syntace liteville [Teil 1]

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Hi Tyrolens,

Als Beispiel mein gestriger Ausflug auf eine Rodelbahn. Keine Sprünge, die größte Belastung waren ein paar Bodenwellen. Der Dämpfer federte um gemessene 37 mm ein, also 10 mm Anschlag Gummi plus 3 mm Luft.
Somit glaube ich persönlich schon, dass die den Federweg recht gut ausnütze.

Das hört sich o.k. an. Kann es sein (ich gehe davon aus) dass das auf der Rodelbahn (die paar Bodenwellen) keine „kurzen“ Schläge, sondern hauptsächlich „lange“ Bodenwellen waren? Dann sieht es noch mal anders aus. Durch lange Bodenwellen wirkt die Kraft auf den Dämpfer länger als bei kurzen Schlägen und dadurch federt der Hinterbau bei starker Druckstufe weiter ein als bei kurzen Schlägen (mit starker Druckstufe).


Stimmt. Der Anschlag Gummi ist ca. 10 mm dick. Im normalen Fahrbetrieb bleiben somit 40 mm Hub, bei Sprüngen u.dgl. wahrscheinlich max. 45 mm.
Heißt das Du hast bei 50mm Hub am Dämpfer, 130mm Federweg Wenn ja, fehlen Dir wegen den min. 5mm Anschlag Gummi 12.5mm Federweg, hast also statt 130mm Federweg „nur“ 117.5mm Federweg.
Druch das Übersetzungsverhältnis wirkt sich das natürlich stärker auf den Federweg aus. Nur finde ich diesen Anschlag Gummi als Schutz für den Dämpfer nicht so schlecht. Den bevor der Dämpfer z.B. bei einem Sprung auf Block geht, soll er auf den Gummi auflaufen.
Und sonst wäre so ein Gummi ja schnell ausgebaut

Den Gummi auf keinen Fall ausbauen! Sonst wird Dein Dämpfer bald gar nicht mehr funktionieren.
Auf dem von dir geposteten Diagramm kommt der Luftdämpfer auch auf keine 50 mm Hub, der Hinterbau auf knapp 105 mm Federweg.
Gut aufgepasst, auf dem von mir geposteten Diagramm hat der Dämpfer nur 45mm Hub und der Hinterbau 105mm Federweg. Der Grund ist der folgende: Das Diagramm ist von einem älterem Prototypen der (wie alle unsere Prototypen) bei der Firma Velotech geprüft wurde. Bestandteil dieser Testläufe ist u. a. die Bestimmung der gesamt Kennlinie. Das Ermitteln dieser Kennlinie geschieht vor den eigentlichen Betriebsfestigkeitstests. Da aber bei der Ermittlung der gesamt Kennlinie nicht zu unterschätzende Kräfte auftreten, hört die Firma Velotech lieber „etwas früher auf“ zu Messen. Denn laut Velotech sollen schon Rahmen bei der Ermittlung der Kennlinie „zerbröselt sein“!


Romic baut (angeblich, sicher weiß man das ja nie) die Dämpfer immer auf den jeweiligen Rahmen angepaßt. Ob Turner die Dämpfer bei den kleinen Rahmengrößen auf niedrigeres Gewicht tunen läßt, ist mir nicht bekannt. Aber immerhin werden die Dämpfer für die großen Rahmengrößen auf ein höheres Fahrergewicht getuned.
Müßte in meinem Fall zumindest die Zugstufe nicht unterdämpft sein???
… eigentlich schon, oder die anderen genauso über dämpft?

Hast du eigentlich irgendwann sowas wie einen Tag der offenen Tür?
Wir haben vor, regelmäßig Informationsabende zu veranstalten, bei denen man sich über alles mögliche Informieren kann.

Viele Grüße
Michi Grätz
 
Michi@Liteville schrieb:
Das hört sich o.k. an. Kann es sein (ich gehe davon aus) dass das auf der Rodelbahn (die paar Bodenwellen) keine „kurzen“ Schläge, sondern hauptsächlich „lange“ Bodenwellen waren? Dann sieht es noch mal anders aus. Durch lange Bodenwellen wirkt die Kraft auf den Dämpfer länger als bei kurzen Schlägen und dadurch federt der Hinterbau bei starker Druckstufe weiter ein als bei kurzen Schlägen (mit starker Druckstufe).

Kurze Wellen gab´s zwar auch, aber deutlich spürbar waren die langen (ca. 100 cm lang und 20 cm hoch) Bodenwellen. Und genau wegen dieser langen Bodenwellen mußte ich die Zugstufendämpfung starkt erhöhen.


Heißt das Du hast bei 50mm Hub am Dämpfer, 130mm Federweg Wenn ja, fehlen Dir wegen den min. 5mm Anschlag Gummi 12.5mm Federweg, hast also statt 130mm Federweg „nur“ 117.5mm Federweg.

Genau so ist es. Wieviel (effektiven) Federweg hat das 301 noch gleich?


Den Gummi auf keinen Fall ausbauen! Sonst wird Dein Dämpfer bald gar nicht mehr funktionieren.

Keine Sorge. Das war nicht ganz ernst gemeint. ;)


Gut aufgepasst, auf dem von mir geposteten Diagramm hat der Dämpfer nur 45mm Hub und der Hinterbau 105mm Federweg. Der Grund ist der folgende: Das Diagramm ist von einem älterem Prototypen der (wie alle unsere Prototypen) bei der Firma Velotech geprüft wurde. Bestandteil dieser Testläufe ist u. a. die Bestimmung der gesamt Kennlinie. Das Ermitteln dieser Kennlinie geschieht vor den eigentlichen Betriebsfestigkeitstests. Da aber bei der Ermittlung der gesamt Kennlinie nicht zu unterschätzende Kräfte auftreten, hört die Firma Velotech lieber „etwas früher auf“ zu Messen. Denn laut Velotech sollen schon Rahmen bei der Ermittlung der Kennlinie „zerbröselt sein“!

Das heißt, der DT-Swiss Dämpfer hat reell mehr nutzbaren Hub?
Und wie wird dann der Dämpfer gegen Durchschläge geschützt?


Wir haben vor, regelmäßig Informationsabende zu veranstalten, bei denen man sich über alles mögliche Informieren kann.

Ich werde kommen. Nur, wenn die Veranstaltung am Abend stattfindet, wo finden dann die Probefahrten statt? Oder wird zu jeden Testbike ne Lupine Edison beigestellt? :D


Grüsse

Thomas
 
Hi Tyrolens,

Kurze Wellen gab´s zwar auch, aber deutlich spürbar waren die langen (ca. 100 cm lang und 20 cm hoch) Bodenwellen. Und genau wegen dieser langen Bodenwellen mußte ich die Zugstufendämpfung starkt erhöhen.
Dann ist wohl „nur“ die Druckstufe überdämpft.


Genau so ist es. Wieviel (effektiven) Federweg hat das 301 noch gleich?
Die 117.5mm sind der komplette Hinterrad Federweg.Du musst bei Deinem Bike von den 117.5mm Federweg noch den Sag (in Deinem Fall 25%, bei ca. 1 : 2.5 Übersetzungsverhältnis sind das ca. 30mm) abziehen, dann hast Du den nutzbaren Arbeitsbereich. Da bleiben dann 87.5mm übrig.
Bei unserem Liteville 301 sind es 97mm bei 115mm gesamt Federweg.

Das heißt, der DT-Swiss Dämpfer hat reell mehr nutzbaren Hub?
Ja, das ist in der Regel bei allen Luftdämpfern so.
Und wie wird dann der Dämpfer gegen Durchschläge geschützt?
In der Luftkammer sitzt auf der Kolbenstange ein kleines Cellasto.

Ich werde kommen. Nur, wenn die Veranstaltung am Abend stattfindet, wo finden dann die Probefahrten statt? Oder wird zu jeden Testbike ne Lupine Edison beigestellt?
Die Veranstaltungen werden abends statt finden.

Wie "läuft" denn der Hinterbau wenn der Dämpfer ausgebaut ist? Das Turner ist doch komplett mit Gleitlagern ausgestattet, oder irre ich mich?

Viele Grüße
Michi Grätz
 
Hallo Michi,


Michi@Liteville schrieb:
Dann ist wohl „nur“ die Druckstufe überdämpft.

Das halte ich für wahrscheinlich. Ich habe gerade erfahren, dass im Standard Setup der Dämpfer von Romic für Fahrer mit einem Gewicht von 70 bis 90 kg eingestellt wird.
Ich könnte den Dämpfer einschicken und kostenlos auf mein Gewicht tunen lassen.

Die 117.5mm sind der komplette Hinterrad Federweg.Du musst bei Deinem Bike von den 117.5mm Federweg noch den Sag (in Deinem Fall 25%, bei ca. 1 : 2.5 Übersetzungsverhältnis sind das ca. 30mm) abziehen, dann hast Du den nutzbaren Arbeitsbereich. Da bleiben dann 87.5mm übrig.
Bei unserem Liteville 301 sind es 97mm bei 115mm gesamt Federweg.

Stellt sich hier nicht die Frage, welchen Sinn der Sag hat. Das 301 hat bei 25% Sag einen Negativfederweg von bloß 18 mm. Das Turner einen von 30 mm. Ich könnte also den Sag des Turner auf 18 mm verringern und hätte damit mehr Positivfederweg, nämlich 99,5 mm. Nur, welche Auswirkungen hat dieser verringerte Sag, außer dass der Rahmen auf dem Papier mehr (Positiv)Federweg hat.
Ebenso ist mir noch nicht ganz klar, was die Vorteile von 25% Sag beim Dämpferhub, aber nur knapp über 16% Sag beim Federweg sind. Das Argument mit der Kennlinie ist mir bekannt. Nur mit einem angepaßten Dämpfer wäre das kein Problem.


Ja, das ist in der Regel bei allen Luftdämpfern so.
In der Luftkammer sitzt auf der Kolbenstange ein kleines Cellasto.

Das heißt, der Luftdämpfer durchläuft zuerst die 50 mm Hub und kommt erst dann zum Endanschlag?

Die Veranstaltungen werden abends statt finden.

Und wo kann man die Räder testfahren? Ins Allgäu hatt´ ich´s nicht weit...

Wie "läuft" denn der Hinterbau wenn der Dämpfer ausgebaut ist? Das Turner ist doch komplett mit Gleitlagern ausgestattet, oder irre ich mich?

Ja, alles abschmierbare Gleitlager. Bei ausgebautem Dämpfer bewegt sich der Hinterbau selbst bei ausgebautem Laufrad von selbst in Richtung Boden.
Nach meinen Erfahrungen "laufen" vollkugelgelagerte Hinterbauten auch nicht nennenswert "leichter".
Über die Vor- und Nachteile einer Gleitlagerung läßt sich natürlich vorzüglich streiten. Bei Kugellagern deto. ;)

Falls dich der Aufbau der Lager interessiert: http://www.turnerbikes.com/maint/introduction.html


Grüsse
Thomas
 
Hallo Tyrolens,

Das halte ich für wahrscheinlich. Ich habe gerade erfahren, dass im Standard Setup der Dämpfer von Romic für Fahrer mit einem Gewicht von 70 bis 90 kg eingestellt wird.
Ich könnte den Dämpfer einschicken und kostenlos auf mein Gewicht tunen lassen.

Schau dass Du nen Ersatz Dämpfer auftreibst und schick Deinen Romic ein. Einen Versuch ist es sicher Wert.


Stellt sich hier nicht die Frage, welchen Sinn der Sag hat. Das 301 hat bei 25% Sag einen Negativfederweg von bloß 18 mm. Das Turner einen von 30 mm. Ich könnte also den Sag des Turner auf 18 mm verringern und hätte damit mehr Positivfederweg, nämlich 99,5 mm. Nur, welche Auswirkungen hat dieser verringerte Sag, außer dass der Rahmen auf dem Papier mehr (Positiv)Federweg hat.
Ebenso ist mir noch nicht ganz klar, was die Vorteile von 25% Sag beim Dämpferhub, aber nur knapp über 16% Sag beim Federweg sind. Das Argument mit der Kennlinie ist mir bekannt. Nur mit einem angepaßten Dämpfer wäre das kein Problem.

Das Liteville hat bei 20% Sag 18mm Negativ am Heck von 18mm. Viel Sag bringt nicht wirklich „viel“, was unsere Fahrtests zeigten. Es langt ein gewisser "minimal" Sag. 80mm Fullys haben z.B. bei 25% Sag auch ca. 20 mm Sag. Hardtails wären ansonsten z.B. unfahrbar.
Bitte nicht den Vergleich mit einem Motorrad, das ja bekanntlich auch mehr Sag hat, denn das würde hier den Rahmen sprengen …., das wäre z.B. was für den Informationsabend.
Den Sag Deines Turners kannst Du zwar auf 18mm verringern, aber was passiert dann?
Du kannst Deinen Sag nur durch Vorspannen Deiner Feder, bzw. durch eine härtere Feder verringern. Die Folge wäre, dass mehr Kraft erforderlich wäre um den Hinterbau ganz einzufedern. D.h. Dein Dämpfer würde nicht mehr ganz so weit einfedern, es wäre sogar so, dass Du genau gleich viel Federweg nutzen würdest wie jetzt, nur der „Arbeitsbereich“ würde sich verschieben.
Deshalb ist bei unserem Liteville die gesamt Kennlinie so ausgelegt, dass nur 18mm am Heck für Sag „vergeudet“ werden, und der restliche Federweg wirklich komplett genutzt werden kann.
Um mehr nutzbaren Federweg zu erreichen, bräuchtest Du also einen Dämpfer, dessen Kennlinie so optimiert werden kann, dass sich die gesamt Kennlinie Deines Bikes entsprechend ändern würde. Und einen solchen Dämpfer gibt es leider nicht.
Jetzt weist Du glaube ich was das besondere an unserem Liteville Hinterbau ist.
Nochmal: Möglichst wenig Sag, das ist aber gar nicht so einfach, denn wegen der "vorgegebenen" Dämpferkennlinie kann dieser nicht nach belieben verkleinert werden! Und viel nutzbarer Federweg, damit die "auftretenden" Kräfte über viel Federweg "verteilt" werden können. Dafür ist es natürlich wichtig dass kein "überflüssiger" Durchschlagschutz (der wichtigen Federweg verschenkt und meist noch "zu hoch" angesetzt ist)vorhanden ist.


Das heißt, der Luftdämpfer durchläuft zuerst die 50 mm Hub und kommt erst dann zum Endanschlag?
Ja, es sind 50mm „nutzbar“.

Und wo kann man die Räder testfahren? Ins Allgäu hatt´ ich´s nicht weit...
Vielleicht können wir uns ja auch mal im Tirol treffen, dann lern ich wenigstens wieder mal ne neue Tour kennen. Von wo kommst Du?


Ja, alles abschmierbare Gleitlager. Bei ausgebautem Dämpfer bewegt sich der Hinterbau selbst bei ausgebautem Laufrad von selbst in Richtung Boden.
Nach meinen Erfahrungen "laufen" vollkugelgelagerte Hinterbauten auch nicht nennenswert "leichter".
Über die Vor- und Nachteile einer Gleitlagerung läßt sich natürlich vorzüglich streiten. Bei Kugellagern deto.

Bitte nicht.

Viele Grüße
Michi Grätz

P.S.: Werde mich bis Ende Januar nicht mehr melden, bin vor Ort bei der Rahmen Produktion.
 
Michi@Liteville schrieb:
Über die Vor- und Nachteile einer Gleitlagerung läßt sich natürlich vorzüglich streiten. Bei Kugellagern deto. [/COLOR]
Bitte nicht.
@Tyrolens:
Ohne jetzt wirklich in eine Diskussion einzusteigen, was wäre denn ein Argument gegen Wälzlager (also Kugel- oder Nadellager) und für Gleitlager, außer vielleicht "höheres Gewicht"?
Gruß,
Pino
 
OKOK,
ich hab mal bei Turner nachgelesen (http://www.turnerbikes.com/faq.html, "Why do Turner Bikes use bushings instead of the hyped up bearings?"). Gut nachvollziehbar, und macht in der Tat nachdenklich, zumindest wenn man nicht selber Konstrukteur, sondern nur ein "dummer" User ist...
 
Hallo Michi,


Michi@Liteville schrieb:
Schau dass Du nen Ersatz Dämpfer auftreibst und schick Deinen Romic ein. Einen Versuch ist es sicher Wert.

Das ist mehr als einen Versuch wert. Denn mich persönlich stört nur die Sensibilität im eben erwähnten Fall mit der Wurzel. Sonst bin ich mit dem Hinterbau und dem Dämpfer sehr zufrieden.
Außerdem kann man den Romic exzessiv tunen lassen. Highspeed Druckstufe getrennt von der lowspeed Druckstufe, alles kein Problem. ;)


Das Liteville hat bei 20% Sag 18mm Negativ am Heck von 18mm. Viel Sag bringt nicht wirklich „viel“, was unsere Fahrtests zeigten. Es langt ein gewisser "minimal" Sag. 80mm Fullys haben z.B. bei 25% Sag auch ca. 20 mm Sag. Hardtails wären ansonsten z.B. unfahrbar.
Bitte nicht den Vergleich mit einem Motorrad, das ja bekanntlich auch mehr Sag hat, denn das würde hier den Rahmen sprengen …., das wäre z.B. was für den Informationsabend.
Den Sag Deines Turners kannst Du zwar auf 18mm verringern, aber was passiert dann?

Du kannst Deinen Sag nur durch Vorspannen Deiner Feder, bzw. durch eine härtere Feder verringern. Die Folge wäre, dass mehr Kraft erforderlich wäre um den Hinterbau ganz einzufedern. D.h. Dein Dämpfer würde nicht mehr ganz so weit einfedern, es wäre sogar so, dass Du genau gleich viel Federweg nutzen würdest wie jetzt, nur der „Arbeitsbereich“ würde sich verschieben.
Deshalb ist bei unserem Liteville die gesamt Kennlinie so ausgelegt, dass nur 18mm am Heck für Sag „vergeudet“ werden, und der restliche Federweg wirklich komplett genutzt werden kann.
Um mehr nutzbaren Federweg zu erreichen, bräuchtest Du also einen Dämpfer, dessen Kennlinie so optimiert werden kann, dass sich die gesamt Kennlinie Deines Bikes entsprechend ändern würde. Und einen solchen Dämpfer gibt es leider nicht.
Jetzt weist Du glaube ich was das besondere an unserem Liteville Hinterbau ist.

Dann hätte ich mehr nutzbaren Federweg, sofern ich nicht Probleme mit der Kennlinie bekommen. Den sonst würde der Mehrfederweg nur bei Sprüngen u.dgl. etwas bringen, aber keine höhere Sensibilität.


Nochmal: Möglichst wenig Sag, das ist aber gar nicht so einfach, denn wegen der "vorgegebenen" Dämpferkennlinie kann dieser nicht nach belieben verkleinert werden! Und viel nutzbarer Federweg, damit die "auftretenden" Kräfte über viel Federweg "verteilt" werden können. Dafür ist es natürlich wichtig dass kein "überflüssiger" Durchschlagschutz (der wichtigen Federweg verschenkt und meist noch "zu hoch" angesetzt ist)vorhanden ist.

Ich sehe schon. Der Schlüssel zum Geheimniss ist der Dämpfer. Und gerade diesbezüglich hätte ich noch seeeehr viele Fragen. Z.B. wie relevant die am Prüfstand ermittelte Dämpferkennlinie ist, ob dort auf low speed und high speed Stöße beachtet werden, usw.


Vielleicht können wir uns ja auch mal im Tirol treffen, dann lern ich wenigstens wieder mal ne neue Tour kennen. Von wo kommst Du?

Das wäre ja noch besser. Also ich wohne in der Nähe von Innsbruck. Touren sind somit absolut kein Problem. Von leicht bis hart gibt´s bei uns alles. Aber wenn, dann würde ich schon eine eher selektive Tour vorschlagen. ;)


P.S.: Werde mich bis Ende Januar nicht mehr melden, bin vor Ort bei der Rahmen Produktion.


Viel Spaß und Erfolg in...........................................Taiwan, schätze ich. :)
 
… Rohloff Fahrtest.
Eines vorweg, von einem schlechteren Ansprechverhalten durch das Mehrgewicht der Rohloff hab ich nichts gemerkt.
Das Problem ( daß alle Fullys, die auf eine Kettenschaltung ausgelegt sind und mit Rohloff gefahren werden) ist aber folgendes:
Durch die Untersetzung in der Nabe werden über den Kettenzug (bei den kleinen Gängen) Kräfte in den Hinterbau geleitet die zwar nicht größer sind als die Kräfte, die bei entsprechender Übersetzung auch von Kettenschaltungen in den Rahmen geleitet werden, aber …
… der Unterschied besteht darin, dass, vereinfacht gesagt, bei Kettenschaltungen die Kette bei den entsprechenden Gängen vorne näher am Hauptdrehpunkt und hinten weiter oben, auf dem Zahnkranz liegt.
Meine Meinung:
Um einen Fully Rahmen (mit Rohloff Nabe) genauso Antriebsneutral zu bekommen wie einen Fully Rahmen mit Kettenschaltung, muss er über eine spezielle (für Rohloff Naben ausgelegte) Kinematik verfügen.


Erklärung:
Bei der Rohloff ist ein relativ großes Kettenblatt vorne und ein kleines hinten montiert.
Wir stellen uns vor, wir haben eine Kettenschaltung mit dem gleichen Kettenblatt vorne und dem selben Ritzel hinten wie bei der Rohloff Nabe.
Bei der Kettenschaltung habe ich kein Wippen.
Bei der Rohloff Nabe kommt die Untersetzung in der Nabe hinzu.
Man kann sich das ganze so vorstellen, als würde ein Biker mit der zig fachen Kraft auf das Pedal Treten und somit in dieser Übersetzung Kräfte über den Kettenzug in den Hinterbau einleiten, die ein „normaler“ Mensch (wenn er auch noch so trainiert ist) niemals mit einer Kettenschaltung auf die Kette bringen würde.
Und deshalb ist das Fahrwerk in den kleinen (1-6) Gängen mit Rohloff lange nicht so Antriebsneutral wie mit Kettenschaltung.
Ich persönlich finde es sogar unakzeptabel, bin allerdings auch ein sehr neutrales Liteville 301 (mit Kettenschaltung) gewöhnt und möchte so nicht fahren.
Der Lichtblick:
Da meiner Meinung nach alle Fullys, die auf eine Kettenschaltung ausgelegt sind dieses Problem haben, werden wir Anfang Februar einen (bereits fertigen) Prototypen testen.
Ob dieser dann allerdings in Serie geht steht in den Sternen.
Zeit für ein Fully das speziell für die Rohloff Nabe gebaut ist, ist aber allemal, oder … .
Ein Bericht des Prototyps folgt.

Viele Grüße
Michi Grätz
 
Michi@Liteville schrieb:
Zeit für ein Fully das speziell für die Rohloff Nabe gebaut ist, ist aber allemal, oder …

Das denke ich auch. Allerdings hat sie eben meines Erachtens nichts bei der ungefederten Masse zu suchen, sondern gehoert in den Rahmen, womit wir bei dem derzeit so beliebten Stichwort "Getriebebike" waeren... Kaeme so etwas fuer Liteville in Frage?
 
Hallo Michi,
ich habe da noch eine Frage zur Verfügbarkeit der Rahmen. Du hast weiter oben geschrieben, dass du schon viele Vorbestellungen für die Rahmen hast und das man schon einmal einen Rahmen vorbestellen soll wenn man einen haben möchte. Wann kann ich denn damit Rechnen einen Rahmen zu bekommen wenn ich diesen morgen bei meinem Händler bestellen würde?

Nach unserem Telefonat heute und nachdem ich mich hier durch den Thread gearbeitet habe, komme ich immer mehr zu dem Entschluß mir ein Litville zu kaufen.
 
Hi FuzzyLogic,
wäre schon schön, wäre ein Riesen Schritt zum Sorglos Bike.
G-Boxx heißt für mich Nicolai.
Problem beim Nicolai G-Boxx.
Noch ne Kette mehr + viele Schrauben am Gehäuse = viel Gewicht.
Viel (zumindest momentan) zu großer, unakzeptabler Kurbelabstand, zumindest für Bikes mit denen auch noch ne Tour gefahren werden soll.
Dann sollte für eine maximale Antriebs- und Hinterbauneutralität der Hauptdrehpunkt nicht Konzentrisch (im Drehpunkt) zum Kettenblatt sein, sondern zumindest außerhalb davon liegen und am besten als Mehrgelenker konzipiert sein.
Der Nachteil wäre dann wiederum der erforderliche Kettenspanner und wieder zusätzliches Gewicht.
Problematisch sehe ich auch die Tatsache, dass die Kette immer mit läuft (oder liege ich da falsch?), denn was passiert bei einem „Klemmer“? Die Kette müsste so perfekt geführt sein dass sie wirklich NIEMALS abspringen oder verklemmen kann (auch nicht bei einem nahe liegendem Fehlgebrauch) und das ist gar nicht so einfach, bei den „flexiblen“ Fahrrad Ketten die ja, im Gegensatz zu Motorradketten, eigentlich für Schräglauf ausgelegt sind und deshalb sehr „flexibel“ sind. Noch problematischer wenn der Hinterbau so konzipiert ist wie ich es mir wünsche.
Des weiteren habe ich bedenken, weil Kette und Bremsscheibe auf der selben Seite montiert sind. Was wenn die Kette mit sehr „dünn flüssigem“ Schmiermittel „großzügig“ behandelt wird und das Schmiermittel „spritzt" auf die Bremsscheibe. Das wäre noch nicht mal ein nahe liegender Fehlgebrauch …, der Hersteller ist dafür Haftbar.
Bitte nicht falsch verstehen, das ist nicht böse gemeint. Im Gegenteil, ich finde es erstklassig was Kalle da leistet. Ich hoffe, dass sich die Baubreite der Kurbeln rasch verschmälert (ich weiß er arbeitet daran) und die (für mich) Kinderkrankheiten rasch durch neue Lösungen ersetzt werden, damit die G-Boxx bald als feste Größe im MTB Bereich Fuß fassen kann.
Dann aber bitte nicht ständig neue Standards, sondern einen überlegten langfristigen Standart.

Hi Frank,
es wird zwar langsam eng, aber wenn Du wirklich morgen bestellst bekommst Du sicher noch einen von der ersten Lieferung.
Für alle die es interessiert, die nächste Lieferung kommt auch schon wieder 4-6 Wochen später, also kein Grund zur Panik.

Viele Grüße
Michi Grätz
 
Wozu ein Getriebebike als Mehrgelenker bauen? Oder ist damit ein abgestützter Eingelenker gemeint? Gut, ein Cannfield Hinterbau würde auch Sinn machen, ist aber schon sehr aufwendig...
 
Hi Michi,

bin etwas verwirrt wegen des Rohloff-Fahrberichtes. Ich habe immer gedacht die Kraft die auf die Kette wirkt hängt von der Größe des Kettenblatts (Hebelarm) ab.

Rohloff hat doch die Primärübersetzung relativ groß gewählt um die Nabe nicht zu sehr zu belasten. 11 Gang ist 1:1 der Rest nach unten alles Untersetzt oder irre ich mich hier komplett??

Ansonsten super Thread.

Ciao OldSchool
 
Hallo Michi,
ich habe da nochmal eine Frage. Wo werden die Rahmen eigentlich hergestellt?
Ich habe mich immer noch nicht entschieden, ob ich mir den Liteville Rahmen jetzt bestellen soll oder nicht.
Ist ja doch viel Geld was man für so ein Teil ausgeben muß.
 
OldSchool schrieb:
Hi Michi,

bin etwas verwirrt wegen des Rohloff-Fahrberichtes. Ich habe immer gedacht die Kraft die auf die Kette wirkt hängt von der Größe des Kettenblatts (Hebelarm) ab.

Rohloff hat doch die Primärübersetzung relativ groß gewählt um die Nabe nicht zu sehr zu belasten. 11 Gang ist 1:1 der Rest nach unten alles Untersetzt oder irre ich mich hier komplett??

Ansonsten super Thread.

Ciao OldSchool

Du hast natürlich Recht - der Kettenzug ist bei einem Rohloff-Bike nur von der Pedalkraft, der Kurbellänge und der Kettenblattgröße abhängig.

Der Effekt, den Liteville-Michi beschreibt, rührt dennoch von der Untersetzung, die innerhalb der Nabe stattfindet. Infolge dieser Untersetzung wird ein Drehmoment in den Rahmen eingeleitet - entweder über die lange Drehmomentstütze (bei einem Viergelenker mit "Horst Link" wie dem 301 NICHT möglich), die speziellen "OEM-Ausfallenden" oder den "Speedbone".

Das ist bei jeder Getriebenabe so, auch bei der guten alten Torpedo-Dreigang. Aber bei einem Hardtail wird eben keine Federung dadurch beeinträchtigt.

(:
willeinrohloffliteville,unbedingt
 
Mal ne Frage, die mich schon seit einiger Zeit beschäftigt:

Täusche ich mich, oder sind doch rel. viele Leute ziemlich verrückt nach Liteville und dem 301. Falls dies der Fall ist, warum?


@Michi: Eine Frage noch: Auf den Hinterbau dürfte der Kettenzug in nicht geringem Maße wirken. Hast du den Kettenzug so gewählt, dass der Hinterbau beim Pedalieren rel. stark "blockiert" wird, oder so, dass der Hinterbau noch vollaktiv ist? Und merkt man einen Pedalrückschlag an der Kurbel, also auf zumindest einem der drei Kettenblätter? Z.B. wenn man mit der Kette auf dem kleinen Kettenblatt eine Wurzel o.ä. überfährt und der Hinterbau dabei zwangsläufig stark einfedert?
 
Hi cdeger,

daran habe ich nicht gedacht. Ich glaube aber das die Drehmomentstütze bei den untersetzten Gängen (bei der Draufsicht) sich im Uhrzeigersinn dreht bzw.
die Kraft eigeleitet wird.

Müßte das nicht dem Kettenzug etwas entgegen wirken ?

Gute Nacht.

OldSchool
 
Hallo,Michi, bin im Februar 3./4.Woche im Allgäu, findet da zufällig ein Info-Abend statt oder kann man probefahren? Finde Deinen Support hier super!
Gruß Ronja.
 
Hi OldSchool,
richtig, die Kraft die auf die Kette wirkt hängt von der Größe des Kettenblatts, der Kurbellänge und der Pedalkraft ab. Allerdings kommt zu der über die Kette in das System eingeleiteten Kraft noch die Umfanggeschwindigkeit der Kette hinzu. Und genau hier „liegt der Hund begraben“. Bitte lasst es hiermit für die nächste Zeit beruhen, eine ausführliche Erklärung folgt.

Hi Frank S,
die Rahmen werden bei einem der besten (meiner Meinung nach dem besten) Produzenten gefertigt. Dieser hat seinen Sitz in Taiwan. Weshalb ist es wichtig wo der Rahmen gefertigt wird? Falls es Dich interessiert. Die Arbeiter müssen dort nicht unter „unwürdigen Bedingungen“ schuften, sondern es ist eher so, dass sich manch Deutsche Firma eine Scheibe abschneiden kann. Mit der Ordnung, Organisation und Sauberkeit ist es übrigens auch so.

Hi Chris,
meiner Meinung liegt es nicht an dem Drehoment welches über die Drehmoment Abstützung der Rohloff Nabe in den Hinterbau eingeleitet werden.

Hi Tyrolens,
falls die Frage an mich gestellt ist wieso das Liteville so gut ankommt, dann hast Du sie an den falschen gerichtet … .
Bezüglich des Kettenzugs:
Der Hinterbau wird beim pedalieren absolut nicht blockiert! Auch nicht im kleinsten Gang!!! Dies ist sehr gut spürbar (und eines der Dinge was das Liteville hervorragend kann), wenn in steilen Anstiegen große Hindernisse überfahren werden. Wie z.B. die Quergelegten Rundlinge (runde Holzpflöcke, mit ca. 10cm Durchmesser) die in berauf führenden Wanderwegen oft als Stufen verbaut sind, und meist die Biker zum Absteigen zwingen. Mit dem Liteville bleibst Du einfach sitzen, weiter Kurbeln und Du bist drüber. Der Hinterbau schluckt in solchen Situationen (auch bei geringer Geschwindigkeit) wirklich souverän. Das beachtenswerte dabei ist, dass obwohl der Hinterbau stark einfedert (muss er ja auch, damit Du gut über das Hindernis kommst) absolut nichts im Pedal zu spüren ist, damit meine ich Pedal Rückschlag. Wie gesagt, auch nicht im kleinsten Gang.

Hi Ronja,
das lässt sich sicher einrichten. Am besten zeitig vorher anrufen, bzw. mail senden.

Viele Grüße an alle aus den „heiligen Hallen“.
Für alle die bereits warten und ein Kribbeln verspüren …
… die Produktion ist problemlos „am laufen“ und dem versprochenen Liefertermin steht nichts im Wege. :daumen:

Michi Grätz
 
Michi@Liteville schrieb:
Hi Frank S,
die Rahmen werden bei einem der besten (meiner Meinung nach dem besten) Produzenten gefertigt. Dieser hat seinen Sitz in Taiwan. Weshalb ist es wichtig wo der Rahmen gefertigt wird? Falls es Dich interessiert. Die Arbeiter müssen dort nicht unter „unwürdigen Bedingungen“ schuften, sondern es ist eher so, dass sich manch Deutsche Firma eine Scheibe abschneiden kann. Mit der Ordnung, Organisation und Sauberkeit ist es übrigens auch so.

Michi Grätz

Hallo Michi,
wie ich schon oben geschrieben habe kann ich mich noch nicht entscheiden welches Bike ich mir kaufen soll. :confused:
Deshalb ziehe ich jetzt jeden Punkt zur Hilfe um mich zu entscheiden. Da die Rahmen alle etwa gleich viel kosten ist die Entscheidung halt nicht so einfach. :ka:
 
Michi@Liteville schrieb:
falls die Frage an mich gestellt ist wieso das Liteville so gut ankommt, dann hast Du sie an den falschen gerichtet … .

Die Frage habe ich natürlich an die "Konsumenten" gestellt. Denn du weißt ja, warum dein Rahmen kaufenswert ist ;), aber was denkt der potentielle Käufer?
 
Hallo Michi,
so ich habe jetzt genug nachgedacht und mir eben bei meinem Händler einen Liteville Rahmen in L bestellt. Wie siehst denn mit der Lieferbarkeit aus? Habe ich noch Chancen den Rahmen Ende Februar zu bekommen?

@Tyrolens
Also meine Wahl ist auf den Liteville Rahmen gefallen da mich das ganze Konzept des Rahmens überzeugt hat. Von der Funktion des Fahrwerks, bis hin zu den verschiedenen Test, welche auf der Homepage beschrieben werden.
Ob es jetzt wirklich die richtige Wahl war werde ich ja dann noch feststellen.

Wenn das Teil dann mal da ist und fertig aufgebaut ist, werde ich ein Foto hier posten.
 
Allein aus Interesse du bist ja selbst soweit ich das gelesen habe eher im DDD Bereich aktiv glaubst du dass sich das Litewill in S oder XS theoretisch auf als leichtes Dualfully aufbauen lässt denn grade die Antriebsneutralität würde einem dort zur Gute kommen. Wie sieht dass bei der Pike mit dem Lenkwinkel aus (kann sein dass das schon irgendwo stand aber könntest du das ncohmal erwähnen) Bekommst du keine Beulen in deie Alex Flegen wenn du solch breite Felgen bei so wenig Bar fährst? die DT Swiss FR und andere neuere DDD Felgen werden ja deswegen eher schmal gehalten.

Wird der Long Travel Rahmen auch eher als Enduro ausgerichtet sein ich habe nicht viel Vertrauen in die neuen LTEs bei 170mm Federweg und 3,5kg mit Dämpfer. In wie weit wird er auf Freeride zugeschnitten sein? Wird die aufgeräumte Optik beibehalten?

Nehmen wir mal an jemand will wegen der Wartungsfreundlichkeit oder einfach wegen dem Aberglauben einen Stahlfederdämpfer ohne Plattformeffekt einbauen. Wie wird sich das auf den Rahmen, die Kennlinie, die Wippfreudigkeit und den nutzbaren Federweg auswirken?

Hm die Leute sind so heiß drauf weil die Argumente wirklich stichhaltig sind und alle MTBler von Racern bis Freerider in Syntace die komponenten mit dem besten Gewichts - Stabilitäts/Haltabarkeitsverhältnis sehen. Damit muss in ihrne Augen ein Produkt von Syntace einfach nahe an der pefektion sein
 
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