Iberix - von Lissabon nach Barcelona

27.04. 13:00 Nazare, 5m

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Der Wind ist zwar weg, dafür bin ich heute Vormittag komplett eingebelt. Was soll denn das jetzt?! Meistens sehe ich den Atlantik gar nicht richtig, obwohl ich nur ein paar Meter landeinwärts durch die Gegend strample.

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Immerhin gehen mal wieder ein paar Singletracks her, ...

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... auch wenn man sich wie erwartet mit wenig Tiefenmetern, etwas Gestrüpp...

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... und viel Sand beschäftigen muss. Ist eben so beim Festlandküstenradeln.

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In Nazaré war auch schon mal mehr Meer, ...

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... aber nach einer nützlichen...

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... und schmackhaften Pause, ...

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... kommt tatsächlich ein bisserl Sonne durch.

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Todesmutige Surfer in fünfzig Meter hohen Wellen am Praia do Norte gibt's heute allerdings keine zu beobachten. Falsche Jahreszeit, falsches Wetter. Naja, jetzt war ich wenigstens auch mal hier.
 
27.04. 19:30 Camp beim Praia de Paredes de Vitoria, 50m

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Der Rest des Nachmittags verläuft dann eher semispannend und meistens noch ziemlich neblig auf dem EV1 Radweg nördlich von Nazaré...

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... bis ich abends beim Praia Vitória endlich die Sonne wiedersehe. Besser spät als nie. Der Übernachtungsplatz auf einer Gleitschirmplattform über der Küste...

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... ist dafür top!

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Boa noite.
 
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28.04. 16:30 Figueira da Foz, 5m

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Und weiter durch den Nebel. Herbstwetter oder wie?! Oder ist das hier an der Westküste so ein Frühlingsding?!

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Was mach ich hier eigentlich?

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Läuft.

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Läuft weiter.

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Läuft immer noch.

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Läuft irgendwie im Zickzack. Seltsame Gegend.

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Nebel des Grauens?

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Brücke über den Rio Mondego...

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... nach Figueira do Foz. Hab ich den schönen Teil der Küste mit Klippen und Felsen und so Kram vielleicht langsam hinter mir?

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Ja klar... traumhafte Sandstrände hat's hier wie Sand am Meer. Eigentlich ist die gesamte Küste mittlerweile ein einziger langer Strand. Aber irgendwie bin ich glaub ich durch mit dem portugiesischen Ozean. Wenn ich nicht langsam mal nach Osten ins Landesinnere abbiege, bleibt der Iberix bloß ein Portuküstix. Das kann eigentlich niemand wollen.

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Das Wetter wird in den nächsten Tagen vermutlich nicht ganz so prickelnd. Abwarten...

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... und Galao trinken und überlegen. Glaub ich schlaf erst mal drüber und verlasse dann morgen den Ozean in Richtung iberischer Mitte, hin zu den Bergen. Apropos Berge: Geht eigentlich irgendwas in der Serra Estrela? Immerhin strampelt man da wenn man will auf zweitausend Meter rauf, da sollte sich doch was draus machen lassen.
 
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Geiler Typ, geiles Bike, geile Landschaft und vor allem geile Fotos!

Stefan, ich freue mich, dass du immernoch mit so viel Leidenschaft dein Hobby lebst, für mich bist du schon seit MUI auf dem Amiga und unter MorphOS eine lebende Legende 8-)
Dir weiterhin viel Spaß, eine gute Zeit und immer viel Grip unter den Reifen.
 
29.04. 10:40 Regenwetter in Coimbra, 20m

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Heute wird's wohl erst mal schwierig, so rein feuchtigkeitstechnisch gesehen. Schon nachts und morgens sind in Figueira Gewitter und Regen unterwegs und wollen auch noch den ganzen Tag über bleiben.

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Bei Regen fahr ich nicht, aber nur im Café rumsitzen ist auch nicht zielführend. Also verlasse ich den Atlantik etwas unzeremoniell mit der S-Bahn statt auf Stollenreifen und chicke mich dreißig Kilometer landeinwärts in die Stadt Coimbra. Da ist das Regengebiet vielleicht schon ein paar Stunden vorher durch und der Iberix kann doch noch größtenteils trocken weiter gehen. Der Zug ist übrigens eher gemütlicher Natur, mit dem Rald wär man fast schneller... aber heute halt auch feuchter.

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Coimbra Plaza.

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Coimbra Kathedrale.

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Coimbra Rio Mondego.

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Ein paar Kilometer hinter Coimbra im Dorf Penacova beginnt der 2024 eröffnete Radweg Ecovia Mondego, immer am gleichnamigen Fluss entlang und halbwegs prima in meine Richtung. Ist jetzt eher nix mit Bergen und Trails, aber besser als irgendwelche Straßen fahren. Und der "Mondego" scheint landeinwärts ein durchaus hübscher Fluss zu werden, da kann man ruhig mal ein paar Kilometer verbringen. Das Teilstück zwischen Coimbra und Figueira am Atlantik wird wohl auch gerade gebaut, da war ich bei Dauerregen in der S-Bahn. Weiter im Inland geht's dann als Bahnradweg auf ner alten Schienentrasse noch elendslang weiter, von Santo-Comba-Dao bis nach Viseu irgendwo mitten in Portugal. Kommt gar N
nicht so übel rüber, der Mondego für Reiseradler. Glaub ich bleib jetzt erst Mal ne Weile an diesem Fluss und biege dann irgendwann rechts ab in Richtung Sierra Estrela und dem ersten richtigen Hügel des Iberix. Ist dann sowieso gleich der höchste Berg Portugals, abgesehen von den Azoren.

Gerade nieselt's hier nur noch ein bisserl halbschaurig. Dann ist jetzt Schluss mit Galao saufen... rauf auf den Bock und losgeradelt.
 
Die Montañas Vacias werden bikepackenderweise ja ziemlich gehyped. Ich sehe allerdings nur Gravelpisten und Wald oder so ähnlich. Lohnt sich das trotzdem? Von Cuenca nach Norden bin ich eh schon mal ein bisserl rauf.
Ich kenne das nur vom mit dem Auto Durchfahren, Videos und Fotos. Ein Bekannter ist da mal zum Training mit dem Gravel durch. Typisches spanische Mittelgebirge hat. Dichter Wald ist da jetzt auch nicht so viel. Ist halt sehr einsam und viele Forstpisten. Wenn mich jemand vor die Wahl stellt zwischen 1 Woche Bike nach la Rioja, Picos, Sierra Nevada oder Montanas Vacias würde ich eher die ersten drei nehmen. Und damit lasse ich die richtigen MTB-Highlights im Norden sogar gezielt aus. Aber wenn Gravel und Bikepacking in einsamer Gegend das Ziel ist, passt das schon.
 
Ich kenne das nur vom mit dem Auto Durchfahren, Videos und Fotos. Ein Bekannter ist da mal zum Training mit dem Gravel durch. Typisches spanische Mittelgebirge hat. Dichter Wald ist da jetzt auch nicht so viel. Ist halt sehr einsam und viele Forstpisten. Wenn mich jemand vor die Wahl stellt zwischen 1 Woche Bike nach la Rioja, Picos, Sierra Nevada oder Montanas Vacias würde ich eher die ersten drei nehmen. Und damit lasse ich die richtigen MTB-Highlights im Norden sogar gezielt aus. Aber wenn Gravel und Bikepacking in einsamer Gegend das Ziel ist, passt das schon.
Dann nach dem kastilischen Scheidegebirge und Madrid lieber eine Linie Calatayud, Zaragoza, Huesca, Rodellar, Boltana, Ainsa? Bin übrigens nicht abgeneigt, denn langweiligen Kram zwischendurch mit kleinen Zughupferln zu überbrücken. Ist ja kein EFI-Rennen hier sondern nur Urlaub :-).
 
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Schön, dass du wieder on Tour bist!
Inhaltlich kann ich leider nicht viel beitragen :-( Wünsch dir aber möglichst viele regenfreie Tage :-)
 
Dann nach dem kastilischen Scheidegebirge und Madrid lieber eine Linie Calatayud, Zaragoza, Huesca, Rodellar, Boltana, Ainsa? Bin übrigens nicht abgeneigt, denn langweiligen Kram zwischendurch mit kleinen Zughupferln zu überbrücken. Ist ja kein EFI-Rennen hier sondern nur Urlaub :-).
Hängt von Deinem Zeitbudget ab. Meines ist eher begrenzt, da würde ich dann eher in Atocha in den Zug hüpfen und nach Catalyud/Zaragoza oder Huesca oder je nach Wetter nach Malaga fahren. Aber wenn es einem um eine Woche nicht ankommt kann man den Schlenker ja fahren. Vielleicht ist es auch bombig da. Ein MTB-Hotspot ist es sicher nicht.
 
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