Bikepreise in Kanada

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Hallo,

ich werde mir in naher Zukunft ein neues Enduro zulegen, da meines gerissen ist. Da ich in naher Zukunft für ca 5 Monate in Kanada bin, überlege ich mir dort ein neues Bike zu kaufen. Da ich relativ lange dort bin, sollte ich auch keine Probleme mit Zoll usw. bekommen.

Kann mir jemand sagen wie allgemein die Bikepreise in Kanada sind? Wieviel Prozent sind sie ungefähr billiger als in Deutschland? Oder gibt es kaum einen Unterschied?

Und wie sieht es allgemein mit Bikeparts aus, sind die auch billiger?

Hoffe dass da der eine oder andere schon ein paar Erfahrungen hat.

Schöne Grüße

Jörn
 
Ich war gerade drüben und hab sporadisch mal in Bikeshops nach Preisen geguckt. Unterm Strich wirds in etwa gleich teuer sein, evtl. etwas billiger als in Deutschland. Wirkliche Schnäppchen kannst drüben natürlich - genau wie in Deutschland - immer mal wieder finden.

Grüße,
Jan
 
er versucht zu sagen:
Ein neu gekauftes Enduro sieht nach 5 Monaten Kanada aus wie ein Gebrauchtrad, welches, (mir wurde noch nie der Bikekoffer / Bikekarton geöffnet) falls überprüft nicht auffällt.

Die Bikepreise sind drüben so wie hier, durschnittlich...
 
Die packen das Bike nicht aus, sondern gucken auf den Kaufvertrag.
Ich habe schon mehrmals Bikes aus USA mitgebracht, da ich dort gearbeitet hatte.

Lass Dir halt 2 Kaufverträge geben. Einen für die Garantie. Und einen mit mind. 6 Monaten für den Zoll. Da gab's bisher noch nie Probleme. Ok, bei mir war die Differenz auch nur 2 Wochen, aber trotzdem...
Verschickt hatte ich die Bikes immer mit FedEx Cargo Freight direkt am Airport. War am billigsten und Du hast nicht den Stress mit der Kiste am Flughafen, weil du das später am Zoll abholst.
Die MwSt. in Canada/USA zahlst Du auch nicht mit dem entsprechenden Customs Voucher. Die fällt dafür in Deutschland an, aber wiederum nicht bei > 6 Monaten, da Gebrauchseigentum.

Meine Specialized Bikes hatten dort jedoch knapp die Hälfte von den deutschen Mondpreisen gekostet. Aber man muss sich in Läden umschauen, die Blowout Sales haben.
 
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Verschickt hatte ich die Bikes immer mit FedEx Cargo Freight direkt am Airport. War am billigsten und Du hast nicht den Stress mit der Kiste am Flughafen, weil du das später am Zoll abholst.
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Kostet? AirTransat nimmt 24 Euro fürs Bike als Sportgepäck (im Karton oder Koffer), wenns nur um ein Bike geht echt günstig.
 
Kostet? AirTransat nimmt 24 Euro fürs Bike als Sportgepäck (im Karton oder Koffer), wenns nur um ein Bike geht echt günstig.

Fedex Freight Cargo, nicht zu verwechseln mit dem normalen (sauteuren) Fedex, war bei mir damals immer am billigsten. Wesentlich billiger als DHL, Lufthansa (Zusatzgepäck) oder UPS. Musst halt schauen, was aktuell am günstigsten ist. Die Preise und Bedingungen der Fluggesellschaften und Carriers ändern sich ja andauernd.

Ob ein Bike jedoch schon stark benutzt wurde oder neu aussieht, interessiert den Zoll jedoch nicht. Die wollen Papiere und Nachweise sehen.
Denn dann könnte man ja auch jederzeit mit einer neuen Rolex durch den Zoll, welche sicherheitshalber etwas durch den Dreck gezogen wurde.
Aber niemand in Deutschland geht ja mit einer neuen Rolex einfach so durch den grünen Zollausgang.
Obwohl... :rolleyes:

Ausnahmen bestätigen die Regel. Man sollte nie über München oder Frankfurt nach Deutschland einreisen. Dort arbeiten scharfe Bluthunde am Zoll. Die schauen sogar nach der Seriennummer von Notebooks, ob die ein Import sind oder Geschäftsnotebook aus Deutschland. Eigene Erfahrung.
Und Heathrow und Schiphol schon gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob ein Bike jedoch schon stark benutzt wurde oder neu aussieht, interessiert den Zoll jedoch nicht. Die wollen Papiere und Nachweise sehen.

Richtig. Der Zoll nimmt erstmal an, dass die Waren im Ausland gekauft wurden und Du als Eigentümer musst den Nachweis führen, dass das nicht so ist oder keine Rolle spielt. Also über Kaufquittungen, Aufenthaltsdauer (Übersiedlungsgut) oder den sog. Nämlichkeitsnachweis (INF3).

Wenn ich bspw. mit der Kameraausrüstung in Urlaub fahre, gehe ich hier vorher mit dem ganzen Krempel zum Zoll, der die Seriennummern prüft und im INF3-Formular notiert. Bei der Einreise zeige ich das vor und alles ist paletti.

Grüße,
Axel
 
Übersiedlungsgut ist eine geile Angabe . Ich stelle mir das so vor :
Der Beamte : Hamse was zu verzollen
Ich : Nö
Beamte : Was ist mit dem Rad ?
Ich : Übersiedlungsgut
Beamte : Und der Rest ?
Ich : Das ist alles . Habe ein Jahr gebiket und im Wald auf Zweigen geschlafen .
Beamte : Hä ???
 
Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Ich denke das mit dem Zoll lässt sich schon irgendwie regeln.

Werde mir dann aber vermutlich doch in Deutschland noch ein Bike kaufen, da ich ja dann in Kanada auch keine großartigen Preisvorteile habe.
Ein billiges Bike im Ausverkauf kann ich wohl überall abstauben. Aber da hat man dann eben keine große Wahl mehr.

Grüße
Jörn
 
Weil es hier wieder passt:
Billigheimer gibt es in Kanada selten, da es keine Versender gibt. Im Moment läuft gerade der Abverkauf der alten Modelle, da ist schon so manches Schnäppchen dabei. Das musst du aber vor Ort sehen.
Zum Import:
Voranmelden musst du nichts, nur eben zum Schalter geben und dort anmelden und Zoll zahlen. Das sind bei Rädern 15% Zoll + 19% EUSt. Wenn Du keine Rechnung hast, zahlst du im schlimmsten Fall einen geschätzten Betrag, der entsprechend höher liegen kann. Von gefakten Rechnungen ist abzuraten. "Abnutzung" und "Wertminderung" sind dem Zoll ein Fremdwort. Nichts musst du bezahlen, wenn Du Deinen Wohnort verlegst, was bei mehr als einem Jahr gegeben ist (http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zo...gut/Voraussetzungen/voraussetzungen_node.html).
Der Ausbau des Tretlagers bringt nichts, solange die Einfuhr alle Teile enthält. Zahlst du nichts, begehst du entsprechend eine Steuerhinterziehung. Die Steuer musst du dann auf jeden Fall nachzahlen.



rahmennummern kann man recht einfach abgleichen - bei elektronikartikeln zwar noch einfacher, aber wissen werden sie es natürlich nicht. wer jetzt genau in der nachweispflicht ist, kann ich nicht sagen - eine straftat begeht man entsprechend bei der nicht gemeldeten einfuhr so oder so. und die wird natürlich richtig teuer (steuer) und zieht mmn einen eintrag ins führungszeugnis nach sich (steuervergehen).
wenn du einen typisch deutschen versender durch die gegend transportierst, ist es sicher noch weniger von belang, ansonsten sicherheitshalber die rechnung mit nehmen.
der zoll sagt dazu:
Bei der Mitnahme von wertvollen persönlichen Gegenständen (z.B. Sportgeräte, Kameraausrüstung, Computer, Schmuck) empfiehlt es sich zur Vermeidung von Zweifeln über die Herkunft der Gegenstände und einer damit verbundenen Abgabenerhebung bei der Rückreise, einen Nachweis vorzulegen.
Dazu sollten Sie sich vor der Ausreise bei der Zollstelle einen sogenannten "Nämlichkeitsnachweis" (= Nachweis, dass der nämliche wertvolle persönliche Gegenstand zurückgebracht wird) ausstellen lassen.

Als Nämlichkeitsnachweis dient das Auskunftsblatt INF 3 für Rückwaren (Formular 0329 - nur im Vordruckhandel erhältlich) oder die Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung im Reiseverkehr (Formular 0330 - nur für die Wiedereinreise nach Deutschland). Das Auskunftsblatt INF 3 oder die Vereinfachte Nämlichkeitsbescheinigung im Reiseverkehr wird vor der Ausreise bei jeder Zollstelle unter Vorführung der Waren ausgestellt.

Sie sollten die Gegenstände so genau beschreiben, dass eine Identifizierung bei der Rückreise problemlos möglich ist.
Hilfreich sind hierfür auch beispielsweise Fotos von Schmuck, Angabe des Modells und der Seriennummer von technischen Geräten. Alternativ können Sie bei Ihrer Wiedereinreise auch den ursprünglichen Kaufbeleg oder Schriftverkehr als Nachweis vorlegen, wenn der betroffene Gegenstand dort ausreichend bezeichnet ist und belegt, dass die Waren in der EU erworben wurden.

http://www.zoll.de/DE/Privatpersone...l-und-Steuern/Rueckwaren/rueckwaren_node.html

Ich schließe mal daraus, dass eine Rechnung entsprechend ausreicht.
Wenn du vom Zoll routinemäßig ausgewählt wirst, werden die Fragen kommen. Für welche Tür Du dich entscheidest, ist deine Sache. Aber du musst mit den Konsequenzen leben können, egal welche es sind.
 
hallo zusammen,

wir planen 2014 nach kanada zu reisen. jetzt meine frage: soll ich meine ausrüstung, also helm protektoren mitnehmen oder lieber vorort neue kaufen? erfahrung? preise? zoll, naja kommt dann wohl eher auf den wert der sachen an...

danke erstmal

gruss und rideON
 
Mitnehmen! Gerade günstigere Marken wie Oneal gibt's hier nicht. Die Preise der deutschen Onlineshops können nur auch sonst nur selten unterboten werden.
 
Kennt jemand ein paar gute amerikanische oder kanadische Bikeshops?

Wollte ein bisschen stöbern ob sich vielleicht das ein oder andere Schnäppchen im Winter ergibt.
 
Finde dazu nichts online, gibt es da etwas? Bin momentan in Kanada und möchte mein Bike im Januar hierher holen. Die Lufthansa Gebühren sind ja fernab von Gut und Böse. Was hat es bei dir damals ca. gekostet?

Preise habe ich nicht mehr im Kopf. Es war aber wesentlich günstiger als als Lufthansa.
Stand damals auch nicht auf der Webseite von Fedex, hat mir die Service Tante am Telefon aber so gesagt. Ein Giant hatte ich so aus Miami und später ein Specialized aus San Francisco so nach Hause geschickt. Nennt sich Bulk Freight am Cargo Terminal und das Paket musst Du direkt am Airport abgeben. Abholung dann beim Zoll in Deutschland. Fedex holt das nicht ab und liefert es auch nicht. Und sie übernehmen nicht den Zollkram, sondern machen nur das nötigste. Der Aufwand ist aber minimal (2 Formulare).

Würdest Du das Bike regulär per Fedex verschicken, würden sie es abholen, verzollen und es Dir in Deutschland anliefern. Das kostet Dich dann auch "one arm and one leg" wie es so schön heisst.

Frag doch einfach mal nach deren aktuellen Konditionen per Anruf.
 
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