrer und ein Motocross Maschine mit ~100kg und 80kg Fahrer. Bei ersterem gibt der Schwere Fahrer die Flugkurve vor und das Bike "hängt dran" und geht dort mit. dementsprechend kann man der Fahrer das bike unter sich bewegen. beim MX gibt das schwerere Bike die Kurve vor und der Fahrer "hängt dran". hier kann der Fahrer im Flug nur wenig einfluss auf die Maschine geben (allerdings kann er Gas geben und bremsen um die Position zu beeinflussen).
Als Beispiel einen (unstylischen) Table Top. also Fahrrad flach legen. geht mit einem leichten Dirtbike spontan in der Luft. Je schlechter das Verhältnis von Fahrergewicht zu bike ist, desto mehr muss die Bewegung im Absprung eingeleitet werden.

üben...
 
Versuche mal bewusst zwar gerade zu springen, aber das Rad nicht gerade an dich ranzuziehen, sondern etwas Schräg das Bike in der Luft unter Spannung halten.

Man kann aus dieser Position heraus deutlich besser reagieren und kommt auch nicht so unkontrolliert schräg, da das Rad schon gespannt ist.

Aktuell ist es wohl davon abhängig wie genau du am Lenker ziehst, wie gerade du auch springst.
Versuche mal mehr zu führen als ruckartig zu ziehen. Ich führe z.B. immer gerade nach oben los und gehe bewusst etwas nach links oben mit den armen und rechts unten mit den Füssen. So ist das Bike gespannt in der Luft und man kippt nicht in eine ungewollte Richtung.
Ist etwas schwer zu beschreiben, aber schaue dir mal DH Pros an, die haben da immer Spannung auf dem Bike, auch ohne Whip etc....
 
Der Effekt ist beim Downhill wie springen immer der gleiche:
Ein schweres Gewicht wie ein Motor oder Ballastgewichte am Tretlager ziehen das Fahrrad unten und damit gerade. Soll heißen das Rad will weniger willig kippen sondern lieber stur geradeaus laufen.

Ich spring mit Downhiller, Enduro und Ebike. Das Ebike verzeiht viel mehr Fehler, weil es sich quasi immer geradezieht. Natürlich muss man für das Gewicht Beim Absprung eher schneller sein oder mehr ziehen.
Merkt man mit Kindern gut. Mit dem Tempo mit dem die 12jährigen die Sprünge locker schaffen, würde ich elendig aufm Landehügek zerschellen.

Wenn du mit deinem 27kg E-Bike schief kommst, kommst du mit nem 17kg-Rad Viel schiefer und würdest wahrscheinlich stürzen.
Weil du kippst ja irgendwo dein 27kg-Rad auf die Seite. Mit nem 6kg-Rennrad würdest dann also nachm Absprung in der Luft umkippen.

Eben wie oben, das schwerere Rad will erstmal genau in Fahrtrichtung weiter (Newtonsche Gesetze und so). Dass das kippt oder dreht, muss eine Krafteinwirkung erfolgen. Mit den gleichen Krafteintrag reagiert ein leichteres Rad viel stärker.
 
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