Auf die Gefahr, dass jemand schon alle meine Punkte vorher erwähnt hat:
Wen wundert es denn, dass der MTB-Sport als solches langsam ausstirbt/immer kleiner wird. Jahrelang hat man erzählt "Es ist doch super wenn mehr Menschen auf Bikes unterwegs sind, egal ob mit Motor oder ohne". Wenn jemand etwas kritisches geäußert hat, wurde er als intolerant, elitär oder egoistisch bezeichnet. Dann kam noch das Argument, dass gewisse Leute ein E-Bike aus gesundheitlichen Gründen benötigen. Ergibt durchaus Sinn, wenn jemand eine Herzschwäche (oder ähnliches) hat, jedoch ist "bisschen fett sein" kein Grund sich ein Elektromofa zu holen. Ich habe die absurdesten Begründungen gehört, um sich zu rechtfertigen. Auf diese Weise hat man sich jedenfalls Leute in die "Community" geholt, die eigentlich gar kein Interesse an Sport haben. Das Ende der Geschichte ist, dass es um's MTB als solches immer stiller wird, weil alles von E-Bikes überrollt wird. Es geht nicht mehr um Sport, sondern um allgemeine Freizeitbeschäftigung. Wer die These für Bullshit hält, soll sich mal die neu eröffneten Fahrrad-Freizeitanlagen anschauen. Wenige Bikeparks/Trailcenter, sehr viele Fahrradwege mit MTB-Flavour (siehe Green Trails).
Ich mache kein Geheimnis daraus, dass ich die Mopeds hasse, aber auch jeder der sich die Entwicklung rational ansieht, muss mir zustimmen. Ich kann gar nicht mehr abzählen wie viele, einst geschätzte, MTB-Marken nur noch E-Bikes produzieren.
Wer damals sagte "ist doch cool, dass jetzt jeder mitfahren kann", muss jetzt eben damit leben, dass es in den nächsten Jahren (vielleicht Jahrzehnten) nur noch wenige Bikes geben wird. Ihr habt es geschafft, dass Gertrude und Helmut jeweils 8000 Euro E-SUV-Bikes (

) aufgeschwatzt bekommen und ihr vom selben Händler nichtmal mehr mit dem Ar*** angeschaut werdet, wenn ihr eine Reparatur braucht.
Am Ende kann ich nur sagen: Ihr wurdet gewarnt, jetzt gibt's die Quittung.