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Erfahrungen mit dem neuen Trek Procaliber 9.6 (Modell 2026)

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8. Mai 2019
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Eine kurze Einleitung zum Verständnis für meinen etwas längeren Bericht. In letzter Zeit war es ruhig um meine Person hier im Forum.

Es geht hier um meine Erfahrungen mit meinem neuen Trek Procaliber 9.6. Über dieses aktuelle Modell (2026) in Chameleon-Green gibt’s leider keine Tests und sehr wenig Information (vom Vorgänger-Modell 2025 schon…). Diese hätten mich aber insbesondere interessiert wegen der neu verbauten SRAM-Schaltung Eagle Transmission 70. Also gibt es von mir nun einen Bericht dazu.

Ich beginne aber erstmal damit, welche Bikes mich bisher zu Hause beglücken…

Ich habe ein Focus Jam aus dem Jahr 2021 (Fully mit XT-Schaltung, Bremsscheiben kürzlich getauscht durch orig. XT), ein Focus Raven (2019; optisch in Knallrot ein Eye-Catcher und noch ein „richtiges“ leichtes XC mit SRAM GX Eagle), beide mit DT-Swiss-Laufrädern (1900), und ein 14 Jahre altes 26er Focus „Black Forest“, welches ich vor ein paar Jahren noch ordentlich aufgewertet habe. Bessere Laufräder, bessere Bremsen (XT statt Serie), Schaltung neu (XT), alle Ritzel und Kurbeln neu usw. Die damals serienmäßige Gabel Rock Shox Reba ist robust und unverwüstlich… Verkaufen ? Nein… Für den Restwert nach 14 Jahren kann ich es auch verschenken. Dafür ist es zu schade, da es noch im Bestzustand ist. Old-School mit 3 x 9…

Meine drei MTB’s, die ich fast täglich abwechselnd für meine Feierabend-Trainingsrunden nutze, werden jetzt durch ein viertes Bike ergänzt. Also folgt jetzt Bike Nr. 4 ohne dass ein Anderes dafür weggeht…

Da mir das Focus Jam oft zu schwerfällig vorkommt, und ich es daher nicht so gerne fahre, wollte ich unbedingt noch ein weiteres XC-Hardtail. Ich bin halt ein Hardtail-Fan…

Leider sind die aktuellen Raven-Nachfolger von Focus irgendwie nicht mehr richtig XC… Der Rahmen ist mir zu „klobig“. Das Raven 8.9 ist für die Ausstattung zu teuer. Das günstigere 8.8 zu schwer… Obgleich ich zugegebenermaßen immer Focus-Liebhaber bin und war. Aber kein Händler im Umkreis von 50 km hatte ein aktuelles Focus Raven zur Probefahrt stehen…

Über ein Jahr suchte ich nach Alternativen. Nicht zu schwer sollte das Bike sein, gut im Klettern, Preisrahmen bis 3000,00 Euro. Natürlich KEIN E-Bike… Bin fast 67, stehe kurz vor der Pension und drehe meine täglichen Fitness-Waldrunden mit ein paar darin enthaltenen Kletter-Steigungen natürlich ohne Antrieb auch als Rentner weiter. Macht Sinn und hält fit.

Aber für die anstehende Pensionszeit musste unbedingt ein weiteres XC-Hardtail her… Ein Ghost Lector „Advanced“ habe ich mir ebenfalls u. a. noch näher angesehen. Die Ausstattung für meine Ansprüche sehr gut, aber der Rahmen gefiel mir optisch nicht. Versender wie Canyon oder Radon kamen nicht in Frage.

Ich wurde letztendlich bei Trek fündig. In einer etwas größeren nächstgelegenen Nachbarstadt von uns gibt es einen Trek-Shop mit großer Auswahl. Es wurde nach einer ausgiebigen Proberunde wie oben gesagt das neue 2026-Modell Trek Procaliber 9.6…

Jetzt ist das Bike vier Wochen im Einsatz und ich wage ein kurzes Statement. Ihr müsst wissen, dass ich Wert auf gute aber nicht überteuerte Parts lege. Ich fahre keine halsbrecherischen Downhill-Trails. Daher reichen mir auch alle meine Räder mit eher guter mittlerer Ausstattung allemal.

Da ich mit der SRAM GX-Eagle an meinem 2019er Raven 8.8 extrem zufrieden bin, wagte ich den Kauf des Trek Procaliber 9.6 mit der neuen SRAM Eagle Transmission 70. Ich glaube, dass das Trek das erste Serienbike mit dieser Schaltung derzeit auf dem Markt ist. Die Schaltung wird als sehr wartungsarm beschrieben. Abwarten… Für späteren eventuell nötigen Ersatz lassen sich Teile des hinteren Ritzels (SRAM Eagle) einzeln als Module austauschen. Man muss also nicht ein ganzes neues teures SRAM-Ritzel kaufen.

Nach mehreren Runden durch unseren stadtnahen Mittelgebirgs-Wald mit ein paar schönen Steigungen dazwischen (7-12 %) kann ich nur sagen, dass die neue SRAM eine hervorragende Schaltung ist. Bisher gibt es beim Schalten keinerlei Probleme. Fast geräuschlos und sicher klickt sie sich in jedes Ritzel rauf und runter, bisher ist nichts irgendwie verstellt oder die Kette hängt irgendwo… Hinten gibt es kein Schaltauge mehr. Das hintere Schaltwerk mit der Zugrolle ist direkt an der Kettenstrebe angebracht. Top…

Vom Fahrgefühl bewegt sich das Procaliber 9.6 sehr leicht, schnell und wendig voran. Der Carbonrahmen hat eine tolle Geometrie und kommt vom Winkel und der Höhe eher dem alten Focus Raven 8.8 aus 2019 nahe, was mir sehr entgegenkommt.

Bergauf komme ich ohne Probleme und recht zügig „meine“ Steigungen sogar im nächsten (11. Ritzel) und sogar wenn’s geht mit dem 10. Ritzel rauf. Bisher ging das an steilen Stellen mit meinen anderen Rädern oft nur weitgehend im größten zwölften Ritzel.

Entgegen meinen Bedenken sind die montierten Bontrager-Felgen Kovee Comp 25 und die Bontrager Bereifung „Sainte-Anne Pro XR“, Tubeless (TLR Reifendichtmittel bzw. „Milchfüllung“ serienmäßig) sehr gut.

Jedenfalls kann ich gut vergleichen, denn ich bin schon viele Reifen gefahren. Meine anderen Bikes haben derzeit Maxxis Dissector, Racing Ralph und Racing Ray sowie Maxxis Recon Race montiert.

Ich musste übrigens für den Transport des Trek 9.6 im Auto nach Hause das Vorderrad abnehmen. Ein „gefühlt“ ziemlich leichtes Komplett-Laufrad, wie ich dabei feststellen konnte. Kein Rekord, aber das vergleichbare Laufrad meines 2019er Focus Raven 8.8 (DT- Swiss 1900 mit Racing Ray / Ralph) kommt mir schwerer vor. Gewogen habe ich mangels genauer Waage jedoch nicht.

Auf Waldwegen mit Schotter, die bergauf führen, haben die Reifen Grip. Nie rutscht das Hinterrad unkontrolliert weg. Für anspruchsvolle rutschige schlammige steile Trails mögen sie nicht geeignet sein. Sowas fahre ich aber auch nicht…

Die neueste Rock Shox Reba RL Debon Air (mit 120 mm Federweg) hat die Technik der älteren „SID“ und dämpft zuverlässig, wie ich es auch von der alten robusten langlebigen Reba an meinem alten 26er Focus kenne... Kurzum: Die neue Reba Debon Air am Trek ist für’s Geld eine gute Gabel.

Komme ich noch zu den Bremsen.

Die neue hydraulische „SRAM DB 6“ 4-Kolben-Scheibenbremse ist wesentlich besser als die an meinem älteren Focus Raven montierte SRAM Level TL (sehr miese Bremse… Wird demnächst gegen was anderes getauscht). Ich gehe nach den doch schon recht vielen Fahrten im Wald soweit, dass die SRAM DB 6 so gut ist wie die XT an meinem Focus Jam. Der hintere Bremssattel ist „schwebend“ montiert. Der Carbonrahmen des Trek hat einen leichten Flex. Somit kann sich der Bremssattel nicht mehr durch Einfluss des Rahmens dejustieren.

Das Bike kann auch richtig Tempo und bewegt sich schnell und wendig vorwärts. Hier merkt man, dass es doch eher ein XC-Racer ist. Bergauf mag es das Procaliber 9.6 besonders gerne.

Mein Budget von 3.000,00 Euro wurde nicht ausgeschöpft. Für „nur“ 2.300,00 Euro erhält man ein Bike mit sehr guter Ausstattung, serienmäßig Tubeless und Dropper Post, einem hochwertigen Carbonrahmen mit Super-Geometrie sowie eine gute Preis-Leistung. Der Rahmen bildet eine sehr gute dauerhafte Basis. Wer’s also für nötig hält kann die „eingesparten“ 700,00 Euro später sogar nach und nach für Upgrades nutzen… Mir reicht es aber so. Ich komme mit den Laufrädern, den Bontrager-Reifen und mit dem Rest sehr gut klar. Mir gefiel auch die Farbgebung des Rahmens. Der Kauf war also auch eine Entscheidung aus optischen Gründen.

Das waren meine ersten Eindrücke. Wer also mit einem neuen nicht allzu teuren XC-MTB-Hardtail liebäugelt, sollte sich das neue Trek Procaliber 9.6 vielleicht auch mal näher ansehen. Hier ein paar Bilder vom Tag der Abholung zu Hause Anfang Oktober. Die originalen schwarzen Lenkergriffe von Trek habe ich gleich getauscht durch Lizard Skins in der Farbe „Gum“, die ich zu Hause noch liegen hatte, und Pedale (Crankbrothers Stamp 7 in einem komplementären Farbton) sofort montiert.

Der serienmäßige Sattel von Trek (Hausmarke?) ist geblieben. Gefällt mir übrigens sehr gut. Für die die fragen: Ich habe micht klar für Rahmengröße L entschieden. Ich bin 1,76 m. Der Rahmen von Trek in L passt prima.
 

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Vielen Dank für diesen Bericht. Sehr interessant. ich bin das aktuelle 9.6 probegefahren in der Absicht, das 9.7 zu kaufen. Aus Budgetgründen kam es dann erst mal anders aber das Verlangen nach einem Procaliber ist dadurch noch nicht weg. Für mich ist das aktuelle Modell das derzeit schönste und coolste Hardtail am Markt und ich hab mich auf Anhieb sehr wohl darauf gefühlt.

Ich fand es bisher ja schade, dass die Shimano Ausstattung aus dem letzten Jahr SRAM beim 9.6 weichen musste. Schön zu erfahren, dass das Rad nicht darunter gelitten hat.
 
Danke @boehmi59 für den tollen & ausgiebigen Erfahrungsbericht.

Eine Frage noch zu dem Rad: Kannst Du es bitte mal auf die Waage stellen? Tippe auf ~ 12 kg...

In den vorhergehenden Baujahren waren die Systembauteile an den günstigeren Ausstattungsvarianten immer recht schwer, so dass sich ein Austausch z.B. der Laufräder immer gelohnt hat!
 
Hallo,
danke (mortimero) für Deine positive Nachricht. Eine passende Waage habe ich leider nicht. Ich glaube auch nicht, dass es in dieser Kategorie auf 1 kg oder 0,5 kg mehr oder weniger ankommt. Das Bike ist "offiziell" (technische Daten vom Hersteller) mit 11,8 kg angegeben. Gefühlt ist das Trek Procaliber genauso leicht oder schwer (?) wie mein Focus Raven 8.8 (2019). Das wiegt um die 10,8 kg laut Herstellerangaben von Focus.

Darum habe ich auch keine Waage. Sowohl das Trek Procaliber 9.6 als auch das "leichtere" Focus Raven sind beide wendig, schnell und bewegen sich sehr gut vorwärts. Wobei ich sogar mittlerweile das Trek als leichtfüssiger empfinde.

Das Laufrad wechsele ich nicht. Muss auch nicht sein... Es ist mitsamt der Bontrager-Bereifung und der tubeless-Milchfüllung sehr leicht. Finde ich... Leichter ist kein Laufrad meiner vorhandenen Bikes.

Allerdings müsste ich das Ganze wirklich mal genau wiegen. Daher ist Deine Frage berechtigt, aber ich kann sie leider derzeit nicht hilfreich beantworten.

Ich komme auf den Ausgangspunkt zurück. Entscheidend ist, wie leicht und schnell sich das Bike fahren lässt. Ob nun mit 10,8 oder 11,8 kg... DAs Trek Perocaliber fährt sich auch, wie im Bericht zu lesen, super bergauf... Ob u. a. ein Laufrad-Wechsel für viel Geld, um 1 kg zu sparen, Sinn macht, bezweifle ich...
 
... Ich glaube auch nicht, dass es in dieser Kategorie auf 1 kg oder 0,5 kg mehr oder weniger ankommt. ...

... Darum habe ich auch keine Waage. Sowohl das Trek Procaliber 9.6 als auch das "leichtere" Focus Raven sind beide wendig, schnell und bewegen sich sehr gut vorwärts. ...

... Ich komme auf den Ausgangspunkt zurück. Entscheidend ist, wie leicht und schnell sich das Bike fahren lässt. Ob nun mit 10,8 oder 11,8 kg... DAs Trek Perocaliber fährt sich auch, wie im Bericht zu lesen, super bergauf... Ob u. a. ein Laufrad-Wechsel für viel Geld, um 1 kg zu sparen, Sinn macht, bezweifle ich...

Hallo Boehmi,

ich finde es super gut, dass Du gar nicht erst in die Gramm-Feilscherei einsteigst und mit dem Rad zufrieden bist. Behalt Dir das, ich wünschte mir manchmal, auch nicht damit angefangen zu haben.

An der rotierenden Masse außen am Laufrad - heißt Felge, Mantel, Schlauch / Dichtmittel - merkst Du schon 100g, da die Beschleunigung leichter möglich ist (Stichwort Massenträgheit). Das Rad wirkt "lebendiger".
Gerade dort war z.B. mein Einstiegs-Crosser "TREK BOONE" sehr übergewichtig.

Mit Deinem Budget von 700,- € kannst Du beim LRS gerade zum Black Friday bzw. Saisonende eine Menge erreichen, z.B. Newmen SL oder ähnliches geht gerade sehr günstig raus. Einfach beim Schnäppchenjäger-Thread vorbeischauen...

MfG, Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin (Namensvetter),

danke für den Tipp. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ich später über ein Upgrade nachdenke, Natürlich weiß ich, dass gute Laufräder durchaus erstrebenswert sind. Wäre vielleicht was für später, wenn ich merke, dass ich was an dem Bike optimieren möchte ohne gleich ein neues Rad zu kaufen....
Eine gute Basis zum Aufrüsten ist das Trek Procaliber definitiv, um auch nach Jahren noch Spaß an dem Bike zu haben und die Attraktivität zu steigern. Werde mal drüber nachdenken...
:bier:
Im Moment fährt sich das Trek gefühlt superleicht, der Spaßfaktor ist hoch, und ich bin sehr zufrieden.

Grüße
Martin
 
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Ich fahre das 2025er Modell TREK Procaliber 9.5 nun schon seit einem Jahr und mehr als 3'800 Kilometern. Ich nutze es vorwiegend als Gravel-Bike für schnelle Runden in leichtem Gelände. Aus Liebhaberei habe ich einige Teile getauscht. Es ist Grösse XL und wiegt wie abgebildet 11,2 Kilo (ohne Wasser und GPS). Rot ist schnell und macht einfach super viel Spass! :love:

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