Wie hier Leute frauendiskriminierende Firmenpolitik verteidigen oder sogar gut heißen.
Dann müßten sie den Firmennamen ändern.
Wobei, eigentlich eh nicht, August Bremicker und Söhne und Schwestern KG.
Allerdings gibt es noch das Gut der
Vertragsfreiheit, auch im Gesellschaftsrecht (KG/Familienunternehmen). In einer Kommanditgesellschaft (KG) herrscht weitgehende Vertragsfreiheit. Die Gesellschafter können im Gesellschaftsvertrag
festlegen,
wer Anteile halten oder die Geschäftsführung übernehmen darf. In Deutschland ist es rechtlich schwer anfechtbar, wenn eine Familie die Nachfolge im Eigentum nach eigenen (auch patriarchalen) Vorstellungen regelt. Das wird oft durch die grundrechtlich geschützte negative Vereinigungsfreiheit und das Eigentumsrecht gedeckt.
Abgesehen davon, gibt es noch das Arbeitsrecht (AGG) und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Hier darf niemand wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Daneben hat ABUS in seinem offiziellen Leitbild ausdrücklich, dass alle Menschen unabhängig vom Geschlecht geschätzt werden.
Klar, kann auch Lippenbekenntnis sein bzw zur besseren Selbstdarstellung.
Erbrecht und das Gesellschaftsrecht hat hier oft Vorrang vor Gleichstellungsaspekten.
Weiters ist fraglich, ob sich externe Führungskräfte oder Manager sich an diese Regeln halten müssen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass angestellte Führungskräfte (die nicht zur Familie gehören) denselben religiösen oder patriarchalen Beschränkungen unterliegen.
Die
ABUS Austria GmbH wird ebenfalls von Männern geführt, aber es gibt keine Belege für eine „Glaubensprüfung“ für externe Manager im Ausland.
Das die Inhaberfamilie die Unternehmenskultur prägt ist wohl wahrscheinlich. Und deren gutes Recht. Wer dort Karriere macht, wird sich vermutlich mit den konservativen Grundwerten identifizieren müssen, auch wenn die strengen religiösen Regeln der „Brüderbewegung“ primär den inneren Familienzirkel betreffen.
Man kann so eine Einstellung, oder das (auffällige) Verhalten eines Firmenlenkers (wie Musk) oder die Grundausrichtung auf Rüstungsprodukte etc ablehnen und nicht gut finden/heißen.
Man kann aber auch akzeptieren, dass sie das (interne) Recht haben, ihr Unternehmen/Firma so zu führen, wie es ihrer Einstellung paßt; solange sie sich im Rahmen der Gesetze bewegen.
Anhande dessen, und, wie deren Produkte sich bewähren, kann man seine Entscheidung treffen.