tl:dr: Statt sicherzustellen, dass jeder Mountainbiker auch ja das richtige
Bike fährt, sollten wir uns anstrengen, dass jeder Mountainbiker geile Trails in seiner Nähe hat!
Hier wird auf 12 Seiten und mehr diskutiert, was das bessere Material zum Mountainbiken ist. Generell ist das Fahrzeug ja der Dreh- und Angelpunkt von fast allen Mountainbike-Diskussionen. Da verschlafen wir aber etwas sehr dringendes: Das
Wo ist doch entscheidender für den Fahrspaß!
Anstatt uns in Grabenkämpfen zwischen E-Bikes und Bikes zu verzetteln, sollten wir uns darum bemühen, dass im deutschsprachigen Raum ein sicherer Zugang zu tollen Trails herrscht – also sowohl gesetzlich (kein Wegeverbot) als auch vom Angebot her.
Wenn man all die Mühe, die man hier in Materialdiskussionen steckt, darauf fokussieren würde,
wo wir mountainbiken gehen können, dann würden wir sprichwörtlich in einer schöneren Welt leben.
Wir sollten nicht darüber streiten, ob E-Bike Fahren jetzt moralisch verderblich ist oder nicht, sondern wir sollten darum kämpfen, dass uns ein tolles Trailangebot zur Verfügung steht.
Um dieses Off-topic noch ein Stück zu erweitern: Was ich also sagen will, ist, dass ich es nicht gut finde, dass Mountainbike-Kultur sich so viel um das Fahrzeug, um das Material etc. dreht, und so wenig um das, was bei der Ausübung des Sports mind. genauso relevant ist: gute Trails.
Über Bikes diskutieren wir gerne, aber über gute Trails, Trailzugang und Trailbuilding weniger (Aufregen zählt nicht, aber auch Materialdiskussienen sind oft nur sinnloses Aufregen).
Es ist ein mühsames Thema: Rechtlicher Aufwand bei der Legalisierung (sofern verboten), Geheimniskrämerei, um unerwünschte Aufmerksamkeit zu verhindern, und anstrengende & aufwendige Trailarbeiten machen eben keinen Spaß.
Außerdem machen es regionale Unterschiede recht aufwendig, über Trails und Trailbuilding zu sprechen; die Fahrzeuge sind da universeller.
Ich will
keine Diskussion über Wegeverbote und pöhse Förster anstoßen. Stattdessen will ich die ganze E-Bike-Debatte relativieren und darauf hinweisen, dass wir diese Mühen in etwas sinnvolleres für unseren Sport stecken könnten.
Die Fragestellung des Artikels ist es schon wert, darüber nachzudenken. Letztendlich halte ich die Konsequenzen des E-Bike Trends aber für ziemlich irrelevant für den Sport selbst. Viele Leute wollen wohl E-Bike fahren, und tun es jetzt. Das ist nicht schlimm. Wer nicht E-Biken fahren will, muss es nicht – es gibt weiter Enthusiasten, die das ermöglichen werden.