MTB-Verkäufe sinken: Warum verkümmert das Mountainbike?

Mir ist durchaus klar, dass es da auch eine ausführliche Version des Positionspapieres gibt.

Darin stellt der DAV auch dar, dass er sich darüber bewusst ist, sich in einem Spannungsfeld unterschiedlicher positiver und negativer Aspekte der E-Mobilität zu bewegen. Darin erkennt der DAV insbsondere den gesellschaftlichen Nutzen der E-Mobilität und den Aspekt der gesellschaftlichen Teilhabe durch Inklusion von gesundheitlich beeinträchtigten Menschen an ("Der DAV erkennt beim E-MTB positive Anwendungsperspektiven, wie eine Alternative zur Autonutzung in Alltag und Freizeit oder als Anreisemöglichkeit zum Bergsport. Auch im Hinblick auf die Erhaltung der eigenen Gesundheit kann das E-MTB als Impuls zu Sport und Bewegung in der Natur und den Bergen vorteilhaft sein").
Seit einem Motorradunfall geht in den Alpen für mich leider nichts mehr ohne e. Ich habe an MTB Trainings und Touren meiner jetzigen Sektion deswegen schon vor 10 Jahren mit dem eBike teilnehmen dürfen. Da gab es noch keine extra eBike Trainings und es brauchte Überzeugungsarbeit von meiner Seite. Leider musste ich dazu auch erst in diese Sektion wechseln. In meiner vorherigen war das auch mit Überzeugungsarbeit damals vor über 10 Jahren nicht möglich. Soviel zum Thema antiquierte Ansichten und das die vom Dachverband vertretene Ansicht nicht unbedingt in den Sektionen auch so gesehen und gelebt wird.

In diesem Spannungsfeld positioniert sich der DAV auf der Seite des Bergsports, d. h. der Überwindung von Distanz aus eigener Kraft.
Das ist ein schwieriger Punkt, auf den man als in der Sektion bekannter eBiker auch immer wieder „angesprochen“ wird. Spätestens wenn man dann die Gegenfrage stellt, wer denn alles letztes Jahr als Fußgänger jegliche Möglichkeit von ÖPNV, Shuttle und Bergbahnen in den Alpen genutzt hat, gibt es meist betretene Gesichter und das Gespräch wird vom Gegenüber auf ein anderes Thema gelenkt.

Um eventuell nicht vorhandene Fahrtechnik bei E-Bikern geht es da nicht. Nicht vorhandene Fahrtechnik ist bei geführten Touren generell ein Problem, dass auch MTB betrifft.
Jein. Der Dachverband thematisiert das nicht. In der Sektion ist das aber durchaus ein wichtiges Thema. Deswegen ja auch die Vorbedingung mit den Kursen, bis man dann an den Touren teilnehmen darf.

Ich finde es gut, dass es eine Interessensvertretung für den MTB-Sport gibt und hoffe, dass der DAV stabil bleibt.
👍
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Kotzen! Letzte Woche hab ich mich in 50min auf 6,5km komplett zerstört. 20-30cm Pappschnee. Macht schon mal Spaß, ist halt auch nicht gesund. Die weiße Scheiße klaut unsere Trails!
Probier so eine Tour mal mit dem E-MTB :D .
Strengt auch an, fährt sich aber viel flüßiger/harmonischer, ist gesünder und macht echt Fun. :bier:
 
Das Wetter ist ihm* ebiker völlig egal! Seine nicht vorhandene Kondition kann er nicht verlieren, die kann/hat der Motor ersetzt. Fazit: Er kann von dieser verlässlichen Basis ausgehend sowieso immer nur besser werden, muss er aber auch nicht!

*So einer meiner Freunde, der sich daher sogar bei Zwift abmeldete und seinen Smarttrainer verhöckerte. Wiegt aber auch locker ü.0,1t.

Weitere Feststellung: Mit dem MTB bleibst hingegen ohne regelmässige Auffrischung/Aufrechterhaltung einer Kondition im Frühjahr im schlimmsten Fall gleich an der ersten Steigung hängen bleiben.

Btw: Ob man mit dem E-MTB Sport machen kann oder macht? Kann ja sein, ist im Vergleich zum MTB trotzdem in Betrachtung ein anderer Sport. So wird wiederholt die neue Diziplin des Trail-Uphill als "Vorteil" kolportiert, d.h, wo man mit dem MTB sonst gar nicht hochkommt.
Daneben verliegt auch noch jeglicher Anstieg seinen "Schrecken", denn mit dem MTB muss man den Berg ohne jegliche Motorunterstützung als Backup hochkommen.
 
Zu den Verkaufszahlen: Es waren doch schon immer die wenigsten MTB´ler Fitnessgranaten, sondern eher "Tourenfahrer".

Glaubt hier wirklich jemand, dass die hiesige Blase, betrachtet auf den Gesamtmarkt, fühlbare Auswirkungen hat?

Der in der Natur des Menschen liegende Anreiz etwas aus sich selbst heraus zu schaffen, wird seine Faszination auch beim Fahrrad nie verlieren. Siehe RR- und Gravelboom. Und in dieser Gruppe wird es daher auch immer Leute geben, die dann auch ins Gelände wollen. Das Gravel räubert im MTB-Segment richtig, belegt aber anschauchlich, dass es eine recht große Gruppe gibt, die gerade unmotorisiert und unkompliziert ins Gelände wollen. Die Gruppe der MTB`ler wird daher derzeit auf eine verlässliche Basis reduziert. Da wird sich das MTB irgendwo im Markt fangen und die Gruppe wird auch weiterhin bedient werden. Dann vllt mehr im Bereich XC als nur für den Trail.
Zu befiunden sich Trends im ständigen Wandel und jeder Trend erzeugt auch einen Gegentrend! Bin mal gespannt, wann der Markt getrieben vom Umsatz euch demnächst wieder eine Fitnesswelle als Lifestyle verkauft.
Das Unken, dass MTB sei tot, ist daher zwar schön provokativ, aber eher Wunsch als Realität.

Nun noch abschliessend. Mich interessiert das eMTB oder motorbetriebene Fahrräder überhaupt weiterhin so gar nicht. Ist für mich und das was ich mache, was völlig ganz anderes und auch nicht vergleichbar.
Gerade steht hier ein funkelnagelneues Aerorennrad 😍 und wartet auf gutes Wetter.
Und nur weil ich mir gerade ein neues RR gekauft habe, ich u.a. auch noch ein Gravel habe, bedeutet das nicht, dass ich mir demnächst nicht auch ein neues MTB kaufe.

Ich habe also in den letzten Jahren schön im motorlosen Bereich konsumiert!
 
@pmk meint vermutlich die wertende, verächtlich machende Aussage von @Edith L. bzgl. Menschen mit Adipositas und die pars pro toto Verallgemeinerung auf E-MTB-Fahrer.
Adipositas ist aber nicht, wenn die viele Bratwurst und das viele Bier anfängt die Fitness zu beeinträchtigen.

Ich sehe eigentlich immer nur Leute die jünger sind und halbwegs sportlich auf eMTB. Sonst sind das meist e-Trekking und e-Tiefeinsteiger, wenn älter oder unsportlicher.
 
Knapp 1.800‘Beiträge und hier ist immer noch das schwarz - weiß Denken vorherrschend 🤷‍♂️
Wo sind denn hier die Leute, die sowohl als auch fahren? Auf den Trails, zumindest in meiner Gegend, gibt es mittlerweile auch viele EMTBler aber die siehst Du an einem Tag mal mit dem e und am anderen wieder mit dem Bio, entweder oder gibt es da zum Glück nicht. Die Frage sollte hier eher lauten, schafft sich das Forum hier ab 🤷‍♂️ Die XC Fraktion gibt in diesem Thread kein gutes Bild. Von sich ab, zumindest die 3-4 - wir kennen sie hier mittlerweile alle- bitte entspannt euch mal etwas. Entweder Motor und Sport gleich Motorsport oder eMTB ist kein Sport 🤣 Dank euren Ehrgeiz schaffen wir hier bestimmt die 10.000er Marke. P.S. Bin schlecht gelaunt, gefühlt 10mal im Schneematsch gelandet, wann kommt endlich der Frühling 😩
 
@pmk meint vermutlich die wertende, verächtlich machende Aussage von @Edith L. bzgl. Menschen mit Adipositas und die pars pro toto Verallgemeinerung auf E-MTB-Fahrer.
Na, da müsste man es aber schon wollen, um das dahingehend auslegen.
Insbesondere wenn er dies mangels Kenntnis in Zusammenhang auf meine Konstitution/Fitness/Person/Lebensumstände und mein Verhältnis zu meinem Freund etc verbinden möchte.
Solche Oberflächlichkeiten wären daher eher ein Bumerrang, was ich ihm und sicher keiner hier unterstellen möchte!
 
also falls jemand hier mitliest bekommt er einen einblick in die gedankenwelt der mtb szene. ob diese szene attraktiv wirkt wage ich zu bezweifeln.

...
Ich vermute genau deswegen sinken die Verkäufe und das MTB verkümmert. Das erklärt auch warum Gravel so boomt.

Wenn ich den Spirit der Szene hier so mitbekomme würde ich mich als interessierter Einsteiger auch bald mit Grauen abwenden🫣 und irgendwas mit rhythmischer Sportgymnastik, Jazztanz usw. machen, oder wenn ich garantiert gar nichts mit Frauen zu tun haben will, dem örtlichen H0-Modellbahnclub anschließen.

M.
 
Habs gerade probiert, wie Schmierseife, die tauende weiße Pest! Zum kotzen!
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Probier so eine Tour mal mit dem E-MTB :D .
Strengt auch an, fährt sich aber viel flüßiger/harmonischer, ist gesünder und macht echt Fun. :bier:
Ich hatte 2 Monate eins zum Testen, geht mir nicht ab. Hab aber nix dagegen, wenn wer damit mit mir fahren will. Muss sich halt das gedizze eines alten, fetten Mannes anhören.
Es gab auch mal eine Zeit, da waren Fatbikes ausverkauft :rolleyes:

Und ohne Fun kein Spasss, muss man wissen!
Eben, die haben die MTB Entwicklung im Schnelldurchlauf erlebt.
Erst unnütze Extras bis zum Motor, dann tot.
Oder doch nicht?
 
Ich vermute genau deswegen sinken die Verkäufe und das MTB verkümmert. Das erklärt auch warum Gravel so boomt.
Das boomt, weil sich das MTB technisch zu sehr in Richtung Trail und Fully entwickelt hat, die RR-Szene ist zu kompetitiv und eitel. Mit dem Gravel kann man gut abseits der Straße und auf dieser selbst fahren. Zu dem alles technisch überschaubar und nicht überladen. Es kommt dem einfachen und unkomplizierten einfach (Los-)Fahren am Nächsten......zeigt, was die Leute eigentlich wollen!
 
Das boomt, weil sich das MTB technisch zu sehr in Richtung Trail und Fully entwickelt hat, die RR-Szene ist zu kompetitiv und eitel. Mit dem Gravel kann man gut abseits der Straße und auf dieser selbst fahren. Zu dem alles technisch überschaubar und nicht überladen. Es kommt dem einfachen und unkomplizierten einfach (Los-)Fahren am Nächsten......zeigt, was die Leute eigentlich wollen!

ein hardtail ist genauso überschaubar. und vielseitig. aber man kauft den Lifestyle mit und den der xc szene bekommt man hier im beitrag gut vermittelt.
 
Habs gerade probiert, wie Schmierseife, die tauende weiße Pest! Zum kotzen!
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Ich hatte 2 Monate eins zum Testen, geht mir nicht ab. Hab aber nix dagegen, wenn wer damit mit mir fahren will. Muss sich halt das gedizze eines alten, fetten Mannes anhören.

Eben, die haben die MTB Entwicklung im Schnelldurchlauf erlebt.
Erst unnütze Extras bis zum Motor, dann tot.
Oder doch nicht?
die fetten Reifen möchte ich auch keinen Berg hochtreten. Selbst Spikes haben ihre Grenzen bei Sulz und Tiefschnee.
 
ein hardtail ist genauso überschaubar. und vielseitig. aber man kauft den Lifestyle mit und den der xc szene bekommt man hier im beitrag gut vermittelt.
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da lob ich mir mein 12kg Wald- und Wiesenradl für die schnelle Runde. Kein Fully, kein Hardtail, kein Gravel - fällt durch jedes Raster und muss nirgends anecken😆
 
Schon bissl her. Aber der 40er Schnitt mit dem Enduro interessiert mich schon. Zeig mal. Da bin ich mit meinem XC-Racer echt weit entfernt.
kostenloser strava account ohne suchfilter und mehrfach überspielter pr mit dem gravel in diesem segment verhindert gerade das ich das finde.
ich reich es entweder mit neuer fahrt nach oder finds doch noch. eckdaten waren unter 10min, knapp 40 und 400w schnitt auf schotter.
den ü35er schnitt auf gutem festen schotter hätt ich anzubieten: (war auch das härtere brot)
alles werte ohne aeroposition, bei den fahrten gehts/gings mir um wattschnitt und die km/h ergeben sich.
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@pmk meint vermutlich die wertende, verächtlich machende Aussage von @Edith L. bzgl. Menschen mit Adipositas und die pars pro toto Verallgemeinerung auf E-MTB-Fahrer.
Das ist sicher angelehnt an allgemeine Statistiken, laut denen e-Radler etwas gewichtiger sind als die konventionellen Radfahrer.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass die Fahrer von e-mtb die besonders sportlichen Leute innerhalb der Gruppe der allgemeinen e-biker darstellen und als e-mtb.Fahrer entsprechend weniger beleibt sind als der Durchschnitts-e-Biker.

Dann aber behaupten die stromlosen mtb-Fahrer, die besonders sportlichen und weniger beleibten Leute innerhalb der allg. Gruppe der stromlosen Radfahrer zu sein.


Frage an die Statistiker!
Ist der Gewichtsunterschied nun noch da (wenn auch nicht mehr so krass), ist er weg oder hat sich das Vorzeichen umgedreht?
 
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