Rollentrainer zur wattbasierten Trainingssteuerung geeignet?

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28. Juli 2012
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Hallo zusammen!

Ich trainiere auf einer Tacx iFlow (T2200) mit der TTS 3.x.

Ich lese schon seit 2-3 Tagen Tests, Artikel und Blogs zu der im Titel gestellten Frage, aber die Aussagen sind doch einigermaßen widersprüchlich:

Ein Blogger hat die Watt-Angaben meiner Rolle mit der SRM-Kurbel gegen getestet und nur minimalste Abweichungen (1-2 %) festgestellt.

Ein Test in der Zeitschrift "Road" hat ebenfalls sehr genaue Watt-Angaben attestiert.

Verschiedene Nutzer (die ich als kompetent einstufen würde) aus diversen Foren haben ähnliche Tests gemacht und kamen dabei jedoch schon zu recht großen Abweichungen, so dass die angezeigten Werte nicht zu einer Trainingssteuerung genutzt werden sollten.

Insgesamt findet man aber sehr wenig zu der Frage, ob man einen Rollentrainer zur wattbasierten Trainingssteuerung nutzen kann und nun wollte ich mal hören, ob es hier Leute gibt, die etwas dazu sagen können?


Vielen Dank schon einmal und beste Grüße!

Tomstar234
 
Es fällt bei den Usern, die der Rolle vernünftige Werte attestieren, ein Muster auf: Die Rolle warmfahren und erst dann kalibrieren!

Zudem scheinen die Werte am genauesten, wenn du nicht im Modus fährst in dem du der Rolle deine Wattzahl vorgibst, sondern die entsprechende "Steigung" wählst aus der dann eine Wattzahl resultiert.

Ob die Werte nun auf ein % stimmen oder nicht spielt an sich auch keine Rolle. Wichtig ist, dass die Rolle konstant arbeitet. Wenn du z.B. aus einer LD einen Wert X als Schwelle genannt bekommst ist es egal ob dieser Wert auf der Rolle dann Wert X+20W ist. Du merkst doch an der Belastung wenn du in falschem Bereich unterwegs bist und passt da eh an. Wichtig ist nur, dass der Wert X+20W auch in der nächsten Einheit X+20W entspricht.

Ich trainiere das ganze Jahr auf der Rolle (Tacx Flow) und mache stetige Fortschritte. Das zählt, und nicht ob am Ende meine Werte auf der Rolle ggf. nicht 100% die sind die dorct angezeigt werden.

Gruß
 
Danke für Deine hilfreiche Antwort - das war im Prinzip auch so mein Fazit...:daumen:

Die Rolle habe ich gerade gestern noch mal kalibriert, nachdem ich sie 20 Minuten warm gefahren habe. Kalibrierungswert stieg dann von 2.0 (Wert von letztem Jahr ohne Warmfahren) auf 2.5, aber ich glaube das ist völlig im Rahmen, wenn ich die Skala richtig in Erinnerung habe.

Aber ich habe trotzdem noch mal eine Frage:

Mir kommt es zwar auch nicht auf die exakte Angabe der Wattzahl an, aber mal angenommen der Wert ist um 50 Einheiten verschoben, kann es ja durchaus sein, dass ich die falsche Zone anvisiere. Du schreibst zwar dazu, dass man sich da auf sein Körpergefühl verlassen sollte, aber genau an dem Punkt traue ich mir da selbst (noch) nicht so recht über den Weg... Aber letztlich bleibt mir wohl außer dem Investment in sündhaft teures Equipment nur zu hoffen, dass es stimmt?

Andererseits habe ich den Test zur Ermittlung des FTP-Werts ja auch auf der Rolle gemacht, so dass es in sich ja wieder stimmig sein sollte, falls die Rolle deutlich daneben liegen sollte oder?

Das führt mich zu noch einer Frage...^^:

Kann man, sobald man den FTP-Wert ermittelt hat, die Prozentangaben zur maximalen Herzfrequenz aus allgemeineren Trainingsplänen (aus der Bike und Co.) auf den FTP-Wert übertragen?

Bsp.: Angenommen man sollte im GA1-Bereich mit bis zu 70% HFmax trainieren. Kann ich nun sagen, dass ich bei einem FTP-Wert von 200 nun mit ca. 140 Watt trainieren sollte?

Hintergrund der Frage ist, dass ich noch keinen allgemeingültigeren Trainingsplan auf Watt-Basis gefunden habe, während man ja HF-basierte Pläne ohne Ende findet...:confused:
 
Kann man, sobald man den FTP-Wert ermittelt hat, die Prozentangaben zur maximalen Herzfrequenz aus allgemeineren Trainingsplänen (aus der Bike und Co.) auf den FTP-Wert übertragen?

Bsp.: Angenommen man sollte im GA1-Bereich mit bis zu 70% HFmax trainieren. Kann ich nun sagen, dass ich bei einem FTP-Wert von 200 nun mit ca. 140 Watt trainieren sollte?

Hintergrund der Frage ist, dass ich noch keinen allgemeingültigeren Trainingsplan auf Watt-Basis gefunden habe, während man ja HF-basierte Pläne ohne Ende findet...:confused:
Man kann ja die Belastungsbereiche von Coggan ganz gut auf die HF-Bereiche übertragen.
L1-KB, L2-GA1, L3-GA2, L4-EB, L5,L6-SB, L7-Sprints
 
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