Wo bin ich? Bilderrätsel Oberbayern

Dann erlöse ich uns mal vom Zweifeln, Hadern und Zaudern:
Das liebliche Türmchen, neben dem @MoDingens wohnt, kann nur der Turm seiner Mutter sein, denn der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm. Treffender Weise heißt das Türmlein daher Mutterturm und steht am säuselnden Lech im schönen Landsberg am selbigen.

PS: Hab doch noch ein geeignetes Bildchen gefunden, mit dem ich gerne weitermache, wenn meine Lösung die richtige war.
 
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Es war einmal dereinst vor langer langer Zeit, der Mutterturm am landsbergischen Lech war anno dazumal noch eine stattliche Urururururururgroßmutterburg, da kam der Erfinder des Bergradls, der umtriebige Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn, auf dem Weg in die hohen Berge zum ersten Test seiner Bergmaschine an einem kleinen aber feinen Gutshof vorbei als in unvermittelt ganz furchtbarer Durst plagte. Er hatte aus den Erzählungen der hiesigen Ureinwohner vom sagenumwobenen bairischen Zaubertrank gehört, der im gehörig Kraft einflößen sollte, damit er den noch weiten Weg in die Berge hinter sich bringen konnte. Gelb in der Farbe mit lustigen kleinen Luftbläschen und einer großen weißen Schaumkrone oben drauf, so sollte das Getränk angeblich aussehen.
Im Gutshof bat er also um ein kleines Gläschen des Zaubertranks, wurde aber sehr zu seinem Leid schroff zurückgewiesen - solche profanen Bräuche würden hier nicht gepflegt, er solle zum Volk im nächsten Dorf gehen, dort gäbe es einen Zaubertrankgarten, wo er sich seinen Gelüsten ganz ungeniert hingeben könne. Er müsse dazu nur das kleine Weglein hinter dem Gutshof einschlagen und nach ein paar hundert Metern über zwei Brücklein gehen.
Enttäuscht machte er sich von dannen und kam nach wenigen Metern zu zwei Padres, hinter denen er das einfache Weglein entdeckte, dass zum Zaubertrank führen sollte. Er bat um Durchlass. Als Antwort wurde ihm aber beschieden, dass er als Wegezoll erst einmal etwas abgeben müsse. Mit weinerlicher Stimme gab er zu bedenken, dass er ein armer Mann sein, für sein Bergradl hätte er sich noch nicht einmal Fußablagen und Drehstangen leisten können, auch für eine Gliederkette zum schnelleren Antrieb hätte es nicht gereicht, so dass er nur mit einfacher Geschwindigkeit reisen konnte. Die zwei Padres beratschlagten sich kurz und meinten sodann, nun gut, dann geh wenigstens in den Wald und sammle uns ein paar Eicheln, damit wir unsere Schweine füttern können.
Gesagt getan, kam Karl nach einer halben Stunde mit Taschen voller Eicheln zurück und erfreute damit die Padres. In froher Erwartung machte er sich auf den namenlosen Weg, den er aus lauter Übermut ob seiner einfachen Spur und seines noch nicht allzu bekannten Namens Drais einfach Single Drail nannte. Und weil er grad so guter Laune war, dachte er bei sich, er führe ja nicht nur mit einfacher Geschwindigkeit, sondern mit Single Speed, das hörte sich doch gleich viel schneller an.
So hatte der Karl aus Karlsruhe nicht nur das Mountain Bike, sondern auch gleich den Single Trail und Single Speed erfunden.
Und ganz unbemerkt von allen mogelten sich zwei kleine Eicheln aus dem Korb der Padres in die Wiese zum Fuße des einfachen Wegleins. Aus ihnen wurden im Laufe der Jahre zwei imposante Eichen, die noch heute dem Reisenden von der Geschichte des Freiherrn von Drais und seiner Suche nach dem bairischen Zaubertrank erzählen können.
Aber an welchem Gutshof stehen die beiden Zeitzeugen der Geschichte des Fahrrads?
 
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Ok ok, ich seh schon, Ihr nehmt mir die Geschichte vom Freiherrn von und zu Draisine nicht so recht ab ;)
Nun gut, ich hab da ja noch eine auf Lager ... und die geht so:

Dass der Gutshof von einer klösterlichen Bruderschaft bewirtschaftet wurde, stimmt tatsächlich. Und auch der Single Trail, die beiden Brücklein und der Zaubertrankgarten sind seit langer Zeit vor Ort zu finden. Aber das Radlerherz darf doch tatsächlich noch einmal höher hüpfen: Es gibt da nämlich eine durchaus haarsträubende Verbindung zwischen dem Hofe der Brüder und den wilden Kopfsteinpflasterklassikern, die da jetzt gerade im fernen Nordwesten fröhliche Urständ feiern!
Damals nämlich, noch viel länger her als die Erfindung des Bergradls, schrieb Maria aus Donauwörth ihrem lieben Göttergatten ein Brieflein, in dem sie um seine baldige Heimkehr bat, da sie ihn so schrecklichst vermisste. Zu gleicher Zeit, welch dummer Umstand doch, schrieb sie einem ritterlichen Freund auch ein ganz harmloses Briefchen. Beide Briefe bekam ein ungeschickter Bote, der links und rechts und so - schwierig.
So nahm denn das Unglück seinen Lauf - der von Hause aus schon recht eifersuchtsgesegnete Gatte kam zu des Ritters Brief und dachte fortan nur noch an Rache. Und manchmal geht es im wirklichen Leben noch grausamer zu als im Märchen: der heimgekehrte Gatte fragte nicht lange und machte seine liebe Maria stante pede einen Kopf kürzer.
Nachdem der Heimkehrer sein Mütchen gekühlt hatte, schwante ihm dann doch langsam Ungutes. Sein liebes Weiblein war ihm gar nicht untreu gewesen, der Bote war schuld und alles eigentlich ganz einfach zu erklären. Und so fand er jahrelang keinen ruhigen Schlaf mehr, bis ihm endlich der florierende Ablasshandel der römisch Katholischen Gelegenheit bot, Sühne zu leisten. So ließ er ein Kloster errichten und hoffte darauf, dass ihm dieses die Gunst seines vermeintlichen Schöpfers wieder verschaffen würde.
Das Kloster wuchs und wurde älter, Padres kamen, Padres gingen und irgendwann kam in des Klosters Besitz der kleine Gutshof hinzu, an dem noch heute die beiden Eichen von der gar schaurigen Ehegeschichte der lieben Maria vom Kopfsteinplaster erzählen.
Denn Maria kam zwar aus Donauwörth, ihre adligen Vorfahren aber hatten ihre ursprüngliche Heimat in ihrem Namen verewigt - und dort nannten sie so manch Kopfsteinpflasterweglein ihr eigen, auf denen heute RadlerInnen mit knüppelharten Rädern fahren müssen, ganz so als hätte der Karl aus Karlsruhe die Federgabel noch nicht erfunden :)
Wer jetzt errät, wo das Kloster steht, der hat nur noch ein paar Kilometer auf geradem Weg zum Höflein mit dem Eichenpärchen.
Und ich mach mir jetzt Nudeln mit Mangold ;)
 
Na gut, dann mach ich gern weiter.

Wo wir grad bei Bäumen und sakralen Angelegenheiten sind – das hier sollte sehr einfach sein. Der edle Spender dieser ehemaligen Wallfahrtskirche war erst Herrscher und später Mönch. Zehn Klöster und Stifte wurden m. W. von ihm gegründet.

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Ich bin leider zu selten in Oberbayern unterwegs und habe deshalb nicht wirklich gute Rätselbilder. Aber damit es hier weitergeht probiere ich es mal.
Wo kann man hier die Aussicht genießen?
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Die Lösung zum vorigen Rätsel:
das Foto zeigt die Wallfahrtskapelle in der der Nähe der Erdfunkstelle in Raisting.
 
Wenn ich mir das Bild so ansehe, und dabei das "zu einfach" im Hinterkopf habe, habe ich eine verwegene Idee:

Könnte das unterhalb der Ludwigshöhe sein, also schon zwischen Kleindingharting und Deining?

Ich habe aber auch keine Bilder aus den Bergen ...
 
Nicht ganz. Aber auf dem halben Weg von der Ludwigshöhe zum Taubenberg.
Wobei ich meine Ziele immer grob anpeilen und dann mehr oder weniger im Zickzack darauf zufahren.
Die Mobilfunkanbindung ist dort auch hervorragend.
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Ich bin leider zu selten in Oberbayern unterwegs und habe deshalb nicht wirklich gute Rätselbilder. Aber damit es hier weitergeht probiere ich es mal.
Wo kann man hier die Aussicht genießen?
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Die Lösung zum vorigen Rätsel:
das Foto zeigt die Wallfahrtskapelle in der der Nähe der Erdfunkstelle in Raisting.
Neben der Tollen Aussicht am Jasberg gibts auch Getränke und manchmal Schmalzgebäck und Kaffee!
 
Dein Bild sollte das sogenannte „Maxlmühler Wasserschloss“ über dem Mangfalltal bei Valley zeigen.

Vor Ort war ich leider noch nie, weil ich es immer „rechts liegen gelassen habe“. Aber aus der Beschäftigung mit dem M-Wasserweg kam mir das Objekt irgendwie bekannt vor.
 
Mal sehen. Das Bild ist knapp zwei Wochen alt:

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Welches Geotop geologische Besonderheit ist hier auf der linken Bildseite zu sehen?


Edit: Rätseltext verfeinert.
 
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