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Erst XC World Cup-Gesamtsieg, jetzt Sabbatical: Samara Maxwell legt Pause vom Rennsport ein

Sammie Maxwell zieht sich 2026 aus dem Renngeschehen zurück. Die World Cup-Gesamtsiegerin legt ein Sabbatical ein, um Kraft zu tanken.
Immer wieder dasselbe.
Mehr Rennen, mehr Veranstaltungen, mehr Verpflichtungen, mehr Auftritte.
Und dann mehr Verletzungen oder psychische Belastungen.
Die Sportler werden verheizt. Aber, es gibt genug davon. Es warten immer noch genug, die das alles wegen dem Ruhm, Geld, Erfolg mitmachen. Und nichts sagen.
Dieser mutige wie überraschende Schritt wird von ihrem Team, den Sponsoren, der medizinischen Abteilung sowie Cycling New Zealand vollumfänglich unterstützt.

Was sagst du zum mutigen Schritt von Sammie Maxwell?
Sie war und ist mutig.

Die anderen, vor allem die internationalen Verbände, die Sponsoren sind es nicht. Heuchler.
Wirtschaftlich nachvollziehbar, dass sie mehr haben wollen. Und Unternehmen, Sponsoren, internationale Verbände etc habe auch die entsprechende Macht, das durchzusetzen, ohne eben Rücksicht auf die Sportler nehmen zu müssen.

Sportler sind in der Regel auch zu schwach um sich zu artikulieren oder zu organisieren.
Es gibt ein paar Sportarten, wo sich die Sportler organisiert haben oder wo gewisse Verbände auf die Einhaltung gewisser Standards oder Gesundheit schauen. Mit denen kann man es nicht machen.

Man sieht ja, wie schwierig es war und ist, sowohl im XC als auch im DH, Sicherheitsvorkehrungen und -konzepte weiter voran zu bringen.

Mutig wäre es, wenn sich "ihr Team, die Sponsoren, die medizinischen Abteilung sowie Cycling New Zealand vollumfänglich" das Thema öffentlich macht, sich in den Gremien dafür einsetzt, gegen geplante Gesundheitsbeeinträchtigungen stimmt usw usf.

Daher sind die meisten nur Heuchler, wenn sie dann mit betretener und betroffener Mine und zähneknirschend vor die Öffentlichkeit treten, wie leid es ihnen das täte, sie vollstes Verständnis dafür hätten und dass man das ganze vollumfänglich unterstützt.

Lächerlich und unglaubwürdig.
 
Ich denke, dass der Umstand für sie speziell als "Neuseeländerin", die ganze Saison fernab von ihrem Zuhause zu sein noch viel schlimmer ist. Die europäischen Fahrer:innen können doch ab und an auch wieder ein paar Tage Zuhause, bei der Familie verbringen zwischen den Rennen.
Ich hoffe "Sammie" kommt wieder mit vollen Batterien zurück wenn die Rennsaison (Qualifikation LA 2028) im Frühling 2027 loslegt.
 
Immer wieder dasselbe.
Mehr Rennen, mehr Veranstaltungen, mehr Verpflichtungen, mehr Auftritte.
Und dann mehr Verletzungen oder psychische Belastungen.
Die Sportler werden verheizt. Aber, es gibt genug davon. Es warten immer noch genug, die das alles wegen dem Ruhm, Geld, Erfolg mitmachen. Und nichts sagen.

Sie war und ist mutig.

Die anderen, vor allem die internationalen Verbände, die Sponsoren sind es nicht. Heuchler.
Wirtschaftlich nachvollziehbar, dass sie mehr haben wollen. Und Unternehmen, Sponsoren, internationale Verbände etc habe auch die entsprechende Macht, das durchzusetzen, ohne eben Rücksicht auf die Sportler nehmen zu müssen.

Sportler sind in der Regel auch zu schwach um sich zu artikulieren oder zu organisieren.
Es gibt ein paar Sportarten, wo sich die Sportler organisiert haben oder wo gewisse Verbände auf die Einhaltung gewisser Standards oder Gesundheit schauen. Mit denen kann man es nicht machen.

Man sieht ja, wie schwierig es war und ist, sowohl im XC als auch im DH, Sicherheitsvorkehrungen und -konzepte weiter voran zu bringen.

Mutig wäre es, wenn sich "ihr Team, die Sponsoren, die medizinischen Abteilung sowie Cycling New Zealand vollumfänglich" das Thema öffentlich macht, sich in den Gremien dafür einsetzt, gegen geplante Gesundheitsbeeinträchtigungen stimmt usw usf.

Daher sind die meisten nur Heuchler, wenn sie dann mit betretener und betroffener Mine und zähneknirschend vor die Öffentlichkeit treten, wie leid es ihnen das täte, sie vollstes Verständnis dafür hätten und dass man das ganze vollumfänglich unterstützt.

Lächerlich und unglaubwürdig.

Sie wird doch ganz offensichtlich in ihrer mutigen Entscheidung von allen Beteiligten unterstützt. Ich würde das eher als ein grundsätzlich sehr positives Zeichen werten.
 
Sie dürfte wohl stets ziemlich am Limit unterwegs sein, war ja auch mal was mit Essthematik usw. Sicher nicht einfach so ein Leben als Profi aber mal eine ganze Saison out nach den Erfolgen in 2025 überrascht mich jetz schon. Ähnlich wie seinerzeit bei Rissveds nach Rio 2016. Hoffe sie kommt auch wieder zurück auf die Bühne. 👍
 
Ähnlich wie seinerzeit bei …

Ich musste spontan an eine junge deutsche Fahrerin denken, die seinerzeit nach ihrem größten sportlichen Erfolg aus „privaten Gründen“ (bei den ersten Meldungen sogar noch vom Team unterstützt) eine längere Auszeit verkündete. Irgendwann danach begann die Shit Show.

Einer der Gründe warum mir solche Meldungen (leider) ziemlich gleichgültig geworden sind.
 
Auch mit der Gefahr, dass ich hier komplett zerrissen werde, möchte ich doch auch (m)eine Sichtweise beitragen und das als Personal Trainer der über 15 Jahre auch Top Athleten betreut hat und Bekannte im Frauen World Cup XC hat, die aus bestimmten Gründen die ich hier wieder finde davon zurückgetreten sind.

Vorweg:
Samara ist eine unglaublich sympathische Person, die zB. im Fahrerlager oder Interviews Spaß macht und ihre sportlichen Leistungen stehen außer Frage!
Als unbedarfter scheint es daher überraschend, dass auf dem aktuellen Höhepunkt der Karriere bzw. Leistungsfähigkeit kurz nach Verlängerung der Verträge eine solche Entscheidung verkündet wird. Ist ja irgendwie ein Widerspruch, aber hier möchte ich gerne Ansätzen:

Der mentale Druck und das Mit- besser gesagt Gegeneinander im XC Fahrerfeld ist enorm. Da wird teilweise untereinander kein Wort geredet, da werden Leistungen bis ins kleinste Watt verglichen, evtl. Taktik- oder Fahrfehler angebrangert und insbesondere bei den Frauen auf Gewicht geachtet- leider im für die aktuell herrschenden Vorstellungen wie das vor Ort sein muss, sehr negativen Bereich.

Insbesondere die Gesundheitsabteilungen, Mitarbeiter und Mitwirkenden wie Ärzte, Physios, Team Manager, Vertraute nehmen hier gesundheitskritische Umstände und Zustände in Kauf, wohlwissend wie gesundheitsschadend, (etwas weniger drastisch formuliert) potentiell gesundheitsgefährdend diese sind.

Das Thema Periode und damit natürlich schwankender Leistungsfähigkeit ist immer noch seltenst ein berücksichtiges Thema (siehe dazu Berichte von Theresia Schwenk) bzw. Erhält im professionellen Leistungssport (ebenso Breiten oder Gesundheitssport mit "Tante Jutta") kaum Beachtung.

Trainingsparameter werden schlichtweg nicht darauf angepasst.

Das zweite für mich wichtige: das Thema Gewicht. Es steht mir nicht zu Samaras Gewicht bzw. Körperkonstitution/ Zusammensetzung zu beurteilen weil es nur Rätselraten wäre, trotzdem bleibt aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung die Möglichkeit das optisch grob einkategorisieren zu können.
Deshalb möchte ich das allgemein halten:

Einige Sportlerinnen haben, auch wenn sie aktuelle Höchstleistungen vollbringen, eine ungesunde und teilweise kritische Körperkonstitution im Hinblick auf Muskelmasse, Flüssigkeitshaushalt und Körperfett.
Dieses muss bei Frauen einen gewissen Wert haben, damit alle physiologischen Prozesse wie zB. die Periode funktionieren.
Bei vielen ist der Körperfett sicherlich zu gering.
Somit ist der Körper in einer grundsätzlichen Schädigungssituation und kämpft immer für das Überleben, dh. eig. kann der Körper keine Höchstleistungen vollbringen, wird aber jeden Tag aufs neue dazu gezwungen.
Da ist es leider naheliegend, dass mit einem so grundsätzlich gestörten Gesamtsystem irgendwann andere Teile in Mitleidenschaft gezogen werden.
Für diejenigen die damit noch nie zu tun hatten: einfach Mal versuchen in einem extrem niedrigen Körperfettanteil zu kommen- auf dem Weg dorthin werdet ihr, wenn zu extrem durchgeführt ganz sicher an einem Punkt unausstehlich, unausgeglichen, gereizt usw. werden.

Den Sportlerinnen kann man da kaum/keinen Vorwurf machen, da diese oftmals von Kleinauf an diese Gegebenheiten rangeführt werden und Achtung Theorie: ältere erfahrene Coaches Dinge aus ihrer Zeit als Leistungssportler einfach auch übernehmen.

Was mich dabei immer wieder fassungslos macht, die Gesundheit eines Menschen ist das wichtigste Gut. Ohne die Gesundheit ist alles andere zweitrangig.
Das medizinische Personal, die Trainer usw. haben einfachste Tools um sich ein umfassendes Bild darüber zu machen, in welchem Gesundheitszustand sich ein Athlet befindet: Leistungstests, Körperzusammensetzungsanalysen, Ernährungstagebücher, Wearables, Interviews mit den Athleten, Blutwerte, usw. usw. usw.
Wenn man möchte, sieht man in dem Gesamtbild sofort, in welche Richtung es geht und: hier muss meiner Meinung nach rechtzeitig eingegriffen werden.

Und das passiert leider selten oder andersherum: ufert dann in eine solche Entscheidung.

Es ist in diesem Fall schön, dass alle Sponsoren und die Gesundheitsverantwortlichen diese Entscheidung medial unterstützen, aber für mich bleibt trotzdem die Frage, wieso hat ihr Team das ausufern lassen- denn ganz sicher ist: das Team und Samaras Umfeld hat das sicherlich bemerkt.

Natürlich können auch ganz andere Gründe für die Entscheidung da sein, aber diese Sichtweise wollte ich einfach Mal mitgeben.

Unser Körper ist ein wunderbares Konstrukt, absolut einzigartig, vielschichtig und sensibel- achtet darauf und bietet dem Körper alles was er für ein Überleben in Gut braucht, das ist eine wichtige Grundlage damit alles andere die Möglichkeit hat, überhaupt auf einem bestimmten Niveau zu funktionieren.

Wer bist hier her gelesen hat: danke für deine Zeit und Interesse und ich wünsche Samara und allen anderen Athletinnen Gesundheit und ein verantwortungsvolles Umfeld!
 
Es ist für uns Hobbyradler sicher nicht vorstellbar, wie groß der Druck auf ehrgeizige Leistungssportler sein muss, permanent die größtmögliche Leistung erbringen zu müssen und sich dahin zu optimieren, zumal wenn man dabei im Fokus der Öffentlichkeit steht. Überlastungssyndrome mit Burnout gibt es auch in anderen Arbeitsbereichen. Das Problem bei Leistungssportlern ist, dass sie, wenn sie einmal eine Zeit ihre Leistung nicht abrufen können, warum auch immer, schnell raus sind aus dem Geschäft. Für sowas muss man mit einer stabilen Persönlichkeitsstruktur ausgestattet sein. Hilfreich ist sicher, wenn man den Fokus nicht ausschließlich auf den Sport legt und die Berufswegeplanung parallel betreibt, zumindest bei einer Randsportart wie Mountainbiken. Viele kriegen das ja auch gut hin.

Andererseits muss man ja schon auch sagen, dass diese Sportler den ganzen Tag beruflich das machen, wofür ich nach meiner Arbeit keine Zeit mehr habe. Und wie viele Arbeitnehmer gehen jeden Tag und das 40 Jahre lang unmotiviert in Ihre Firma und zählen die Tage bis zur Rente.
 
Das Ganze erinnert mich an Nico Rosberg in der Formel 1. In Interview sagte er, er habe in der Königsklasse des Motorsports das höchste Ziel erreicht; was will er noch mehr? Gut möglich, dass bei Samara Maxwell ein ähnlicher Mechanismus greift, was ich gut nachvollziehen kann. Wieso den Triumph nicht geniessen und im nächsten Jahr mit neuem Hunger angreifen. Ich kann mir vorstellen, dass nicht alle Leistungssportler eine Befriedigung in der endlosen Wiederholung des bereits erreichten Zieles finden.
 
Auch mit der Gefahr, dass ich hier komplett zerrissen werde, möchte ich doch auch (m)eine Sichtweise beitragen und das als Personal Trainer der über 15 Jahre auch Top Athleten betreut hat und Bekannte im Frauen World Cup XC hat, die aus bestimmten Gründen die ich hier wieder finde davon zurückgetreten sind.

Vorweg:
Samara ist eine unglaublich sympathische Person, die zB. im Fahrerlager oder Interviews Spaß macht und ihre sportlichen Leistungen stehen außer Frage!
Als unbedarfter scheint es daher überraschend, dass auf dem aktuellen Höhepunkt der Karriere bzw. Leistungsfähigkeit kurz nach Verlängerung der Verträge eine solche Entscheidung verkündet wird. Ist ja irgendwie ein Widerspruch, aber hier möchte ich gerne Ansätzen:

Der mentale Druck und das Mit- besser gesagt Gegeneinander im XC Fahrerfeld ist enorm. Da wird teilweise untereinander kein Wort geredet, da werden Leistungen bis ins kleinste Watt verglichen, evtl. Taktik- oder Fahrfehler angebrangert und insbesondere bei den Frauen auf Gewicht geachtet- leider im für die aktuell herrschenden Vorstellungen wie das vor Ort sein muss, sehr negativen Bereich.

Insbesondere die Gesundheitsabteilungen, Mitarbeiter und Mitwirkenden wie Ärzte, Physios, Team Manager, Vertraute nehmen hier gesundheitskritische Umstände und Zustände in Kauf, wohlwissend wie gesundheitsschadend, (etwas weniger drastisch formuliert) potentiell gesundheitsgefährdend diese sind.

Das Thema Periode und damit natürlich schwankender Leistungsfähigkeit ist immer noch seltenst ein berücksichtiges Thema (siehe dazu Berichte von Theresia Schwenk) bzw. Erhält im professionellen Leistungssport (ebenso Breiten oder Gesundheitssport mit "Tante Jutta") kaum Beachtung.

Trainingsparameter werden schlichtweg nicht darauf angepasst.

Das zweite für mich wichtige: das Thema Gewicht. Es steht mir nicht zu Samaras Gewicht bzw. Körperkonstitution/ Zusammensetzung zu beurteilen weil es nur Rätselraten wäre, trotzdem bleibt aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung die Möglichkeit das optisch grob einkategorisieren zu können.
Deshalb möchte ich das allgemein halten:

Einige Sportlerinnen haben, auch wenn sie aktuelle Höchstleistungen vollbringen, eine ungesunde und teilweise kritische Körperkonstitution im Hinblick auf Muskelmasse, Flüssigkeitshaushalt und Körperfett.
Dieses muss bei Frauen einen gewissen Wert haben, damit alle physiologischen Prozesse wie zB. die Periode funktionieren.
Bei vielen ist der Körperfett sicherlich zu gering.
Somit ist der Körper in einer grundsätzlichen Schädigungssituation und kämpft immer für das Überleben, dh. eig. kann der Körper keine Höchstleistungen vollbringen, wird aber jeden Tag aufs neue dazu gezwungen.
Da ist es leider naheliegend, dass mit einem so grundsätzlich gestörten Gesamtsystem irgendwann andere Teile in Mitleidenschaft gezogen werden.
Für diejenigen die damit noch nie zu tun hatten: einfach Mal versuchen in einem extrem niedrigen Körperfettanteil zu kommen- auf dem Weg dorthin werdet ihr, wenn zu extrem durchgeführt ganz sicher an einem Punkt unausstehlich, unausgeglichen, gereizt usw. werden.

Den Sportlerinnen kann man da kaum/keinen Vorwurf machen, da diese oftmals von Kleinauf an diese Gegebenheiten rangeführt werden und Achtung Theorie: ältere erfahrene Coaches Dinge aus ihrer Zeit als Leistungssportler einfach auch übernehmen.

Was mich dabei immer wieder fassungslos macht, die Gesundheit eines Menschen ist das wichtigste Gut. Ohne die Gesundheit ist alles andere zweitrangig.
Das medizinische Personal, die Trainer usw. haben einfachste Tools um sich ein umfassendes Bild darüber zu machen, in welchem Gesundheitszustand sich ein Athlet befindet: Leistungstests, Körperzusammensetzungsanalysen, Ernährungstagebücher, Wearables, Interviews mit den Athleten, Blutwerte, usw. usw. usw.
Wenn man möchte, sieht man in dem Gesamtbild sofort, in welche Richtung es geht und: hier muss meiner Meinung nach rechtzeitig eingegriffen werden.

Und das passiert leider selten oder andersherum: ufert dann in eine solche Entscheidung.

Es ist in diesem Fall schön, dass alle Sponsoren und die Gesundheitsverantwortlichen diese Entscheidung medial unterstützen, aber für mich bleibt trotzdem die Frage, wieso hat ihr Team das ausufern lassen- denn ganz sicher ist: das Team und Samaras Umfeld hat das sicherlich bemerkt.

Natürlich können auch ganz andere Gründe für die Entscheidung da sein, aber diese Sichtweise wollte ich einfach Mal mitgeben.

Unser Körper ist ein wunderbares Konstrukt, absolut einzigartig, vielschichtig und sensibel- achtet darauf und bietet dem Körper alles was er für ein Überleben in Gut braucht, das ist eine wichtige Grundlage damit alles andere die Möglichkeit hat, überhaupt auf einem bestimmten Niveau zu funktionieren.

Wer bist hier her gelesen hat: danke für deine Zeit und Interesse und ich wünsche Samara und allen anderen Athletinnen Gesundheit und ein verantwortungsvolles Umfeld!
Kann es sein das man heute als Sportler(in) und Trainer(in) einfach zu viel über Training weiß und zu viele Daten messen und erheben kann? Schlaf, Ernährung, Training. Alles wird gemessen, dokumentiert und optimiert. Entsprechend weiß man auch welche Konsequenzen eine Abweichung vom Trainingsplan, schlechter Schlaf, unpassende Ernährung auf die Leistung und Wettkampfergebnisse hat.
Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Athletin oder Athlet 2-3 Saisonen Spaß daran hat dieses durchoptimierte Leben zu führen und seine maximale Leistung zu erreichen. Aber das über 5-10 Jahre aufrecht zu erhalten stelle ich mir mental als sehr belastend vor.
 
Auch mit der Gefahr, dass ich hier komplett zerrissen werde, möchte ich doch auch (m)eine Sichtweise beitragen ...
Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, hier irgendetwas zu zerreißen. Danke für deinen sachlichen und vor allem fundierten Beitrag. :daumen:
Wir Hobbysportler haben in aller Regel nicht den Hauch einer Ahnung, wie hart der Alltag eines Leistungssportlers ist. Die meisten haben bereits Mühe, halbwegs strukturiert zu trainieren und sich passend zu ernähren. Vom Druck, auf Kommando (also im Rennen) Top Leistung abzurufen, gar nicht zu reden. Nebenher noch Sponsoren und (soziale) Medien, die möglichst mit einem Lächeln bedient werden sollen.
Viele scheinen diesen Spagat für eine gewisse Zeit hin zu bekommen. Zumindest laienhaft von außen betrachtet. Zu welchem Preis ist fraglich. Für einige ist es offensichtlich zu viel und ehrlich gesagt bin ich froh um jede Sportlerin und jeden Sportler, die/der die Signale rechtzeitig erkennt, gegensteuert und das auch entsprechend publik macht. Der Druck, der sicher auch zu einem großen Teil selbst auferlegt ist, muss riesig sein. Man weiß genau, dass nur durch diese extreme Gratwanderung das Maximum zu erreichen ist. Sponsoren, Teams, Fans, ... wollen nicht enttäuscht werden. Schließlich hängt nicht nur der aktuelle Erfolg daran, sondern auch die kommende(n) Saison(en). Umso besser wenn wie bei Samara Sponsoren und Team zu ihr halten. Sie haben in der abgelaufenen Saison auch viel von ihr profitiert. Da scheint es nur fair, so zu handeln.
Ich drücke ihr beide Daumen, dass sie 2027 wieder da anknüpfen kann, wo sie 2025 aufgehört hat! Ihre Fahrweise ist eine echte Bereicherung in jedem Rennen und wird (mir) 2026 fehlen.

Zukünftig wird es möglicherweise immer wichtiger, sich (wie auf der Straße) auf bestimmte Ziele zu fokussieren. Die gesamte Saison inkl. WM, EM, vielleicht sogar Olympia - dazu noch Short Track, wird wohl immer schwieriger. Die weitere "Globalisierung" des Rennkalenders mit zusätzlichem Reisestress macht das alles nicht einfacher.
 
Kann es sein das man heute als Sportler(in) und Trainer(in) einfach zu viel über Training weiß und zu viele Daten messen und erheben kann? Schlaf, Ernährung, Training. Alles wird gemessen, dokumentiert und optimiert. Entsprechend weiß man auch welche Konsequenzen eine Abweichung vom Trainingsplan, schlechter Schlaf, unpassende Ernährung auf die Leistung und Wettkampfergebnisse hat.
Man weiß vor allem, dass wenn man nur einen der aufgezählten Aspekte vernachlässigt, die Konkurrenz sofort davon profitiert. Bei der aktuellen Leistungsdichte also erstmal keine Option.
 
Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Athletin oder Athlet 2-3 Saisonen Spaß daran hat dieses durchoptimierte Leben zu führen und seine maximale Leistung zu erreichen. Aber das über 5-10 Jahre aufrecht zu erhalten stelle ich mir mental als sehr belastend vor.
Vielleicht sind deshalb in den letzten Jahren einige junge Fahrerinnen von der Spitze verschwunden oder konnten den Trend in Richtung Spitze nicht weiter verfolgen?
 
Auch mit der Gefahr, dass ich hier komplett zerrissen werde, möchte ich doch auch (m)eine Sichtweise beitragen und das als Personal Trainer der über 15 Jahre auch Top Athleten betreut hat und Bekannte im Frauen World Cup XC hat, die aus bestimmten Gründen die ich hier wieder finde davon zurückgetreten sind.

Vorweg:
Samara ist eine unglaublich sympathische Person, die zB. im Fahrerlager oder Interviews Spaß macht und ihre sportlichen Leistungen stehen außer Frage!
Als unbedarfter scheint es daher überraschend, dass auf dem aktuellen Höhepunkt der Karriere bzw. Leistungsfähigkeit kurz nach Verlängerung der Verträge eine solche Entscheidung verkündet wird. Ist ja irgendwie ein Widerspruch, aber hier möchte ich gerne Ansätzen:

Der mentale Druck und das Mit- besser gesagt Gegeneinander im XC Fahrerfeld ist enorm. Da wird teilweise untereinander kein Wort geredet, da werden Leistungen bis ins kleinste Watt verglichen, evtl. Taktik- oder Fahrfehler angebrangert und insbesondere bei den Frauen auf Gewicht geachtet- leider im für die aktuell herrschenden Vorstellungen wie das vor Ort sein muss, sehr negativen Bereich.

Insbesondere die Gesundheitsabteilungen, Mitarbeiter und Mitwirkenden wie Ärzte, Physios, Team Manager, Vertraute nehmen hier gesundheitskritische Umstände und Zustände in Kauf, wohlwissend wie gesundheitsschadend, (etwas weniger drastisch formuliert) potentiell gesundheitsgefährdend diese sind.

Das Thema Periode und damit natürlich schwankender Leistungsfähigkeit ist immer noch seltenst ein berücksichtiges Thema (siehe dazu Berichte von Theresia Schwenk) bzw. Erhält im professionellen Leistungssport (ebenso Breiten oder Gesundheitssport mit "Tante Jutta") kaum Beachtung.

Trainingsparameter werden schlichtweg nicht darauf angepasst.

Das zweite für mich wichtige: das Thema Gewicht. Es steht mir nicht zu Samaras Gewicht bzw. Körperkonstitution/ Zusammensetzung zu beurteilen weil es nur Rätselraten wäre, trotzdem bleibt aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung die Möglichkeit das optisch grob einkategorisieren zu können.
Deshalb möchte ich das allgemein halten:

Einige Sportlerinnen haben, auch wenn sie aktuelle Höchstleistungen vollbringen, eine ungesunde und teilweise kritische Körperkonstitution im Hinblick auf Muskelmasse, Flüssigkeitshaushalt und Körperfett.
Dieses muss bei Frauen einen gewissen Wert haben, damit alle physiologischen Prozesse wie zB. die Periode funktionieren.
Bei vielen ist der Körperfett sicherlich zu gering.
Somit ist der Körper in einer grundsätzlichen Schädigungssituation und kämpft immer für das Überleben, dh. eig. kann der Körper keine Höchstleistungen vollbringen, wird aber jeden Tag aufs neue dazu gezwungen.
Da ist es leider naheliegend, dass mit einem so grundsätzlich gestörten Gesamtsystem irgendwann andere Teile in Mitleidenschaft gezogen werden.
Für diejenigen die damit noch nie zu tun hatten: einfach Mal versuchen in einem extrem niedrigen Körperfettanteil zu kommen- auf dem Weg dorthin werdet ihr, wenn zu extrem durchgeführt ganz sicher an einem Punkt unausstehlich, unausgeglichen, gereizt usw. werden.

Den Sportlerinnen kann man da kaum/keinen Vorwurf machen, da diese oftmals von Kleinauf an diese Gegebenheiten rangeführt werden und Achtung Theorie: ältere erfahrene Coaches Dinge aus ihrer Zeit als Leistungssportler einfach auch übernehmen.

Was mich dabei immer wieder fassungslos macht, die Gesundheit eines Menschen ist das wichtigste Gut. Ohne die Gesundheit ist alles andere zweitrangig.
Das medizinische Personal, die Trainer usw. haben einfachste Tools um sich ein umfassendes Bild darüber zu machen, in welchem Gesundheitszustand sich ein Athlet befindet: Leistungstests, Körperzusammensetzungsanalysen, Ernährungstagebücher, Wearables, Interviews mit den Athleten, Blutwerte, usw. usw. usw.
Wenn man möchte, sieht man in dem Gesamtbild sofort, in welche Richtung es geht und: hier muss meiner Meinung nach rechtzeitig eingegriffen werden.

Und das passiert leider selten oder andersherum: ufert dann in eine solche Entscheidung.

Es ist in diesem Fall schön, dass alle Sponsoren und die Gesundheitsverantwortlichen diese Entscheidung medial unterstützen, aber für mich bleibt trotzdem die Frage, wieso hat ihr Team das ausufern lassen- denn ganz sicher ist: das Team und Samaras Umfeld hat das sicherlich bemerkt.

Natürlich können auch ganz andere Gründe für die Entscheidung da sein, aber diese Sichtweise wollte ich einfach Mal mitgeben.

Unser Körper ist ein wunderbares Konstrukt, absolut einzigartig, vielschichtig und sensibel- achtet darauf und bietet dem Körper alles was er für ein Überleben in Gut braucht, das ist eine wichtige Grundlage damit alles andere die Möglichkeit hat, überhaupt auf einem bestimmten Niveau zu funktionieren.

Wer bist hier her gelesen hat: danke für deine Zeit und Interesse und ich wünsche Samara und allen anderen Athletinnen Gesundheit und ein verantwortungsvolles Umfeld!
Es wird untereinander teilweise kein Wort geredet? Dann ist also das tolle Miteinander was die Mädels vor der Kamera so zeigen alles nur Show? Wenn Jenny Rissveds Konkurrentinnen tröstend in den Arm nimmt, alles falsches Spiel? Oder Puck Pieterse beim letzten Cyclocross Worldcup Jolanda Neff in ihrem YouTube Video ob ihrer herausragenden technischen Fähigkeiten über den grünen Klee lobt, gar nicht echt?
 
Es wird untereinander teilweise kein Wort geredet? Dann ist also das tolle Miteinander was die Mädels vor der Kamera so zeigen alles nur Show? Wenn Jenny Rissveds Konkurrentinnen tröstend in den Arm nimmt, alles falsches Spiel? Oder Puck Pieterse beim letzten Cyclocross Worldcup Jolanda Neff in ihrem YouTube Video ob ihrer herausragenden technischen Fähigkeiten über den grünen Klee lobt, gar nicht echt?

Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Wenn MMMTB da einen tieferen Einblick in das Geschäft hat, hat er vielleicht nochmal andere Informationen, mir geht es aber auch so, dass ich bei den Rennen immer total den Eindruck habe, dass vor allem die Fahrerinnen ehrlich freundschaftlich miteinander umgehen und sich auch füreinander freuen. Auch in den sozialen Medien wird ja immer sehr wertschätzend und nett miteinander kommuniziert. Würde mich auch wundern, wenn das alles Fassade wäre.
 
Kann es sein das man heute als Sportler(in) und Trainer(in) einfach zu viel über Training weiß und zu viele Daten messen und erheben kann? Schlaf, Ernährung, Training. Alles wird gemessen, dokumentiert und optimiert. Entsprechend weiß man auch welche Konsequenzen eine Abweichung vom Trainingsplan, schlechter Schlaf, unpassende Ernährung auf die Leistung und Wettkampfergebnisse hat.
Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Athletin oder Athlet 2-3 Saisonen Spaß daran hat dieses durchoptimierte Leben zu führen und seine maximale Leistung zu erreichen. Aber das über 5-10 Jahre aufrecht zu erhalten stelle ich mir mental als sehr belastend vor.
Gute Frage!

Ja, ganz bestimmt kann man das auch Überanalysieren und meine Herangehensweise war immer: das Werkzeug zu dem Zeitpunkt nutzen, wo es notwendig wird. Das bedeutet situationsabhängig entscheiden was und wie viel man erfahren möchte.
Kommt denke ich auch auf die Ressourcen an und wie der Athlet mit solchen Informationen umgeht und daran interesse hat.

Wichtig dabei: man sollte immer die in die Wiege gelegte eigene Körperwahrnehmung nutzen und falls entfremdet, wieder erlernen - denn meiner Meinung nach sind gerade wearables mit Vorsicht zu genießen.

Einen zu schnellen Puls oder schlechten Schlaf, sollte man auch ohne dass es die KI einem mitteilt erkennen.
 
Es wird untereinander teilweise kein Wort geredet? Dann ist also das tolle Miteinander was die Mädels vor der Kamera so zeigen alles nur Show? Wenn Jenny Rissveds Konkurrentinnen tröstend in den Arm nimmt, alles falsches Spiel? Oder Puck Pieterse beim letzten Cyclocross Worldcup Jolanda Neff in ihrem YouTube Video ob ihrer herausragenden technischen Fähigkeiten über den grünen Klee lobt, gar nicht echt?

Wieso so schwarz weiß?

Deine Beispiele habe ich ja mit keinem Wort angezweifelt - deshalb und du zitierst das wichtige Wort ja selbst: teilweise.

Zudem kann ich dir versichern, dass social Media etc. oftmals bis selten die reale Welt zeigt und ja: Konkurrentinnen reden TEILWEISE nicht miteinander, da herrscht eine ganz negative Ellenbogenmentalität - TEILWEISE!

Ist auf jeden Fall eine andere Situation als zB. in der Disziplin Downhill oder Enduro.

Deine Beispiele sind trotzdem wichtig und richtig :)
 
Es wird untereinander teilweise kein Wort geredet? Dann ist also das tolle Miteinander was die Mädels vor der Kamera so zeigen alles nur Show? Wenn Jenny Rissveds Konkurrentinnen tröstend in den Arm nimmt, alles falsches Spiel? Oder Puck Pieterse beim letzten Cyclocross Worldcup Jolanda Neff in ihrem YouTube Video ob ihrer herausragenden technischen Fähigkeiten über den grünen Klee lobt,
Auch mit der Gefahr, dass ich hier komplett zerrissen werde, möchte ich doch auch (m)eine Sichtweise beitragen und das als Personal Trainer der über 15 Jahre auch Top Athleten betreut hat und Bekannte im Frauen World Cup XC hat, die aus bestimmten Gründen die ich hier wieder finde davon zurückgetreten sind.

Vorweg:
Samara ist eine unglaublich sympathische Person, die zB. im Fahrerlager oder Interviews Spaß macht und ihre sportlichen Leistungen stehen außer Frage!
Als unbedarfter scheint es daher überraschend, dass auf dem aktuellen Höhepunkt der Karriere bzw. Leistungsfähigkeit kurz nach Verlängerung der Verträge eine solche Entscheidung verkündet wird. Ist ja irgendwie ein Widerspruch, aber hier möchte ich gerne Ansätzen:

Der mentale Druck und das Mit- besser gesagt Gegeneinander im XC Fahrerfeld ist enorm. Da wird teilweise untereinander kein Wort geredet, da werden Leistungen bis ins kleinste Watt verglichen, evtl. Taktik- oder Fahrfehler angebrangert und insbesondere bei den Frauen auf Gewicht geachtet- leider im für die aktuell herrschenden Vorstellungen wie das vor Ort sein muss, sehr negativen Bereich.

Insbesondere die Gesundheitsabteilungen, Mitarbeiter und Mitwirkenden wie Ärzte, Physios, Team Manager, Vertraute nehmen hier gesundheitskritische Umstände und Zustände in Kauf, wohlwissend wie gesundheitsschadend, (etwas weniger drastisch formuliert) potentiell gesundheitsgefährdend diese sind.

Das Thema Periode und damit natürlich schwankender Leistungsfähigkeit ist immer noch seltenst ein berücksichtiges Thema (siehe dazu Berichte von Theresia Schwenk) bzw. Erhält im professionellen Leistungssport (ebenso Breiten oder Gesundheitssport mit "Tante Jutta") kaum Beachtung.

Trainingsparameter werden schlichtweg nicht darauf angepasst.

Das zweite für mich wichtige: das Thema Gewicht. Es steht mir nicht zu Samaras Gewicht bzw. Körperkonstitution/ Zusammensetzung zu beurteilen weil es nur Rätselraten wäre, trotzdem bleibt aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung die Möglichkeit das optisch grob einkategorisieren zu können.
Deshalb möchte ich das allgemein halten:

Einige Sportlerinnen haben, auch wenn sie aktuelle Höchstleistungen vollbringen, eine ungesunde und teilweise kritische Körperkonstitution im Hinblick auf Muskelmasse, Flüssigkeitshaushalt und Körperfett.
Dieses muss bei Frauen einen gewissen Wert haben, damit alle physiologischen Prozesse wie zB. die Periode funktionieren.
Bei vielen ist der Körperfett sicherlich zu gering.
Somit ist der Körper in einer grundsätzlichen Schädigungssituation und kämpft immer für das Überleben, dh. eig. kann der Körper keine Höchstleistungen vollbringen, wird aber jeden Tag aufs neue dazu gezwungen.
Da ist es leider naheliegend, dass mit einem so grundsätzlich gestörten Gesamtsystem irgendwann andere Teile in Mitleidenschaft gezogen werden.
Für diejenigen die damit noch nie zu tun hatten: einfach Mal versuchen in einem extrem niedrigen Körperfettanteil zu kommen- auf dem Weg dorthin werdet ihr, wenn zu extrem durchgeführt ganz sicher an einem Punkt unausstehlich, unausgeglichen, gereizt usw. werden.

Den Sportlerinnen kann man da kaum/keinen Vorwurf machen, da diese oftmals von Kleinauf an diese Gegebenheiten rangeführt werden und Achtung Theorie: ältere erfahrene Coaches Dinge aus ihrer Zeit als Leistungssportler einfach auch übernehmen.

Was mich dabei immer wieder fassungslos macht, die Gesundheit eines Menschen ist das wichtigste Gut. Ohne die Gesundheit ist alles andere zweitrangig.
Das medizinische Personal, die Trainer usw. haben einfachste Tools um sich ein umfassendes Bild darüber zu machen, in welchem Gesundheitszustand sich ein Athlet befindet: Leistungstests, Körperzusammensetzungsanalysen, Ernährungstagebücher, Wearables, Interviews mit den Athleten, Blutwerte, usw. usw. usw.
Wenn man möchte, sieht man in dem Gesamtbild sofort, in welche Richtung es geht und: hier muss meiner Meinung nach rechtzeitig eingegriffen werden.

Und das passiert leider selten oder andersherum: ufert dann in eine solche Entscheidung.

Es ist in diesem Fall schön, dass alle Sponsoren und die Gesundheitsverantwortlichen diese Entscheidung medial unterstützen, aber für mich bleibt trotzdem die Frage, wieso hat ihr Team das ausufern lassen- denn ganz sicher ist: das Team und Samaras Umfeld hat das sicherlich bemerkt.

Natürlich können auch ganz andere Gründe für die Entscheidung da sein, aber diese Sichtweise wollte ich einfach Mal mitgeben.

Unser Körper ist ein wunderbares Konstrukt, absolut einzigartig, vielschichtig und sensibel- achtet darauf und bietet dem Körper alles was er für ein Überleben in Gut braucht, das ist eine wichtige Grundlage damit alles andere die Möglichkeit hat, überhaupt auf einem bestimmten Niveau zu funktionieren.

Wer bist hier her gelesen hat: danke für deine Zeit und Interesse und ich wünsche Samara und allen anderen Athletinnen Gesundheit und ein verantwortungsvolles Umfeld!
 
Auch mit der Gefahr, dass ich hier komplett zerrissen werde, möchte ich doch auch (m)eine Sichtweise beitragen und das als Personal Trainer der über 15 Jahre auch Top Athleten betreut hat und Bekannte im Frauen World Cup XC hat, die aus bestimmten Gründen die ich hier wieder finde davon zurückgetreten sind.

Vorweg:
Samara ist eine unglaublich sympathische Person, die zB. im Fahrerlager oder Interviews Spaß macht und ihre sportlichen Leistungen stehen außer Frage!
Als unbedarfter scheint es daher überraschend, dass auf dem aktuellen Höhepunkt der Karriere bzw. Leistungsfähigkeit kurz nach Verlängerung der Verträge eine solche Entscheidung verkündet wird. Ist ja irgendwie ein Widerspruch, aber hier möchte ich gerne Ansätzen:

Der mentale Druck und das Mit- besser gesagt Gegeneinander im XC Fahrerfeld ist enorm. Da wird teilweise untereinander kein Wort geredet, da werden Leistungen bis ins kleinste Watt verglichen, evtl. Taktik- oder Fahrfehler angebrangert und insbesondere bei den Frauen auf Gewicht geachtet- leider im für die aktuell herrschenden Vorstellungen wie das vor Ort sein muss, sehr negativen Bereich.

Insbesondere die Gesundheitsabteilungen, Mitarbeiter und Mitwirkenden wie Ärzte, Physios, Team Manager, Vertraute nehmen hier gesundheitskritische Umstände und Zustände in Kauf, wohlwissend wie gesundheitsschadend, (etwas weniger drastisch formuliert) potentiell gesundheitsgefährdend diese sind.

Das Thema Periode und damit natürlich schwankender Leistungsfähigkeit ist immer noch seltenst ein berücksichtiges Thema (siehe dazu Berichte von Theresia Schwenk) bzw. Erhält im professionellen Leistungssport (ebenso Breiten oder Gesundheitssport mit "Tante Jutta") kaum Beachtung.

Trainingsparameter werden schlichtweg nicht darauf angepasst.

Das zweite für mich wichtige: das Thema Gewicht. Es steht mir nicht zu Samaras Gewicht bzw. Körperkonstitution/ Zusammensetzung zu beurteilen weil es nur Rätselraten wäre, trotzdem bleibt aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung die Möglichkeit das optisch grob einkategorisieren zu können.
Deshalb möchte ich das allgemein halten:

Einige Sportlerinnen haben, auch wenn sie aktuelle Höchstleistungen vollbringen, eine ungesunde und teilweise kritische Körperkonstitution im Hinblick auf Muskelmasse, Flüssigkeitshaushalt und Körperfett.
Dieses muss bei Frauen einen gewissen Wert haben, damit alle physiologischen Prozesse wie zB. die Periode funktionieren.
Bei vielen ist der Körperfett sicherlich zu gering.
Somit ist der Körper in einer grundsätzlichen Schädigungssituation und kämpft immer für das Überleben, dh. eig. kann der Körper keine Höchstleistungen vollbringen, wird aber jeden Tag aufs neue dazu gezwungen.
Da ist es leider naheliegend, dass mit einem so grundsätzlich gestörten Gesamtsystem irgendwann andere Teile in Mitleidenschaft gezogen werden.
Für diejenigen die damit noch nie zu tun hatten: einfach Mal versuchen in einem extrem niedrigen Körperfettanteil zu kommen- auf dem Weg dorthin werdet ihr, wenn zu extrem durchgeführt ganz sicher an einem Punkt unausstehlich, unausgeglichen, gereizt usw. werden.

Den Sportlerinnen kann man da kaum/keinen Vorwurf machen, da diese oftmals von Kleinauf an diese Gegebenheiten rangeführt werden und Achtung Theorie: ältere erfahrene Coaches Dinge aus ihrer Zeit als Leistungssportler einfach auch übernehmen.

Was mich dabei immer wieder fassungslos macht, die Gesundheit eines Menschen ist das wichtigste Gut. Ohne die Gesundheit ist alles andere zweitrangig.
Das medizinische Personal, die Trainer usw. haben einfachste Tools um sich ein umfassendes Bild darüber zu machen, in welchem Gesundheitszustand sich ein Athlet befindet: Leistungstests, Körperzusammensetzungsanalysen, Ernährungstagebücher, Wearables, Interviews mit den Athleten, Blutwerte, usw. usw. usw.
Wenn man möchte, sieht man in dem Gesamtbild sofort, in welche Richtung es geht und: hier muss meiner Meinung nach rechtzeitig eingegriffen werden.

Und das passiert leider selten oder andersherum: ufert dann in eine solche Entscheidung.

Es ist in diesem Fall schön, dass alle Sponsoren und die Gesundheitsverantwortlichen diese Entscheidung medial unterstützen, aber für mich bleibt trotzdem die Frage, wieso hat ihr Team das ausufern lassen- denn ganz sicher ist: das Team und Samaras Umfeld hat das sicherlich bemerkt.

Natürlich können auch ganz andere Gründe für die Entscheidung da sein, aber diese Sichtweise wollte ich einfach Mal mitgeben.

Unser Körper ist ein wunderbares Konstrukt, absolut einzigartig, vielschichtig und sensibel- achtet darauf und bietet dem Körper alles was er für ein Überleben in Gut braucht, das ist eine wichtige Grundlage damit alles andere die Möglichkeit hat, überhaupt auf einem bestimmten Niveau zu funktionieren.

Wer bist hier her gelesen hat: danke für deine Zeit und Interesse und ich wünsche Samara und allen anderen Athletinnen Gesundheit und ein verantwortungsvolles Umfeld!
Hi, also so ganz kann ich dir nicht zustimmen. Ich bin jetzt seit 6 Jahren als Betreuer beim WC dabei in unterschiedlichen Teams.
Natürlich reden die Fahrer miteinander und trainieren auch zusammen. Wer mal am WC ende die Party in Kanada miterlegt hat weis auch, dss dort nicht nur Wasser getrunken wird.
Das Gewicht ist immer ein Thema im Radsport, egal in welcher Disziplin kann sich aber auch wieder ändern. Jetzt wo Warner eher schneller Rennen will als technische. Wird gesammt Watt wohl wichtiger werden als Watt/ kg
 
Das Gewicht ist immer ein Thema im Radsport, egal in welcher Disziplin kann sich aber auch wieder ändern. Jetzt wo Warner eher schneller Rennen will als technische. Wird gesammt Watt wohl wichtiger werden als Watt/ kg
wäre geil für schwarzbauer. dann noch auf 32er? das wird gut.

zum thema gewicht hätte ich die goldene himbeere an die eurosport moderation zu verleihen. das war ja absolut unerträglich als sie letztes jahr bei fast jeder etappe der tdf der frauen mehrmals erwähnt haben wieviel kg genau die eh schon schlanke pauline für das rennen nun abgenommen hat. der co moderator war dessen geradezu euphorisch. es wäre eher die chance gewesen sowas kritisch zu hinterfragen. bitte medien schulen. danke
 
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