Du hast mit allem Recht.
Die Bürokratie ist das Problem.
Erst muss geprüft werden wie hoch das Kontingent des Kunden ist, anschließend wird geschaut was an Teilen da ist und vieles muss inzwischen erst bestellt werden, weil sich kaum noch einer große Mengen an Teilen hinlegt.
Dann muss es abgesegnet werden und der Kunde über die Gesamkosten informiert werden.
Möglichst fehlerfrei und genau, damit später keine Zusatzkosten entstehen oder was auf Kulanz gemacht werden muss.
Wenn ein Kunde nicht zustimmt, war alles umsonst und keiner hat was drann verdient!
Währendessen mussten andere Kunden warten.
Früher hat man sich einfach die Teile genommen, die AW´s zusammengerechnet, die Summe nochmal kalkuliert und fertig war die Proformarechnung.
Insgesamt weniger Aufwand und schnellere Abläufe.
Wenn sich das ein Haus leisten kann, ist einer dafür verantwortlich die Kosten mit dem Leasing Partner des Kunden abzugleichen.
Am Ende ist das ein riesen Ratenschwanz, was die Arbeiten verzögert.
Und Bio Räder sind die entspantesten, weil keine Spezielteile benötigt werden.
Da wird mal der Antrieb neu gemacht, die Lager neu gefettet und Speichenspannung geprüft und fertig.
Kundinnen warten zum Teil bis zu mehreren Monaten auf ihre Räder.

Manchmal muss noch die Rechtsgrundlage geprüft werden, kannst du keinem erzählen.
Unfall-Versicherung-Gutachter, in solchen Fällen kann der Kunde sich auch mal bis zu einem Jahr von seinem Rad verabschieden. xD
Das hat dann aber auch nichts mehr wirklich mit der Werkstatt zu tun.
Es müsste wie in einer KFZ Werkstatt ablaufen, das ist unser Preis, du kannst das zahlen oder musst dir eine andere Werkstatt suchen. Punkt
Wenn einfach los geschraubt werden könnte, wäre das alles kein Problem.
Es wird alles nur unnötig verkompliziert.
Kein Wort davon in der Studie, weil die nicht hinter die Kulissen schauen.