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Von Technikverweigerern und Ewiggestrigen, oder wieso fährt man sonst auf 26er ab?

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Re: Von Technikverweigerern und Ewiggestrigen, oder wieso fährt man sonst auf 26er ab?
Da ich grad dieses Video anschaue:

und gleichzeitig diese Schlagzeile lese

https://www.mtb-news.de/news/mtb-verkaufszahlen-sinken/

Denk ich schon , daß da irgendwie irgendwas auf dem Irrweg ist. Die Idee des Mountainbikes, die ich anfang der 90er so begierig aufgesaugt habe war doch: "ich kann endlich alle Wege fahren" auch die, wo mein dreiganghercules oder gar mein Didi-Thurau-Rennrad ausm Hertie (kudos wer das noch kennt) nicht nur gescheitert sondern einfach zerbrochen sind.

Wohlgemerkt: Wege.

Nicht: Extra angefertigte Rennstrecken, Murmelbahnen oder Zirkusstangen.

Dahin kommen, wo man weder zu Fuß noch mit dem Auto noch mit einem Standardfahrrad hinkam. Da war man dann auch konsequenterweise meistens sehr einsam und Konflikte entstanden erst gar nicht (ich hab grad den ganzen langen Faden über den Deister-Verein gelesen....)

Diese neue Freiheit hat das Mountainbike groß gemacht. Ohne Lift, ohne Eintrittskarte, ohne Motor, ohne Servicevertrag, ohne Lackschutzfolie, ohne Instagram, ohne Strava.

und was das Überholen angeht: Ich versäg im Alltag noch jedes E-Bike. 25 is kein speed. Nur die 20-jährigen Studis, die die Next-Bikes zum Mieten gnadenlos kaputt treten, die sind schneller.

#gravel is the new mountainbike
 
Die Prioritäten sind heute anders. Mit dem Spirit von damals können sie heute nichts anfangen.
Ich frage mich schon eine ganze Weile, wohin diese Trends führen und wann es wieder kippt.
E-Bikes überholen macht mir auch Spaß. Besonders lustig ist es, wenn sie an der nächsten Ampel mein Rad genau inspizieren. Wie kann es sein, dass der schneller ist?
 
Denk ich schon , daß da irgendwie irgendwas auf dem Irrweg ist. Die Idee des Mountainbikes, die ich anfang der 90er so begierig aufgesaugt habe war doch: "ich kann endlich alle Wege fahren" auch die, wo mein dreiganghercules oder gar mein Didi-Thurau-Rennrad ausm Hertie (kudos wer das noch kennt) nicht nur gescheitert sondern einfach zerbrochen sind.

Wohlgemerkt: Wege.

Nicht: Extra angefertigte Rennstrecken, Murmelbahnen oder Zirkusstangen.

Dahin kommen, wo man weder zu Fuß noch mit dem Auto noch mit einem Standardfahrrad hinkam. Da war man dann auch konsequenterweise meistens sehr einsam und Konflikte entstanden erst gar nicht (ich hab grad den ganzen langen Faden über den Deister-Verein gelesen....)

Diese neue Freiheit hat das Mountainbike groß gemacht. Ohne Lift, ohne Eintrittskarte, ohne Motor, ohne Servicevertrag, ohne Lackschutzfolie, ohne Instagram, ohne Strava.
Na ja, diese etwas romantisch verzerrte Sicht auf die Idee des Mountainbikes würde ich in Frage stellen. Tatsächlich haben die ersten MTBler ihre Räder auf Pick-Ups den Berg hochgefahren, um dann runter zu donnern.
 
Mit deren ersten MTBs hättest Du deren Berge auch nicht hochfahren wollen. Selbsr runter hatte etwas kamikazehaftes....Aber hier hat definitiv der Kommerz in allen Richtungen gesiegt. Leider....wenn ich heute die Preise der Räder sehe, die zum Teil für den neuen heißen Scheiß aufgerufen werden...holy shit. Würde ich jetzt erst neu einsteigen, da wäre immer KA mein Händler. :ka:
 
in der Ebene überhole ich auch oft E-Bikes, Downhill fast immer. Aber nicht, weil ich jemandem etwas beweisen will, sondern weil ich eben mein Tempo fahre. Leben und leben lassen. Ist doch schön, wenn auch Normalos die Reize der Natur entdecken. Mir sind da manche Hardcore Downhiller fremder, die alles außer S3+ Trails als "Forstautobahnen" geringschätzen.
 
Tatsächlich haben die ersten MTBler ihre Räder auf Pick-Ups den Berg hochgefahren...
Ich glaube, das war eine Keimzelle (die vielleicht vom Motocross kam?). Es gab andere, die z.B.
vom Rennrad kamen und aus eigener Kraft die Berge hochfuhren (Ritchey?).
...wenn ich das richtig verstanden habe. Die Einzelheiten vergesse ich immer wieder.
 
Keine Ahnung was die da in den USA getrieben haben. Ich hatte nach dem Ableben meines Hercules Teneriffa 3-Gang für ein Jahr überhaupt kein Fahrrad. Is mir unklar, wie ich damals so überhaupt überleben konnte.
Dann kam so´n Gelöt aus Eisenstangen als Renner verkleidet, dann das Peugeot Rennrad (Hab ich damals beim ROSE die Suntour GPX mit Flügelschraube für gekauft und danach monatelang nur Steine gegessen...)
Und dann kam ich in den Laden und hab voller Verachtung auf die dicken Reifen und die albernen graden Turnstangen herunter geblickt.
Bis Scheff mich billich mit dem Scott Boulder (Bj. 89) angefixt hat. Das Peugeot war schnell verkauft (heut hätt ichs gern wieder)

Es war peinlich bis schändlich das MTB per Lift oder Kfz auf die die Berge zu hieven. Das war für Luschen und schwabbelige Rich-Kids (und affige Yankees). Und das war nach meiner Erinnerung Konsens in der europäischen, wenigstens deutschen MTB-Szene. Ohnehin plagten wir uns auch damals schon mit Fahrverboten rum. Mit Auto hoch und dann zweirädrig runterscheppern - das wär der gesellschaftliche Todesstoß für den jungen Sport gewesen.
 
Hauptsache die 26er Teile bleiben günstig und servicebar.
Das ist eben das Problem: die bleiben nicht nur nicht günstig sondern gar nicht. Versuch mal ne 26"-Felge im Laden zu kaufen. Bald wird man schon auf die Terrorliste gesetzt, wenn man nach Bowdenzügen fragt.
"Ohne USB? ohne LED? ohne Bluetooth, NFC, App, cloudservice, account, touch und Abo?"
 
Das ist eben das Problem: die bleiben nicht nur nicht günstig sondern gar nicht. Versuch mal ne 26"-Felge im Laden zu kaufen. Bald wird man schon auf die Terrorliste gesetzt, wenn man nach Bowdenzügen fragt.
"Ohne USB? ohne LED? ohne Bluetooth, NFC, App, cloudservice, account, touch und Abo?"
Ja gut, das Problem sehe ich durchaus. Meine Taktik ist tatsächlich einfach: alle guten 26er Deals mitnehmen (ZTR Flow LRS mit Ersatznippeln und Speichen für 90€!!!! ; ZTR Arch LRS NOS als Kellerfund ausm dem Bikeshop für 50€ mehr ) und mich eindecken, sodass ich auf fremde Hilfe nicht angewiesen bin.
Meiner Meinung gibt es mehr Trendgesteuerte, als 26er Liebhaber, sodass für uns eigentlich kontinuierlich die Chance auf Schnapper besteht. Bis alle Keller leer sind und der eigene voll.

Neuware ist da was anderes, klar. Aber egal ob Auto, PC, Bikes. Irgendwann gibt’s halt keinen fabrikneuen Nachschub mehr. Da hilft nur das auf die Lauer legen für NOS Parts.

Und ganz am Ende, in vielen Jahren, hilft nur noch ausschlachten alter Bikes, die inzwischen aus der drölften Hand kommen, davon bei 10 Besitzern nur im Keller standen und keiner mehr den (subjektiven wie objektiven) Wert der Teile kennt.
Habe letztens erst alte, völlig unbrauchbare und durchkorrodierte Tune Lenkerhörnchen aus den 90/00ern fast wegschmeißen wollen. Habe sie dann auf Ebay rein als „zu verschenken“ und staunte, als sich ein holländischer Retro Sammler und Nerd meldete, der sie haben wollte - um jeden Preis. Die gingen natürlich trotzdem für 0€ weg und siehe da. Er benötigte lediglich die Plastik Endkappen für sein Paar Lenkerhörnchen. Nichts weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dem stimmt schon. Wurden ja schon ein paar Millionen 26er verkauft (und nich verkauft). Und viel davon taucht irgendwann in diesem Internetz auf. Gott segne diese Erfindung. Sag ich als Agnostiker und alter Sack.
Hab ja bei meinem letzten Sperrmüllfund auch wieder schöne unzerbremste Vitchey rantage Felgen mit genommen. Gott segne die City-biker.
 
Dem stimmt schon. Wurden ja schon ein paar Millionen 26er verkauft (und nich verkauft). Und viel davon taucht irgendwann in diesem Internetz auf. Gott segne diese Erfindung. Sag ich als Agnostiker und alter Sack.
Hab ja bei meinem letzten Sperrmüllfund auch wieder schöne unzerbremste Vitchey rantage Felgen mit genommen. Gott segne die City-biker.
So schaut’s aus. Da wird eben auch viel weggeworfen. One man‘s trash, is another man‘s gold - sag ich immer. Siehe auch mein editierter vorheriger Beitrag oben.
 
Lager wäre eine Lösung. Aber ehrlich gesagt, kann nicht jeder 15 Rahmen und noch mehr Gabeln lagern. Gummi altert, und ärgerlich ist es, wenn ein Teil nicht mehr zu verwenden ist, weil ein Kleinteil verschlissen ist.
Woher bekommt man Buchsen für Gabeln? Vierkantwellen für Innenlager? Das ganze Innenleben der Gabeln ist speziell. Da hilft dann nur noch eine Werkzeugmaschine und Know-how für selbst fertigen. Standrohre verschleißen und müssten neu beschichtet werden.
Irgendwann bricht sowieso jedes Bauteil. Man braucht Maschinen zum Schmieden, fräsen, drehen, biegen, ... Schweißgerät.
Ritzel müssen gehärtet werden.
Der Aufwand für manche Teile wäre enorm.
Aber vielleicht erkennen Nischenhersteller ein Potenzial und produzieren für die 26 Zoll Gemeinde.
 
Ich hab´ auch meine Lieblings-26" Felgen eingelagert. ZTR Flow EX. Und hier in der Gegend einen Freund mit CNC-Dreh-/Fräsmaschine im Keller und dem Wissen und Können dafür. Und nur Bikes mt 26". Der hat sich für eines seiner Bikes u.a. Tubeless-Ventile aus Titan gedreht, bzw. gefräst.

Ein anderer Freund von mir hat einen Kellerraum voll mit 26" Rahmen, Rädern, Gabeln, Laufrädern, Schaltwerken und allem, was so dazu gehört. Fährt er nicht mehr. Verstehe ich bei seiner Körperlänge auch. Ist nur alles Cannondale. Zumeist Plaste halt, einbeinige Gabeln, merkwürdige Vorderradnaben und so. Für mich sind seine Rahmen zu groß, sonst hätte ich mich da schon bedient. Am Gemini.....
Ich sag´ immer, er soll alles bei Ebay oder Kleinanzeigen verkaufen, aber er hat keine Lust den Kellerraum auszuräumen und sich mit potentiellen Käufern rumzukatzenbalgen.
Was für ein verschwendetes Potential.:heul:
 
...da spricht bzw. schreibt ein wahrer Fanboy.
Ich nicht, er schon. Hat im Wohnzimmer sogar nen Cannondale-Altar. Mit nem Raven, Chain-Gang-Trikot und Wood-, sowie Stars&Stripes-Schaltwerken. Ich bin Nicolai-Jüngerin. Weil die mir die Bikes auf den Leib schneidern. Für 26"-Laufräder.:D
 
29er haben ihren Sinn und ihre Existenzberechtigung - für eine kleine Zahl handverlesener Sportfahrer, die damit beeindruckende Brocken überwinden und todesverachtende Abgründe runter rauschen.

Für den ganzen großen Rest, die mal gelegentlich einen Waldweg fahren, über eine alte Pflasterstraße, durch alltägliche Schlaglöcher oder auch mal den Trampelpfad den Hügel runter - für die war 26 Zoll genau richtig.

Klaro, horses for courses. Ich liebe meine zwei 26er heiß und innig, aber wenn ich ehrlich bin sieht das wesentlich harmonischer aus, wenn man entsprechend große Menschen lieber auf 29er setzt. Und ich meine, sie fühlen sich da auch wohler, Skill und Untergrund hin oder her.
 
Ich nicht, er schon. Hat im Wohnzimmer sogar nen Cannondale-Altar. Mit nem Raven, Chain-Gang-Trikot und Wood-, sowie Stars&Stripes-Schaltwerken. Ich bin Nicolai-Jüngerin. Weil die mir die Bikes auf den Leib schneidern. Für 26"-Laufräder.:D
.. ich bin Jünger beider Marken 🤔
.. Sitting Black ...JPG
...Citydrive...JPG
....:daumen:
 
Ich hab mir n kleines Suntour-Museum gebastelt. Keine Ahnung, warum ich die so toll fand. Mein Altar für die beste Fahrrad-Firma aller Zeiten, obwohl die nie ein Fahrrad produziert haben, genauso wenig wie Shim-No . Aber verkauft haben wir damals viele Räder "von" Shimano.
Fahrräder an der Wand find ich aber eher ne komische Idee. Ich mein, im Wort steckt "Fahr", nicht "Häng"
 
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