Als Schweizer, der im Voralpenraum wohnt, frage ich mich schon lange, weshalb so viele Flachländer Mountainbike fahren. Als Binnenländer wähle ich ja auch nicht Wellenreiten als Hobby...
In früheren Jahren kauften sich viele ein Mountainbike, weil es einfach cool war und es nur die Alternativen Alltags-/Trekkingbike oder Rennrad gab. Sehr viele dieser Käufer wohnen nämlich meilenweit von jeglichen "Mountains" weg und wenn sie sich dann mal auf einen Trampelpfad verirren stellen sie rasch fest, dass dies eine gewisse Technik und Übung braucht (und dass da extrem viel Hundescheisse rumliegt). Also macht man das weniger, hat aber laut Statistik trotzdem ein MTB.
Da kommt nun das neue, coole Gravel-Dings gerade richtig. Schotter- und Forststrassen gibt es auch im Flachland und dafür braucht man so wenig Fahrtechnik, dass man auch mit Krummbügel fahren kann. Dazu noch Group-Rides, Top-Tube-Bag und Rapha-Klamotten und alles ist voll easy

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Wem das zu anstrengend ist, der wird mit e-Unterstützung bestens bedient. Und so sind aus früher 100 verkauften Mountainbikes ohne Motor nur noch deren geschätzte 10 übrig geblieben, die erneut ein MTB kaufen.