MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Sicherlich ist die Anzahl derer, die beim E-Bike immer mit Motor und oftmals mit hoher Unterstützung fahren größer, als die paar Verrückten, die in größeren Teilen mit Motor Off unterwegs sind.

Das ist aber dennoch nicht gleichbedeutend mit "nichts leisten", "nicht sportlich" oder faul zu sehen.

Denn man kann sich durchaus auch mit einem Avinox-Motor im Turbo bergauf massivst verausgaben. Wer denkt, E-Bikefahren ist wie Motorradfahren = Gasgriffdrehen und machen lassen, hat vermutlich das Ganze noch nie selbst getestet.

Ansonsten bedienst Du ja alle anderen Klischees sehr gut.
Ob sie stimmen?
Und ob der 80 Kg E-MTBer mit 25 Kg Rad den Trail härter beansprucht, als der 90 Kg Bio-Biker mit 15 Kg Rad darf sicher ebenfalls in Frage gestellt werden.
Das Problem ist doch viel eher, dass der durchschnittliche E-Biker tendenziell schwerer ist, als der durchschnittliche unmotorisierte Biker. Also 70+15 vs. 90+25, dazu kommt, dass der E-Biker deutlich mehr Trails pro Tag fahren kann, als derjenige, der selbst berghoch fährt.

Das man mit einem E-Bike nicht auch seriösen Sport betreiben kann bestreite ich überhaupt nicht, aber die wenigstens E-Biker tun dies. Da wird sich er „shutteln“ lassen, damit man eben möglichst viele Trails mitnehmen kann.
 
Ich hatte immer zum RR ein MTB. Aber das letzte hat mir die Lust verderben. Es war zu viel zum einstellen. Fahre jetzt ein Gravel, ohne alles, Radfahren kann so einfach sein. Solange der Technikoverkill so weiter geht, werde ich kein MTB mehr kaufen. Ein E-MTB kommt für mich, solange die Gesundheit mitmacht, nicht in Frage.
 
Das man mit einem E-Bike nicht auch seriösen Sport betreiben kann bestreite ich überhaupt nicht, aber die wenigstens E-Biker tun dies. Da wird sich er „shutteln“ lassen, damit man eben möglichst viele Trails mitnehmen kann.
Auch wieder nur Vorurteile, die ich (65kg) mittlerweile seit über 15Jahre versuche zu entkräften! Fahre fast nur Turbo.
 
Das man mit einem E-Bike nicht auch seriösen Sport betreiben kann bestreite ich überhaupt nicht, aber die wenigstens E-Biker tun dies. Da wird sich er „shutteln“ lassen, damit man eben möglichst viele Trails mitnehmen kann.

Und "Trails mitnehmen" ist jetzt kein Sport? So wie Ski (alpin) ja auch nur "drauf stellen und laufen lassen" ist?

🤣
 
"Der Mountainbiker, der sowohl gerne bergauf fährt, als auch gerne wildes Terrain bergab, ist meiner Erfahrung nach eher selten. Mountainbiken ist für die meisten also keine reine Trainingsdisziplin, sondern vielmehr eine Spaßmaschine."

Das würde erklären weshalb ich eine offensichtlich andere Sichtweise habe als die Meisten, zähle ich doch offensichtlich genau zu dieser Spezies. Und offensichtlich habe ich das auch an den Nachwuchs weiter gegeben!

Ich würde aber anders anders formulieren: Verkümmert der Mensch immer mehr ...
Ich scheine hier in einer sehr seltsamen Blase zu leben - um mich rum gibt es lauter Biker, die auch gerne bergauf fahren! Oder anders ausgedrückt die zumindest kein Problem mit bergauf haben und das als notwendigen und auch essentiellen Teil des Ganzen begreifen. Das heißt nicht, dass das bergauf die ganze Zeit Spaß macht, aber eben, dass es Teil des Gesamterlebnisses ist.
Spannend ist dabei auch der soziale Aspekt: Nachdem in der Clique bisher alle ohne E unterwegs sind, wäre die Entscheidung für ein E-Bike auch eine Entscheidung gegen die gemeinsamen Ausfahrten - nicht weil wir jemanden deswegen ausgrenzen würden, sondern weil das gemeinsame schwitzen und um die Höhenmeter kämpfen eben dazu gehört. Auch hier ist es natürlich manchmal schmerzhaft und nicht angenehm, wenn die anderen einen besonders guten Tag erwischen und man bergauf echt in den Schmerz gehen muss, um dranzubleiben oder zumindest die anderen nicht ewig warten zu lassen - und trotzdem kriegt jeder den Respekt, den Berg aus eigener Kraft geschafft zu haben und man genießt dann gemeinsam die Abfahrt.
 
Wer hats erfunden? Wir Bios! Weil wir uns deutlich! vom Motor abgrenzen wollen und das über das weglassen eines e nicht eindeutig könnten.
Nein, dieses 'Bio', geauso wie die Bezeichnung 'Amish etc'. haben ganz klar die e-Biker erfunden, die die Muscle-MTB-Fahrer als Dumme, als nicht 'nicht fortschrittlich' abqualifizieren wollen.

Solche Leute merken halt nicht sofort, wie die sich mit ihren bequemen e-Fahrstühlen selbst herunterwirtschaften.

Mir hatte mal ein ehrlicher Bekannter verraten, daß er, seit er ein e-Bike fährt, körperlich nicht mehr dazu in der Lage sei, ein Muscle-MTB zu fahren. Das würde ihn jetzt definitiv total überfordern. ;)
 
Habe erst mit dem Rennrad fahren angefangen,dann kam die Mtb Welle in den 80ger zu uns nach Deutschland dann kam mein erstes Mtb ein Moongose 26ger 3-7fach. Dann mit der Entwicklung mitgegangen auf Fullis selbst aufgebaut und umgebaut.Seit 2023 mit über 60zig auf E-Mtb wohne auch auf dem Berg immer 100hm vom Ort hoch hab ich früher ohne Motor geschafft aber mit ist schon bequemer.Ich war auch früher ein paar mal in Winterberg im Bike Park mit meinem Sohn. Damals beide mit unseren Rose Soulfire Parkbikes meistens mit dem Lift bin aber auch die Strecke hochgefahren.So das jetzige Torque on cf was jetzt noch im aufbau ist natürlich schöner berauf zu fahren. Was nicht bedeutet das man nicht sportlich unterwegs sein kann.Auf flachen Strecken fahre ich meistens ohne Unterstützung und auf technischen Strecken im Wald dann eben mit aber selten im Boost Modus.Das ist anstrengend und ich behaubte das kann ich aus lang jähriger Erfahrung behaubten.E-Biker sind nicht alle faul ich möchte fitt bleiben auch noch mit über 60zig .
 
Wenn du aber immer das e dazu schaltest, wenn's mal anstrengend wird, dann wird das nix mehr mit der körperlichen Sportlichkeit. Das bleibt garantiert nur eine bequeme Illusion, auch wenn man es nicht so wahrhaben will.

Die eigene Illusion, wenn man aber immer den Motor dabei hat, ist doch immer die schönste.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Redaktion
Ich finde solche Artikel gut, sie regen zum nachdenken an.
Ich habe noch nicht alle 9 Seiten Kommentare gelesen 😅 evtl. wurde es bereits vorgeschlagen.

Würde nicht einfach auch eine Umfrage dazu Sinn ergeben? Klar, wir sind nochmal im Forum eine eigene Blase, aber alleine in der Blase gibt es bestimmt unterschiedlichste Nutzungen, die sich nicht alle immer zu Wort melden.
Eure Jahresumfrage ist im Bereich der Produkte ja schon super und sortierend.
Sowas in Form von: Fährt die Person zum Spaß / Sport / beides? Schnell bergauf und viele Laps oder gemütlich rauf und viele Trails? XC, Trail, Enduro, DH? Ist dir der gesellschaftliche Aspekt wichtig und es muss nicht rasendschnell bergauf gehen oder doch? Usw usw.

Den ganzen Markt kann MTB-News natürlich nicht befragen, aber zumindest etwas mehr Klarheit in „unserer Blase“. Dann würde es nicht nur Theorien geben.

Ich z.B. fahre gerne Trails. Aber im Grunde ist es mir egal wie viele Abfahrten oder ob die bergauf-Fahrt lang dauert so lange sie in netter Gesellschaft ist.
 
Schuld an der Krise sind die Biobiker selbst indem sie sich zuerst das falsche Bike kaufen. Ein Enduro mit fetten Traktorreifen und ~16kg Gewicht lässt sich halt nur schwer treten und eine Tour wird dann zur Tortur. Ich sehe immer wieder solche Kameraden die dann mit 12km/h über die Forstautobahn durch den Wald eiern (soviel zum Thema Biobiker sind fit). Das dass keinem Spaß macht ist klar. Also kauft man sich als nächstes halt ein E-Bike und fährt dann permanent im Boostmodus. Hier ist es dann halt die fehlende Disziplin und der innere Schweinehund welche dem Ganzen dann den Rest geben.
 
Solche Leute merken halt nicht sofort, wie die sich mit ihren bequemen e-Fahrstühlen selbst herunterwirtschaften.

Mir hatte mal ein ehrlicher Bekannter verraten, daß er, seit er ein e-Bike fährt, körperlich nicht mehr dazu in der Lage sei, ein Muscle-MTB zu fahren. Das würde ihn jetzt definitiv total überfordern. ;)
Das is doch auch wieder totaler Quatsch! Denkt ihr viele E-Biker hätten nicht auch schon vor über 45 Jahren mit dem biken angefangen, so wie in meinem Fall!? Und zum Spaß fahre ich mein über 25 Jahre altes MTB auch gelegentlich und es überfordert in keinster Weise!
 
Mal ne Frage , da hier alles und jeder in verschiedene Schubladen gesteckt wird.
Wollte mal meine genaue Position wissen

Die Eckdaten
53 Jahre
In 2025
Rennrad / Marathonfeile >> 6000km
E-Enduro >> fast 2100km

Faul kanns nicht sein
Zu Alt kanns nicht sein
Unsportlich auch nicht

Was denn nun….?
🤷‍♂️🤷‍♂️🤷‍♂️🤷‍♂️🤷‍♂️🤷‍♂️😂
 
Weil du ja auch wieder annimmst, E-Biken wäre kein Sport! Dass versuchen wir E-Biker zu entkräften oder zu erklären!
Vielleicht habe ich mich hier falsch ausgedrückt. Ich verbinde Sport mit körperlicher Anstrengung. Du hast natürlich Recht, es gibt ja auch Motorsport und Schach ist auch ein Sport. Ich habe noch keinen E Biker gesehen, der bergauf den Motor abstellt oder im ECO Modus fährt. Wäre auch ehrlich gesagt seltsam. Fahre als Pendlerfahrrad ein Orbea vibe mit Mahle Motor. Obwohl hier etwas mehr Eigenleistung erforderlich ist, ist es trotzdem mit Motor vergleichbar mit der Anstrengung eines Spaziergangs.
 
Fahre als Pendlerfahrrad ein Orbea vibe mit Mahle Motor. Obwohl hier etwas mehr Eigenleistung erforderlich ist, ist es trotzdem mit Motor vergleichbar mit der Anstrengung eines Spaziergangs.
Genau das wollen eben so viele nicht so wahrhaben. :ka:

Den meisten geht es wohl nur um die 'schöne eigene Illusion', 'daß sie noch richtig was drauf hätten'. ;)
 
Wenn du die schönsten Erfahrungen an mit E oder ohne E festmachst…..hast du meiner Meinung nach falsche Prioritäten.
Ich sehe die Kritik von @NoWay92 eher darin, dass man in eine bestimmte Kaufrichtung gedrängt wird; und das in immer kürzeren Abständen. Sehe es genau so.

Henne oder Ei?
Es gibt diese "unkomplizierten", motorlosen Räder doch noch.
Nur will sie anscheinend niemand mehr kaufen.
Zwang???
Es gibt sie noch und vermutlich noch für eine Weile. Trotzdem, siehe Kommentar oben.
Da ist jetzt nicht nur die böse Industrie Schuld, die den armen Konsumenten zwingt, überteuerte, unnötige und ungewollte Produkte zu kaufen.
Da ist schon eine gehörige Nachfrage da, die von der Industrie bedient wird.
Gehörige Nachfrage, die durch geschicktes Marketing in die entsprechende Richtung gesteuert wird. Zuerst weiss man nichts von einem Produkt und kaum liest/hört man davon, glaubt man ohne nicht mehr leben zu können. Schlau vorgebracht, ist jeder dafür empfänglich.
Es wird auch kaum jemand gezwungen sein überhaupt ein Fahrrad zu kaufen. Das tun die meisten Menschen dann doch freiwillig und nicht aus irgendeiner Not heraus.
Absolut! Nur will ich auswählen können und nicht in immer schneller folgende Trends gedrängt werden.

Mag sein, dass ich aus gemachten, schlechten Erfahrungen etwas überreagiere. Mir kommen eben bei Neuigkeiten immer meine beiden Ex-Arbeitskollegen in den Sinn. Ganz klar fährt man heute 1x12, ganz klar TL, ganz klar nur Wachs an die Kette, was sonst, ganz klar dieses und jenes. Das Ganze mit einer süffisanten Arroganz vorgetragen, ohne nur eine nachvollziehbare Begründung zu liefern. Alles Neue ist gut, wenn nicht besser und muss gekauft werden.
Genauso übertrieben kann jetzt meine Reaktion sein, dass ich alle über den gleichen Kamm schere. Gleichwohl befürchte ich, dass da nicht nur wenige sind, die so denken...
 
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