MiniVelo aus Peru - endlich [A]lt genug für 20 Zoll

Die Billy Bonkers sind inzwischen auch schon eingetroffen :

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Mit den neuen Reifen konnte dann auch die standesgemäße Ausfahrt stattfinden :

Auf zum Bike Festival Wien :awesome:.

In meinem Kalender ein Fixpunkt, die Anreise erfolgt natürlich mit Rad, so auch heuer.

Die Strecke führt von mir Zuhause aus der Steiermark über den Semmering nach Niederösterreich und anschließend nach Wien.

In Summe ca. 150 Kilometer und 1000 Höhenmeter .:daumen:

Also schnell die Packtaschen vom Gravelbike auf das Marino montiert und ab geht's.:i2:

Da das Event heuer um ca. 3 Wochen stattfand als die Jahre davor stellte ich mich auf nicht sonderlich frühlingshafte Bedingungen ein.

So sollte es auch werden :
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Abfahrt im Finstern um kurz nach 4 Uhr in der Früh bei 1°C.

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Auf dem Anstieg zur Passhöhe am Semmering ( knapp 1000m Seehöhe) fing es an zu Schneien.

Das Schneegestöber begleitete mich noch einige Kilometer bis nach Gloggnitz runter.

Dort begann dann leichter Wind, der ab Wiener Neustadt sehr stark zunahm und mich die letzten 50 Kilometer begleitete.

Erschöpft kam ich nach etlichen Stunden im Regen bei 2°C am Rathausplatz in Wien an.

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Im Vergleich zum Gravelbike "verlor" ich gesamt ca. 1,5h , das meisste aber sicherlich dem Gegenwind geschuldet, da ich beim Anstieg bis zur Passhöhe nach 50 Kilometer "nur" 20 Minuten langsamer war als sonst mit dem Graveler.
 
...Irgendwann voriges Jahr habe ich ein YT-Video davon gesehen und recht interessant gefunden :

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Mini Bike Fest in Berlin, findet natürlich auch heuer statt 👍 .

Hmmm, passendes Rad hätte ich zumindest zum dabei-sein . Ausgestellt werden da ja naturgemäß "richtige" Selbstbauten / Rahmenentwicklungen und dergleichen.

Aber wie hinkommen ? Zug, Flieger, Auto und MiniVelo im Kofferraum ? Alles nicht so meins.

Also eher mit einer Bikepacking-Aktion verbinden. Kurze Planung auf Komoot ergibt ca. 840 Kilometer von der Heimat aus ( Österreich / Steiermark).

Machbar :daumen:

...Daher stand voriges Wochenende ein erster Test an :

Vorab habe ich die Dropper-Stütze durch eine fixe Sattelstütze mit 400mm ersetzt und einige Taschen vom Gravelbike drangebaut.

Trotz der Rahmen-unterschiede ließ sich alles gut fixieren.

Freitags gings noch per Zug nach Niederösterreich, von da aus auf Rad & Feldwegen Richtung Burgenland :

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Mein Ziel war nach 75 Kilometern Podersdorf am Neusiedlersee :

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Den dortigen Campingplatz kenne ich zu Genüge durch diverse Windsurf-Urlaube :love:

Mitgenommen hatte ich unteranderem ein Zelt, Isomatte, Schlafsack und etwas Wechselkleidung - ging sich alles locker aus in den Taschen, die am Lenker war zu 3/4 gefüllt, in der Arschrakete war auch noch etwas Platz bei Bedarf.

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Nach einer Zeltnacht gings dann in der Früh weiter Richtung Ungarn :

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Nach 50 Kilometer fuhr ich über die Grenze wieder zurück nach Österreich und dann über die "Bucklige Welt" in Richtung Semmering.

Leider kündigte sich dort ein Gewitter an, welches mich auch voll erwischte. Somit fuhr ich für ca. 45 Kilometer im Regen, begleitet von Blitz & Donner und auch kurzem Hagelschauer 😕


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Höchster Punkt der Fahrt war die Passhöhe am Semmering :

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Nach knapp 210 Kilometer kam ich, begleitet von Sonneschein , wieder daheim an.

Die Ausfahrt verlief problemlos, die Technik & Ausrüstung hat tadellos funktioniert.

Auch mit der Geometrie kam ich über diese längere Dauer hervorragend zurecht, da hatte ich mit anderen Rädern teilweise schon eher leichte Probleme mit meinen Knien :awesome:

Interessanterweise fuhr ich teilweise mit den Unterarmen aufliegend auf der Lenkertasche, was sehr gut funktionierte - AERO :wink:

...Hab mal die günstigsten Aufleger von Amazon bestellt - mal testen. Auch wenn's die Optik verpfuscht, aber für die Berlin-Reise wäre es durchaus gut.
 
Na @Error1312, wenn dieses Jahr wieder Shirts gibt, geb ich @DocLumpi eins aus, es sei denn, es kommt jemand von noch weiter her angeradelt.
bei der strecke würde ich auch nochmal mit den leuten im orgateam schnacken, ob das bike nicht doch ausgestellt werden darf.

shirts gibt es dieses jahr nur für ausstellende, die wollten. wir wollten nicht auf so vielen sitzen bleiben.
wir haben nur minimalst mehr bestellt. wenn da eines in der richtigen größe dabei ist, darfst du ihm gern eins kaufen :D
ansonsten gibts es siebdruck mit dem Logo
 
Halli Hallo.

Die Zeit vergeht - kommenden Samstag ist schon das Mini Bike Fest 😄 😄

Darum ging meine Anreise heute pünktlich in der Früh los :
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Kurz vor 5 Uhr, dafür aber schon mit angenehmer Temperatur.

Das finale Reise Gewicht liegt bei 23,5 KG.

Vermutlich hab ich doch zu viel eingepackt ☺️.

Die Wettervorhersage sagt für die ganze Woche Hitze an 🌞🌞

Erstmal ging es von Daheim Richtung Niederösterreich, diesmal aber nicht über den Semmering, sondern über den Preiner Gscheid Pass

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Danach durch den Wienerwald. Besonders der Helenental-Radweg war angenehm und schön zu fahren - meistens dem Bach entlang:

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Unterwegs kurz Hörnchen aus dem Sackerl - Fine Dining 😋
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Die Route führte durch etliche Viadukte

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Endstation war am Campingplatz in Tulln an der Donau. Mit angrenzendem Badesee zur Abkühlung 👌👌

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Der heutige Tag umfasste knapp 200 Kilometer und 1450 Höhenmeter.
 
Wahnsinn. Du machst das ja wirklich.
Seh ich das richtig? Wenn man auf ne Karte schaut / Streckenmäßig lässt du Tschechien quasi rechts liegen und fährst quasi ne Banane drum herum?! :D
 
Oki doki. Hätte geschätzt, dass es weniger als 800km sind, wenn du durch Tschechien fährst. Das diese Routenplaner aber auch immer Recht haben müssen... :daumen:
 
Mittwoch ist Gegenwind-Tag 😜

Los ging's um 5 Uhr Früh gleich Mal über die Donau
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Danach wurde die Landschaft weniger dicht besiedelt und nach ca. 80 Kilometer fuhr ich über die Grenze nach Tschechien

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Es folgte ein Recht länger Abschnitt durch die Wälder Tschechiens.

Auffällig war das danach in jedem kleinen Dörfchen mindestens ein kleiner Teich war .

Zur Abkühlung wohl eher nicht geeignet - schaute nicht einmal nach Fischbeständen aus.

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Ziel war dann ein Art Wallfahrtsort mit beeindruckender Kirche

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Die letzte Stunde der Fahrt war Recht angenehm und flott, jedoch ging davor den ganzen Tag Recht stärker (Gegen)-Wind.

Auf der Reise ist dies der anstrengendste Tag mit 246 Kilometer und 2600 Höhenmeter.
 
Tag 3 - GrenzerFahrung

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Zeitig ging es los Richtung Norden.

Immer wieder an verschiedenen Flussufern entlang.

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Teilweise ging es auch über Trampelpfade

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Aber alles gut fahrbar und frei.

Gegen Mittag kam ich im Dreiländereck an :

Deutschland, Tschechien und Polen
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Das erste Bundesland war Sachsen :
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Der Grenze zu Polen entlang wechselte ich ein paar Mal die Seite 😄
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Die letzten 2 Stunden ziehten sich dann doch in die Länge, die Sitzbeschwerden machten sich bemerkbar.


Am Abend kam ich dann am Bärwalder See an :

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Sehr schön mit Sandstrand und leichtem Meer-Flair 🌞.

Leider baute ich noch schnell mein Zelt auf und versorgte den geschundenen Körper. Somit hatte das Restaurant dann schon zu.

Jedoch gabs einen Pizza-Automaten :

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Abendessen gerettet und für Automaten-futter echt okay.

Somit noch 1 Tag zu fahren ( Freitag). - Alles im Plan ☺️
 
Tag 4 Showdown


Das Aufstehen fiel heute nicht mehr ganz so leicht ⛺😉.

Beim Blick aufs Thermometer war mir klar das dass ein kälter Start in den Tag werden würde: 5 Grad.
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Entlang ging's an der Spree, die die Kälte gefühlt noch schlimmer machte 🤭
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Nach ca. 25 Kilometer erreichte ich Spremberg, da ging's erst Mal in eine Bäckerei zum Aufwärmen 🥳🥳
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Auch kaufte ich ein paar Leckereien für die Weiterfahrt ein, das meiste davon kannte ich als Österreicher nicht 🤭

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Aufgewärmt ging's dann schon flotter dahin, auch die ☀️ wurde stärker.
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Immer wieder ging's an Seen vorbei, generell war der letzte Tag landschaftlich sehr sehr schön 👏👏

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Interessant fand ich die starken Bootsaktivitäten auf der Spree, überall sah ich Kajaks und Ausflugsboote - fast schon venezisch 😊
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Dann folgten wieder Abschnitte mit langen Wäldern.
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Die Besiedlung wurde langsam Dichter und ich erreichte in der Nähe von Schönefeld langsam Berlin
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Vermutlich wegen mir wurde auch großräumig ein Straßenzug gesperrt, mit dem Rad durfte ich ohne Probleme entlang fahren?!


Vorbei am Fernsehturm erreichte ich mein Ziel beim Brandenburger Tor:

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Geschafft - eine wirklich tolle und schöne Radreise.

Jeden Tag schöne Erinnerungen gesammelt, ob an Anfang Bergpässe, die ich zum ersten Mal überquerte.

Oder die weiten tschechischen Wälder und Wiesen Landschaften,
die vielen kleinen (menschenleeren) Dörfchen mit ihren Teichen in Tschechien.

Der Bärwalder See mit seinem Sandstrand, der ganze Spreewald mit den Booten und Kanus.

Aber natürlich auch das riesige Berlin selbst 👍
 
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