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MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Hab ich zwar schon öfter geschrieben, aber here we go again:

Die Mehrheit der Mountainbike Käufer war noch nie ein Mountainbiker. Sondern hat das Mountainbike als Alltagsrad und für einfache Touren auf dem Radweg "missbraucht".
Mountainbike wurde halt gekauft weils cooler ist als so ein langweiliges City oder Trekkingrad.
Inzwischen ist der Trend, dass Mountainbikes der coole Shit sind vorbei und Gravelbikes sind im Trend.

Dann gibts noch die Leute die Biken hauptsächlich als Ausdauersport betreiben. Früher war halt das MTB das Mittel zum Zweck wenn man nicht nur auf der Straße sportlich fahren wollte. Heute kaufen sich die sportlich ambitionierten Neueinsteiger direkt ein Gravelbike wenn kein Interesse am technischen Fahren auf Trails besteht.

Das wegen Corona, Sättigung vom Markt, wirtschaftlicher Lage die Käufe von Fahrrädern insgesamt zurück gehen verstärkt den Effekt nur.
 
Wer lieber ausdauerbasiert fährt, der hat am Fahrrad Spaß. (...)Für mich ist die Abfahrt eher weniger von Relevanz, ich fahre eher um mich draußen zu bewegen, den Kopf freizubekommen und ein paar Trails mitzunehmen wenn es möglich ist.
Das E-Bike/E-MTB schließt ja aber das, was Du für Dich als wichtig empfindest nicht aus.
Man kann, wenn man möchte, trotz Motor Ausdauer trainieren (im Grundlagenbereich sogar besser), man bewegt sich draußen, kann auch mit E den Kopf frei bekommen und sich durchaus heftigst auspowern.
Spaß macht es auch noch und bei Bedarf kann man in kürzerer Zeit mehr fahren, Touren verlängern, in "Schwäche-Phasen" trotzdem biken usw. usw. usw.

Warum sollte man dann, vor die Wahl gestellt, sich für ein motorloses Rad entscheiden?
 
Irgendwas passt da nicht zusammen...
Wenn du das E nur dazu her nimmst, es gegen dein MBF zu ersetzen: Korrekt.
Man kann damit aber ganz anders fahren und die sportliche Herausforderung bergan suchen, auch sehr technisch. Im Prinzip kehrst du die Disziplin Enduro um ;-). Nur tun dies die aller wenigsten.

Es ist dann auch eher eine etwas anders geartete Sportart: technical Hillclimb.
 
Immer wenn ich daten zum schwindenden anteil der MTBs sehe frage ich mich wie das wohl aussehen würde wenn man es nach Preis aufschlüsseln würde.
Ein 500€ Cube das man sich kauft damit man zum bäcker fahren kann ist Statistisch auch ein MTB, hat aber nichts mit Mountainbiken zu tun.
Da wir nicht wissen wie hoch der Anteil Dieser Räder innerhalb der Statistik ist, und wie sich der anteil veränder hat (vlt kauft diese zielgruppe jetzt keine MTBs mehr) lässt sich aus den im Artikel genannten Statsiktiken mmn nichts über den zustand des Mountainbikens ansich ableiten.

Hier würde mich interessieren wie sich die Verkaufszahlen von richtigen MTBs ab 2k oder 3k euro entwickelt haben.
Du bekommst doch heute schon XC-Bikes mit Scheibenbremse, 1x12 und Carbon-Rahmen teils ab 1.300 Euro. Kann man damit aus deiner Sicht noch nicht richtig Mountainbike fahren?

Ansonsten wurde ja schon viel aufgezählt, vom „Gravel-Kannibalismus“ (mir würde hier im Südschwarzwald auch die meiste Zeit ein Gravel tun mangels legaler Trail-Optionen) bis hin zu Light-MTBs. Generell denke ich, dass wir zumindest in Deutschland auch die Auswirkungen der Alterspyramide sehen. Als Senior tust Dich als Gelegenheitsfahrer eben leichter mit dem E-Bike und kommst deutlich weiter.

Und mittlerweile ist auch Rennrad fahren „cool“ geworden, weil die Räder schöner aussehen als früher und nochmal leichter geworden sind. Potentere Bremsen haben sie auch noch bekommen und teils mehr Komfort.

Mein Fazit: Das MTB hat Konkurrenz von mehreren Seiten bei kleiner werdender Zielgruppe.
 
Wenn du das E nur dazu her nimmst, es gegen dein MBF zu ersetzen: Korrekt.
Man kann damit aber ganz anders fahren und die sportliche Herausforderung bergan suchen, auch sehr technisch. Im Prinzip kehrst du die Disziplin Enduro um ;-). Nur tun dies die aller wenigsten.

Es ist dann auch eher eine etwas anders geartete Sportart: technical Hillclimb.
Und zudem, auch wenn das immer bezweifelt wird, besteht die Möglichkeit, mit einem E-Bike auch mit reduzierter Unterstützung oder sogar Motor Off zu fahren,. Es gibt tatsächlich Leute, die nicht nur den Turbo nutzen und sich trotz E durchaus beim Biken anstrengen und "Sport treiben".
 
Mir ist jedes Kind lieber das draußen mit nem Ebike fährt, als 12 Stunden am Tag vor TikTok und Co zu Verblöden.
Du hast einfach kein Auge für Talent!
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Warum sollte man dann, vor die Wahl gestellt, sich für ein motorloses Rad entscheiden?
Weil für mich auch der Fitnessaspekt zählt, den habe ich bei meiner Aufzählung vergessen. Und ich habe keine Lust mehr auf Akkus am Rad. Steige jetzt sogar wieder auf mechanische Schaltung um. Aber das ist meine persönliche Sichtweise und auch meinem Lebensentwurf geschuldet.
 
Wie seht ihr das?

  • Ist das klassische Mountainbike ein Auslaufmodell – oder nur wieder auf dem Weg zurück zur bewussten Nische?
Ich würde mich freuen , wenn es wieder bewusster eingesetzt wird
  • Fahrt ihr E-MTB aus Effizienz, aus Spaß oder aus beidem?
Fahre ich nicht ...weil bei uns nur 100hm gibt und ich Zeit habe am Sport ..egal wie lange er dauert

  • Und würdet ihr ohne Motor überhaupt noch genauso viel fahren?
Ja...... warum nicht , es spricht nix dagegen...Villt nicht von den km her , dafür aber von der Zeit
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin eigentlich leidenschaftlicher Bio-MTBler, in der Kategorie CrossCountry und Tour. Trotzdem fahre ich fast nur noch mit dem Graveller - und zwar auf den Runden, die ich all die Jahre mit einem MTB gefahren bin.
Denn bei mir im Würzburger Umland gibt es zwar -vor allem grob im Maintal- einige Trails und Wege, aber die sind weit von einem alpinen -aka fordernden- Charakter entfernt. "Früher" mit 26 Zoll, 2,1er Reifen und 50er Lenker bei 80mm Federweg vorne waren die noch eine Challenge, aber mit den 120mm vorne und hinten an meinem hochmodernen Bike muss man heute nur noch "reinhalten", den Rest macht das Bike.

Dazu kommt: In meiner Gegend wurden viele ehemals "rustikale" Waldwege mittlerweile gut ausgebaut - effektiv geht MTB Gelände verloren. Und der (Aus-) Bau legaler MTB Trails kommt nicht in die Gänge.

Ich fahre daher zu Hause fast aussschliesslich Graveller auf den guten alten Bike-Trails und mein geliebtes MTB wartet auf die wenigen Ausflüge in die Alpen und steht sich dazwischen die Reifen platt.

Und ehrlicherweise habe ich dadurch auch derzeit nicht mehr das Gefühl, den Drang, mir etwas neues zu holen. Mein Bike derzeit ist aus der Top-Klasse, gute 4 Jahre alt. Aber ich werde es so wie es ist sicher noch ein paar Jahre fahren, bevor ich mir etwas neues hole.

Wenn die deutsche MTB Branche bisher etwas versäumt hat, dann sich aktiv in die Themen der Regulierung, Trailbau, etc. einzubringen.
 
Es gibt tatsächlich Leute, die nicht nur den Turbo nutzen und sich trotz E durchaus beim Biken anstrengen und "Sport treiben".
Aber um diese Frage dreht es sich hier doch eigentlich gar nicht. Und ja, es gibt sicherlich auch Leute, die sich trotz E-Bike anstrengen. Ohne E hast Du aber gar nicht erst die Wahl. :D

Es geht ja hier nur um die Frage, warum sich die E-MTB-Bikes besser verkaufen. Und hier in meinem Umfeld oder auch wenn ich am Schliersee unterwegs war, werden E-MTB häufiger als Alltagsräder benutzt, als als MTB. Kann ich ja sogar verstehen. Ist oft bequemer und wenn man ständig auf und ab muss, bleibt man auch im Alltag schweißfrei.
 
Meine Vermutung,
das Alter der wahren MTB-Liebhaber steigt und somit die Bedürfnisse nach E-Antrieb.
In der Regel zockt die Jungend lieber, das Internet wichtiger als Adrenalin auf dem Bike zu suchen.
Selbstverständlich nicht wirklich repräsentativ, aber wenn ich mich an meine Zeiten auch ausserhalb der Schulzeiten erinnere, dann waren unsere Bikes und der Wald Freiheit pur.
Der Bike Workshop hat uns Pausenzeiten gefressen, das ständige Verlangen geweckt und Träume definiert.
 
Das Mtb dürfte in vielen Teilbereichen tot sein. Die Industrie hat absolute Fahrmaschinen entwickelt, die bergab wie auf Schienen laufen und für das bergauf „Problem“ hat man den Motor.

Nur man hat dabei den Radfahrer aus dem Blick verloren.

Der Radfahrer wiederum hat sich umgesehen und hat Gravelbikes und Rennräder mit Mtb Technologie entdeckt. Massentauglich und sogar die Rennräder sind mit Reifen ausgestattet, mit denen man ohne Platten stückweise über Feld und Dammwege brettern kann. Moderne Carbonrahmen und geringer Luftdruck übernehmen die Dämpfung.

Wenn ich als Industrie den Fokus auf Bikepark und Enduro lege, habe ich halt irgendwann nur noch die Kunden, die mit den Bikes im Bikepark fahren. Die Zielgruppe ist relativ klein und auch vom Alter her begrenzt - also bleiben noch weniger Kunden.

Die eMtbs hingegen fährt auch der Rentner, die Mamas und Papas ziehen die Kinder- und Einkaufsanhänger damit - d.h. der Einsatzbereich ist sehr viel breiter und muss nicht unbedingt etwas mit dem Mtb Thema zu tun haben.
 
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Warum fängt die Tabelle erst 2022 an und nicht vor der Sondersituation Corona?

Ich finde die Tabelle ziemlich schwer zu lesen, bin zu dumm. Ah. jetzt glaub ich, hab ichs.
 
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Der Radfahrer wiederum hat sich umgesehen und hat Gravelbikes und Rennräder mit Mtb Technologie entdeckt.
Wenn ehemalige Mountainbiker mit nem Gravel ihren Sport betreiben können, haben sie vorher das komplett falsche Rad gehabt und somit wäre MTB schon lange eine Blase gewesen.
 
Und warum ist das alles so schlimm, solange du oder ich und alle die es nicht wollen, nicht fahren müssen?
Ich sage es mal so, für diese Anwendung und Kundengruppe gäbe es sinnvollere Räder als AM oder Enduros. Mittlerweile hat jeder großer Fahrradhersteller ein Trekking Fully, SUV, wie man es auch immer nennen will. Konkrete Beispiele: M1 GT Allterrain, Cube Stereo Hybrid one22 oder one44 HPA, KTM Chacana/Lycan LFC und da einige zu nennen. Man würde sich das zusätzliche Geld für die notwendigen Umbauten sparen, OEM ist bekanntlich günstiger als nachrüsten, und das Rad könnte alles, für was es genutzt wird, oftmals sogar besser. Selber Komfort, wenn nicht sogar besser wegen dem angepasstem Dämpfer Tune, oftmals mehr Nutzlast, Hängerfreigabe für die Kinder/Enkel oder Transportanhänger, immer noch genug Fahrwerksreserven für einfache Trails, bessere Bremsen als normale Trekkingräder, Vollausstattung ab Werk mit besseren Lösungen als man mit Universalteilen erreichen könnte. Kaufen kann man natürlich, was man will und was der Geldbeutel hergibt, ein Schmunzeln muss ich mir dennoch manchmal verkneifen in extremen Fällen. Ich bräuchte auch nicht so viel Federweg wie ich aktuell habe, 10-15mm weniger würden auch ohne Abstriche am Trail reichen, so ehrlich bin ich schon zu mir, das Rad wurde aber teils durch Ausschlussverfahren ausgewählt mangels Alternativen (Bosch SX, eigentlich 150mm hinten und 160mm vorne, idealerweise unter 20kg und keine komplette billigst Ausstattung bei 7500€, da gibt es eigentlich nichts ohne Händlerrabatt, geworden sind es aber 170/165mm Federweg), jedoch zweckendfremde ich mein Rad nicht komplett. Die Gravity Card hätte sich letzten Sommer schon ausgezahlt. Unsere Entwicklungsabteilung wurde von den Kundendienstlern gebeten, dass sie bitte eine Seitenständeraufnahme sowie Ösen für Schutzbleche und Gepäckträger beim nächsten XC eFully Rahmen berücksichtigen, es vergeht keine Woche, wo kein Händler danach fragt. Wie sinnvoll das ist, darf sich jeder selbst denken
 
Wenn ehemalige Mountainbiker mit nem Gravel ihren Sport betreiben können, haben sie vorher das komplett falsche Rad gehabt und somit wäre MTB schon lange eine Blase gewesen.
Genau das. MTB war lange Zeit für viele Menschen mehr Modetrend als Sportart. Beziehungsweise bekam ein großer Teil der der Radsportler die früher Mountainbike gefahren sind mit dem aufkommen von Gravelbikes das für sie besser passende Werkzeug.
 
Wo ist den der Unterschied zwischen dem Bikeparknutzer der sich mit der Bahn bzw wie in Finale mit dem Auto hochgondeln läßt und dem E-Biker der sein Shuttle eingebaut hat?
Und halt anstatt 5mal den Natotrail runterfährt in der Pfalz vom Weinbiet, Kalmit usw runterfährt und sich selber „shuttled“
Sie sagen es ja schon ....jeder fährt für sich alleine...mit Auto oder self made
 
Warum sollte man dann, vor die Wahl gestellt, sich für ein motorloses Rad entscheiden?
Meine Antwort darauf passt gut hierzu:
"Zu dieser Verhaltensweise passt was hervorragend? Richtig, ein Sportgerät, das den Komfort erhöht und die Belohnung beschleunigt."

Bin relativ häufig auf dem Rad und merke spätestens zum Ende der Saison eine gewissen Sättigung. Hometrails zig mal abgefahren. Genauso wie alle umliegenden Gebiete. Irgendwann wirds monoton. Mit noch mehr Runden und noch mehr Laps hätte ich die Befürchtung, dass durch die ständige Verfügbarkeit der "Belohnung" sich die Sättigung noch früher einstellt.

Gegenargument: Dann fahr halt (mit dem eBike) weniger. Aber dann würde mir der sportliche Aspekt fehlen. Nicht, weil ich Wert darauf lege wie schnell ich den Berg hochkomme, sondern weil es sich für mich gut anfühlt nach einer Tour platt zu sein. Ergo, fahre ich nach Feierabend lieber 3-4 Abfahrten und freue mich auf die Anderen bei der nächsten Ausfahrt, als direkt alle 9 abzufahren und dies bei der nächsten Ausfahrt zu wiederholen. Aber das ist meine persönliche Meinung.
 
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