Viele MTBler, die selbst kein eMTB fahren denken, dass sich der Vorteil hauptsächlich auf "weniger anstrengend bergauf" beschränkt. Das mag auch für viele eMTB-Erstkäufer stimmen. Leute, die aber sehr viel fahren, fahren das eMTB meist aus anderen Gründen. Für mich beispielsweise ist der wichtigste Grund, dass ich mit dem eMTB in den Alpen kaum noch langweilige Schotterstraßen hochtreten muss, sondern geile S1 Trails uphill gehen. Die damit möglichen Touren, komplett auf Trails, sind einfach genial. Ein weiterer Punkt ist, dass ich mit dem eMTB auf deutlich mehr Downhill-Tiefenmeter komme. Natürlich braucht man beides nicht, aber ich finds halt geil. Zum Thema Kondition: Ich fahre mit dem eMTB rund dreimal so schnell auf den Berg und gebe dabei konditionell mindestens so viel rein, wie mit dem Bio, obwohl ich meistens im mittleren Trailmodus unterwegs bin – halt richtig schnell. Im Gegenteil "verführt" mich das eMTB sogar, konditionell ans Limit zu gehen, da ich ja weiß, dass ich im Falle eines Einbruchs dennoch heim komme.
Die Diskussion wurde schon zigtausend mal geführt. Aber es ist einfach so, dass fast jeder, der diese Erkenntnisse für sich gewonnen hat, eher beim eMTB bleiben will. Und dass Einsteiger zum eMTB tendieren, ist ja eh klar.
Ich will das MTB auch absolut nicht abwerten, ich finde es auch cool, ohne Motorunterstützung wo hoch zu treten. Für mich persönlich überwiegen aber die Vorteile des eMTB und damit meine ich eben am Allerwenigsten, dass es "weniger anstrenend" wäre.