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Canyon streicht bis zu 320 Stellen: Harter Einschnitt in Koblenz

Kommt nicht wirklich überraschend. In einigen Unternehmen wird gerade die "Kostenstruktur optimiert" oder Effizienzprogramme gestartet. Die wirtschaftliche Situation ist durch die weltweiten Spannungen eine andere, als noch vor 2-3 Jahren. In der Fahrradbranche ist die wirtschaftliche Lage vermutlich nochmal eine Nummer angespannter, da manche vom Boom scheinbar berauscht waren und dachten es würde so weitergehen. Für die einzelnen Schicksale tut es mir Leid und ich drücke die Daumen, dass sie schnell wieder einen Job finden!

Als Marke kann ich mit Canyon nichts anfangen. Mir gefallen optisch die Räder überhaupt nicht (zu viel schwarz und weiß gemischt mit Pastellfarben) und ich verstehe auch nicht wer oder was Canyon überhaupt sein will. Laut Selbstbild aus dem Statement wollen sie das sein:
Canyon ist eine der weltweit führenden Fahrradmarken und prägt das Premiumsegment maßgeblich.
Für mich ist Canyon aber keinen Premiummarke. Eine Versendermarke für preisbewusste Käufer sind sie aber auch nicht (mehr). Dafür sind die Räder zu teuer. Und die E-Bikes passen für mich auch nicht zu den vielen jungen Gravel-Influencer, welche die Marke repräsentieren sollen. 🤷‍♂️
 
Vor allem hat der deutsche Buerger derweil ein Alter erreicht, in welchem er das meisste Geld seines Lebens bereits ausgegeben hat.
Überalterung der Gesellschaft? Für die baut Canyon ja jetzt primär E-Bikes. Haben die wohl auch erkannt. Und dann in 10 Jahren E-Rollatoren.

P. S.
Die letzte ernst zu nehmende Berechnung über die ich etwas gelesen habe war ungefähr wie folgt:
Bis zum Jahr 2035 fehlen in Deutschland 3.500.000 = 3,5 Millionen Arbeitskräfte! Als Lösung wurde Migration vorgeschlagen. Mir scheint, da hat ein Teil der Wählerschaft in Deutschland noch etwas nicht verstanden. Aber bei Canyon werden ja jetzt welche entlassen. Es ist ihnen zu wünschen, dass sie leicht ein anderen Arbeitsplatz finden.
 
P. S.
Die letzte ernst zu nehmende Berechnung über die ich etwas gelesen habe war ungefähr wie folgt:
Bis zum Jahr 2035 fehlen in Deutschland 3.500.000 = 3,5 Millionen Arbeitskräfte! Als Lösung wurde Migration vorgeschlagen. Mir scheint, da hat ein Teil der Wählerschaft in Deutschland noch etwas nicht verstanden.


Ich glaube es wird mittlerweile sehr wohl verstanden das eine ungesteuerte Zuwanderung die doch zu großen Teilen (siehe Statistiken) in den Sozialsystemen endet eben NICHT hilft...eher bestehende Probleme weiter verschärft.
Meines Wissens stäubt sich niemand, selbst die Parteien die weiter rechts stehen, vor qualifizierter Migration nach Bedarf (wie das fast alle Länder der Welt praktizieren). Und bei dieser Form von Migration konkurrieren wird halt auch (erfolglos) mit Ländern die bei Steuern/Sozialabgaben, am Wohnungsmarkt, in der Kinderbetreuung, Sprache einfach mehr zu bieten haben.
Des weiteren ist sowieso nicht das letzte Wort gesprochen was KI und weitere Automatisierungen und Digitalisierungen an Arbeitsplätzen auf Dauer schmelzen lassen wird.
In vielen Teilen, die für unseren Industriestandort eigentlich vital sind, wird halt auch im größeren Stil abgebaut und die Leute kommen frisch studiert und motiviert von der Uni und merken nach 200 Bewerbungen das nichts (mehr) geht. Wenn man sich mal überlegt wieviel Fahrräder eine Firma wie Canyon verkaufen muss um 1600 Mitarbeiter zu bezahlen bei den hiesigen Lohnnebenkosten und Infrastruktur, da muss schon pro Rad richtig was hängen bleiben. Diese große Marge wirds aber vermutlich weder jetzt noch in naher Zukunft mehr geben. Ich warte auch noch drauf das bei Radon/Bike-Discount was passiert..
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Geschäftsführung hat aus dem Laden das Letzte heraus gepresst. Dazu hat man Mitarbeiter eingestellt. Jetzt ist die Luft raus und man entlässt sie wieder. Das es genau so laufen wird war so gesehen also geplant. Einzig der Zeitpunkt war ungewiss. So läuft das heutzutage eben.
 
Die Geschäftsführung hat aus dem Laden das Letzte heraus gepresst. Dazu hat man Mitarbeiter eingestellt. Jetzt ist die Luft raus und man entlässt sie wieder. Das es genau so laufen wird war so gesehen also geplant. Einzig der Zeitpunkt war ungewiss. So läuft das heutzutage eben.
Daher wäre auch interessant zu wissen, wie viele Mitarbeiter beispielsweise YT letztlich wieder eingestellt hat. Ich meine ja, es hätte geheißen, dass man diese (teils?) wieder aufnehmen wolle.
 
Meines Wissens stäubt sich niemand, selbst die Parteien die weiter rechts stehen, vor qualifizierter Migration nach Bedarf (wie das fast alle Länder der Welt praktizieren). Und bei dieser Form von Migration konkurrieren wird halt auch (erfolglos) mit Ländern die bei Steuern/Sozialabgaben, am Wohnungsmarkt, in der Kinderbetreuung, Sprache einfach mehr zu bieten haben.
Lockt die allseitige Abschieberhetorik keine Fachkraefte an? Das ist ja unglaublich.
 
Das ist so und geht auch nicht anders, sonst wirst Du als Verantwortlicher verrückt.

Schon mal 1.000 oder 2.000 Mitarbeiter entlassen?
Da sind so viele Schicksale dahinter, wenn Du hier anfangen würdest nachzudenken….
Ich war schon in solcher einer Lage. Für die meisten Manager sind Menschen nichts anderes als Invest, anders kriegst Du das mental nicht gepackt.
Du entläßt einige um den Rest zu retten.

Auf der anderen Seite, wer interessiert sich schon für die Näherinen, Ledergerber in Indien und Malaysia wie die so leben und arbeiten?
Die wenigsten. Vor allem nicht wenn sie den Ledergürtel für 4 € kaufen oder irgendwelche Klamotten.
Und die wenigsten wollen etwas von dem 8-Jährigen wissen der im Kongo wichtige Rohstoffe fürs Handy aus dem Boden holt.

Seine wir doch mal ehrlich, beim nächsten Kauf wird es kein Fairphone oder wirklich menschlich hergestellten Klamotten, sondern billig und fancy
Entschuldige bitte, wenn du schon in der Situation warst, dann wirst du wissen, dass Mitarbeiter kein Invest sind sondern Aufwand. Laufen also voll in die GuV. Alle die überrascht sind, glauben wahrscheinlich an ewiges Wachstum oder den Weihnachtsmann.
 
Es geht also eindeutig in Richtung des sportlichen Bikers - neben eMtb.
giphy.gif



Den bitte unbedingt noch in dem anderen Thread bringen!
:troll:
 
Es ist und bleibt zum abkotzen... Kündigungen betreffen immer Menschen, die von Ihren Jobs leben.
Die Führungsetagen können ja mal Verantwortung (für ihre gierigen Entscheidungen) übernehmen, ihr eigenes Einkommen reduzieren und die additionalen Benefits der Sanierung zur Verfügung stellen.
Der Fisch beginnt immer vom Kopf ab zu stinken...
 
Es ist und bleibt zum abkotzen... Kündigungen betreffen immer Menschen, die von Ihren Jobs leben.
Die Führungsetagen können ja mal Verantwortung (für ihre gierigen Entscheidungen) übernehmen, ihr eigenes Einkommen reduzieren und die additionalen Benefits der Sanierung zur Verfügung stellen.
Der Fisch beginnt immer vom Kopf ab zu stinken...
Wird doch im normal Fall auch so gemacht oder?
 
Naja, was soll man sagen – wen wundert’s? Tut mir leid für die Angestellten, aber so läuft’s heutzutage. Mir ging es genauso: Ich habe bei Fox gearbeitet, da wurden zwar „nur“ ca. 50 Leute gekündigt, aber das waren etwa 99 % der Belegschaft. Interessiert hat’s kein Schwein :D
Ich denke, jeder, der zurzeit in der Radbranche arbeitet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass morgen eine Kündigung auf dem Tisch liegen könnte. Dafür ist der Markt einfach zu aufgeblasen. Ich habe kein BWL oder Ähnliches studiert, aber die Lager sind, glaube ich, noch gut gefüllt, und auch dieses Jahr wird keine Entspannung für den Markt bringen. Wie weit das noch auf Fahrradläden überschwappt wird man sehen.

Die jetzigen Gewinner sind die Endverbraucher, die selbst schrauben können, weil man im Netz geile Produkte für wenig Geld erwerben kann. Seit Corona wurde auch viel in die Entwicklung neuer Produkte investiert (hauptsächlich E-Bikes), was das Produkt Fahrrad insgesamt auf ein höheres Level gebracht hat als vorher. Hier werden bestimmt ein paar das Gegenteil behaupten, was ich auch verstehen kann, wenn einem die Einfachheit am Fahrrad sehr wichtig ist.

Im Großen und Ganzen aber doch eine geile Sache für den Endverbraucher
 
Es ist und bleibt zum abkotzen... Kündigungen betreffen immer Menschen, die von Ihren Jobs leben.
Die Führungsetagen können ja mal Verantwortung (für ihre gierigen Entscheidungen) übernehmen, ihr eigenes Einkommen reduzieren und die additionalen Benefits der Sanierung zur Verfügung stellen.
Der Fisch beginnt immer vom Kopf ab zu stinken...
Weiss man denn, wer gekündigt wird? Wenn es z.B. auch die mittlere Führungsebene betrifft, wäre das evtl eine gute Verschlankung des Unternehmens - abgesehen davon, dass es natürlich auch Schicksale sind.
 
Wie weit das noch auf Fahrradläden überschwappt wird man sehen.
Die Frage stelle ich mir auch schon seit mindestens zwei Jahren. Natürlich profitieren die Radläden noch vom Corona-Effekt und dem damaligen Absatzboom. Zudem befinden sich heute um ein Vielfaches mehr Fahrräder auf dem Markt, die gewartet werden müssen. Sicherlich ist das auch dadurch verursacht, dass das Bike-Leasing von hochpreisigen Rädern regelrecht durch die Decke gegangen ist.

Jetzt, mehr als drei Jahre nach dem Boom, wird die Menge der tatsächlich genutzten Räder eher wieder abnehmen. Leasing-Bikes gehen zurück an die Leasinggeber, und viele Mitarbeiter werden kein neues Bike mehr leasen, weil es kaum genutzt wird oder schlicht zu teuer ist.

Ich denke daher, dass dies in Kürze auch die Radläden treffen wird. Denn diese haben sich insgesamt auch stark aufgebläht und leben sicherlich nicht zu einem geringen Teil vom Servicegeschäft.
 
für ihre gierigen Entscheidungen
Kannst du das bitte einmal konkretisieren? Geht es um die Entscheidungen im Nachfragehoch von 2020 bis 2022, die dazu geführt haben, dass CANYON die Räder wie geschnitten Brot aus den Händen gerissen wurden? War das Gier, als CANYON ab 2020 die Zahl der Mitarbeiter von 800 auf 1.600 bis Ende 2025 verdoppelt hat? Oder war es Gier, dass man für 1.600 Mitarbeiter Löhne gezahlt und sogar im September 2025 einen eigenen Tarifvertrag mit der IG Metall abgeschlossen hat? Und selbst wenn es tatsächlich Gier gewesen sein sollte, was hättest du denn gemacht? Hättest du zugeschaut, wie andere sich den großen Kuchen ab 2020 aufteilen, und dabei weiterhin mit 800 Mitarbeitern durchschnittliche Absatzzahlen in Kauf genommen? Wie würde CANYON dann heute dastehen? Meiner Ansicht nach deutlich schlechter als jetzt.
 
Ja das sehe ich auch so, kla lässt sich in der Werkstatt viel Geld verdienen. Es gibt mit Sicherheit Radläden die von der Werkstatt leben, dass sind dann aber eher die OneMan Shows bzw kleinere Läden. Die meisten leben allerdings vom Verkauf. Wie es da aussieht hast du ja ganz gut beschrieben. Wobei die durch die Corona Jahre ihre Schäfchen im trockenen haben sollten, zumindest die Inhaber.
 
Weiss man denn, wer gekündigt wird? Wenn es z.B. auch die mittlere Führungsebene betrifft, wäre das evtl eine gute Verschlankung des Unternehmens - abgesehen davon, dass es natürlich auch Schicksale sind.
Es wird schlichtweg die treffen müssen, die nicht profitabel sind und/oder bei denen absehbar ist, dass mittelfristig in ihrem Geschäftsbereich kein Gewinn zu erzielen ist. Soweit ich das aus dem Interview mitgenommen habe, wird das beispielsweise die GEAR-(Bekleidungs)sparte sein. Also alles, was zu weit von PURE CYCLING entfernt ist. Auch über das Sponsoring von Stars und Influencern sollte nachgedacht werden. Zahlkräftige Kunden ab 30 Jahren sind nicht mehr wirklich die Zielgruppe dieser Schlangenölverkäufer.
 
Ja das sehe ich auch so, kla lässt sich in der Werkstatt viel Geld verdienen. Es gibt mit Sicherheit Radläden die von der Werkstatt leben, dass sind dann aber eher die OneMan Shows bzw kleinere Läden. Die meisten leben allerdings vom Verkauf. Wie es da aussieht hast du ja ganz gut beschrieben. Wobei die durch die Corona Jahre ihre Schäfchen im trockenen haben sollten, zumindest die Inhaber.
Ich kenne jemanden, der hat einen E-Bike-Laden genau zur richtigen Zeit vor dem Boom eröffnet. Er sagte, Ende 2023 habe er in einem Jahr den Umsatz von vier Jahren gemacht. 2024 ist er in ein neues Ladengeschäft umgezogen, um ein Vielfaches größer als der erste Laden. Der gesamte Laden steht rappelvoll mit hochpreisigen Tourenrädern. Keines ist unter 3.000 Euro zu haben, bei E-Fullys enden die Preise bei 9.000 Euro. Ich vermute, dass seine Kundschaft gefühlt zu 90 Prozent aus verbeamteten Rentnern besteht. Das ist natürlich die sprichwörtliche Melkkuh, die als Kunde erst abwandert, wenn sie unter der Erde liegt. Diese Kunden machen am liebsten zweimal im Jahr eine Inspektion und lassen sich auch gegen Geld einen Schlauch wechseln oder einen Flaschenhalter montieren. Wobei der Arbeitslohn natürlich gönnerhaft nicht in Rechnung gestellt wird, weil man so die Kundschaft bei Laune hält.
 
Seine wir doch mal ehrlich, beim nächsten Kauf wird es kein Fairphone oder wirklich menschlich hergestellten Klamotten, sondern billig und fancy
Generell stimme ich da zu, aber meine teure RL-Jogginghose kommt auch aus Bangladesh. Als ich meinem Sohn ein billiges Rad "von Benko" gekauf hatte, stellte ich nach gründlicher Recherche über den Hersteller fest, dass beim gleichen Hersteller aus dem Billigstlohnland auch Spezi vom Band rollen. Der Verkaufspreis ist vollkommen unabhängig von der Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards. Sonst wäre ich auch Team teuer.
 
Es ist und bleibt zum abkotzen... Kündigungen betreffen immer Menschen, die von Ihren Jobs leben.
Die Führungsetagen können ja mal Verantwortung (für ihre gierigen Entscheidungen) übernehmen, ihr eigenes Einkommen reduzieren und die additionalen Benefits der Sanierung zur Verfügung stellen.
Der Fisch beginnt immer vom Kopf ab zu stinken...
Es steht doch in Deutschland jeder Person frei, den Beruf bzw. die Art der Beschäftigung zu wählen, die er möchte. Es steht jedem frei, eine alternative Firma/ Kommune/ alternative Lebenswelt zu schaffen, in der es keinen Stellenabbau gibt. Es gibt nicht den geringsten Zwang, sich der Arbeit in einer kündbaren Stelle auszusetzen.
 
Es steht doch in Deutschland jeder Person frei, den Beruf bzw. die Art der Beschäftigung zu wählen, die er möchte.
Naaajaaa. Ich könnte aufgrund einer chroinischen Erkrankung (nein, es ist nicht das Dummschwätzen) z.B. niemals Pilot werden. Selbst wenn alle anderen Skills vorhanden wären. Vermutlich nicht mal Zugführer. Manche meiner Leidensgenossen dürfen nicht mal ein Fahrzeug bewegen oder eine Maschine führen/bedienen. Und dann gibt es noch dutzende andere Einschränkungen, ob physisch oder kognitiv, die es den Menschen nicht ermöglich das zu tun, was sie möchten.
 
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