Marathon-Log gesucht

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Guten Tag Gemeinde,

ich bin im Rahmen meiner Bachelorarbeit zum Thema "Fahrrad, Mobilität und Reparatur" auf der Suche nach jemandem, der sich die Mühe gemacht hat, bei einem MTB-Marathon Parameter wie Höhe, Geschwindigkeit (evtl. Neigung) und Entfernung mitzuloggen. Weitere Daten sind ebenfalls willkommen, aber nicht zwingend erforderlich.
Ich würde diese Werte gerne als Stütze für eine Theorie nutzen, die ich im Rahmen meiner Arbeit aufgestellt habe. Diese lautet im Wesentlichen, dass aerodynamische Formen im MTB-Bereich relevant sind, und auf die Gestaltung von MTB-Komponenten mehr Einfluss nehmen sollten.

Für einen entsprechenden Datensatz wäre ich sehr dankbar - welcher Marathon dabei bestritten wurde, spielt eher eine untergeordnete Rolle.

Für Eure Unterstützung bedankt sich im Vorhinein,

Bastian
 
ich kann zwar keine daten beisteuern, aber der ansatz aus den log-daten und der aerodynamischen form des bikes einen zusammenhang zu finden würde mich schon interessieren.

wie soll das gehen?
 
Hi K_Star,

es geht darum, aus diesem Satz auszulesen, wie lang der Radler Geschwindigkeiten fuhr, in denen der Luftwiderstand so groß war, dass eine aerodynamisch verbesserte Konstruktion den Luftwiderstand reduziert hätte und damit die Endgeschwindigkeit entweder vergrößert, oder den Kraftaufwand zum Halten der erreichten Geschwindigkeit verringert hätte. Wenn man dann weiss, wie viel Energie notwendig ist, um eine Geschwindigkeitsdifferenz von x zu erzeugen, lässt sich eine Gesamtenergiemenge approximieren, die während der gesamten Fahrt eingespart hätte werden können.

Greetz,
B.
 
Du darfst aber dabei nicht vergessen, dass andere Faktoren gerade beim MTB ein grosse Rolle spielen. Das Gewicht und der Komfort spielen IMHO eine größere Rolle als der Luftwiderstand.
 
wie willst du folgendes szenario verarbeiten?

steigung 12 %, geschwindigkeit 18 km/h, leistung 250 watt
steigung 12 %, geschwindigkeit 15 km/h, leistung 250 watt

bzw.

steigung 12 %, geschwindigkeit 18 km/h, leistung 220 watt
steigung 12 %, geschwindigkeit 18 km/h, leistung 250 watt
 
wie willst du folgendes szenario verarbeiten?

steigung 12 %, geschwindigkeit 18 km/h, leistung 250 watt Rückenwind
steigung 12 %, geschwindigkeit 15 km/h, leistung 250 watt Gegenwind

bzw.

steigung 12 %, geschwindigkeit 18 km/h, leistung 220 watt leichter Fahrer
steigung 12 %, geschwindigkeit 18 km/h, leistung 250 watt schwerer Fahrer
 
beispielsweise. oder der selbe fahrer, nur auf verschiedenen untergründen unterwegs.

wo ist da die verbindung zur aerodynamik?
 
Ich gehe vom Idealfall aus, dass nämlich die Windgeschwindigkeit nahe 0 ist, also vernachlässigbar. Bei Geschwindigkeiten unterhalb von ca. 20km/h spielt die Aerodynamik in der Betrachtung der zu überwindenden Widerstände auch eine eher untergeordnete Rolle. Darüber wird es dann durchaus interessanter.
Genau darum geht es; einen Datensatz zur Verfügung zu haben, aus dem hervorgeht, welche Geschwindigkeiten wie lange zurückgelegt wurden und mit welcher Steigung (daraus ergibt sich ja eine Fahrerleichterung bzw. -erschwernis, die es nach möchlichkeit herauszurechnen gilt).
Ich will gar keinen Hehl daraus machen, dass das wissenschaftlich 100%ig ist - mir reichen auch 80% um meine These zu stützen.
Es geht hier nicht vorrangig um eine ingenieurstechnisch-wissenschaftlich einwandfreie Arbeit, sondern um eine, für die ich Indikatoren benötige, mit deren Hilfe ich meine Position stützen kann.

Was das Szenario angeht, ist das Fahrergewicht für die aerodynamischen Widerstände ja erstmal belanglos; ich könnte aber zum Beispiel behaupten, dass ein Fahrrad, dessen Windschnittigkeit um 5% gesteigert wurde (ausgehend von einem bestimmten Luftwiderstandsfaktor, den ich für das Rechenmodell erstmal beliebig hoch oder niedrig wählen könnte), auf der Strecke, für die ich eben Daten suche, so und so viel Energie auf den Strecken sparen würde, die mit einer Geschwindigkeit zurückgelegt wurden, die über 20km/h liegt.

Das wäre dann eine These, die eine ausreichende Belastbarkeit mit sich brächte, um damit zu arbeiten. Man könnte z.B. anhand des Datensatzes ermitteln, welches die Geschwindigkeit war, mit der der größte Teil der Strecke zurückgelegt wurde (im aerodynamisch relevanten Bereich) und hätte damit ein Tempo, für das ein Rohrprofil optimiert werden könnte; es ist sicherlich interessant, zu wissen, ob das Tempo eher bei 30, 40, oder 50 km/h lag.
Es wird zweifelsohne genügend Kritikpunkte an diesem Ansatz geben. Es ist eben eine Approximation, die keinen Anspruch auf Perfektion hat.


Also, zurück zum Datensatz: Anyone?

:)

Thx. Greetz,

B.
 
Ich wünsche Dir auf jeden Fall sehr viel Erfolg bei Deiner Arbeit. Nur sehe ich das (als bikender Ingenieur oder ingenieurender Biker) auch eher als schwierig an, dass die Bauteile aufgrund der Aerodynamik einen Vorteil bringen sollen; zumindest im MTB-Bereich. Ich schätze da äußere Faktoren wie Untergrund, Reifenprofil, Luftdruck in den Reifen, Umfeld (also fahre ich relativ frei oder bewege ich mich in einer Gruppe) etc. als wesendlich einflussreicher ein als z.B. einen ovalen Lenker o.ä. Wenn Du das aber trotzdem "bewiesen" bekommst... toll :daumen:
 
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