Ich bin eigentlich leidenschaftlicher Bio-MTBler, in der Kategorie CrossCountry und Tour. Trotzdem fahre ich fast nur noch mit dem Graveller - und zwar auf den Runden, die ich all die Jahre mit einem MTB gefahren bin.
Denn bei mir im Würzburger Umland gibt es zwar -vor allem grob im Maintal- einige Trails und Wege, aber die sind weit von einem alpinen -aka fordernden- Charakter entfernt. "Früher" mit 26 Zoll, 2,1er Reifen und 50er Lenker bei 80mm Federweg vorne waren die noch eine Challenge, aber mit den 120mm vorne und hinten an meinem hochmodernen Bike muss man heute nur noch "reinhalten", den Rest macht das Bike.
Dazu kommt: In meiner Gegend wurden viele ehemals "rustikale" Waldwege mittlerweile gut ausgebaut - effektiv geht MTB Gelände verloren. Und der (Aus-) Bau legaler MTB Trails kommt nicht in die Gänge.
Ich fahre daher zu Hause fast aussschliesslich Graveller auf den guten alten Bike-Trails und mein geliebtes MTB wartet auf die wenigen Ausflüge in die Alpen und steht sich dazwischen die Reifen platt.
Und ehrlicherweise habe ich dadurch auch derzeit nicht mehr das Gefühl, den Drang, mir etwas neues zu holen. Mein Bike derzeit ist aus der Top-Klasse, gute 4 Jahre alt. Aber ich werde es so wie es ist sicher noch ein paar Jahre fahren, bevor ich mir etwas neues hole.
Wenn die deutsche MTB Branche bisher etwas versäumt hat, dann sich aktiv in die Themen der Regulierung, Trailbau, etc. einzubringen.