Sachs-Maillard Kranz entfernen

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Servus,

Ich hab mir vor kurzem was Cooles gekauft; Ein Hercules ATB Special (Bj.1985)
17Kg, null Federung, Stahlrahmen, Dynamo, Trommelbremsen (!), sehr viel "Made in W-Germany"..

Naja, jedenfalls hatte ich jetzt Zwecks Unwuchten, quietschenden Trommeln und porösen Mänteln das Rad ausgebaut und hab dort gemerkt, dass sich die Achse nur mit viel Widerstand drehen lässt- das eine Lager hatte ich jetzt schon gesäubert und gefettet, auf der anderen Seite sitzt der leider Kranz im Weg. Dieser muss jetzt ab.

Ich hab mir einen Abzieher besorgt, der passt auch einwandfrei und ich kann das ganze auch belasten. Ich hab schon ein wenig mit dem Schlüssel rumgefühlt, habe aber keine Bewegung gespürt.

Da ich wenig Ahnung von Fahrrädern (eher Mofas und Mopeds) habe, weiß ich nicht ob es da irgendwas zu beachten gibt:
Ist der Kranz in ein Linksgewinde verschraubt? Wird sowas einfach mit absurdem Drehmoment angezogen? Ist der Festgegammelt?
Was muss ich bei der Montage beachten?

Ich würde nur ungerne Sachen kaputt machen, da das Rad fast völlig original ist und Ersatzteile nur schwer zu besorgen sind.

Mir wird auch wieder etwas mulmig, wenn ich das alte, vmtl. verharzte Fett aus dem Inneren des Kranzes rausquellen sehe..
MfG Theo!
 

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Du brauchst so ein Werkzeug:

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Das lose Ende wickelst du auf dem größten Zahnkranz (größtes Drehmoment). Für den Abzeiher kannst du auch besser das Teil aus dem Ratschekasten nehmen. Und wenn du die Werkzeuge richtig zueinander parallel anbringst, kannst du mit beiden Händen die Werkzeuge wie Hebel einer Schere gegeneinander drücken, dann geht das schon auf.

Hercules ATB Special ist ein schönes Rad, ich weiß aber nicht, wo der Unterschied zum MTB Spezial sein soll, sehen beide irgendwie sehr gleich aus.

Obiges Werkzeug hab ich auch nochmal in einer Selbstbau-Version von meinem Opa, einfach ein Eisenprofil an das ein Stück Mopedkette (stabiler) angenietet ist.
 
Damit kannst du den Kranz aber auch prima fest halten, um mit deinem Schlüssel zu drehen. Bei meinem MTB-Spezial hatte ich das genau so gemacht.
 
Also wie und ob jetzt beim Schraubkranz eine Kettenpeitsche zur Demontage genutzt wird, weiß ich nicht.
Jedenfalls finde ich die Schraubstockempfehlung von ArSt gut und praxiserprobt.
Weil der Schraubkranz je nach Beinkraft der Fahrerin/des Fahrers recht fest sitzen kann, muss ggf. mit reichlich Schmackes das Rad entgegen Uhrzeigersinn gedreht werden.
 
Eine Peitsche brauchst nicht , aber ich habe die Schraubkränze in der Regel mit einer Verlängerungsratsche aufbekommen .
Wobei ich den Abzieher für den erste Ruck mit einer M5 Gewindestange gegen Abrutschen gesichert habe . Für die Ratsche brauchst dann aber eine lange Nuß .
 
Servus Theo!
Du musst den Abzieher in einen massiven Schraubstock spannen, das Rad mit Kranz auflegen und über die Felge/Reifen als Hebel aufdrehen. Das Gewinde ist ein ganz normales Rechtsgewinde, also den Abzieher gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Hier steht einiges zu Schraubkränzen: https://arnowelzel.de/projekte/sheldon-brown/traditionelle-schraubkranze

Alter..

Ich hab grad eben die Schraubstock-Methode probiert:
Das Teil ist zugebombt wie sonst was... Keinen Millimeter bewegt bekommen, das gibt's ja nicht 😅

Jetzt mal ne ganz blöde Frage: Kann ich da mit dem Schlagschrauber ran oder werd' ich da nur sehr unglücklich? Ich bin zwar grundsätzlich gegen Schlagschrauber aber ich wüsste jetzt echt nicht.

LG
 
Du brauchst so ein Werkzeug:

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Das lose Ende wickelst du auf dem größten Zahnkranz (größtes Drehmoment). Für den Abzeiher kannst du auch besser das Teil aus dem Ratschekasten nehmen. Und wenn du die Werkzeuge richtig zueinander parallel anbringst, kannst du mit beiden Händen die Werkzeuge wie Hebel einer Schere gegeneinander drücken, dann geht das schon auf.

Hercules ATB Special ist ein schönes Rad, ich weiß aber nicht, wo der Unterschied zum MTB Spezial sein soll, sehen beide irgendwie sehr gleich aus.

Obiges Werkzeug hab ich auch nochmal in einer Selbstbau-Version von meinem Opa, einfach ein Eisenprofil an das ein Stück Mopedkette (stabiler) angenietet ist.
Moin,

Kettenpeitschen und so hab ich alles, aber ja, den Schraubkranz muss ich wahrscheinlich dann auch noch aufmachen, sauber machen und neu einfetten, naja, gibt ja immer was zu tun..

Ich kann nur zustimmen, wirklich ein tolles Radel.
Unterschiede zwischen dem ATB und MTB gibt es kaum,
das MTB (90er) ist aber das modernisierte ATB (80er) und hat andere Lacke und (von dem was ich gesehen habe) keine Luftpumpe mehr.

LG
 
Jetzt mal ne ganz blöde Frage: Kann ich da mit dem Schlagschrauber ran oder werd' ich da nur sehr unglücklich? Ich bin zwar grundsätzlich gegen Schlagschrauber aber ich wüsste jetzt echt nicht.
Probier es aus, sollte normal nichts machen.
Kettenpeitschen und so hab ich alles, aber ja, den Schraubkranz muss ich wahrscheinlich dann auch noch aufmachen, sauber machen und neu einfetten, naja, gibt ja immer was zu tun..
Hier kommst du zum gleichen Problem wie beim ganzen Kranz von der Nabe trennen: Das kleinste (oder sogar die zwei kleinsten) Ritzel sind geschraubt und durch jahrelangen Betrieb vom jeweiligen muskelbepackten Sportler sehr fest mit dem Rest verbunden. Lies dazu bitte den von mir verlinkten Artikel über Schraubkränze!
Im Übrigen bist du dann noch gar nicht an den Sperrklinken, die sitzen noch eine Ebene weiter innen.
Derartige Schraubkränze werden eigentlich nur sehr, sehr selten zerlegt und überholt, sondern immer gleich im Ganzen ausgetauscht.
 
Du kannst doch das Lager schon jetzt durch die Öffnung im Schraubkranz fetten. Wenn das Rad sich dann sauber dreht, kannst das erstmal so lassen. Nabenseitig sind die Lagerschalen meist keine Problemstelle, eher liegt es an den angefressenen Konen. Ich kann schon verstehen, wenn man die Sache gleich gut machen will, aber zuerst mal das Gefährt bewegen, ob du daran Spaß hast.

Schraubkranznabe schaut im Prinzip so aus.
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Probier es aus, sollte normal nichts machen.

Hier kommst du zum gleichen Problem wie beim ganzen Kranz von der Nabe trennen: Das kleinste (oder sogar die zwei kleinsten) Ritzel sind geschraubt und durch jahrelangen Betrieb vom jeweiligen muskelbepackten Sportler sehr fest mit dem Rest verbunden. Lies dazu bitte den von mir verlinkten Artikel über Schraubkränze!
Im Übrigen bist du dann noch gar nicht an den Sperrklinken, die sitzen noch eine Ebene weiter innen.
Derartige Schraubkränze werden eigentlich nur sehr, sehr selten zerlegt und überholt, sondern immer gleich im Ganzen ausgetauscht.

Toller Artikel, ich glaube, ich probier es erstmal mit der Gummihammer-Methode aus, wirkt etwas schonender.

(Timestamp 0:40)
Hatte das jetzt nur so auf Youtube gesehen, dachte, man könne das auch machen.
Der Kranz ist jetzt auch schon 46 Jahre alt, Ersatz ist schwierig und es ist ja nichts dran kaputt, ich vertraue nur dem alten Fett nicht.

LG
 
Du kannst doch das Lager schon jetzt durch die Öffnung im Schraubkranz fetten. Wenn das Rad sich dann sauber dreht, kannst das erstmal so lassen. Nabenseitig sind die Lagerschalen meist keine Problemstelle, eher liegt es an den angefressenen Konen. Ich kann schon verstehen, wenn man die Sache gleich gut machen will, aber zuerst mal das Gefährt bewegen, ob du daran Spaß hast.

Schraubkranznabe schaut im Prinzip so aus.
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Klar muss man das nicht machen, aber langfristig und auch für den inneren Frieden wäre es natürlich besser.

Ich geh mal morgen fix zum Baumarkt und hol mir Muttern, Gewindestange, etc.. (Zum fixieren des Abziehers) sowie eine 24er Langnuss für den Schlagschrauber, hab die Schnauze voll 😂
LG
 
Da brauchst aber schon einen Schlagschrauber wie bei den Autofelgen .
Mit einem normalen Akkuschlagschrauber wird das nichts . Das Losbrechmoment bei den Schraubkränzen kann schon sehr hoch sein .
 
ER IST AB FREUNDE!!

Ein paar Sekunden mit der Druckluft Knarre draufgehalten und Schluss war.
Gewinde ist super.
Bei der Montage streiche ich aber mit dem Finger eine dünne Schicht Fett drüber, damit es nicht wieder fest gammelt.

Den Abzieher hab ich vorm Abrutschen mit einer M8-Gewindestange und passenden, verkonterten Muttern mit Unterlegscheiben gesichert.

Das mache ich das nächste Mal besser:
-Selbstsichernde Muttern verwenden
-Die Freilaufbewegung von Kranz verhindern

Vielen Dank für all eure Hilfe!
Gruß Theo
 

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