Ausweichrouten Isartal: Info-Veranstaltung am 14. Juli

"Ziel ist es, Vorschläge für sportlich geeignete Trainingsflächen und Ausweichrouten im Großraum München außerhalb des Isartals zu erarbeiten. "

Alternativen zu Trails für einen Trail-Sport.
 
Alternative kann nur ein angelegter Trail und evtl. eine kleine Kicker/Drop Line sein. Der Rest wird gesperrt und bleibt unberührt. Die Österreicher machen vor wie das funktionieren kann. Aber das ist den militanten Natürschützern nicht genug. Radfahrer sollen auf Radwegen fahren und sonst nirgendwo. Dabei wird aber nicht bedacht, dass man dadurch den Mtb Sport nicht stoppen kann, sondern nur verlagert. Konsequenz wird sein, dass alle mit dem Auto + Bike aus dem Stadtgebiet rausfahren. Bei der aktuellen Luftverschmutzungsproblematik sollte die Stadt das tunlichst verhindern. Naturschutz auf jeden Fall, aber nicht mit so einer Kurzsichtigkeit. Ich denke mit dem Ergebnis wird sich zeigen, ob man an einer großen, zukunftsfähigen und vorbildlichen Lösung interessiert ist oder durch ein Verbot das Problem nur verlagert. Ich hoffe das Beste!
 
ich muss ganz klar sagen, diese ganze Diskussion ist so absurd und unnötig. das isartal liegt an einer 1,3mio Stadt man kann und wird niemals einen urwald daraus machen. schon alleine deswegen nicht, weil mitten durch das isartal eine brücke verläuft auf der sich 2x täglich SUVs und Oberklasse Wagen stauen und tonnenweise CO2 ausstossen, nur weil die Damen und Herren aus Grünwald und Solln/Pullach zu fein für die S-Bahn/Tram sind.

Ich weiß das hört sich polemisch und ist es sicherlich auch. Aber ich fahre seit über 14 Jahren regelmässig im Isartal Fahrrad und, ja, ich kann eine Veränderung der Trails beobachten, aber keinerlei Verschlimmerung. Verschlimmerungen gibt es immer nur dann, wenn das Forstamt es verpasst einen umgefallen Baum zu entfernen, der den Weg versperrt. Dann entstehen Umgehungen durch den Wald und der Weg wird unnötig verbreitert.

Wäre der Weg/Trail akzeptiert und gepflegt, wäre das Umweltproblem gleich Null.

Sperrt doch die Isar, baut einen Zaun. Das hilft so viel, wie Wegsperren auf Betonröhren schrauben....

Sobald es Selbstschußanlagen gibt, setze ich mich abends und am Wochenende ins Auto und verpeste die A95 damit ich zum radeln komme, ganz toll, das kostet Geld, fördert (scheinbar) die Wirtschaft und alle sind glücklich.

Die Menschheit ist absurd, man wird daran nichts ändern.
 
@ghostmuc @bikemibu @tobsinger

Hoffen, bangen und spekulieren über den Ausgang solcher Gespräche bringt leider nicht sehr viel. Man kann nur allen Bikern der Region München ans Herz legen dieser Veranstaltung beizuwohnen.

Alle interessierten Mountainbikerinnen und Mountainbiker sind zur Informationsveranstaltung am 14.07.2016 um 18.30 Uhr im Referat für Bildung und Sport, Bayerstraße 28 (Raum E.039) herzlich eingeladen und haben die Möglichkeit, sich mit Ideen und Vorschlägen aktiv einzubringen.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Man stelle sich nur mal deren Gesichter vor, wenn so viel Biker kommen, dass man vor Beginn der Veranstaltung erstmal damit konfrontiert wird, dass der eine Raum nicht annähernd ausreichen wird, hier auch nur die Biker unterzubringen.

In den letzten 15 Jahren war ich selbst in etliche Bikeprojekte involviert in denen es um die Legalisierung oder generelle Erstellung von Bikestrecken ging. Der Prozess ist extrem kraftraubend, langwierig und generell zeitaufwendig was zumeist dafür sorgt, dass sich bei vielen anfangs motivierten Teilnehmern eine "Pfff – wird ja eh nix" Einstellung breit macht. Man möchte ja in seiner Freizeit lieber Rad fahren als darüber zu reden wo man fahren könnte.

Den meisten Planern solcher Projekte ist nicht im Ansatz bewusst, wie groß die Nutzergruppe Mountainbiker wirklich ist, weil es als Individualsportart nicht zwingend eines Vereins bedarf um seiner Leidenschaft nachzugehen. Gelder, Genehmigungen und somit Strecken wird es nur geben wenn es Zahlen gibt die man vorlegen kann. 500 – 1000 Biker die solche einer Veranstaltung beiwohnen wären ein Anfang.
 
Der Veranstalter bittet um Anmeldung zur Veranstaltung (Homepage): http://www.topplan.de/informationsveranstaltung-muenchen
Wir bitten um Anmeldung unter [email protected]

Auch terminlich ist das etwas ungeschickt gelegt, da zeitgleich der Firmenlauf B2RUN startet. Könnte mir vorstellen das hier einige angemeldete Läufer auch MTB-ler sind und somit nicht kommen können.

Ansonsten kann ich @Grinsekater nur untersützen. Zeigen wir an dem Termin Stärke und warten wir ab was die als Alternativen ausarbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann mich da nur anschließen. Es ist wichtig zahlreich zu erscheinen und sich vorher klar zu machen was man erreichen möchte.

Klar ist, dass der Nutzerdruck durchaus nicht unwesentlich sein dürfte, dass es schwelende Scherereien gibt (siehe Videos der Freeride auf FB) und dass es sinnvoll ist ein nachhaltiges Konzept für diese Metropolregion zu entwickeln.
Im Grunde liegen hier große Chancen, denn es könnte ein deutschlandweites, wenn nicht gar europaweites Vorzeigeprojekt werden. Geld ist im Grunde ausreichend vorhanden, und auch bei wirklich großen Maßnahmen sprechen wir in der Investitionssumme absolut maximal von der Anlage eines Schwimmbades. Den Vergleich der Unterhaltskosten muss man hier wahrscheinlich nicht aufführen.

Allerdings wird es mit einem Lenkungskonzept an sich nicht getan sein, sondern drumherum muss es eine umfangreiche Sensibilisierungskampagne aller Naturnutzer geben. Die Multiplikatoren der Vereine müssen ebenso an Bord sein wie die Verantwortlichen der großen, ortsansässigen Bikemagazine und Natursportverbände. Mit ein paar Sensibilisierungsschildern wird es nicht getan sein, da muss mehr passieren. Auf Seiten der Biker würde es sich sicherlich anbieten Verantwortung in Form von Wegepflegepatenschaften zu übernehmen (auch wenn verständlich ist, dass bei der Dauer des Projektes Vielen die Lust zur Mitarbeit abhanden kommt/gekommen ist).
Mit dem DAV und den ansässigen Sektionen hätte man einen Partner, der sich sicherlich gern zum Aspekt der Naturbildung gewinnbringend mit einbringt.
Bzgl. genutzter Wege und Trails kann man um München ja sehr einfach auf Heatmaps der diversen tracking Apps zurückgreifen um zu sehen, welche Routen wirklich freqentiert werden und damit attraktiv und wichtig sind. Möchte man diese aussparen muss das Angebot drumherum wirklich gut sein. Sinnig wäre hier sicherlich eine Kombination aus stationären urbanen Bikeparks in Form von Pumptracks, Dirt-Lines und Fahrtechnikeinrichtungen mit einem ausgewiesenen Wegenetz. Hier sollte sich München Rotorura und Nove Mesto pod Smrkem als Vorbild nehmen, also ein extrem stadtnahes Wegenetz, das eine breite Masse an Mountainbikern abholt. Damit dieses in München Wirkung zeigt dürfte es aber nicht weiter als 5 km vom Stadtkern entfernt liegen und sollte die Möglichkeit einer attraktiven Trailanfahrt bieten. Mit einem angelegten Wegenetz von zu Beginn 10 - 20 km würde man dem Feierabendbiken sicherlich vorerst Genüge tun und könnte sukzessive erweitern. Wichtig wäre die Anlage wie in Tschechien, also als öffentlich zugänglicher Weg, der einfach nur fürs Mountainbiken ausgeschildert ist, so dass hier nicht in der anderen Richtung Naturnutzer ausgeschlossen werden. Die Nutzung ergibt dann von allein die Lenkung. für München müsste es sicherlich auch anspruchsvollere Elemente integrieren um eine möglichst große Anzahl an Mountainbikern abzuholen. Der größte Teil dieser Anlage sollte allerdings naturnah und niedrigschwellig sein um den Sport in München in die Breite zu holen.
Über die urbanen Bikeparks könnten Events durchgeführt werden und auf Nutzungs- und Naturbelange eingegangen werden.

Die übrigen, sich auf das restliche Wegenetz verteilenden Biker dürften für Flora, Fauna und andere Naturnutzer kaum problematisch sein. Bevor man hier direkt sperrt, sollte man einer solchen positiven Lenkung eine Evaluationsphase bieten und vor allem über (einfach vorzunehmende) Messungen auch erheben wie stark die Freizeitnutzung auf den verschiedenen Strecken tatsächlich ist.

Ich hoffe, dass die Verantwortlichen sich ihrer Verantwortung bewusst sind und hoffe, dass ein ähnliches, dem oben anskizzierten Konzept durchgeführt wird. Vor allem hoffe ich, dass man sich darüber im Klaren ist, dass die Öffentlichkeitsarbeit und die Gespräche und Sensibilisierung auf allen Ebenen der wichtigste Teil der Arbeit sein werden.
 
"Ziel ist es, Vorschläge für sportlich geeignete Trainingsflächen und Ausweichrouten im Großraum München außerhalb des Isartals zu erarbeiten. "

Alternativen zu Trails für einen Trail-Sport.

Wenn es außerhalb des Isartals momentan nicht genügend attraktive Trails gibt, so müssten welche geschaffen werden. Die Topografie ist zwar sehr flach, aber es gibt Projekte aus den Niederlanden die in ähnlichem Gelände 60km Trail neu gebaut haben. (Ganz nebenbei ist das Gelände sogar ein Nationalpark)
http://www.mtb-utrechtseheuvelrug.nl/

Höhenmeteruntersschiede von z.T. nur 10hm auf einer Route, aber es sieht so aus als ob man auf den Strecken Spass haben kann. Vielleicht muss man in München in grossen Dimensionen denken und sich nicht mit ein paar AlibiTrails oder kleinen Spots zufrieden geben. Das Ziel ein Trailcenter um München herum zu bauen hätte meines Erachtens viel Potential.

Wichtig wäre, dass die Strecken in Fahrradentfernung zum Wohnort liegen. Wer sein Rad erst in das Auto oder den Nahverkehr packen muss, der kann auch zu attraktiveren Strecken etwas weiter fahren.

Und wenn es nur gelingt mit diesem Trailcenter die Feierabendrunde von Familien oder S1 Tourenfahrern aufzunehmen, so wäre doch schon ein grosser Teil des MTB Verkehrs kanalisiert.

Aktuell ist das Isartal sicherlich attraktiver. Aber wird es das auch nach dem Wegekonzept bleiben? Hier gibt es eine Karte was an Wegen übrig bleiben sollen.
www.biken-isartal.de/wp-content/uploads/2015/07/Karte_Lenkungskonzeptentwurf.pdf
Auch wenn die Radfahrervertreter sich bemühen, dass Radfahrer auf allen verbleibenden Wegen weiterhin fahren dürfen, so ist doch zu befürchten, dass diese verbleibenden Wege überlaufen und von der Oberfläche eher unattraktiv sind.

Auch ich denke München hätte die grosse Chance für seine Einwohner ein grosses MTB Projekt zu verwirklichen. Die Kosten sind im Vergleich zu einer Turnhalle niedrig. Der politische Handlungsdruck auf München gross weil die MTB Gemeinde gewaltig ist. Dazu müssen sich die Mountainbiker aber auch einmal zeigen und ich fände es daher gut wenn viele Münchner Biker zu dem Treffen gehen würden.
 
Ich kann leider nicht, da beruflich nicht in München :(

Wäre cool wenn jemand das Ergebnis der Vorstellung zusammenfasst und postet.
 
Neues Sportkonzept für das Isartal: Jetzt mit Vorschlägen und Ideen aktiv einbringen!

Das ist eigentlich schon Etikettenschwindel; es geht vorwiegend um die Entwicklung von "Alternativen" außerhalb des Isartales.

Der Prozess ist extrem kraftraubend, langwierig und generell zeitaufwendig

Deswegen hat man ja mit "topplan" einen bezahlten Planer engagiert, dessen Aufgabe es ist, ein Konzept zu entwickeln. Es ist sicher eine gute Idee, an den erstmal alle Wünsche und Visionen heranzutragen, ohne sich von vornherein um Umsetzbarkeit Gedanken zu machen.

Im Grunde liegen hier große Chancen, denn es könnte ein deutschlandweites, wenn nicht gar europaweites Vorzeigeprojekt werden.

Es gibt nur eine Lösung: Sensibilisierung der Nutzer für die Belange des Naturschutzes und anderer Nutzer. Das taugt aber wohl nicht als "Vorzeigeprojekt" und man kann auch nicht wirklich Geld daran verdienen, weswegen es am Ende wohl doch auf die teure Entwicklung von Scheinlösungen hinauslaufen wird.

Hier sollte sich München Rotorura und Nove Mesto pod Smrkem als Vorbild nehmen

Ich kenne Rotorura nicht.
Der Singltrek pod Smrkem allerdings ist alles andere als stadtnah. Die nächste Großstadt dürfte Prag mit einer Autoentfernung von ca. 1,5h sein; topographisch passt es schon gleich gar nicht.

Das Ziel ein Trailcenter um München herum zu bauen hätte meines Erachtens viel Potential.

Es wird ein vernünftiges und für alle akzeptables Konzept benötigt, um die Erholungsnutzung der Isarauen soweit als möglich "naturverträglich" zu gestalten. Abgesehen davon, das viele meinen, dass da die Mountainbiker weder das einzige noch das größte Problem sind, könnte man ja zuerst darüber nachdenken, wie man das hinbekommt, statt aufwendig Scheinalternativen in untauglichem Gelände zu entwickeln.

Und selbst wenn: was hätte ein derartiges Projekt mit dem Isartal zu tun?
 
Es gibt nur eine Lösung: Sensibilisierung der Nutzer für die Belange des Naturschutzes und anderer Nutzer. Das taugt aber wohl nicht als "Vorzeigeprojekt" und man kann auch nicht wirklich Geld daran verdienen, weswegen es am Ende wohl doch auf die teure Entwicklung von Scheinlösungen hinauslaufen wird.

Das kann man so pessimistisch sehen muss man aber nicht. Wenn eine Metropolregion eine gute Lösung findet taugt das abseits jeglicher monetärer Wertschöpfung wohl sicherlich als Vorzeigeprojekt.

@mw.dd Wieso Scheinalternative und wieso untaugliches Gelände? Erlangen hat ein stadtnahes Gebiet welches so gut wie keine Höhenmeter aufweist, dafür aber viele naturnahe Wege. Dieses niedrigschwellige Angebot ist der Grund warum dort so gut wie jeder der MTB fährt auch Trails fährt. So etwas stadtnah geplant kann sicherlich funktionieren. Andererseits sehe ich es auch so, dass man über Sensibilisierung sehr weit kommen kann, ob das in einer Metropole wie München funktionieren kann wage ich, und da werde ich nun pessimistisch, zu bezweifeln. Und da geht es nicht nur um Mountainbiker, sondern alle Erholungssuchenden, die einfach in ihrer knappen Zeit maximalen Erholungswert möchten.
Und nein, Singltrek pod Smrkem ist nicht stadtnah, da geht es rein ums Beispiel der Art der Wege und vor allem der Kommunikation der Wege.
 
Wieso Scheinalternative und wieso untaugliches Gelände?

Scheinalternative = erfüllt Nutzerbedürfnisse (in dem Fall stadt-/zentrumsnahe Gelegenheit für die schnelle MTB-Runde) nicht. Abschreckendes Beispiel aus einem anderen Bereich sind z.B. die Skaterparks in Gewerbegebieten.
Untaugliches Gelände = kein Höhenunterschied. Das bekommt selbst Tomas Kvasnicka nicht hin... Guck mal auf eine Karte von München.

Und wer würde denn ein Trailcenter (ohne nennenswerte Höhenunterschiede) nutzen, wenn er dafür erst ins Auto steigen muss? Da kann man von München aus dann auch noch ein paar Meter weiter fahren und hat dann alle Möglichkeiten...

Erlangen hat ein stadtnahes Gebiet welches so gut wie keine Höhenmeter aufweist, dafür aber viele naturnahe Wege.

München anscheinend eben nicht, sonst gäbe es die attraktiven naturnahen Wege in unmittelbarer Nähe zur Stadt schon. Die sind ja auch um Erlangen nicht durch oder für die Radfahrer entstanden...

Und da geht es nicht nur um Mountainbiker, sondern alle Erholungssuchenden, die einfach in ihrer knappen Zeit maximalen Erholungswert möchten.

Richtig. Und da kann man eben nicht von einer Gruppe verlangen, das Feld zu räumen und auf den maximalen Erholungswert zu verzichten; zumindest nicht dann, wenn man keine neuen Konflikte erzeugen will.
 
Es gibt eine Sensibilisierungskampagne im Isartal. Aktuell werden die Schilder dafür gemacht und aufgestellt. Über den Inhalt und Wirkung kann man sicherlich geteilter Meinung sein.
http://www.mtb-news.de/forum/t/info...te-der-loesung-en.690695/page-9#post-13496503

Es steht auch die Erholungsnutzung für Radfahrer im Isartal nicht grundsätzlich in Frage. Es wird Wege für MTB geben. Der offene Punkt ist ob danach auch auf den restlichen verbleibenden Wege gefahren werden darf, oder nur auf diesen ausgewiesenen MTB Wegen. Sollte sich der Naturschutz durchsetzen, so wird es nur ca 40km Wege für MTB im Isartal geben. Da kann man sich schon mal das Gedränge vorstellen.

Sollten das Anliegen der Radfahrer ernst genommen werden, so werden aber trotzdem einige der momentan beliebten Wege für alle Nutzer wegfallen, wie man der Karte entnehmen kann. Es kann dann auch passieren dass man dann die verbleibenden Wege verbreitert, weil diese forstlich genutzt werden müssen. So geschehen vor einem Jahr auf der als MTB Route angedachten Strecke.

Es wird also Veränderungen im Isartal geben. So wie bisher wird es kaum weitergehen. Warum also nicht versuchen die Situation im Isartal positiv für die Radfahrer zu gestalten UND ein zusätzliches Angebot zu schaffen. Die Stadt bietet ihre Bereitschaft dazu an, die Stadt hat auch einen politischen Druck und die Stadt hat eine Firma engagiert Pläne umzusetzen. Alles was die Radfahrer tun müssen ist ihre Wünsche zu formulieren. Und ich glaube die meisten möchten gerne auf Trails Mountainbiken. Dann sollte man das auch so fordern.

#

Vielleicht braucht es ein paar Erdbewegungen, vielleicht einen Abstecher an den Rand des Isartal oder auf den Mugl. So gut kenne ich die Location nicht. Ob und wo das um München herum möglich ist, dass sollten die Trailbauexperten dann beurteilen.

Und wenn man den E-Bike Boom weiterdenkt, wo die Firmen ja schon mit "Uphillflow" werben, dann werden Gefälle vielleicht auch nicht mehr so wichtig sein.

.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei dem Thema sollte vielleicht einiges berücksichtigt werden, was die Planung erschweren dürfte:

Bombenkrater
Die Verwaltung hat bereits beim Vorgehen und Plattmachen des Bombenkraters gezeigt, was sie von Beteiligung und Mitarbeit hält. Das Vertrauen in die Verwaltung ist spätestens seit dieser Aktion bei den Mountainbikern weitgehend bei Null.

Einseitige Sperrung der Wege für Mountainbiker auf der Westseite bei Pullach
Die Gemeinde Pullach hat lange mit absurden Argumenten (Mountainbiker würden die sensible geologische Situation gefährden und etwa einen Hangrutsch der an der Kante stehenden Häuser fördern) auf den Wegen ein Radverbot ausgesprochen. Gespräche sind alle im Sand verlaufen. Die Mountainbiker haben die Schilder weitgehend ignoriert. Zwischenzeitlich sind die Schilder weitgehend alle weg.

Die "Isartrails"
... haben eine überschaubare Dimension. Interessant ist es weitgehend zwischen Tierpark und der Brücke "Zum Brückenfischer" nahe dem Kloster Schäftlarn, N-S-Distanz ca. 15 km, O-W-Distanz ca. 2 km. Die Landschaft ist tatsächlich vielfältig und für die Einwohner in einer durchaus aktiven Stadt und deren Nachbargemeinden ein wichtiger Ort für Sport, aber auch für Erholung usw. Da die Isar in diesem Gebiet einen kleinen Graben geschaffen hat, die Übergänge vom Hochufer zur Isar dabei steil und jeweils geologisch schwierig sind, konzentriert sich das meiste Isarnah. Ein gewisser Verdrängungseffekt lässt sich über die Jahre bereits beobachten: Viele Spaziergänger bleiben oben am Hochufer, da es dort für sie häufig tatsächlich stressfreier ist. Isarnah verlaufen einige breitere Schotterwege, auf denen tatsächlich oft schnell geradelt wird, nicht nur von Mountainbiker, sondern auch von Leuten, die etwa in München arbeiten und mit dem Rad von ihren Wohnorten die Dammwege nutzen. Die Trails sind häufig für Spaziergänger uninteressant, da schmal und oft schlammig / nass, zudem Zeckenland.
ABER: Die mountainbikenden Münchner und Isaranwohner haben die Isarwege liebgewinnen, schätzen sie und nutzen sie während der Woche, tw. auch am WOE, wenn es z.B. wegen des Urlaubsverkehrs kaum ein Rauskommen Richtung Süden gibt. Die Isartrails sind perfektes Territorium für traillastiges Mountainbiken ohne viel Höhenmeter am Stück (ca. 40 HM). Eine Alternative brauchen die dort fahrenden Mountainbiker nicht, sie haben alles.
Ein Problem an der Isar ist der hohe Nutzerdruck. Durch diesen Nutzerdruck entstehen regelmäßig neue Spuren, die dann innerhalb kurzer Zeit zu regelrechten Wegen mutieren. Dies sind also nicht zwingend "illegal angelegte Mountainbikestrecken" mit spezifischen Anlagen, häufig handelt es sich auch um Abkürzungen für Fußgänger vom Parkplatz oder Bahnhof hinunter zur Isar, die dann schnell vom Trampelpfad zum Weg werden. Im Ergebnis wird die geringe Fläche also immer mehr von Pfaden durchzogen, was das Laufen und Mountainbiken interessant machen kann, jedoch eben auch die Diskussionen über ein Für und Wider Sperrung der Wege anheizt.
Ein weiteres Problem ist die Isar selber. Zwar wurde viel für den Hochwasserschutz in München getan, viele Wege verlaufen jedoch genau in den Rückzug-/ Auffangbereichen, die für die Isar angelegt sind und vom Damm, auf dem etwa der breite Hauptweg (Fuß- und Radweg) verläuft. Somit werden diese Wege alle paar Jahre überflutet, warum sich einige Wege oberhalb der Mulde ergeben haben. Die Mulde selbst sind Becken, haben also kaum Abflussmöglichkeiten, warum bei Starkregen diese Wege häufig lange nass und matschig sind, trotzdem stark genutzt werden und die Wege sich so ständig verbreitern und kaum mehr eine Chance haben, sich zu erholen.

Die Alternativen
Da noch einigermaßen nah, und über einige Streckenabschnitte auch gut von der Isar zu erreichen, werden meist der Perlacher Forst (östlich der Isar) und Forstenrieder Park (westlich), die Panzerwiese (im Norden von München) oder etwa auch die Isar nördlich von München diskutiert. Alle diese Flächen sind weitgehend flach / eben, Höhenunterschiede mit wenigen Ausnahmen, etwa dem Muggl im Perlacher Forst (einem Schuttberg mit ca. 25 hm). Die großen Erhebungen liegen im Münchner Norden, sind allesamt künstlich, tw. Schuttberge, häufig auch Müllberge, und damit schwierig / aufwendig, im Nachgang auch für andere Nutzungen zu gestalten.
Was die Wälder rund um München haben: eine Vielzahl kilometer gerader geschotterter Wirtschaftsstraßen ("Forstautobahnen"), jedoch auch viele schmale Waldwege, die auch zum Mountainbiken einladen können. Wer also auch nahezu gänzlich ohne Höhenmeter Mountainbiken will, kann dies dort tun. Gerade für Familien und auch Abwechslungssuchende kann dies interessant sein. Für den "Hardcore-Isar-Mountainbiker" (H.I.M.) dürfte das dennoch kaum eine Alternative sein, da es tatsächlich den Anspruch der Isartrails sowohl landschaftlich als auch fahrtechnisch aktuell nicht annähernd erreicht.

Trailcenter Isar
Der Name Trailcenter verbinden wohl die meisten mit gebauten Strecken im kupierten Gelände, flüssig fahrbare Trails bergauf wie bergab. Dies ist in München nicht anwendbar und daher führt es nicht weiter, wenn man den Begriff Trailcenter in die Diskussion um München bringt.

Zielgruppe
Wer ist die Zielgruppe für die Planung? Die H.I.M sind hoffentlich zumindest interessiert, auch wenn man häufig anderes liest, in erster Linie aber dürfte das Interesse aus der Angst vor Sperrungen der Isartrails resultieren. Warum sich die H.I.M. dann ihr eigenes Grab schaufeln sollen, indem sie Alternativen begrüßen, dürfte schwierig zu erklären sein.
Freizeitradler und Familien, Einsteiger sind tw. an der Isar überfordert, da gerade am WOE die Belastung auf den Isarnahen Wegen hoch bis extrem ist und die Rücksichtnahme nicht bei allen ausgeprägt ist. Diese könnten eine Zielgruppe sein, zumindest wenn sie erreicht werden können.

Diskussionsabend
Wer kann, sollte hingehen, zuhören, darüber denken und konstruktiv mitreden.
Wichtig wird sein, dass es keine Alternative zu den Isartrails geben darf, wenn die Alternative als digitale Lösung gesehen wird. Wer also etwa die Hoffnung hat, dass mit der Umsetzung der Alternativen dann die Isartrails einseitig für die Radfahrer gesperrt werden, dem muss eine klare Absage erteilt werden.
Wer Alternativen als ergänzendes Angebot zu den Isartrails sieht, sollte sich zur Vermeidung möglicher Missverständnisse vielleicht eher einen Arbeitstitel "Mountainbiken in und um München" o.ä. geben. Eine Ergänzung im Sinne überhaupt eines Angebots für Mountainbiker könnte zielführend sein und im Ergebnis dann auch die Isartrails entlasten helfen, wenn ehrlich mit den Mountainbiker gesprochen wird, deren Bedürfnisse bei der Umsetzung berücksichtigt werden und es mehr sein wird, als einige Pumptracks oder Pistenovale.
Eines muss bei der Diskussion immer beachtet werden: die Region München und Umland hat über 1,6 Mio Einwohner, viele davon sind sportlich und nutzen in der Freizeit auch die "Natur" für ihre Aktivitäten und Erholung. Das alles kann nur miteinander gehen, dafür braucht es von jedem auch eine Toleranz und das Respektieren des anderen und dessen Rechte. Dass Verbote wenig bis nichts bringen, sieht man an vielen Beispielen, nicht nur die Situation in BaWü mit der 2M-Regel dient hier, jeder erlebt das tagtäglich, wenn er am Straßenverkehr teilnimmt. Daher kann man die LHM beglückwünschen, dass sie sich endlich diesem Thema stellt und es aufgreift. Ich bin gespannt, unter welchen Rahmenbedingungen die LHM das Thema dabei angeht...
Schau ma moi
 
Scheinalternative = erfüllt Nutzerbedürfnisse (in dem Fall stadt-/zentrumsnahe Gelegenheit für die schnelle MTB-Runde) nicht. Abschreckendes Beispiel aus einem anderen Bereich sind z.B. die Skaterparks in Gewerbegebieten.
Untaugliches Gelände = kein Höhenunterschied. Das bekommt selbst Tomas Kvasnicka nicht hin... Guck mal auf eine Karte von München.
Es würde schon um stadtnah gehen, nicht darum mit dem Auto anreisen zu müssen. Und ja, fehlende Höhenunterschiede sind nicht das große Problem. Das lässt sich durchaus umsetzen. Im Grunde geht es ja auch jetzt schon um ein in weiten Teilen einfach nur leicht welliges Wegenetz.

Richtig. Und da kann man eben nicht von einer Gruppe verlangen, das Feld zu räumen und auf den maximalen Erholungswert zu verzichten; zumindest nicht dann, wenn man keine neuen Konflikte erzeugen will.
In Form eines Dialoges sollten dann aber eben auch alle Seiten versuchen an einer gemeinsamen Lösung zu arbeiten. Aktuell ist die Stimmung vor allem aufgeheizt, was ich durchaus auch nachvollziehen kann. Deswegen wird es aber dennoch ohne Übernahme von Verantwortung auf Bikerseite nicht gehen.

@Karl-Theodor
Die Vertrauensgeschichte kann ich absolut nachvollziehen. Wie @Grinsekater geschrieben hat kenne ich die Situation persönlich aus mehreren Fällen und leider ist da einfach langer Atem gefragt und in den ersten Jahren oftmals auch ziemlich viel Rückschritte bis man irgendwann an einen Punkt kommt an dem man anfängt eine ähnliche Sprache zu sprechen. Aber ja, im Grunde muss dort die Stadt wieder etwas reinholen. Das kann durch Anlagen sein, die in der gemeinsamen Diskussion geplant werden, oder...

Bzgl. Isartrails greifst du die vorhandene Problematik ja selber auf. Im Grunde ist alles da, aber es erfährt einen hohen Nutzerdruck und es entstehen sukzessive neue Wege. Im Projekt soll es ja darum gehen den Nutzerdruck für die Isartrails zu verringern. In meinen Augen ist die erste Grundvoraussetzung, auch um das Vertrauen zu erhalten zu sagen, dass auf vorhandenen Wegen nichts gesperrt wird. Das aber im Gegenzug ein Angebot entsteht, welches den Druck im Idealfall besser verteilen kann und der sollte in meinen Augen eben niedrigschwellig sind. Ob man das nun Trailcenter nennt oder nicht finde ich unwichtig. Es geht um ein nachhaltig, angelegtes Wegenetz (denn das sind eingefahrene oder eingelaufene Wege einfach nicht), welches im Stadtgebiet direkt beginnt und Runden von 10-15-20 km bietet. Also ausreichend zum Feierabend, naturnah zur Erholung und sauber in den Wald integriert. An dafür geeigneten Punkten (und das sind eben Punkte, die integriert ins Stadtbild sind) urbane Bikeanlagen in Form von Pumptrack, Dirt-Anlage und evtl. eben auch einem Fahrtechnikzentrum für die zahlreichen Vereine.
Das entstehende Wegenetz könnte problemlos von der Stadt getragen und versichert werden, das gemeinsam mit der Übernahme von Verantwortung durch lokale Vereine könnte ein guter Start in eine zukünftige Zusammenarbeit sein.

Das wichtigste wird aber sein, und darauf gehst du zum Schluss ja auch ein, dass klar wird, dass es Respekt voreinander und vor der Natur, in der man sich bewegt gibt. Und das muss auch in die Praxis übertragen werden, worin sicherlich die größte Herausforderung bestehen wird.
 
Es geht um ein nachhaltig, angelegtes Wegenetz (denn das sind eingefahrene oder eingelaufene Wege einfach nicht), welches im Stadtgebiet direkt beginnt und Runden von 10-15-20 km bietet...

woher kommt diese Meinung?

OK, zunächst schätze ich den Begriff "nachhaltig" nicht unbedingt, da schlicht meist unscharf genutzt.


In allen angesprochenen Gebieten gibt es seit vielen Jahren nahezu identisch verlaufende Waldwege, Störfaktoren (= verändernde Wegverläufe) sind meist schlechtes Wetter (= wenig Nutzung und daher Überwuchern), Stürme und Unwetter (= Windbruch) , die sicher in den letzten Jahren zunehmen, und eben auch die bekannten "Vollernter", wobei ich da nun nicht den aktuellen Stand habe, was da in letzter Zeit jenseits der Isar geerntet wurde.

Daher wäre es ein leichtes, schöne Waldwege ohne viel Höhenmeter erlebnisreich sicher für eine große Zielgruppe) umzusetzen.

Was ich persönlich sehr spannend finde: ein wechselndes Trailnetz (trifft in meinen Augen das Konzept besser als Trailcenter): Sich mal mit der Forstverwaltung hinsetzen und überlegen, was die meist genannten Probleme bzw. Vorwürfe gegenüber dem Mountainbiken sind. Neben dem Wild, und das trifft nun nachweislich jeden Menschen in diesem Abschnitt, der stört schlicht (Jäger bitte weghören, ich will hier keine neue Diskussion aufmachen), wird ja häufig der Schaden am Wurzelwerk und den damit verbundenen Folgen für den Baum genannt. Überlegt man sich nun, wie lange eine mögliche Beschädigung, und auch da geht es um jede mechanische Einwirkung auf eine freiliegende, ungeschützte Wurzel, dauert, könnte man doch wunderbar mit dem Forst und den Waldbesitzern Strecken für einige Jahre planen, bevor der Vollernter kommt, und wenn der dann eben den wirtschaftlichen Erfolg und damit ja auch den Bestand der Land-/Holzwirtschaft im Gesamten sicherstellt, dann eben neue Strecken definieren.
Ich behaupte mal, alleine mit einem Laubrechen kann man da schon viel erreichen, indem man eine Spur signalisiert (= anzeichnet), die dann auch ERLAUBT genutzt wird. Ja "erlaubt" ist, erstaunlicherweise sind doch viele Radfahrer als kleine Revoluzzer unterwegs, ignorieren Rotlicht und Einbahnstraßen, evtl. gibt es so eine Art "moralische / ökologische Berechtigung"? und im Wald trauen sie sich dann doch nicht? Oder haben einfach keine Lust, in ihrer Freizeit sich in eine mögliche Diskussion "Verboten ja / nein" zu begeben...

Hm, ich drifte ab, es ist immer wieder das gleiche: Radfahrer machen sich das Leben selber schwer. Vorurteile werden im täglichen Leben, hier v.a. im Straßenverkehr geschürt, Radfahrer halten sich wenig an die StVO, beim Autofahrer und Fußgänger schrillen die Alarmglocken. Nun kommt das WOE, ein entspannter Familienausflug mit Hund ist geplant, und dann kommt da wieder ein Radfahrer (ALARMGLOCKEN), ein Mountainbiker (noch mehr ALARMGLOCKEN, liest man doch immer...), auf die Familie (mit Hund) zu, Beschutzinstinkte erwachen und werden noch mit den aus dem Straßenverkehr gelernten Vorurteilen gepuscht. Ich übertreibe, und dennoch ist das immer das Problem, mit dem sich Mountainbiken in meinen Augen auch beschäftigen muss. Solange es nicht gelingt, in seiner unmittelbaren häuslichen Umgebung den gegenseitigen Respekt und positive Umgangsformen zu erzielen, wird es im Gelände = abseits asphaltierter Flächen immer scheitern. Das führt jetzt immer weg vom eigentlichen Thema "Mountainbiken auch jenseits der Isar attraktiv in München anzubieten", zeigt aber doch auf, wie komplex das Thema ist und dass es schlicht nicht mit dem puren Ausweisen neuer Strecken getan ist, das ist irgendwie ein Thema, das beginnt an der Haustür...

Owei, viel Text und Gedanken...

München hat sich da viel vorgenommen, da es eben nicht nur ein Thema Mountainbiken ist, es geht auch darum, verschiedene Nutzergruppen einzubinden und mitzunehmen, Hardliner von beiden Seiten zu integrieren und deren Geisteshaltung zu optimieren. Die Region und die Stadt hätten es verdient!
 
Zuletzt bearbeitet:
Um ehrlich zu sein halte ich die Bikeseite für viel zu kompromissbereit und ängstlich. Wir machen weder die Natur im Isartal nachhaltig kaputt noch gibt es fundierte Beweise, dass dem so sei. In Anbetracht dessen verstehe ich überhaupt nicht wieso man hier Kompromisse eingehen sollte. Die wenigen Stellen, die durch viele Biker Schaden nehmen, könnten durch weitaus einfachere Maßnahmen beseitigt werden (Wegbau- und -pflege).
Dieses Selbstbewusstsein und Selbstverständnis fehlt mir auf unserer Seite bei der Diskussion mit den Behörden und Verbänden doch sehr.
 
ich seh nicht warum immer zwischen bikern und anderen nutzern getrennt wird. die ganze gegend dort bis schäftlarn raus ist halt einfach überbevölkert und zwar auch auf dem wasser. bei tieren reguliert man sowas durch mehr abschuss oder zäune.
 
Um ehrlich zu sein halte ich die Bikeseite für viel zu kompromissbereit und ängstlich.

Ich kann dir versichern das dem nicht so ist. Die DIMB kämpft dafür das Radfahren weiterhin auf allen verbleibenden Wegen im Isartal erlaubt bleibt.


Ich behaupte mal, alleine mit einem Laubrechen kann man da schon viel erreichen, indem man eine Spur signalisiert (= anzeichnet), die dann auch ERLAUBT genutzt wird.

Speziell für MTB gebaute Wege haben da schon eine andere Qualität. Das fängt bei der Linienführung und Profilierung an. Das geht über den Untergrund der so beschaffen ist dass er nicht sofort vermatscht aber trotzdem nicht öde geschottert ist. usw. Es ist eine Kunst einen MTB Trail zu bauen und eine Arbeit für einen Profi. Nur dann kommt das auf was wir Flow nennen.

Es gibt leider auch Beispiele die nur halbherzig sind. z.B der Trailpark Winterberg. Dort wurde die Planung von einer Gartenbaufirma gemacht und die Wege sind stellenweise hakelig oder voller Matschlöcher. Verschenken zu viele Höhenmeter die wieder mühsam erarbeitet werden müssen. Da kommt zu selten Flow auf.

Mit einem Laubrechen könnte man einen Weg vorgeben, aber das wäre weit von der Qualität eines Trailcenters entfernt. Es kommt manchmal vor dass es so einen flowigen Abschnitt durch Zufall auch auf einem Wanderweg gibt. Aber jetzt stell dir mal vor du könntest so einen Trail über viele Kilometer haben.
 
ich kann vielem, was hier geschrieben wird, nur zustimmen. insbesondere @decay und @Karl-Theodor. meine gedanken dazu:
- mir scheint immer noch die prämisse falsch bzw. voreingenommen von der "natur- und wanderlobby": biker machen nicht mehr kaput als andere (siehe dazu auch beiträge auf bspw. open trails oder in der ride). diese grundeinstellung muss weg, bevor über kompromisse gesprochen warden kann. leider bin ich hier pessimistisch. alleine schon, wie der ganze prozess angelegt ist, zeigt mir, dass hier einseitige interessenslagen dominieren. bestes beispiel ist die internetseite bikenimisartal: dort ist sowohl inhaltlich als auch visuell eine deutliche "sprache" gegen die bikenutzung gelegt. zweites beispiel: die dort gegebene möglichkeit, die vorgeschlagenen wege im isartal zu kommentieren, ist mehr als intransparent. auf konstruktives feedback gab es keine antwort, auch kein status bzw. übersicht, was hier kommentiert wurde. selbst die auswahl der trails war nicht nachvollziehbar, letztlich verblieben nur 2m schotterwege - nichts, was in irgendeinerweise darstellen würde, dass die belange der biker ernsthaft in betracht gezogen wurden. demokratie ja - aber so kommt man sich doch sehr verschaukelt vor und von demokratie bleibt hier nur übrig, dass der prozess nur zur wahrung des prinzips aufgesetzt ist, nicht aber um inhaltich demokratisch sich auseinanderzusetzen. wenn also tatsächlich gesperrt werden sollte, dann muss das für alle gelten: wanderer, hundehalter, etc
- aktuell ist die "trennung" positive zu bewerten, da sich wander, hundehalter und biker nicht in die quere kommen. sollte es nur noch breite wege geben/erlaubt sein, wird es mM deutlich mehr konflikte und auch unfälle geben. auf dem trail wird mit ca. 15kmh gefahren, auf der schotterstraße sind es dann 25kmh
- ich kann nicht erkennen, dass sich der zustand der trails in den letzten 15 jahren verschlechtert hat. und das trotz exponentiellem anstieg der nutzer. die sensiblen stellen iSv dreck, matsch, etc könnten relative einfach und billig mit holzwegen überbaut werden.
- wer sagt eigentlich, dass sich im matsch nicht auch leben entwickeln kann? (ok, das ist jetzt etwas weiter weg vom thema...)
- es wird eben immer biker geben, die lieber auf naturtrails als auf gebauten strecken unterwegs sind. meinetwegen sind das dann die HIM. das ist aber ebensowenig schlecht, wie auf gebauten strecken zu fahren. ggf. sogar gesamtheitlich betrachtet sogar besser. auch das spricht gegen eine komplette sperrung und für eine intelligente lenkung. denn ich kann mir auch einige biker vorstellen, die den matsch und gatsch umgehen würden, wenn sie könnten
- nochmals zur umwelt: hier ist alles gesagt - CO2-Bilanz, Stau auf der Gründwalder Brücke, Eisenbahn- und Partyfloßlärm, noch mehr Staus im Feierabendverkehr wenn alle gezwungen sind, erstmal mit dem Auto rauszufahren (die Staus sind jetzt schon grenzwertig). Also bitte: hier MUSS nachhaltig gedacht werden und nicht kurzfristig.

ich könnte noch ewig weiterschreiben... erziehung, naturverständins, erholungsbedürfnis, einbindung der jugend, bewegungsmangel, eigenverantwortung, alt gegen jung... etc
 
Zurück