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MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Ein Grund warum auch viele MTBs verkauft werden ist dass die Leute durch Leasing bereit sind mehr Geld auszugeben und die Händler das entsprechend ausnutzen. Die Leute benutzen Fahrräder mit 140mm+ Federweg um zu Arbeit zu fahren.
Wenn man die fragt warum das Rad kommt oft: "Komfort".

Der Motor gleicht den effizienzverlust durch die Reifen und Federung auch einfach aus deswegen stört es keinen.
Es gibt hier bei mir einen der fährt mit nem E-Downhill und Fox Factory jeden Tag 10km zur Arbeit.

Dazu kommt dass Bikehersteller oft schlechte Designer sind und besonderst viele Commuterbikes einfach beschissen aussehen.
Die Leute wollen ein Sexy Bike.
 
Ich glaube das MTB hat sich selbst in eine Sackgasse manövriert: In den 90ern war jeder Waldweg geeignetes MTB-Terrain. Dann wurden die Bikes immer potenter und schon bald reichte kein normaler Waldweg mehr aus um das Potential auch nur annähernd auszuschöpfen. Also wurden Features gebaut um die modernen MTBs auch zu fordern. Und die Bikes wurden noch potenter um auch die größten Features für Normalsterbliche fahrbar zu machen. Ein wichtiger Faktor dürfte auch das Marketing gewesen sein: Nur die schweren Ballermaschinen sind "cool", wir alle sollen Rampage-Kandidaten werden. Obwohl das eigentlich eine sehr kleine Nische für Halbstarke, die sich gegenseitig ihren Todesmut beweisen, ist.
Im Ergebnis bedeutet modernes MTB fahren dann sich mit einem viel zu schweren Bike über10km Anfahrt zu quälen um dann 600m halbwegs artgerechten Trail herunter zu rollen. Und von den Trails gibt es dann 2-3 Stück im Gebiet des eigenen Home-Reviers. Das wird ziemlich schnell langweilig, mit Motor oder ohne.
 
"Der Mountainbiker, der sowohl gerne bergauf fährt, als auch gerne wildes Terrain bergab, ist meiner Erfahrung nach eher selten. Mountainbiken ist für die meisten also keine reine Trainingsdisziplin, sondern vielmehr eine Spaßmaschine."

Das würde erklären weshalb ich eine offensichtlich andere Sichtweise habe als die Meisten, zähle ich doch offensichtlich genau zu dieser Spezies. Und offensichtlich habe ich das auch an den Nachwuchs weiter gegeben!

Ich würde aber anders anders formulieren: Verkümmert der Mensch immer mehr ...
Sehe ich genauso. Quälen bergauf, feiern bergab. War schon immer so und hat sich (für mich) bewährt.

"Wer sich technische Uphill-Challenges sucht oder nonstop mit maximaler Geschwindigkeit seine Runden zieht, der ist definitiv auch in höheren Herzfrequenzbereichen unterwegs."
Wenn ein Anstieg so technisch ist, dass ich ihn nicht schaffe, ist oft die Traktion am HR das Problem. Was soll ich dann mit noch mehr Drehmoment?
Vielleicht einfach mehr üben...

"Der E-Antrieb nimmt eine Schwachstelle heraus: Den Fitness-Unterschied."
...und nach 40km geht die Rechnerei los, wer noch wie weit kommt, aber alle fahren natürlich immer nur ECO
 
Immer wenn ich daten zum schwindenden anteil der MTBs sehe frage ich mich wie das wohl aussehen würde wenn man es nach Preis aufschlüsseln würde.
Ein 500€ Cube das man sich kauft damit man zum bäcker fahren kann ist Statistisch auch ein MTB, hat aber nichts mit Mountainbiken zu tun.
Da wir nicht wissen wie hoch der Anteil Dieser Räder innerhalb der Statistik ist, und wie sich der anteil veränder hat (vlt kauft diese zielgruppe jetzt keine MTBs mehr) lässt sich aus den im Artikel genannten Statsiktiken mmn nichts über den zustand des Mountainbikens ansich ableiten.

Hier würde mich interessieren wie sich die Verkaufszahlen von richtigen MTBs ab 2k oder 3k euro entwickelt haben.
 
...
Im Ergebnis bedeutet modernes MTB fahren dann sich mit einem viel zu schweren Bike über10km Anfahrt zu quälen um dann 600m halbwegs artgerechten Trail herunter zu rollen. Und von den Trails gibt es dann 2-3 Stück im Gebiet des eigenen Home-Reviers. Das wird ziemlich schnell langweilig, mit Motor oder ohne.
Wenn das deine Sicht auf die Dinge ist, ok. Jeder wie er mag.
Meine ist da sehr diametral. Ich habe kein Problem mit meinem N'duro bergan zu fahren. Da wo ich bergab fahre fährt kein Krävl Bike, da kannst du sicher sein. Und selbst wenn, wäre das egal. Was stört es mich. Ich nutze fast nur noch das N'duro im Gelände. Kann man alles mit fahren, dauert bergan ein wenig länger.
Wenn ich mit dem Bike etwas mehr arbeiten muss sehe ich das als Benefit. Für ein CC Rennen würde ich etwas anderes hernehmen, das ist klar.
Langweilig wurde mir aber in jetzt über 30 Jahren MTB fahren noch nie wirklich. Wenn das so wäre, wäre ich am Ende meiner Reise angekommen...
 
Dazu kommt dass Bikehersteller oft schlechte Designer sind und besonderst viele Commuterbikes einfach beschissen aussehen.
Es geht meist um die für den gleichen Preis wie beim MTB vergleichsweise absolut beschissene Ausstattung der Communterbikes.
Beim einem günstigen MTB bekommt man oft schon eine 12-fach Schaltung und eine Luftgabel. Beim Communter muss man bei gleichem Preis mit 10-fach vorlieb nehmen und froh sein wenn man an der Gabel überhaupt die Federvorspannung verändern kann. Gar nicht zu reden von den Kindergartenbremsen an Communtern.
 
Ich fahre eMTB aus verschiedenen Gründen. Zum einen, vorallem Anfangs, aus Ausgleich der Leistungsdifferenz, zum anderen weil es für mich mehr Sinn und auch mehr Spaß macht. Mehr Sinn für mich deshalb, weil ich mit einem Rad alles fahren kann ohne wirkliche Abstriche zu machen. Praktisch für den Geldbeutel und wenn man in den Urlaub fährt, statt meinem Top ausgestattetem eMTB hätte ich mir alternativ zwei MTBs mit einer Ausstattung der Einstiegsklasse von Händlermarken oder zweimal Mittelklasse von Direktversendern oder Cube kaufen können. Urlaub ist selbst erklärend, vier MTBs auf dem Radträger sind schwerer unter zu bringen als zwei eMTBs. Ich kann mit einem Rad alles von XC Tour bis Bikepark abdecken. Mehr Spaß, weil ich weniger erschöpft oben am Trail ankomme, es nur 3 bis 4kg schwerer (Ausstattungsbereinigt) als ein vergleichbares MTB ohne Motor wäre und somit kaum einen nennenswerten Unterschied bergab macht und weil ich Sachen fahren kann, die ich mit meinem Können ohne Motor nicht könnte, Motornachlauf in einem Wurzel oder Steinfeld als Beispiel. Mein nächstes MTB wird wieder ein eMTB werden. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich bergauf "schummeln" würde. Außerdem geht es mir nicht primär ums Training, sondern um den Spaß. Fürs Trainig fahre ich mit dem Gravel oder auf der Rolle, erfahrungsgemäß hat man auf der Straße einen höheren aufzeichenbaren Kalorienverbrauch als mit dem Enduro, wenn ich schätzen müsste wegen der längeren und konstanteren Leistungsabgabe.

Nur, damit das klar steht, das soll keine Belehrung sein, wieso ein eMTB besser sein soll als ein MTB, das sind nur Gründe, wieso ICH eMTB fahre und weiterhin fahren werde, nicht mehr, nicht weniger.

Ich denke, dass Absatzzahlen der MTBs aus ähnlichen Gründen zurückgehen. Auswahl hätte man zwar bei den MTBs bedeutend mehr als bei eMTBs, eMTBs in der Kategorie 120-140mm Federweg sind eher selten, eher im Bereich Light Assist, und auch weil man zwei indiskutable Entscheidungskriterien hat, die es am MTB nicht gibt. Zum einem Motor, welcher und vor allem welche Art von Motor, zum anderen Batterie, Größe sowie Batterieintegration, insbesondere fest verbaute Akkus können ein Totschlagkriterium sein. Im Gegensatz zu Pressfit Tretlagern und ICR, die ja auch verpönt sind, wo man alle zwei bis vier Jahre einmal sich mit einem Lagerwechsel rumschlagen muss, wird man bei jeder Ausfahrt merken, wenn der Akku oder Motor nicht zu einem passt.

Außerdem kaufen jetzt viele Gravels statt XC Hardtails und XC Fullies, weil es für Schotterwege einfach besser geeignet ist und auf der Straße besser rollt. Bisher hat man sich ein günstiges Hardtail gekauft, wenn man kein Trekkingrad wollte und doch auch abseits von Asphalt unterwegs war, jetzt sind es Gravels, die gerne mal ein paar Kilos leichter sind bei gleichen Kosten. Kenne ich selbst, mein Nachbar hat ein altes Specialized Epic, dass sogar noch mit einer 2x Schaltung ausgestattet war, mittlerweile 1x aber immer noch ohne Dropper, dass er auf Wettbewerben fährt. Seine Trainingsrunde wäre perfekt für ein Gravel und bei vielen der Rennen fahren auch Leute mit Gravels. Außerdem fährt mein Nachbar genau null technisch anspruchsvolle Sachen, das Fahrwerk braucht er eigentlich gar nicht und wenn ich schätzen müsste, würde das sowieso nicht mehr wirklich gut funktionieren

Ein Blick in meine imaginäre Kristallkugel sagt mir auch, dass die Absatzzahlen der MTBs nicht wieder steigen werden außer die ganzen Graveler kommen auf die Idee, dass Federung vorne und hinten mit Flatbars im Gelände geiler sind als als breite Reifen, die fast im Rahmen streifen, Starrgabel und Dropbars, egal wie wenig Drop der Lenker ist. Der Unterschied in der Optik und beim Gewicht zwischen eMTB und MTB werden einfach immer geringer, siehe die ganzen TQ Räder mit 360er Akku, dort erkennt man kaum noch, dass es sich um ein eMTB handelt. Akustisch gibt es auch nicht wahrnehmbare Motoren, eben bereits erwähnter TQ, somit bleibt eigentlich nur noch der sportliche und finanzielle Aspekt für viele sowie das eigene Ego/Stolz, der gegen das eMTB spricht. Damit meine ich nicht unbedingt Forenuser, sondern den Ottonormalverbraucher.
 
E-MTB ist bequemer. Wer die Auffahrt eher als Mittel zum Zweck sieht, für den erhöht das E-MTB den Fahrspaß.

Wer lieber ausdauerbasiert fährt, der hat am Fahrrad Spaß. Finde das eine natürliche Entwicklung, dass man in der teils eher kurzen Zeit die man vielleicht nach Feierabend und mit Familie hat, dann gerne eine Abfahrt mehr reinquetschen möchte. Für mich ist die Abfahrt eher weniger von Relevanz, ich fahre eher um mich draußen zu bewegen, den Kopf freizubekommen und ein paar Trails mitzunehmen wenn es möglich ist.

Kann aber den E-Biker gut verstehen, der das anders sieht.
Genau meins,
Bei wenig Zeit kurze Runde mit dem E, am Wochenende das Rennrad für längere Geschichten
 
Bei der aktuellen Entwicklung der Motoren und Leistungsdaten ist die Feststellung durchaus legitim
Das verrückte ist, er/wir brauchen das gar nicht. Er ist meist mit mir unterwegs. Und das kürzlich von uns getestete light-e-mtb konnten wir gar nicht weit genug runtertunen, damit der Mini-Akku die 800hm durchgehalten hätte. Die letzen 30hm + Heimfahrt musste dann ohne Motor getreten werden. Sprich, selbst 45nm waren ausreichend und haben noch zu viel verbraucht.
 
Immer wenn ich daten zum schwindenden anteil der MTBs sehe frage ich mich wie das wohl aussehen würde wenn man es nach Preis aufschlüsseln würde.
Ein 500€ Cube das man sich kauft damit man zum bäcker fahren kann ist Statistisch auch ein MTB, hat aber nichts mit Mountainbiken zu tun.
Ist bei den E-Mountainbikes aber genauso. Eine Kollegin hat sich ein E-MTB Fully komplett mit Lichtanlage und Schutzblechen+Gepäckträger umbauen lassen, damit sie bequemer zur Arbeit fahren kann. Die fährt auch maximal über einen Feldweg.
Am Ende spielt es aber auch keine Rolle, wenn man einfach nur die Marktentwicklung beobachten will.
 
Die Zahlen geben eine eindeutige Richtung. Mir ist mittlerweile komplett schleierhaft wie sich noch so viele verschiedene Hersteller mit MTBs halten können, zumal die meisten ja auch noch diverseste MTB Kategorien anbieten. Jedes Modell gibt es dann auch noch in verschienden Größen. Das ist alles ein wahnwitziger Aufwand für 3% der Fahrräder (meine Prognose ist weiter sinkend). Man sieht es aber auch an den Insolvenzen, die Hersteller gehen einfach vom Markt bzw. werden vom Markt genommen.
Die Insolvenzen sind alles Hersteller die auch ebikes haben.
Es gibt keine Probleme sich ohne ebikes am Markt zu halten, man darf nur nicht ins unermessliche wachsen und jedes Jahr 15% Gewinnsteigerung erwarten. Wenn du auf dem Boden der Tatsachen bleibst kannst doch gut leben, siehe zb kavenz. Und das während alle anderen sagen das geht ohne E nicht.
 
für mich persönlich gibt es einfach keinen Grund eines meiner 3 MTB durch ein neues zu ersetzen, in den letzten 5 Jahren ist die Entwicklungskurve extrem abgeflacht.
Ich fahre aber nicht weniger, ich kaufe nur weniger ;)
Sehe ich ähnlich.
MTB seit ca. 2019 nichts wirklich grundlegend neues mehr was eines Neukauf für x-Tausend Euro rechtfertigt. Habenwollen Faktor mal ausgenommen.
 
Ach das waren noch Zeiten als man anstatt mit Pferd noch zu Fuß in die nächste Stadt gegangen ist. Da waren alle Fit. (Vorsicht Sarkasmus)
Ich fahre lieber MTB anstatt eMTB aber bei vielen HM an einem Tag oder als Lift Ersatz ist ein eMTB doch eine feine Sache. Diese "Entweder oder" Diskussion bringt doch nix. Wer regelmäßig anspruchsvolle Up- und Downhill strecken fährt ist garantiert nicht unsportlich mit dem eMTB unterwegs. Klar gibt es auch den Genussbiker mit eMTB, aber warum ist das schlecht? Der wäre vorher gar nicht gefahren. Als ob es die "eine Wahrheit" wie man (e)MTB nutzen muss gibt.
 
Mehr Sinn für mich deshalb, weil ich mit einem Rad alles fahren kann ohne wirkliche Abstriche zu machen. Praktisch für den Geldbeutel und wenn man in den Urlaub fährt, statt meinem Top ausgestattetem eMTB hätte ich mir alternativ zwei MTBs mit einer Ausstattung der Einstiegsklasse von Händlermarken oder zweimal Mittelklasse von Direktversendern oder Cube kaufen können. Urlaub ist selbst erklärend, vier MTBs auf dem Radträger sind schwerer unter zu bringen als zwei eMTBs. Ich kann mit einem Rad alles von XC Tour bis Bikepark abdecken.
Das was ich dazu schreiben wollte, habe ich wieder gelöscht. Ich lasse nur ein Wort stehen:

Verzicht
 
Es geht meist um die für den gleichen Preis wie beim MTB vergleichsweise absolut beschissene Ausstattung der Communterbikes.
Beim einem günstigen MTB bekommt man oft schon eine 12-fach Schaltung und eine Luftgabel. Beim Communter muss man bei gleichem Preis mit 10-fach vorlieb nehmen und froh sein wenn man an der Gabel überhaupt die Federvorspannung verändern kann.
Richtig Premium: Suntour mit Spiralfeder und Reibungs"dämpfung". Hätte man sich auch sparen können. Bei Trekkingrädern ohne Motoren hat man auch noch ganz oft 3x7-10 Schaltungen, keine Ahnung, wo sowas noch Sinn macht. 2x lass ich mit noch einreden, 1x11 oder 1x12 würden es aber auch allemal tun. Mit Motor gibt es glücklicherweise nur 1x Schaltungen, sonst würden Kettenrisse an der Tagesordnung stehen.

Auch ganz oft werden eMTBs sinnlos gekauft. Erfahrungsgemäß haben die Hälfte aller eMTBs auf der Berghütte zumindest einen Teil aus meiner eMTB goes Trekking Bingo Karte: dünne, fraglos nicht adäquate Reifen (zbsp Racing Ray/Ralph am Orbea Rise oder Amflow; Nobby Nic am Bullit), Spiegel, Seitenständer, breiter Gelsattel, Satteltasche, die beim Einfedern und Sattel unten am Reifen streifen würde, Trekkinggriffe mit breiter Auflage (wahlweise mit integrierten Hörnchen), verstellbarer Trekkingvorbau in der höchsten Einstellung, Schutzbleche und damit meine ich nicht die sportlichen wie Mudhugger oder Ass-Saver, 3kg Faltschloss am Flaschenhalter, Gepäckträger wie vom Stadtrad. Wenn es wenigstens preiswertere Ausstattungen wären aber nein, Factory Fahrwerk und XO Transmission dürfen es schon sein. Eine Di2 würde sogar Sinn machen wegen der Automatik, dann würde wenigstens die untere Hälfte der Kassette genutzt werden
 
Richtig Premium: Suntour mit Spiralfeder und Reibungs"dämpfung". Hätte man sich auch sparen können. Bei Trekkingrädern ohne Motoren hat man auch noch ganz oft 3x7-10 Schaltungen, keine Ahnung, wo sowas noch Sinn macht. 2x lass ich mit noch einreden, 1x11 oder 1x12 würden es aber auch allemal tun. Mit Motor gibt es glücklicherweise nur 1x Schaltungen, sonst würden Kettenrisse an der Tagesordnung stehen.

Auch ganz oft werden eMTBs sinnlos gekauft. Erfahrungsgemäß haben die Hälfte aller eMTBs auf der Berghütte zumindest einen Teil aus meiner eMTB goes Trekking Bingo Karte: dünne, fraglos nicht adäquate Reifen (zbsp Racing Ray/Ralph am Orbea Rise oder Amflow; Nobby Nic am Bullit), Spiegel, Seitenständer, breiter Gelsattel, Satteltasche, die beim Einfedern und Sattel unten am Reifen streifen würde, Trekkinggriffe mit breiter Auflage (wahlweise mit integrierten Hörnchen), verstellbarer Trekkingvorbau in der höchsten Einstellung, Schutzbleche und damit meine ich nicht die sportlichen wie Mudhugger oder Ass-Saver, 3kg Faltschloss am Flaschenhalter, Gepäckträger wie vom Stadtrad. Wenn es wenigstens preiswertere Ausstattungen wären aber nein, Factory Fahrwerk und XO Transmission dürfen es schon sein. Eine Di2 würde sogar Sinn machen wegen der Automatik, dann würde wenigstens die untere Hälfte der Kassette genutzt werden
Und warum ist das alles so schlimm, solange du oder ich und alle die es nicht wollen, nicht fahren müssen?
 
Ich unterscheide die Radfahrer in zwei Gruppen:

Gruppe 1
Pendler, Wiedereinsteiger, körperlich eingeschränkt, aber trotzdem Lust an der frischen Luft zu sein, als Nutzfahrzeug um schnell ins Dorf/Stadt zu kommen und nicht verschwitzt zurück zu fahren. Eine praktische Alternative zum öffentlichen Verkehr oder Kfz. ohne Parkplatzprobleme etc. Analog zum Benzin betriebenen Moped. Alles nachvollziehbare Gründe. Das können auch ganz "normale" Fahrradfahrer sein, die sich aus rein praktischen Gründen situativ für Elektromobilität entscheiden.

Gruppe 2
Man wählt aus unzähligen Möglichkeiten der sportlichen Betätigung das Fahrrad aus, um etwas für seine Fitness zu tun. D.h. man sollte meinen, es muss eine Grundbegeisterung vorhanden sein, sonst würde man sich für etwas anderes entscheiden. Der starke Trend zum eBike spricht aber genau eine gegenteilige Sprache, die ich nicht nachvollziehen kann. Es wirkt fast so, als hätte man auf die Motorunterstützung gewartet, damit einem das verhasste Treten erspart bleibt. Nur frage ich mich, warum man dann überhaupt Rad fährt? Ich fange auch nicht mit Fussball an, wenn ich eine Lederallergie habe oder ärgere mich beim Tennis, dass ich so einen doofen Schläger benutzen muss...

Irgendwas passt da nicht zusammen...
 
Im Gespräch kommt es auch auf Thema Leistung, was mich direkt zu dem Gedanken geführt hat:"Es ist Motorsport."
Ist es ja auch. 🤷🏻‍♂️
Oder gilt ein Elektro-Motor bei dieser Definition nicht als Motor? 🤔😅

Ist Fahrradfahren ohne Motor den automatisch Sport?
Und schon kommt die Feststellung, auch nicht jedes Mountainbike ohne Motor wird als Mountainbike benutzt.

Ich kenne Bikes (auch teure), die werden so gut wie gar nicht benutzt.
In der Verkaufsstatistik tauchen die alle auf.

Ich kenne sehr viele Leute die in den letzten zwei-drei Jahren ihr unbenutztes, zwanzig-dreißig Jahre altes Mountainbike durch ein E-MTB ersetzt haben.
Am Anfang drei mal gefahren, schon über ein Jahr nicht mehr auf dem Rad gesehen.

Und Leute die mir erzählen wollen, daß mein nächstes Mountainbike eins mit Motor sein muss, weil ich sonst was verpasse - kenne ich nur vom Bildschirm.
 
„Für den leistungsorientierten Biker bedeutet das: das bestmögliche Training. Für den spaßorientierten Biker: möglichst viele Laps machen.“

Finde ich bodenlos, dass hier suggeriert wird dass abfahrtsorientiertes Fahren nicht auch leistungsorientiert sein kann.
Am Ende des Tages hat man nur begrenzt Zeit, wenn man dann mit wahrscheinlich besserem körperlichen konditionellen Trainingseffekt mehr Abfahrten machen kann wieso sollte man dann das Biobike nehmen?

Und am Ende des Tages ist das auch den meisten wahrscheinlich klar. Der Artikel ist offensichtlich Ragebait, schade dass ihr sowas nötig habt.
 
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