LED-Dynamo-Rücklicht pimpen

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  1. Hallo Zusammen!
    Ich habe aus einer kleinen Bastelllaune heraus mein Busch+Müller D-TOPLIGHT XS Rücklicht ein wenig gepimpt. Da ich mit dem Ergebnis recht zufrieden bin, möchte ich euch die recht einfache Umbaulösung nicht vorenthalten :)

    Auf die Idee bin ich durch diese Anleitung gekommen: http://www.ervnet.de/rad/dtoplight.shtml.
    Hier sind auch ausführliche Informationen zu den Hintergründen eines solchen Umbaus zu finden.
    Im Prinzip bin ich auch weitestgehend nach der Anleitung vorgegenagen. Der wesentliche Unterschied ist jedoch, dass ich das Rücklicht am Dynamo betreibe und somit keine Gleichstromquelle zur Verfügung habe. Außerdem habe ich gewöhnliche superhelle rote 5mm Leds verwendet.
    Nach dem Entfernen der Lampe sowie des farblosen Kunststoffstreudingens vor der Led sind mir dann die beiden hervorstehenden Kontakte des großen blauen (entschuldigung, ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von Elektronikbauteilen aber ich vermute es wird sich um einen Kondensator handeln) aufgefallen.
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    An diesen Kontakten liegt eine Gleichspannung von etwa 3,5V an.
    Somit habe ich daran die Leds jeweils mit einem 55 Ohm Widerstand angelötet. So bekommen sie, wenn ich das richtig sehe maximal 2,4V ab, was wohl eigentlich etwas zu viel ist aber ich hatte keine anderen Widerstände da und bis jetzt leben die Leds noch.
    Der restliche Umbau beschränkt sich auf das im Link beschriebene entfernen der inneren Kunststoffabdeckung des Reflektors, in meinem Fall mit einem Sägeblatt am Dremel, dem Einkleben der Leds in die zufällig sehr günstig gelegenen ungenutzten Schraubenvertiefungen in der Gehäuserückseite sowie dem leichten abschleifen der inneren Reflektorrückseite in den freigelegten Bereichen um eine bessere Sichtbarkeit der Leds in gerader rückseitiger Richtung zu erreichen.
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    Die Standlichtfunktion tut weiterhin, allerdings leuchtet die mittlere Led bei Stillstand des Rades nur einige Sekunden nach. Die beiden äußeren Leds jedoch leuchten gefühlt ewig. Woran das nun liegt kann ich nicht sagen, stört mich aber nicht.
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    Ich hoffe, diese kleine Anleitung hilft dem Ein oder Anderen weiter auch sein Rücklicht ohne äußerlich sichtbare Veränderung und mit sehr geringem Kostenaufwand etwas aufzumöbeln ;)

    Viele Grüße
    Johnny
     
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  3. Das interessanteste Bild: Rücklicht aus xx Meter bei Nacht fehlt noch ;).

    Hast Glück gehabt, dass deine Bastelei funktioniert! An dem Kondensator liegen je nach Mut der Ingenieure 5-6Volt, wenn er mal voll ist. Wahrscheinlich ist dein Standlicht nicht mehr lang anhaltend, aber was solls, es könnte schlimmer sein.

    Für mein Auge sieht es nach Reihenschaltung von 2 LED und einem Widerstand aus. Das ist vergleichsweise gesund für die LED, war nach deinen Ausführungen jedoch Zufall.

    rote 5mm LED aus der Bastelkiste könnten UF 1,8..2,5V haben und I= 10...150mA verkraften. Entprechend unterschiedlich auch die Helligkeit, superhell ist ja nicht genormt. Für Rücklichter wäre auch ein großer Abstrahlwinkel sinnvoll.
    Hast du die LEDs kürzlich gekauft, finden sich vielleicht noch deren Kenndaten.

    Den roten Plastik zu durchzubohren und die Leds dort einzukleben war ein Tip den ich mal irgendwo gesehen habe. Die seitliche Abstrahlung vergrößert die Fläche und Richtung Autofahrer gibt es keine zusätzlichen Verluste durch die Plastikhaube.
     
  4. Hallo!
    Nur am Glück liegts wohl nicht, dass meine Bastelei funktioniert. Ich hab ja durchaus vorher mal ein wenig gemessen um die Leds nicht sofort zu grillen ;)
    Mehr als 3,5 Volt konnte ich am Kondensator auch nach längerem Warten nicht messen. Bloß den Langzeitbetrieb konnte ich noch nicht testen.

    Die Leds sind, wie ich schon geschrieben habe jeweils mit einem Widerstand verlötet. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut. Das Datenblatt schreibt U= 1,8-2,3 Volt, I= 20-30 mA und einen Abstrahlwinkel von 20°.

    Das Standlicht leuchtet, wie schon beschrieben immer noch sehr lang, lediglich die mittlere Led erlischt nach nach kürzerer Zeit.

    Die Sache mit dem Durchboren des roten Plastiks kann ich nicht ganz nachvollziehen. Sollen die Leds dann direkt durch den Reflektor nach außen leuchten?
    So wie sie jetzt verbaut sind, wird das Licht einerseits in den roten Reflektoren gestreut und leuchtet zusätzlich durch das teilweise Abschleifen der Prismen gezielt nach hinten.

    Ich hab mal ein paar Fotos gemacht. In Ermangelung eines Fahrers zeigen sie alle das frisch geladene Standlicht. Die Fotos sind mit Blende 2 (die letzten beiden mit Blende 3) und 2 sek. belichtet.
    Die ersten Beiden aus ca. 5m Entfernung

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    Eins aus ca. 20m
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    Und noch zwei herangezoomt
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    Um alle mir bekannten Zahlen offen zu legen, hier noch die Standlichtdauer
    mittlere Led: 40sek
    äußere Leds leuchten auch nach 20 min noch schwach

    Gruß
    Johnny
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Januar 2012
  5. das Leuchtplastik gehört natürlich nicht durchbohrt, denn das hält den Wetterschutz aufrecht.

    innen ein wenig die Reflektorflächen planzuschleifen ist ne Idee, aber so viel hätte ich nicht davon genommen, warhscheinlich gar nichts.
    Dann "glüht" nämlich die geamte Fläche und das ist ja auch eher gut als schlecht
    + der Reflektor funktioniert weiterhin.
     
  6. Genauso hab ichs ja auch gemacht. :) die rechteckigen Ausschnitte sind nur in der innereren Plastikschicht. Angeraut ist lediglich der Bereich direkt vor den Leds, auf dem Foto leicht weisslich zu erkennen. Ich denke viel weniger anzuschleifen macht keinen Sinn Ist ja so schon gerade mal eine Fläche von ca. 6x6mm. Schleift man garnichts ab, sind die Leds nur in einem Winkel von vielleicht 30°-40° oberhalb und unterhalb der Horizontalen sichtbar. Bringt also von Hinten gesehen so gut wie nichts.