Und könnte es nicht sein, dass Deine (fiktiven) 200 Watt Leistung genauso anstrengend und gut für die Fitness sind, wie meine (fiktiven) 200 Watt, die zwar durch einen Motor ergänzt/erhöht werden, aber trotzdem 200 Watt sind?
Ach komm, Deine 200 Watt sind halt Theorie-Watt. Denn wenn Du die
dauerhaft treten könntest, würdest Du jeden Berg easy auch ohne Motor schaffen. Aber Du
@robzo schummelst ja auch mit Deinen wiederholten „50% Motor aus“ Angaben. Toll, wenn Du den Motor
bergab nicht brauchst. Zur Anerkennung den Pelosi Beifall: Klatsch klatsch.
Beide stecken wir diese 200 Watt Leistung in ein Zweirad, das durch Pedale und Kette angetrieben wird.
Watt sind wertlos ohne eine Zeitangabe. Für wie lange trittst Du 200W? 5 min sind was anderes als 2 Stunden. Wenn Du 200W 2 Stunden treten könntest, würdest Du für keinen Berg in Deiner Gegend ein ebike brauchen. Vergleichswert vom AlpX letztes Jahr: 2h8m, 170-180W, 980hm. HF 117. Da bin ich oben erholter, als ich unten losgefahren bin.
Weder Dein, noch mein Fahrrad fährt, wenn wir nicht diese Leistung in die Pedale treten.
Dein und mein Fahrrad sind zudem mit vergleichbaren Komponenten, Reifen etc. ausgestattet.
An einem motorlosen bike überlegst Du Dir sehr genau, ob Du dieselben Reifen fahren willst.
Auf Deinen, wie auf meinem Fahrrad sitzen wir in vermutlich fast identischer Art und Weise.
Dein und mein Fahrrad fahren den Berg hoch und runter, wenn möglich auf Trails.
Was genau ist hier nun komplett anders und warum ist es für viele so schwierig, diese bei uns beiden geleisteten 200 Watt anzuerkennen?
Was gibt es bei der Nutzung einer Schiebehilfe anzuerkennen? Selbst wenn Du den ganzen Berg mit 200W hochtrittst; wenn Dein Motor 100W dazugibt, hast Du max. zwei Drittel der Energie selber aufgebracht. Wenn Du oben auf Deinen Amish Freund, der die anderthalbfache Zeit braucht, wartest, waren es nur noch 133W. Wenn Du dafür Anerkennung willst…
Und, ich wiederhole mich, ich setze diese Leistungserbringung nicht als "Normalzustand" beim Fahren eines E-MTBs voraus, sondern einfach als Möglichkeit.
Und daher ist eben auch möglich, mit dem E-MTB "Sport" (was auch immer jeder einzelne darunter versteht) zu treiben.
Es ist auch möglich, sich mit dem
E-MTB schön selbst zu belügen. Macht hier natürlich niemand, hier sind ja alle schonungslos zu sich selbst. An einem Knatter-Mofa sind ja auch noch Pedale dran; ich hab mich früher immer gefragt, wozu die da sind. Niemand benutzt sie, aber: Damit ist das Mofa ja ein Fahrrad. Denn man
könnte ja. Man
kann auch die „Unterstützung“ am Ebike ganz kleinregeln, und gleichzeitig entbrennt der Wettstreit über den stärksten Motor und den dicksten Akku. Freilauf an der Kurbel gibt es ja schon, oder? Warum dann nicht gleich Fussrasten und Gasgriff? Weil man sich dann nicht mehr am positiven Image des Radfahrens bedienen kann (umweltfreundlich, gesund, sportlich). Lieber belügt man sich selbst - man bewegt sich doch, also hat man doch Sport gemacht. Und gesünder ist es auch noch, schliesslich soll man sich ja nicht so belasten, und Laktat ist übersäuern, das ist gar nicht gut, kennt man ja vom Essen. Da will man das beim Sport nicht auch noch.
(Auch wenn sicherlich viele, insbesondere unter denen, die ein E-Mountainbike fahren und nicht Mountainbiken als Sport betreiben, gerne viel Unterstützung vom Motor abrufen.)
Diese Möglichkeit wird aber vehement von einigen motorlosen Bikern bestritten und führt immer wieder aufs Neue zu dieser unsäglichen und völlig unnötigen Diskussion.
Zucker (ich nehm Maltodextrin jetzt mal dazu) wird auch verteufelt, dabei braucht man irre viel davon für ordentliches Ausdauertraining. Statt die Möglichkeit gesunder Ernährung mit Zucker mal anzuerkennen, wird das Zeug ausgerechnet von Medizinern immer grundlos und sachfremd äh unsäglich negativ gesehen.
Ah Mist, jetzt sind mir meine Ironietags runtergefallen
Ich mag Ebikes nicht. Ich hab nix gegen Ebiker, echt nicht. Mich triggert aber immer wieder, wenn Ebiker eigentlich Radfahrer sein wollen, und das mindestens genausogut, und man das mindestens mal anerkennen könnte, dass die sich ja theoretisch auch anstrengen
könnten. Und das es unter den millionen Ebike fahrenden auch mindestens zwei gibt, die das auch tun.