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Insolvenzen in der Bike-Industrie: Gibt es Licht am Ende des Tunnels?

Zumindest wird der Rahmen wohl, aufgrund der Notwendigkeit zur stabilen Befestigung des Motors sowie eines größeren Unterrohrdurchmessers zur Akku-Aufnahme eher nicht leichter, als beim motorlosen Rad.
Wird gerade offtopic- aber da spielt ja auch noch das verwendete Rahmenmaterial mit rein. Vom Grundgedanken kann ich die Herangehensweise des ursprünglichen Beitrags verstehen - aber 100% inhaltlich korrekt ist er m.M.n. nicht.
 
Wird gerade offtopic- aber da spielt ja auch noch das verwendete Rahmenmaterial mit rein. Vom Grundgedanken kann ich die Herangehensweise des ursprünglichen Beitrags verstehen - aber 100% inhaltlich korrekt ist er m.M.n. nicht.
Na ja, beim angesprochenen Vergleich unterstelle ich schon, dass jeweils Alu mit Alu bzw. Carbon mit Carbon verglichen werden sollte.
 
Für mich zeigt sich klar, dass der MTB-Markt deutlich abgekühlt ist. Viele haben bereits ein gutes Bike und halten sich mit Neukäufen zurück – ein typisches Beispiel ist der E-Bike-Fahrer, der im Sommer fünfmal zur Almhütte fährt und damit völlig zufrieden ist, der braucht nicht alle zwei bis drei Jahre ein neues Rad. Rennrad und besonders Gravel wirken aktuell deutlich lebendiger, zumindest nach dem, was man in Social Media und in der Szene wahrnimmt. Spätestens wenn die ersten 32"-MTBs kommen, kauft dann sowieso wieder jeder ein neues Bike 😂
 
Wird gerade offtopic- aber da spielt ja auch noch das verwendete Rahmenmaterial mit rein. Vom Grundgedanken kann ich die Herangehensweise des ursprünglichen Beitrags verstehen - aber 100% inhaltlich korrekt ist er m.M.n. nicht.
Ich habe extra "ausstattungsbereinigt etc." geschrieben und auch vorhin extra "vergleiche bitte kein Amflow mit irgend einem Bike mit Bosch-Motor" geschrieben.
Beispiel: Firma X haut ein Bio-Enduro und ein E-Enduro raus...beide quasi gleiches Rad mit gleicher Ausstattung nur eines davon hat einen Motor. In diesem Fall werden beide Räder niemals beim gleichen Gewicht landen können.
Also kleineres echtes Beispiel: Propain Tyee vs Sresh SL. Das sind beides +- die gleichen Räder und das Sresh SL wiegt im Best-Case 18+ Kilo und das Tyee im Best-Case 15 Kilo...jetzt rate doch mal woher der Großteil dieser ca. 3 Kilo kommen...genau vom Motor und der Battery.

Also um es für dich nochmal zusammenzufassen und zu verdeutlichen: ein E-Enduro kann niemals das gleiche Gewicht eines vergleichbaren (Ausstattung, Rahmenmaterial etc.) Bio-Enduros erreichen.
 
Ich habe extra "ausstattungsbereinigt etc." geschrieben und auch vorhin extra "vergleiche bitte kein Amflow mit irgend einem Bike mit Bosch-Motor" geschrieben.
Beispiel: Firma X haut ein Bio-Enduro und ein E-Enduro raus...beide quasi gleiches Rad mit gleicher Ausstattung nur eines davon hat einen Motor. In diesem Fall werden beide Räder niemals beim gleichen Gewicht landen können.
Also kleineres echtes Beispiel: Propain Tyee vs Sresh SL. Das sind beides +- die gleichen Räder und das Sresh SL wiegt im Best-Case 18+ Kilo und das Tyee im Best-Case 15 Kilo...jetzt rate doch mal woher der Großteil dieser ca. 3 Kilo kommen...genau vom Motor und der Battery.

Also um es für dich nochmal zusammenzufassen und zu verdeutlichen: ein E-Enduro kann niemals das gleiche Gewicht eines vergleichbaren (Ausstattung, Rahmenmaterial etc.) Bio-Enduros erreichen.
Theoretisch. Wenn auch die Preise vergleichbar sind - das ist ja sicher Teil des Problems, dass viele Rahmen ohne „e“ nur noch billigst (und schwerer als nötig/möglich) zusammengerotzt/-gekauft werden, egal ob Alu oder Karbon, weil die Margen sonst gar nicht mehr passen. Hightech wird halt inzwischen vorrangig mit Motor positioniert.
 
Der Gewichtsunterschied von Avinox zu Bosch liegt bei 300g. Die Akkus sind ähnlich schwer. Das wird kaum die Entscheidung der Bikehersteller beeinflussen. (Der Bosch SX ist 500g leichter).

Der Bosch CX Gen5 ist ein hervorragender Motor, der auch gegenüber dem Avinox konkurrenzfähig ist. Beide haben ihre Vorzüge und nicht jeder E-Biker will/braucht die Power des Avinox.

Außerdem gibt es den Avinox bislang nur in E-MTBs, das ist ja nur ein Teil des Marktes. Der Hauptanteil der verkauften Fahrräder in D sind City-/Touren-/Trekking-Räder. Da gibt es den Avinox nicht.

Weltweit betrachtet sind die Marktverhältnisse nochmal anders, da in anderen Ländern bspw. durchaus noch immer Nabenmotoren Vorrang haben und Hersteller wie Bafang große Marktanteile besitzen.

Man muss auch nicht immer alles, was aus D kommt schlecht reden und als rückständig betrachten.
…und ob es beim Überleben wirklich um paar Gramm oder Nm geht, wage ich zu bezweifeln. Immerhin sprechen wir von Insolvenzen, da steckt das Problem schon im Begriff: Liquidität… Es fehlt einfach Kohle.

Es geht um Vertriebsmacht, überschaubare Garantiekosten und nicht zuletzt um Margen, nicht um beste Technik. Und hohe Margen bringen mehr Werbegeld, um das Image zu stärken (Technik weniger wichtig), Multiplikatoren zu kaufen und nicht zuletzt Herstellern günstige Preise zu geben.

Dann läuft das Rad, und neue Spieler im Markt haben es schwerer mit dem Einstieg - und schwerer heißt teurer. Deshalb denke ich, dass sich Bosch schon wirklich tölpelhaft anstellen müsste, um massiv Boden zu verlieren. Was natürlich nicht heißt, dass das ausgeschlossen wäre - aber die Avinox-Chance nur auf Technik zu basieren, springt meines Erachtens zu kurz.
 
Ich habe extra "ausstattungsbereinigt etc." geschrieben und auch vorhin extra "vergleiche bitte kein Amflow mit irgend einem Bike mit Bosch-Motor" geschrieben.
Beispiel: Firma X haut ein Bio-Enduro und ein E-Enduro raus...beide quasi gleiches Rad mit gleicher Ausstattung nur eines davon hat einen Motor. In diesem Fall werden beide Räder niemals beim gleichen Gewicht landen können.
Also kleineres echtes Beispiel: Propain Tyee vs Sresh SL. Das sind beides +- die gleichen Räder und das Sresh SL wiegt im Best-Case 18+ Kilo und das Tyee im Best-Case 15 Kilo...jetzt rate doch mal woher der Großteil dieser ca. 3 Kilo kommen...genau vom Motor und der Battery.

Also um es für dich nochmal zusammenzufassen und zu verdeutlichen: ein E-Enduro kann niemals das gleiche Gewicht eines vergleichbaren (Ausstattung, Rahmenmaterial etc.) Bio-Enduros erreichen.
/offtopic

Du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Bei einigen Bikes ist der Akku bereits Teil der Rahmenkonstruktion, d.h. er sorgt mit für die Stabilität - der Rahmen kann dadurch leichter gebaut werden. Zudem werden die Bikes teilweise absichtlich schwerer, um besser/satter auf den Trails zu liegen.
Und wir haben aktuell die Situation, dass die Standard Bio oder Push Mtbs jedes Jahr schwerer werden und die eMtbs immer leichter. Vermutlich bleibt immer ein kleiner Gap - aber der muss nicht groß sein, Vielleicht nur 1kg und dann nimmt man ne 38er statt ner Podium und das wars dann endgültig mit dem Gewichtsvorteil.

Aber ich habe die heutige Situation schon vor einiger Jahren beschrieben, auch dass die light eMtb Motoren immer leistungsfähiger und die full Power Motoren immer leichter werden, bis sie irgendwann verschmelzen. Die Kommentare kann man sich vorstellen. "Niemals!" war auch dabei glaube ich ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn man immer nur vom Ist-Zustand ausgeht, wird man die Potenziale nicht erkennen.
Leider geht da nichts von heute auf morgen.
Hätte man aber bereits vor Jahrzehnten statt aufs Auto, auf den ÖPNV gesetzt, diesen ausgebaut, modern gehalten und gefördert, würde das heute sehr gut funktionieren.
Und auch die Bevölkerung hätte ihr Leben anders eingerichtet und andere Erwartungen.
Gerade auf dem „platten“ Land ist deswegen der ÖPNV aus der Überlegung von Einwohnern und politisch Verantwortlichen komplett verschwunden. Dort gibt es ÖPNV auch nur noch in Form von Bussen für den Schülerverkehr.
Konsequenterweise wird deswegen bei Neuausweisungen von Gewerbegebieten auch gar nicht mehr an die Möglichkeit einer (späteren) ÖPNV Anbindung gedacht.

Ich persönlich glaube nicht, solange sich die Hersteller nicht neu auf den Kunden konzentrieren. Da helfen dann auch keine neuen Motoren. Wo ist z.B. das potente E-Bike mit 170mm Federweg, geringem Gewicht (<20 KG), ordentlichem Motor und 600+WH Akku? YT Decoy SN könnte rankommen, aber der 430 WH Akku ist ein Witz. Genauso wie viele Bikes mit Bosch SX Motor. Geringes Gewicht und geeignet für schweres Gelände ja, aber ein Akku mit nur 400WH ist deutlich zu klein.
Für mich ist meine eEnduro mit Shimano EP8, herausnehmbarer Akku mit 360 Wh und knapp über 19 kg das was ich immer gesucht habe.
Genau diese Räder waren am Anfang des Themas mit Full Power Lightweight gemeint und einige Hersteller haben sich dieser Zielgruppe inzwischen angenommen.
 
/offtopic

Du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Bei einigen Bikes ist der Akku bereits Teil der Rahmenkonstruktion, d.h. er sorgt mit für die Stabilität - der Rahmen kann dadurch leichter gebaut werden. Zudem werden die Bikes teilweise absichtlich schwerer, um besser/satter auf den Trails zu liegen.
Und wir haben aktuell die Situation, dass die Standard Bio oder Push Mtbs jedes Jahr schwerer werden und die eMtbs immer leichter. Vermutlich bleibt immer ein kleiner Gap - aber der muss nicht groß sein, Vielleicht nur 1kg und dann nimmt man ne 38er statt ner Podium und das wars dann endgültig mit dem Gewichtsvorteil.

Aber ich habe die heutige Situation schon vor einiger Jahren beschrieben, auch dass die light eMtb Motoren immer leistungsfähiger und die full Power Motoren immer leichter werden, bis sie irgendwann verschmelzen. Die Kommentare kann man sich vorstellen. "Niemals!" war auch dabei glaube ich ...
Ich bewundere dein Engagement zu argumentieren dass der "Kreis nicht rund ist".
Ein Rad mit zusätzlichem Motor und Akku ist bei gleichen Rahmenbedingungen (Wortspiel) immer schwerer als ein Rad ohne diesen Zusatzbalast.
Nebenbei hätte man, ohne die räumlichen Einschränkungen die eine Akku und ein Motor mit sich bringen, mehr Freiheitsgrade um das Rahmengewicht zu optimieren.
 
Das ist ,gelinde gesagt, einfach völliger Schwachsinn. Selbst ein tatsächlich vorhandener, meinetwegen sogar kostenloser, ÖPNV wäre da keine Alternative. Weil man eben trotzdem ewig lange unterwegs ist, null flexibel wenn man Kinder in die Kita bringen muss, null flexibel wenn's mal länger geht....Ich frage mich wie verpeilt man sein muss um tatsächlich zu glauben, dass ein Bus der auf 40km zig mal anhalten muss , schneller ist als ein PKW. Und da sind noch nicht einmal die Wartezeiten beim Umsteigen berücksichtigt.
Das ganze wäre auch noch horrend teuer, leere Busse in die Provinz fahren zu lassen....
Ideen aus der Großstadt für Leute vom Amt.

PS: Das war's dazu von mir, schon viel zu weit weg vom Topic.
komisch, dass der dann hier in der schweiz funktioniert, trotz schwieriger topographie. hat denen wahrscheinlich nur kein deutscher gesagt, dass das nicht funktionieren kann. der geplante deutschlandtakt, der dem schweizer system nachempfunden ist, wurde btw auf 2070! verschoben. jeder weitere kommentar überflüssig 😁
 
Du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Bei einigen Bikes ist der Akku bereits Teil der Rahmenkonstruktion, d.h. er sorgt mit für die Stabilität - der Rahmen kann dadurch leichter gebaut werden. Zudem werden die Bikes teilweise absichtlich schwerer, um besser/satter auf den Trails zu liegen.
Das kann ich so nicht stehen lassen.
Der Stabilitäts- und Gewichtsvorteil eines Rades mit im Rahmen verbauten Akkus, welcher nicht durch den Benutzer entnommen werden kann, entsteht Hauptsächlich durch die nicht notwendige große Öffnung für den entnehmbaren Akku im Rahmen.
Bei entnehmbaren Akku hat der Rahmen eine offene C-Form als Querschnitt. Bei im Rahmen fest verbauten Akku ist normalerweise nur eine kleine Öffnung zum Tretlager hin vorhanden, wodurch das Unterrohr einen geschlossenen Querschnitt hat. Um die gleiche Stabilität beider Querschnitte zu erreichen, ist beim geschlossenen Querschnitt sehr viel weniger Material notwendig.
Das beim Akku eingesparte Außengehäuse macht im Vergleich weniger aus.
Konkret habe ich da noch von den frühen Rotwild eBikes mit zwischen Steuersatz und Tretlager verschraubten Akkus im Kopf: herausnehmbarer Akku etwa 150 g mehr, Unterrohr für herausnehmbaren Akku etwa 600 g mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
P.S. Auf Pinkbike ist gerade ein Artikel über Feststoff-Akkus (Donut Lab hat gerade eine vorgestellt). Sie unterstellen, dass es ewig dauern wird, bis diese Technologie in die Bike Branche vordringt. Ich wäre mir da bei den asiatischen Herstellen nicht so sicher. Dann kann man von einem 19kg Amflow Bike noch einmal 2kg abziehen und landet bei dem Gewicht eines „Bio Enduros“.
Beschäftige Dich mal tiefer mit der Bekanntmachung und dem Menschen dahinter. Das ist nur sehr viel heiße Luft

Habe gerade nochmal an meinen Rädern geschaut. Da ist irgendwie nix Bio! Wo bauen die diese an? Wo bekommt man die? Im Biomarkt?

Es gibt übrigens schon ein Wort für ein Fahrrad ohne Motor: FAHRRAD! 😉
Der amerikanische Begriff trifft es mMn besser: Amish Bike.

Um nochmal auf das Thema "Bike Insolvenzen - Gibt es Licht am Ende des Tunnels?" zurückzukommen...
Ist es nicht so, dass die Hersteller gierig wurden?
An der Börse weiß man, dass schnelle drastische Anstiege eine Anomalie bedeuten, die schnell korrigiert wird. Einfaches Marktgesetz. In der Bikebranche haben wohl die meisten Hersteller (und auch viele Händler) geglaubt, dass diese Regel für sie nicht zutrifft. Statt also den Boom zu nutzen, um in die Zukunft zu investieren und eine solide Kapitaldecke für die Korrekturphase aufzubauen, sollte der letzte Cent aus dem Markt gesaugt werden. Sicher auch eine Folge dessen, dass Investoren und nicht Biker am Steuer sitzen.
Das ist zumindest meine Theorie und trifft sicher nicht 100% auf jeden Einzelfall zu, aber im Grunde passt es zur erlebten Geschichte.

Mir fehlt bei allen gelesenen Insolvenz-Artikeln an Selbstreflexion und Beschäftigung mit den eigenen Fehlern.

Und letztlich sind wir nach einer Phase immenser Innovationen in einem Entwicklungstief gelandet. Ich nutze zwei MTB von 2018/2019 und eines von 2024. Klar wird mal die eine oder andere Komponenten getauscht, aber die Bikes sind konstruktiv noch immer auf der Höhe der Zeit. Vor 2019 habe ich kein Bike länger als 3-4 Jahre gefahren, weil es immer deutlich besseres Material gab. Ich denke, das ist im Low-Tech so. Daher wird die stärkere Entwicklung auch bei den E-Bikes stattfinden (Integration der Systeme, Leistungsgewicht, adaptive Steuerungen etc.).
 
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