Die Kurbel muss kürzer werden. Oder doch nicht?

Ich fahre 170 und 175mm bei 170/79.
Am Rennrad macht mir die 170er Kurbel bei der optimalen Sattelhöhe nen Strich durch die Rechnung.
Führt dazu, dass die Sattelhöhe geringer wird.
Hier wäre tatsächlich 160/165 besser.

Da gibts ja tausend Empfehlungen und Formeln.
Ich seh das so: Man muss sich wohlfühlen, keine Knieprobleme haben und dann ist das ne Sache von Training - dann aber nicht mehr wechseln.

Ohne Leistungsmessung kann man sowas wohl nur abschätzen.
175 fühlt sich bergaur kraftvoller ab. dafür aber auf Strecke schneller ermüdend. Obs stimmt :ka:
160 schraube ich mir sicher nicht dran.
 
... weiß nicht, was dieMedizin dazu sagt, aber Krücke ist (schlechtes) Hilfsmittel. Protese ist richtiger Ersatz. Jetzt wirds abgefahren und offtopic: Fahrrad ist eine Lösung der Aufgabe, einem Zweibeiner Räder zu verschaffen, die die Natur nicht kennt? :D
Und das in einer großen Vielfalt.

Manche meinen gar, Liegeräder wären ergonomischer.
 
Eindeutig. Ich bin nicht qualifiziert für eine kürzere Kurbel 😉
Spaß beiseite. Werde bei der 175er bleiben. In dem Video wird die Empfehlung (mit ähnlicher, wenn auch nicht so detaillierter Argumentation) von meinem Bikefitter bestätigt. Ging damals von 172,5 eine Stufe höher.

PS Gibt noch einen zweiten Teil vom Video
 
Nach meiner Meinung der Hauptfehler: Der reale Drehmomentverlauf wird nur gemittelt ("damit es einfacher wird") und damit der eigentliche Punkt mit der einfachen Formel überhaupt nicht mehr getroffen:
  • Trittfrequenz bei kleinerem Trittkreis ist einfacher als gleiche Trittfrequenz bei größerem Trittkreis.
  • Die Art, wie das Drehmoment auf die Kurbel gebracht wird (also wie nahe man dem idealen runden Tritt kommt) verändert stark die Form Drehmomentkurve. Ein für die Beinlänge zu großer Trittkreis verschlechtert die Drehmomentkurve (immer weiter weg vom runden Tritt) und das hebt die etwas höhere Drehmomentspitze im Optimalpunkt der Kurbel auf.
Der Vortrag vereinfacht mMn zu stark ("damit es einfacher wird") und erfasst den eigentlichen Effekt nicht mehr. Es geht um kleine Leute, für die der Trittkreis 170 oder gar 175mm zu groß ist und nicht um die Optimierung für ungefähr durchschnittsgroße Leuten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da gibts ja tausend Empfehlungen und Formeln.
Ich seh das so: Man muss sich wohlfühlen, keine Knieprobleme haben und dann ist das ne Sache von Training - dann aber nicht mehr wechseln.
Man kann sich an alles gewöhnen, aber ist es deshalb gut oder optimal? Wenn man an Performance auf dem Bike interessiert ist, egal ob Speed oder Distanz oder beides zusammen, dann kommt man um eine individuelles Bikefitting nicht herum.
 
Nach meiner Meinung der Hauptfehler: Der reale Drehmomentverlauf wird nur gemittelt ("damit es einfacher wird") und damit der eigentliche Punkt mit der einfachen Formel überhaupt nicht mehr getroffen:
  • Trittfrequenz bei kleinerem Trittkreis ist einfacher als gleiche Trittfrequenz bei größerem Trittkreis.
  • Die Art, wie das Drehmoment auf die Kurbel gebracht wird (also wie nahe man dem idealen runden Tritt kommt) verändert stark die Form Drehmomentkurve. Ein für die Beinlänge zu großer Trittkreis verschlechtert die Drehmomentkurve (immer weiter weg vom runden Tritt) und das hebt die etwas höhere Drehmomentspitze im Optimalpunkt der Kurbel auf.
Der Vortrag vereinfacht mMn zu stark ("damit es einfacher wird") und erfasst den eigentlichen Effekt nicht mehr. Es geht um kleine Leute, für die der Trittkreis 170 oder gar 175mm zu groß ist und nicht um die Optimierung für ungefähr durchschnittsgroße Leuten.

Es ging primär darum, dass nicht alle von einer kürzeren Kurbel profitieren, wie es manche gebetsmühlenartig propagieren.

Da sehe ich mich wieder. Meine TF war schon immer hoch. Sie war in jungen Jahren gar noch viel höher.
Und bei hohen Wattzahlen über der FTP geht es eh schon Richtung 110 RPM und drüber. Im Trittfrequenztraining auf der Rolle schieße ich glaube noch auf über 170 RPM. Da hat der Neo2T seine liebe Mühe noch den Widerstand zu regeln.


Und dass kleine Menschen bzw. Menschen mit kurzen Beinen kürzere Kurbeln besser passen, war schon immer so.
Nicht umsonst gab es Kurbeln für ambitionierte Fahrer stets in allen möglichen Größen.
Und noch bevor der Rationalisierungszwang in der Radbranche um sich griff, gab es auch im unterem Preissegment mehr Größenabstufungen bei den Kurbeln. Das war aber noch die Zeit, als Vierkantlager Standard waren.
Später gab es die Unart bestimmte Gruppen nur noch mit 170er und 175er Größe anzubieten.

Nun erfindet man das Rad wieder neu und verkauft Kurbeln für ambitionierte Fahrer doppelt (1. am Komplettrad mit 17X mm) und die kürzere Kurbel (die 2. ) am besten teurer.
Und ein Teil der Fahrer bekommt Torschlusspanik, ob sie mit einer ein Mü zu langen Kurbel fahren, obwohl sie vorher zehntausende Kilometer problemlos auch mit 17X mm Kurbeln gefahren sind.
Aber es ist ein Hobby und wir alle geben gern dafür Geld aus, noch ein Hauch mehr aus dem Rad herauszukitzeln.

Nur warnt man zurecht in dem Video davor, eventuell bei einem Bergmarathon mit nachlassender Leistung und nachlassender TF einen zu kurzen Hebel zu haben.
Das betrifft übrigens besonders Fahrer mit einer unpassenden Übersetzung für ihre Leistung relativ zum Gewicht.

Es werden wohl nicht alle einen anderen Käfig an ihr Schaltwerk schrauben, um ein 40/42/46er Kassettenritzel bei einer 2x Kurbel vorn zu fahren.
 
Bei den kürzeren Kurbeln geht es aber nur vordergründig um runderen Tritt usw. - der Grund ist ja an sich der bessere Stand "im Rad", bei tieferem Tretlager und nicht so weit auseinanderstehenden (vorn zu hinten) Füssen.
Specialized hatten glaub mit diesen super tiefen Tretlagern angefangen, mittlerweile ist das nicht mehr nur an Einsteiger- und Kinderbikes sowie DH so, sondern auch an gewöhnlichen Tourenfullys. Nur dass diese dann Dank Federung an jeder Wurzel mit den Pedalen hängenbleiben, wenn die Kurbel nicht 165 hat.

Da hilft zwar im Übergang zum Wiegetritt der steilere Sitzwinkel heutzutage, aber der lange Hebel einer 175er fehlt im Wiegetritt dann doch.
Aber 165 geht schon, werde ich mal probieren, wo der Umstieg von 175 auf 170 kaum spürbar war.
 
Man kann sich an alles gewöhnen, aber ist es deshalb gut oder optimal? Wenn man an Performance auf dem Bike interessiert ist, egal ob Speed oder Distanz oder beides zusammen, dann kommt man um eine individuelles Bikefitting nicht herum.
Ja und dann stellt man fest, dass es mit dem vorhandenem Rad nicht optimal geht, bzw nur mit Kompromissen.
Und es gibt "Bikefitting" und Bikefitting. Man kann da ganz schön Aufwand betreiben und Geld ausgeben.
Messung der Belastungszonenmessung der Fußsohle, Beinlänge gleichlang etz...
Und dann probiert man verschiedenes aus mit Leistungsmessung am Prüfstand.
Lohnt sich das für nen Hobbyfahrer?
 
dann kommt man um eine individuelles Bikefitting nicht herum.
Da gibt es aber leider nur ganz wenige Fitter, die ein individuelles Fitting anbieten und das auch wirklich können. Die Fittings mit Bewegungstrackingsystemen (Retül und Co) sind alles andere, als individuell. Das ist eine technische Vermessung, die versucht Individuen über standardisierte Winkel aufs Rad zu setzen. Das mag für manche passen, aber nicht für alle. Ich hatte selbst so ein Fitting und das Ergebnis hat mir überhaupt nicht gepasst, auch wenn laut Fitting-Software und Fitter alles im "grünen Bereich" war.

Eine Orientierung am Durchschnittsmenschen ist beim "Fitting" nicht unbedingt eine gute Idee, wie auch folgendes Beispiel aus einer anderen "Branche" zeigt: https://futurezone.at/meinung/air-f...ch-groesse-nehammer-gilbert-daniels/402576674

Ich bin da bei:
Ich seh das so: Man muss sich wohlfühlen, keine Knieprobleme haben und dann ist das ne Sache von Training - dann aber nicht mehr wechseln.
Jeder Mensch ist individuell und man muss selber ausprobieren, was für einen passt. Beispielsweise hat der individuelle Fußwinkel einen großen Einfluss auf die Sitzhöhe. Zwischen einem flachen und einem steilen Fußwinkel beim pedalieren können locker 2-3cm Sitzhöhe liegen. Und ich vermute(!), dass der Fußwinkel auch einen Einfluss auf die bevorzugte Länge der Kurbel hat. Bei einem spitzeren Winkel braucht man vermutlich eine kürzere Kurbel.

Ich finde die Fitting-Videos von Neill Stanbury ziemlich interessant und man kann sich da ganz viel abschauen: https://www.youtube.com/playlist?list=PLCyklBca6SZF1tRwSYsek-ZnsNBI-GPuY Es gibt auch Videos zur Kurbellänge und deren Auswirkung.
 
Das ist eine technische Vermessung, die versucht Individuen über standardisierte Winkel aufs Rad zu setzen
Genau das ist es.
Es kann passieren, dass damit Probleme erst auftreten.
Aber es ist besser, als die typischen Fälle:
Kennst du das, wenn man jemand auf dem Bike sieht und genau weiß, dass das ein Onlinekauf war? Wo einfach gar nchts passt. Wo man sich denkt wie man so fahren kann/will, autsch. :D

Und: Ein richtiges induviduelles Fitting ist in ner Stunde nicht zu machen. Das dauert nen halben oder gazen Tag.
Du wirst aufs Rad oder nen Dummy gesetzt und dann wird genau gekuckt was und wie und Lösungsvorschläge probiert in genau deinem Fall.
 
Jonas Vingegaard ist von 172,5 auf 150 auf 160 auf.... (KA was der jetzt fährt) gewechselt.

Der dürfte Zugang zu guten Fittern haben und muss trotzdem probieren.
 
Ja und dann stellt man fest, dass es mit dem vorhandenem Rad nicht optimal geht, bzw nur mit Kompromissen.
Und es gibt "Bikefitting" und Bikefitting. Man kann da ganz schön Aufwand betreiben und Geld ausgeben.
Messung der Belastungszonenmessung der Fußsohle, Beinlänge gleichlang etz...
Und dann probiert man verschiedenes aus mit Leistungsmessung am Prüfstand.
Lohnt sich das für nen Hobbyfahrer?
Das ist eine Abwägung zwischen deinem Geldbeutel und dem Reiz es auszuprobieren.

Unter dem Strich ist es ein Hobby und bis auf einer eventuellen Finanzministerin ist man niemanden eine Rechenschaft schuldig über die Rationalität der Entscheidungen.

Es kann etwas bringen. Im schlimmsten Fall bestätigt dir ein sehr guter Bikefitter, dass du bereits ein perfekt angepasstes Rad hast.

Edit

Einem Freund, der kaum kleiner ist als ich, habe ich angesehen, dass er sehr ungünstig auf dem Rad sitzt. Da konnte man mit der Sattelhöhe und Horizontalverschiebung des Sattels arbeiten wie man wollte. Letztlich hatte er zufälligerweise ein Bikefitting geschenkt bekommen. Die daraus resultierende kürzere Kurbel (165 mm) war die Lösung des Problems. Beinlängen UND die Längenproportion zw. Ober- und Unterschenkenkel sind u.a. ausschlaggebend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder man beschäftigt sich einfach selber damit und misst und probiert aus.
Habe ich am Rennrad gemacht.
Kleinigkeiten beachten wie zum Beidpiel, dass die Handgelene gerade sein wollen.
Dann mit der Beinhebelei anfangen, das dann so lassen. Den Rest Oberkörper über Lenker, Vorbau.
Und hier fangen die Probleme dann meistens an, wenn mehrere zentimeter fehlen und es nach der Korrektur beknackt aussieht => Mutantenvorbau.

Ich weiß von mir, dass ich zu tief sitze und ich es aber immer wieder so einstelle - ich will das einfach so.
 
Wir sind wahrscheinlich nicht weit auseinander. Habe mir jetzt den zweiten Teil des Videos reingezogen.
Indirekt wird auch wieder unterstellt, dass der Fahrer im Prinzip die gleich gute Annäherung an den runden Tritt (Form der Drehmomentkurve an der Tretachse) bei verschiedenen Kurbellängen immer noch erreicht. Wenn das der Fall ist, ist die lange Kurbel besser. Das ist aber nur der Fall, wenn der Trittkreis zur Beinlänge nicht schon (zu) groß ist.
Aber, wenn der Trittkreis schon zu groß ist, so dass die Annäherung an den runden Tritt schlecht ist, ist die kürzere Kurbel besser. Bzw. die längere Kurbel ist einfach falsch. Im Video wird nur am Punkt 01:46 und 02:12 mal überhaupt die Körpergröße genannt (eigentlich Schrittlänge). Und da ist der eigentliche Punkt: Man muss also unterscheiden, ob man Kurbellänge optimiert auf die letzten Prozent - hier am Berg - oder überhaupt mal die Kurbellänge der Körpergröße/Schrittlänge halbwegs anpasst. Wenn man dann die Logik des Videos anschaut, dann wäre für kleinere Leute die Optimierungsfrage: 165mm oder 160mm? Bloss wenn man froh ist, überhaupt 165mm zu bekommen (Shimano Saint, Truvativ Descendent, Pinion), dann optimiert man nicht mehr weiter, sondern gut ist.
Und: In den Videos werden sicher Klickpedale mit der Zugbewegung unterstellt und nicht die Platformpedale der MTBler ohne. Das riecht nach heftiger Diskussion :D
 
Die Kurbellänge würde ich nur mit nem Leistungsdiagramm wählen/ändern.
Dann müssen aber die restlichen Einstellungen auch angepasst werden.

Es ist auch Streckenabhängig. Fährt man Höhenmeter, fährt man Klickies, oder fährt man auf Trittfrequez - die ja auch Trainingsabhängig ist => Die ideale Kurbellänge die immer passt, gibt es nicht.

Jemand, der Semiprofirennen fährt und professionel vermessen wurde mit Leistungsdiagramm, hat mal zu mir gesagt, dass er die längste Kurbel nimmt, die er findet. :ka:
 
Die Kurbellänge würde ich nur mit nem Leistungsdiagramm wählen/ändern.
Dann müssen aber die restlichen Einstellungen auch angepasst werden.

Es ist auch Streckenabhängig. Fährt man Höhenmeter, fährt man Klickies, oder fährt man auf Trittfrequez - die ja auch Trainingsabhängig ist => Die ideale Kurbellänge die immer passt, gibt es nicht.

Jemand, der Semiprofirennen fährt und professionel vermessen wurde mit Leistungsdiagramm, hat mal zu mir gesagt, dass er die längste Kurbel nimmt, die er findet. :ka:


Probiere doch einfach mal eine kürzere Kurbel. Am besten auf der Rolle.

Was hast du zu verlieren?
Beim aktuellen Trend, kannst du sie wahrscheinlich mit geringem Verlust verkaufen.

Als Beispiel eine GRX Kurbel mit gängigem Lochkreis, an die man viele (vorhandene) Kettenblätter schrauben kann.

https://www.bike-discount.de/de/shi...q8K0zHrckhcVfJYvQQeq58zX8u7b3ckykysQEj4kCd4qY
 
Probiere doch einfach mal eine kürzere Kurbel. Am besten auf der Rolle.

Was hast du zu verlieren?
Beim aktuellen Trend, kannst du sie wahrscheinlich mit geringem Verlust verkaufen.

Als Beispiel eine GRX Kurbel mit gängigem Lochkreis, an die man viele (vorhandene) Kettenblätter schrauben kann.

https://www.bike-discount.de/de/shi...q8K0zHrckhcVfJYvQQeq58zX8u7b3ckykysQEj4kCd4qY
Hab am Fixi 165 oder 160er dran - muss ich nachschauen. Die 170 am RR fühlen sich von der Kraftentfaltung/Trittfrequenz besser an.
175 hab ich am Hardtail. Fährt sich bergauf besser, am RR wil ich aber keine 175 haben.
Gemessen hab ichs nicht.
Ich merke, wenn ich den Sattel so wie empfohlen einstelle, dass das Becken sich bewegt.
Dannoch sieht es aber für viele zu tief aus. Was mir total egal ist. :ka:
Wenn ich mich jetzt elektronisch vermessen lasse, ziehen die mir erstmal den Sattel 2cm höher. Dannach stelle ich ihn wieder tiefer, was die anderen Maße auch beeinfusst. Das Vermessen kann ich mir schenken.
 
Hab am Fixi 165 oder 160er dran - muss ich nachschauen. Die 170 am RR fühlen sich von der Kraftentfaltung/Trittfrequenz besser an.
175 hab ich am Hardtail. Fährt sich bergauf besser, am RR wil ich aber keine 175 haben.
Gemessen hab ichs nicht.
Ich merke, wenn ich den Sattel so wie empfohlen einstelle, dass das Becken sich bewegt.
Dannoch sieht es aber für viele zu tief aus. Was mir total egal ist. :ka:
Wenn ich mich jetzt elektronisch vermessen lasse, ziehen die mir erstmal den Sattel 2cm höher. Dannach stelle ich ihn wieder tiefer, was die anderen Maße auch beeinfusst. Das Vermessen kann ich mir schenken.

Damit hast du deine Erfahrungen mit den Kurbellängen gesammelt. Fahr das, was für dich funktioniert.

BTW

Die 175er hab ich aktuell nur am schweren Reiserad (Surly LHT).

Seit ich mir beim CX für die Berge die Übersetzung angepasst habe (50/34 vorn und 11-42 oder 11-46 h hinten, hatte ich die 175er Kurbel nicht mehr vermisst. Früher mit 50/34 und 11-34/11-36/12-36 war sie nice to have.

Mit 172,5 mm fühle ich mich an allen Rädern sehr wohl, auch den Gravelrädern mit aktuell noch 30-34 und 30-36. Das zweite Gravelrad wird für den erweiterten Einsatz (leichtes Gepäck + Berge) noch auf 28-46 umgebaut.

Eine 170 mm Kurbel von einem abgelegten Rad meiner Liebsten bin ich zwischendurch gefahren.
Die Länge hat zumindest im Flachland unauffällig funktioniert. Ich könnte mir die 170 mm Kurbel noch für mein zum TT Rad umgebautes Rennrad vorstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie sieht die Studienlage aus?

Also nicht Formeln und Annahmen.
Hab nur kurz reingehört (Studien werden zitiert):

Hierbei wird davon geredet, dass kürzere Kurbeln in aerodynamischen Sitzpositionen von Vorteil sind.


Edit

Hier berichtet Connor (2 m) davon, dass er mit kurzen 165 mm Kurbeln so gut wie schmerz- und verspannungsfrei fährt (Knie, Hüfte, unterer Rücken ...).



Ich denke daher, dass wenn die Flexibilität nachlässt im Körper oder nie richtig da war, dann können kürzere Kurbeln durchaus relevant sein. Ich bin gestern nach längerer Krankheitspause und Gewichtszunahme 1h auf der Rolle gefahren und mir zwickte auch deutlich mehr als in der ersten Jahreshälfte 2025, wo es keine Probleme. Das wird jedoch erfahrungsgemäß nach gezieltem Trainingsaufbau und Dehnungen wieder weggehen. Aber ich werde auch nicht jünger.
Connor erwähnte übrigens, dass er in jüngeren Jahren als Profi mit einer 177,5 mm Kurbel die beste Saison gefahren ist. Damals hatte er damit auch keine gesundheitlichen Probleme.

Auch hab ich Berichte von einem Fahrer mit einem hohen Wochentrainingspensum von gut 20 h gesehen, der mit kürzeren Kurbeln ebenfalls so gut wie schmerzfrei fahren konnte, während es mit längeren Kurbeln dann doch häufiger zwickte.

An meinem Gravel kann ich wegen der aufrechten Sitzpostion eh schmerzfrei fahren. Das könnte bei einem Wettkampfgravelrad natürlich anders sein.
Insofern gibt es bei meinem Gravelrad keinen Grund zu wechseln, zumal ich mich auch problemlos lange auf dem hoch liegenden TT Bar dieses Gravelrades ausruhen kann (mein Sofa).

Tatsächlich scheint mir die kürzere Kurbel neben dem TT-Rad (meine damit NICHT mein Gravel mit TT-Bar) am optimierten Renner eine Option zu sein.
Irgendwann soll es ein Aerobolide werden, hier werde ich diese Optionkarte wahrscheinlich ziehen.
 
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