Ich hatte ja meine Selbstbaulösung schon hier vorgestellt:
http://www.mtb-news.de/forum/showpost.php?p=6169898&postcount=5481
Mittlerweile habe ich den 7200 mAh 2,5kg Bleigelakku durch einen ca. 1kg 4S2P Lipo ersetzt mit 10000 mAh(2x5000 zippy). In erster Linie wg. der Kapazität und natürlich der höheren Spannung (Voll 16,8V statt 12,5V Bleiakku). Wenn man da einmal angefangen hat...

â mittlerweile kann ich SIAM ein wenig verstehen
Wieso diesen Lipo und keine 18650 Zellen ?
a) nach wie vor günstig. (erst recht verglichen mit kokam & saehan)
b) Weil ein Lipo eine etwas höhere Spannungslage als ein LiIon hat. Zusätzl. Ist die Spannungslage über die Zeit etwas höher wenn diese 'dicken' Zellen entladen werden > Leuchten also etwas heller über die Dauer der Tour gesehen.
c) Weil die gröÃeren Zellen (elektrisch) robuster sind, also problemlos mit ca.80-100 Ampere (!) belastet werden könnten ohne dicke Backen zu machen bzw. ohne massiven Spannungseinbruch. Also 2p wie hier verwendet sogar mit dem doppeltem Strom (!). Irgendwelche Vorwiderstände wg. Blödsinniger Schutzschaltungen / Einschaltströmen braucht es deswegen nicht, das juckt diese Zellen nicht im geringsten. Für ein Beleuchtungsprojekt mit diesen "minimalen" Strömen also überhaupt kein Thema. Deswegen brauchts auch nicht teure kokam oder saehan die noch mehr Strom abkönnten, das wäre Perlen vor die Säue geworfen.
d) Ich brauch nicht 16 bzw. 20 Zellen verlöten die ich mühsam aus irgendwelchen Camcorder packs pflücke oder in China einzeln bestelle. Wäre für mich kein Problem, aber warum den Aufwand treiben? > Mehr Zeit zum fahren... Die packs sind fertig mit Balanceranschluss und da ich hier schon entsprechend einen Schultze Elektronik Lader habe, ist auch das Einzelzellen gerechte Laden kein Problem. Die packs werden parallel geladen -entsprechend ist auch der Balancer/equilizer Anschluss parallel geschaltet (Als Y-Kabel). Der Lebensdauer wg. wird nur mit ca. 0,2C geladen. Es ist ja entsprechend Zeit zwischen zwei Touren weshalb keine Notwendigkeit besteht mit einem hohen Strom zu laden und so die Lebensdauer der Zellen zu verkürzen. Durch das parallel Laden braucht man auch nur die hälfte der Zeit. Zum Thema Lipo laden habe ich hier etwas geschrieben:
http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?p=6582798#post6582798
e) Ich kann für etwas kürzere Touren auch mit einer 35W IRC + 50 W IRC fahren oder 20 + 50 Watt, bei guter Spannungslage, da der Strom für die Zellen wie bereits geschrieben nur 'Ponyhof' ist verglichen mit den 18650 von DX. Theoretisch ist aich eine 3. oder 4. IRC kein Problem vom Strom. Nur aus sicht der Akkukapazität. Wenns Becherzellen sein sollen würde ich die A123 verwenden ggf. Als 5s wg. der geringeren Nominalspannung der A123 Einzelzelle verglichen mit Liion/Lipo, kostet aber auch noch etwas mehr. Wäre aber von der Gesamtspannung noch etwas höher.
f) ich habe keinen Bock auf die Ã-Ei Zellen von DX. Nach dem Motto in jedem siebten Ei ist was kaputt. Bei vielen kleinen Zellen ( 16 oder 20 Zellen) ist der Ãrger vorprogrammiert ... insbesondere wg. der "fragwürdigen" Qualität.
Aber wieso noch IRC und nicht LED ?
Ein paar Argumente hatte ich ja schonmal in dem Link oben geschrieben. Die mir wichtigsten wiederhole ich nochmal.
a) Lichtfarbe / Spektrum
Man sieht einfach besser auf dem Waldboden und nassen Böden mit IRC und ich empfinde das breitere /gleichmäÃigere Spektrum auch als viel angenehmer als bei LED. LED Licht erinnert mich an die Beleuchtung einer Leichenhalle. Ich habe den Eindruck das dieser Aspekt (Lichtfarbe / "Sichtbarkeit" bei den ganzen Lumen und Watt die sich um die Ohren gehauen werden ein wenig vernachlässigt werden und erst nach und nach mit in die Beurteilung flieÃen. (Spektren wie von siam veröffentlicht).
b) Elektronik
Brauche ich keine. Alles mumpitz und unnötige Ferz.

Wozu dimmen ? Damit ich 10 Stunden nightride machen kann ??? Nix PWM einfach schön kontinuierliches Licht und ich schalte einfach zwischen der 20W und 35W bzw. Entsprechend Ãberspannung des Lipo zwischen ca. 35/60W hin und her bzw. die 35 der 20er zu. Die Akkukapazität ist groà genug so das es auch keinen Unterspannungsschutz braucht bei meinen Touren. Wenn ich Lust und Laune habe baue ich evtl. noch einen dran über Weihnachten. Tachobeleuchtungs-LED brauchts natürlich auch nicht, die Lampen sind ja am
Helm. Davon abgesehen habe ich aber auch gar keinen Tacho am Rad.
c) Ãffnungswinkel
Der Ãffnungswinkel ist einfach viel biketauglicher als bei der DX Lampe bzw. der tesla, weil breiter. Klar ich kann auch in die tesla wieder eine Linse einbauen, aber dann fehlt trotzdem der Lumenbumms und es bleibt bei Leichenhallenlicht.
d) Lumen / Lichtleistung
Die Lichtleistung liegt bei der Kombination der 20 W + 35W bei ca. 1800-2200 Lumen je nach Spannungslage des Akku. Die 35W /50 W Kombo noch deutlich darüber. Geschätzt runde 3300 Lumen, geschätzt da ich keine Messung von siam gefunden habe. (er möge mich steinigen u. berichtigen wenn ich hier falsch recherchiert habe in seinen Beiträgen bzw. Mit der Abschätzung grob daneben liege). Bergauf oder in der eben fahr ich dann meistens 'nur' mit der 20W IRC da das hell genug ist. Die 35er ist schon wirklich ganz schön stramm.
zum Vergleich: Bei einer DX bzw. tesla sind es 400-550 je nach Ãberhitzungszustand. Und nicht die angeblichen 900.
http://www.mtb-news.de/forum/showpost.php?p=6406137&postcount=350
Das heiÃt die IRC Lampen schlucken zwar ihren Strom. Aber ich habe nach wie vor nur 2 Lampen am
Helm. Die 20er IRC allein reicht bis zu 5h. Sicherlich ist ein LED Selbstbauprojekt in der Richtung auch technisch reizvoll und machbar... wems Spaà macht.

Aber ich hätte nach wie vor nur LED lichtfarbe /spektrum. Was für mich mit das Hauptargument ist für IRC und auf LED zu verzichten bis sich da evtl. mal was tut.
Achso. Preislich wird das Selbstbauprojekt nun maÃgeblich durch den Akku bestimmt. Also auf die ca.50 eur für die Axedosenlampen schalter etc. kommen ca. 100 eur für den Akku dazu. Also nach wie vor relativ low Budget und HELL.
