Neues Liv Lurra 2: Trail-Hardtail zum Einstiegspreis

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Re: Neues Liv Lurra 2: Trail-Hardtail zum Einstiegspreis
Rahmengröße L für die Mädels liest sich wie Rahmengröße M für die Jungs. Mit Augen zu würde ich wohl nicht merken, daß ich nicht zur Zielgruppe gehöre. Ansonsten finde ich das Bike genauso wie das Phathom gut gelungen für den Preis.
 
Kann mir bitte jemand verständlich und schlüssig erklären, was „auf die weibliche Physiognomie optimierten Geometrie.“ bei einem Hardtail bedeuten soll?
 
Kann mir bitte jemand verständlich und schlüssig erklären, was „auf die weibliche Physiognomie optimierten Geometrie.“ bei einem Hardtail bedeuten soll?
Na klar. Gern.
Das Verhältnis von Bein-, Oberkörper und Armlänge ist bei weiblichen Personen nicht dasselbe wie bei uns Kerlen. Deswegen sind Liv Bikes nicht einfach anders lackierte Giant Bikes, sondern weisen eine entsprechend unterschiedliche Geometrie auf. Hier kannst du das ausgezeichnet vergleichen:
https://geometrics.mtb-news.de/bike/compare/6032_6033_6035_6036@6036Relativ profan ist zudem, dass es das Liv Lurra in den Größen XS bis L gibt (wobei letztere eher einer Männer-M beim Fathom entspricht – aber eben nicht exakt), da Frauen halt zumeist einfach kleiner sind als Männer. Auch wurde mir versichert, dass die Dämpfertunings bei LIV komplett separat abgestimmt werden, eben auch unter den Gesichtspunkten, dass „normal“ – also für Männer – abgestimmte Dämpfer bei leichteren Fahrerinnen nicht optimal funktionieren. Ob das auch für Gabeln gilt, kann ich im Moment nicht sagen, gehe aber davon aus.

Vielleicht machen wir ja mal ein Interview mit jemandem drüber, der ganz genau erklären kann, warum Liv Bikes so gebaut werden, wie sie gebaut werden. Würde euch das interessieren?
 
Vielleicht machen wir ja mal ein Interview mit jemandem drüber, der ganz genau erklären kann, warum Liv Bikes so gebaut werden, wie sie gebaut werden. Würde euch das interessieren?
Das wäre auf jeden Fall interessant. Allerdings würde ich auch gerne wissen, was die Bikerinnen an Erfahrung mit Ladybikes haben. Sind die Geometrien wirklich so viel angenehmer zu fahren, oder sind es die Anbauteile? Du hast es ja selbst wiederholt. Die Damen-L ist einer Herren-M sehr ähnlich.
 
Ich finds irgendwie daneben dass das Rad laut Text nur für Fahrerinnen gemacht ist während bei Giant die Räder für Fahrer*innen freigegeben sind 😩

Ich bin 1,53 Groß und sehr leicht und steh auf die süßen Farben, also das perfekte Rad für mich.. Aber von so Mittelalterlichen Marketingtexten bin ich angeekelt. 👎

Schade dass wir immer noch in so einer Schubladen Welt leben müssen..
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann mir bitte jemand verständlich und schlüssig erklären, was „auf die weibliche Physiognomie optimierten Geometrie.“ bei einem Hardtail bedeuten soll?
Das ist wirklich eine schöne Stilblüte. Für die Sammlung. Es weist auf das lange Gesicht der Angebeteten hin, wenn sie auf einem 15 kg Hardtail mit ihrem Macker auf einem Leichtbau-Carbon-Fully mithalten soll.
Gemeint ist hier wohl eher die weibliche Anatomie oder allenfalls noch Physiologie.
 
Ich finds irgendwie daneben dass das Rad laut Text nur für Fahrerinnen gemacht ist während bei Giant die Räder für Fahrer*innen freigegeben sind 😩

Ich bin 1,53 Groß und sehr leicht und steh auf die süßen Farben, also das perfekte Rad für mich.. Aber von so Mittelalterlichen Marketingtexten bin ich angeekelt. 👎

Schade dass wir immer noch in so einer Schubladen Welt leben müssen..
Im Text steht, dass das Rad auf die Besonderheiten der weiblichen Körpermaße, die sich von den männlichen unterscheiden, hin optimiert wurde. Danach wird geschrieben, dass es passend für Bikerinnen ist.
Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für das Rad, auf das logischerweise hingewiesen wird. Im Gegensatz zu "normalen" Rädern die unisex oder auf männliche Körpermaße ausgelegt sind.

Es steht nicht im Text, dass das Rad nur von Frauen gefahren werden darf/kann. Für Frauen optimiert!
Wenn Du Dich dadurch ausgeschlossen fühlst, ist eigentlich eher Deine Einstellung mittelalterlich, als der Text.
 
Na klar. Gern.
Das Verhältnis von Bein-, Oberkörper und Armlänge ist bei weiblichen Personen nicht dasselbe wie bei uns Kerlen. Deswegen sind Liv Bikes nicht einfach anders lackierte Giant Bikes, sondern weisen eine entsprechend unterschiedliche Geometrie auf. Hier kannst du das ausgezeichnet vergleichen:
https://geometrics.mtb-news.de/bike/compare/6032_6033_6035_6036@6036Relativ profan ist zudem, dass es das Liv Lurra in den Größen XS bis L gibt (wobei letztere eher einer Männer-M beim Fathom entspricht – aber eben nicht exakt), da Frauen halt zumeist einfach kleiner sind als Männer. Auch wurde mir versichert, dass die Dämpfertunings bei LIV komplett separat abgestimmt werden, eben auch unter den Gesichtspunkten, dass „normal“ – also für Männer – abgestimmte Dämpfer bei leichteren Fahrerinnen nicht optimal funktionieren. Ob das auch für Gabeln gilt, kann ich im Moment nicht sagen, gehe aber davon aus.

Vielleicht machen wir ja mal ein Interview mit jemandem drüber, der ganz genau erklären kann, warum Liv Bikes so gebaut werden, wie sie gebaut werden. Würde euch das interessieren?

Wäre auf jeden Fall spannend.

Vielleicht gibt es in der Redaktion oder im Forum Frauen die ihre Erfahrungen mit "Männer-" und "Frauenrädern" teilen wollen. Macht eine andere Geometrie / Abstimmung / Kontaktpunkte Sinn oder ist das nur Marketing? Sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen wirklich bedeutender als die Unterschiede innerhalb eines Geschlechts? Oder geht es nur um die Größen an den Enden der Skala (~1,50m / 50kg - ~2m / 110kg)?
 
Ich finds irgendwie daneben dass das Rad laut Text nur für Fahrerinnen gemacht ist während bei Giant die Räder für Fahrer*innen freigegeben sind 😩

Ich bin 1,53 Groß und sehr leicht und steh auf die süßen Farben, also das perfekte Rad für mich.. Aber von so Mittelalterlichen Marketingtexten bin ich angeekelt. 👎

Schade dass wir immer noch in so einer Schubladen Welt leben müssen..
Ja stimmt, zudem kommt ja in der aktuellen Zeit auch noch dazu daß man oft gar nicht mehr weiß was oder wer man eigentlich ist und das auch jederzeit selbst bestimmen bzw. ändern kann.
Jaja, diese Schubladen...

So und jetzt den Wahnsinn mal beiseite:
Hose runter und zack, schon weiß man wer man ist. Würde ich tatsächlich bei allen so handhaben die sich nicht sicher sind.

PS.: Du darfst dir als Mann ja trotzdem ein Rad für Fahrer*innen (😂) kaufen, das ist ja nicht verboten.
Es wurde ja nur auf die weibliche Anatomie angepasst aber wenn dich das nicht stört ists ja kein Problem...:daumen:
 
Fahrt doch alle halt wirklich was ihr wollt :) Aber ich fürchte heutzutage muss man schon von Fortschritt sprechen wenn geschlechterspezifische Räder für Frauen nicht in Pink und Lila kommen.

Dass Liv die Dämpfertunes auf geringere Gewichte anpasst, ist gut – sollte aber auch für eine Marke mit diesem Fokus der Mindeststandard sein. Kauft man dann bei Liv eigentlich den Tune auch von der Stange, oder lässt sich hier auch nochmal physiognomisch eine Auswahl treffen?
Ich würde fast vermuten, dass Fahrer:innen im Größenbereich von L (hier hören Frauen laut Liv übrigens bei 1,80 m auf zu wachsen – aber ein XL Modell passt mglw. nicht mehr in die Kalkulation) fast schon einen anderen Tune benötigen, als die mit einem S oder XS Modell. Captain Obvious lässt an dieser Stelle grüßen. Infos dazu wären nett.

Ansonsten erschließt sich mir der Sinn für die Fahrer:innen des Rahmen nicht ganz. Es gibt aktuell nur ein eher schwach ausgestattetes Modell für einen Spar-Preis mit unverhältnismäßigem Gewicht. Das ist zwar schonmal eine gute Basis um weiter drauf aufzubauen; besonders nachhaltig ist das dann wieder nicht.
Aber offenbar zielt die Verkaufsargumentation wie schon erwähnt in Richtung "Hauptsache gemeinsame Zeit mit dem Partner verbringen, da lohnt sich etwas teureres sowieso nicht und der geringe Preis steigert nochmal das Kaufinteresse" ...

Vor ca. 10 Jahren bestanden die Unterscheidungsmerkmale von frauenspezifischen Rädern aus schmaleren Lenkern, anderen Satteln, schwächeren Bremsen und eben klischeehaften Farben. Die Rahmen waren umlackierte Vorjahresmodelle in den kleinsten Größen. Allzu viel scheint sich nicht getan zu haben.
 
Ich weiß ja nicht, wie unterscheidet sich denn ein 165cm großer mann der S bei Giant fahren würde von einer 165cm großen frau?

Schrittlänge und oberkörpergröße sind ja auch bei männern stark unterschiedlich bei selber körpergröße.
 
Wäre auf jeden Fall spannend.

Vielleicht gibt es in der Redaktion oder im Forum Frauen die ihre Erfahrungen mit "Männer-" und "Frauenrädern" teilen wollen. Macht eine andere Geometrie / Abstimmung / Kontaktpunkte Sinn oder ist das nur Marketing? Sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen wirklich bedeutender als die Unterschiede innerhalb eines Geschlechts? Oder geht es nur um die Größen an den Enden der Skala (~1,50m / 50kg - ~2m / 110kg)?
Ich habe nur Männer- oder Unisexfahrräder. Diese stimme ich auf meine Bedürfnisse ab, also beim Fulli das Fahrwerk, dann so Kleinigkeiten wie dünnere Griffe passend zu meinen Händen und bei den Sätteln fahre ich einen, der mir (!) am besten passt. Darüberhinaus bevorzuge ich eher kürzere Rahmen, was ja eigentlich gegen den hier angesprochenen Anatomieunterschied spräche.

Was ich sagen möchte ist, daß es für mich wichtig wäre, daß es weiterhin kleine Rahmengrößen bei Unisexrädern gäbe und nicht wie inzwischen bei Skiern fürs Gelände nur noch Längere für Männer und für die Frauen dann schmalere und kürzere Frauenmodelle, als ob man als Frau nicht die gleiche Breite nur eben kürzer fahren dürfte. Diese Entwicklung, also eine Trennung in Frauen MtBs und größere Männerbikes, fände ich unschön, denn das würde zur Folge haben, daß die Vielfalt der Räder für Frauen - oder besser gesagt für kleinere Personen - schwindet. Es gibt ja jetzt schone etliche Bikes erst ab Größe M.
(Es wird ohnehin eine Reduzierung der Mtb Modellvielfalt ohne Motor auf uns zukommen.)
 
Darüberhinaus bevorzuge ich eher kürzere Rahmen, was ja eigentlich gegen den hier angesprochenen Anatomieunterschied spräche.
Das ist genau das was Giant hier gemacht hat, du bestätigst also gerade warum für Frauen eine andere Geometrie Sinn macht.
Längere Beine, kürzerer Oberkörper, kürzere Arme= kürzere Räder. Genau das spricht für den Anatomieunterschied!
 
Stimmt - aber diese Bandbreite von "lang bis kurz" gibt es auch bei den Unisexrahmen.
Ich denke diese Aufteilung in Frauenfahrräder ist eher etwas für Gelegenheitskäuferinnen, welche nichts umbauen möchten und wird wie in anderen Bereichen nicht zum Vorteil für Bikerinnen sein, welche Produkte von hoher Qualität suchen, da die Zielgruppe einfach (noch?) kleiner ist als bei den Männern.
 
Tatsächlich fällt mir jetzt kein modernes Rad mit einem derart kurzem Reach ein.
Klar einen kurzen Reach bekommt man auch bei Unisex Rahmen aber dann passt der Rest hald nicht zur Körpergröße oder den modernen Geodaten.
 
Meine Frau hat jahrelang Giant bikes gefahren. Stance, Reign, Trance. Jeweils in M. Glücklich war sie nie wirklich. Dann kam Liv und sie ist auf Liv in M gewechselt. Aktuell das Intrigue was dem Trance entspricht. Und ab da war sie happy. Fragt mich nicht nach Geo und Details und warum und wieso. Es passt einfach jetzt. Mehr muss man dazu nicht sagen.
 
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