Singel Trail am Feuerberg

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Mainpost Artikel 04.12.2003 18:34

Bremst der Wiesenpieper die Biker aus?
LANGENLEITEN (BAB) Die Untere Naturschutzbehörde verlangt für den Singletrail-Parcours am Feuerberg einen landschaftspflegerischen Begleitplan. "In aller Regel wird ein Landschaftsarchitekt einen solchen Plan erstellen", erklärt Dieter Weisenburger, Fachreferent für Naturschutz am Landratsamt, auf Nachfrage der MAIN-POST.

Das Büro Vollmer habe in seinem Konzept aus rein sportlicher Sicht die Abfahrts-Trassen dargestellt. Nun müsse geklärt werden, ob diese Trasse schützenswerte Bereiche tangiert. Auf der Grundlage der Planung Vollmers soll geprüft werden, ob geschützte Flächen wie Magerrasen oder Borstgras beeinträchtigt werden. Bei der Nutzung als Skipiste im Winter sei die Fläche durch den Schnee geschützt. "Wenn aber im Sommer ein Fahrradfahrer mehrmals über den Enzian fährt, wird die Pflanze nicht mehr wachsen."

Durch die geplante Beanspruchung des Geländes vom Frühjahr bis zum Herbst finde aus Sicht des Naturschutzes "mit Sicherheit eine nachteilige Veränderung statt."

Mit dem geforderten landschaftspflegerischen Begleitplan gehe es nun darum, Vorschläge zu erarbeiten, wo zusätzliche Geländemodellierungen oder Absperrungen nötig sind oder wie man besonders geschützte Bereiche umfahren kann.

Durch das Bike-Projekt "werden etliche Quadratmeter schützenswerte Vegetation verschwinden", ist Weisenburger überzeugt. Wie stark der Betrieb wird und in welchem Ausmaß sich die Unruhe im Hangbereich negativ auf Tiere und Pflanzen auswirkt, sei noch nicht abzusehen. Dabei gehe es nicht nur um aufgescheuchtes Wild, sondern um Arten, die wesentlich störungsempfindlicher sind, beispielsweise um seltene wiesenbrütende Vogelarten wie den Wiesenpieper und - in den etwas nassen Bereichen - um die Bekassine oder um den Raubwürger, eine Vogelart der roten Liste, von der laut Weisenburger in Bayern keine 100 Brutpaare mehr existieren.

Da die Voraussetzungen für die Natur durch das Befahren punktuell verschlechtert werde, seien die Besitzer der Feuerberglifte verpflichtet, Ausgleichsflächen zu schaffen.

"Der Naturschutz ist mit Sicherheit ein Hauptbetroffener", sagt Weisenburger mit Blick auf das Genehmigungsverfahren. Bei den Vorgesprächen sei die Entscheidung "grundsätzlich pro Feuerberg gefallen". Nun müsse man Kompromisse finden, um alle Belange unter einen Hut zu bekommen.



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Bin mal gespannt ob wir im nächsten Jahr den Feuerberg rocken können.
 
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