10.05. 20:00 Embid de Jalon Bahnhof, 480m
Um sieben Uhr abends weiterfahren ist jetzt vielleicht auch nicht so sinnvoll, aber nach der ewigen Nachmittagsregenpause in Calatayud fällt mir dort halt die Decke auf den Kopf. Also cruise ich bei bestem.Abenlicht...
... auf der minimalistisch einspurigen ZP-4305 durch den kleinen Canyon des Rio Jalon. Wunderschön hier... und absolut nix los.
Zeltplätze finden ist allerdings anspruchsvoll, außer kaputter Bahnlinie und meiner Straße ist nur noch Platz für ziemlich hochwässrigen braunen Fluss. Zum Baden läd der jetzt auch nicht gerade ein, ist in normalen Jahren vermutlich deutlich gemütlicher.
Gegen acht Uhr erreiche ich das Zwergdorf Embid mitten im Canyon. Hier hat's immerhin Wasser zum trinken und waschen...
... und dann ein perfektes Übernachtungshäuserl an der temporär stillgelegten Bahnstation. Soll zwar heute Nacht ausnahmsweise mal nicht regnen, aber ein eiskalter Wind bläst trotzdem durch die Schlucht. Die vier Wände mit Dach werden gerne genommen. Ich ziehe ein.
Gute Nacht... jedenfalls bis mich um Mitternacht die Bahnliniensecurity aufweckt. Die fahren allen zwei Stunden mit nem Jeep im Gleisbett die Strecke ab, warum auch immer. Sind aber ganz cool und lassen mich nach nem kurzen Gespräch weiter pennen. Nur meine geplante Einkilometereisenbahntunneldurchquerung morgen reden sie mir aus. In normalen Jahren wär's wohl ein halbwegs legaler Wanderweg zwischen den Orten Morata und Ricla, derzeit ist's verboten. Ein Baumaschinenzug fährt angeblich öfters hin und her und ist breiter als normal, der würde Specki einfach an der Tunnelwand zermatschen. Nun denn... ich schlaf nochmal drüber... ansonsten eben weiter auf Straße statt
Rio-Jalon-Canyon-Bahnlinien-Blödsinn. Schade eigentlich, jetzt stört die kaputte Bahn auch schon, wenn man eigentlich nur radfahren möchte. Egal, ist trotzdem hübsch hier in der Jalon-Schlucht.