Transalp mit Schülerinnen und Schülern - Frage zu Etappe 5 (Brentadolomiten)

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Hallo zusammen,

ich bin im Juni diesen Jahres mit 22 Schülerinnen und Schülern auf einer MTB Transalp. Wir werden uns vorrangig auf der Via Claudia Augusta bewegen - biegen jedoch nach Bozen über die Weinstraße und den Mendelpass nach Cavareno ab.

Kann mir jemand eine elegante Routenplanung/Etappe von Cavareno über Andalo und Molveno bis Ponte Arche empfehlen, die...

a) ...nicht bis hinunter ins Tal auf die Höhe von Mezzolombardo führt und anschließend die kompletten Höhenmeter (inkl. Tunnel und Andalosattel) wieder nach oben geht
b) ...für Schülerinnen und Schüler technisch gut zu schaffen ist, also eher Gravel und Straße als Wald und >S1?

Für Tipps und Hinweise bin ich sehr dankbar!

Beste Grüße aus Bielefeld!
 
Also ich würde von Cavareno runter zum See (Dermulo) und dann hoch Richtung Tuenno auf die Tour de Non. Die fährst du dann (entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung) bis Sporminore.
So hast du den ätzenden Abschnitt mit Tunnel an der Rocchetta umschifft und Höhenmeter gespart.
Der Andalosattel bleibt dir allerdings nicht erspart...
Allerdings kannst du bis Cavedago gut auf kleine Wege ausweichen und musst nicht auf die Hauptstraße.
 
Also ich würde von Cavareno runter zum See (Dermulo) und dann hoch Richtung Tuenno auf die Tour de Non. Die fährst du dann (entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung) bis Sporminore.
So hast du den ätzenden Abschnitt mit Tunnel an der Rocchetta umschifft und Höhenmeter gespart.
Der Andalosattel bleibt dir allerdings nicht erspart...
Allerdings kannst du bis Cavedago gut auf kleine Wege ausweichen und musst nicht auf die Hauptstraße.
Super, vielen Dank!🙏
 
Schau dir am besten mal die Strava Heatmap an, zusammen mit einer topographischen Karte und ggfs. die S-Skala Einträge auf OSM. Gibt es alles zusammen z.B. auf Trailguide.net. Das, was auf Strava dicke Striche produziert, dürfte oft für dich geeignet sein, am besten halt per genannten Tools gegenchecken.

Wenn man das anwendet, kommt man etwa auf folgende Option:
Vom Mendelpass runter bis Cavareno werdet ihr eh schon einem Graben folgen, dem dann südlich von Cavareno weiter folgen, ist bestimmt landschaftlich cool. Ist von Don in die Schlucht ein S0 Trail, dann Forstweg. Bei einer Kirche die Schlucht Richtung Tavon verlassen, dann spart man sich die Hauptstraße am See entlang. Du musst aber zum Staudamm bei Dermulo und dort auf der Hauptstraße über die Noce Schlucht, sonst kommst du da nicht sinnvoll drüber. Gleich nach der Schlucht dann aber wieder, wie schon von @cschaeff geschrieben, auf Nebenstraßen nach Tuenno hoch. Südlich von Tuenno musst du dann zumindest raus auf einer Regionalstraße durch den Graben, der vom Tovelsee runterkommt, nach Terres. Ab dort geht dann am Hangfuß entlang, aber meist oberhalb der Dörfer, Forstweg und teils auch Trail (die Abschnitte sind aber ohne großen Anstieg) bis nach Andalo hoch. Gazza bzw. Ranzo wirst du dir sparen wollen, ihr könntet aber hinter Andalo mit wenigen Höhenmetern dorthin fahren, wo von Molveno die Bahn hochgeht. Ist ein schöner Aussichtspunkt und runter könntet ihr einen relativ leichten Flowtrail nehmen bis kurz vor Molveno. Dann westseitig am See entlang, hinter dem See die Hauptstraße kreuzen und dann gibt es eigentlich nur eine Variante unterhalb der Hauptstraße auf Asphalt bis Ponte Arche, sonst kommst du auf der falschen Seite der Sarca Schlucht raus.
 
Schau dir am besten mal die Strava Heatmap an, zusammen mit einer topographischen Karte und ggfs. die S-Skala Einträge auf OSM. Gibt es alles zusammen z.B. auf Trailguide.net. Das, was auf Strava dicke Striche produziert, dürfte oft für dich geeignet sein, am besten halt per genannten Tools gegenchecken.

Wenn man das anwendet, kommt man etwa auf folgende Option:
Vom Mendelpass runter bis Cavareno werdet ihr eh schon einem Graben folgen, dem dann südlich von Cavareno weiter folgen, ist bestimmt landschaftlich cool. Ist von Don in die Schlucht ein S0 Trail, dann Forstweg. Bei einer Kirche die Schlucht Richtung Tavon verlassen, dann spart man sich die Hauptstraße am See entlang. Du musst aber zum Staudamm bei Dermulo und dort auf der Hauptstraße über die Noce Schlucht, sonst kommst du da nicht sinnvoll drüber. Gleich nach der Schlucht dann aber wieder, wie schon von @cschaeff geschrieben, auf Nebenstraßen nach Tuenno hoch. Südlich von Tuenno musst du dann zumindest raus auf einer Regionalstraße durch den Graben, der vom Tovelsee runterkommt, nach Terres. Ab dort geht dann am Hangfuß entlang, aber meist oberhalb der Dörfer, Forstweg und teils auch Trail (die Abschnitte sind aber ohne großen Anstieg) bis nach Andalo hoch. Gazza bzw. Ranzo wirst du dir sparen wollen, ihr könntet aber hinter Andalo mit wenigen Höhenmetern dorthin fahren, wo von Molveno die Bahn hochgeht. Ist ein schöner Aussichtspunkt und runter könntet ihr einen relativ leichten Flowtrail nehmen bis kurz vor Molveno. Dann westseitig am See entlang, hinter dem See die Hauptstraße kreuzen und dann gibt es eigentlich nur eine Variante unterhalb der Hauptstraße auf Asphalt bis Ponte Arche, sonst kommst du auf der falschen Seite der Sarca Schlucht raus.
Überragend, vielen Dank! 🙏
 
Evtl. nicht über Ponte Arche sondern über Ranzo? Gibt dort eine schöne Strecke mit richtig schöner Aussicht nach Vezzano.
Mit Schülern müsste man schauen das man die Hauptstraße von Vezzano bis zum Radweg beim Lago di Toblino umfährt.

Ihr gehört nicht zufällig zu der Schule die jährlich ein Alpencross Video bei youtube einstellt?
 
Schau dir am besten mal die Strava Heatmap an, zusammen mit einer topographischen Karte und ggfs. die S-Skala Einträge auf OSM. Gibt es alles zusammen z.B. auf Trailguide.net. Das, was auf Strava dicke Striche produziert, dürfte oft für dich geeignet sein, am besten halt per genannten Tools gegenchecken.

Wenn man das anwendet, kommt man etwa auf folgende Option:
Vom Mendelpass runter bis Cavareno werdet ihr eh schon einem Graben folgen, dem dann südlich von Cavareno weiter folgen, ist bestimmt landschaftlich cool. Ist von Don in die Schlucht ein S0 Trail, dann Forstweg. Bei einer Kirche die Schlucht Richtung Tavon verlassen, dann spart man sich die Hauptstraße am See entlang. Du musst aber zum Staudamm bei Dermulo und dort auf der Hauptstraße über die Noce Schlucht, sonst kommst du da nicht sinnvoll drüber. Gleich nach der Schlucht dann aber wieder, wie schon von @cschaeff geschrieben, auf Nebenstraßen nach Tuenno hoch. Südlich von Tuenno musst du dann zumindest raus auf einer Regionalstraße durch den Graben, der vom Tovelsee runterkommt, nach Terres. Ab dort geht dann am Hangfuß entlang, aber meist oberhalb der Dörfer, Forstweg und teils auch Trail (die Abschnitte sind aber ohne großen Anstieg) bis nach Andalo hoch. Gazza bzw. Ranzo wirst du dir sparen wollen, ihr könntet aber hinter Andalo mit wenigen Höhenmetern dorthin fahren, wo von Molveno die Bahn hochgeht. Ist ein schöner Aussichtspunkt und runter könntet ihr einen relativ leichten Flowtrail nehmen bis kurz vor Molveno. Dann westseitig am See entlang, hinter dem See die Hauptstraße kreuzen und dann gibt es eigentlich nur eine Variante unterhalb der Hauptstraße auf Asphalt bis Ponte Arche, sonst kommst du auf der falschen Seite der Sarca Schlucht raus.
Ich hänge mich mal mit meinen 19 Schülern an diesen famosen thread an. DANKE schonmal für die guten Hinweise!
Bis Terres kann ich deinen Weg nachvollziehen. Über Don und Tavonsee ist es wirklich schön, bin dann aber „schon“ bei 21km und 700hm.
Du schriebst, dass es ab Terres ohne nennenswerte Anstiege bis Andalo ginge. Mir liegt ein gpx mit dann nochmal +1000hm oder zumindest ein komoot-Track mit +800hm vor.
Übersehe ich was?
 

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Ich hänge mich mal mit meinen 19 Schülern an diesen famosen thread an. DANKE schonmal für die guten Hinweise!
Bis Terres kann ich deinen Weg nachvollziehen. Über Don und Tavonsee ist es wirklich schön, bin dann aber „schon“ bei 21km und 700hm.
Du schriebst, dass es ab Terres ohne nennenswerte Anstiege bis Andalo ginge. Mir liegt ein gpx mit dann nochmal +1000hm oder zumindest ein komoot-Track mit +800hm vor.
Übersehe ich was?
Sorry, das ist ein Missverständnis. Was ich meinte: Es gibt auf dem Weg, soweit ich das nachvollziehen kann, zwei Trailabschnitte, die jedoch ohne größeren Anstieg sind, also sollten sie in der Richtung sinnvoll zu fahren sein. Es geht natürlich nach Andalo noch einiges bergauf, aber das dann immer auf Forstweg. Oberhalb von Terres steigt man auf etwa 700 m in den Weg ein, dann geht es etwa auf der Höhe bis Sporminore, dort sogar nochmals etwas bergab (das ist ein Trailstück) und dann wieder auf einer Höhe ebenfalls auf Trail bis oberhalb Spormaggiore (das auf etwa 600 m Höhe). Von dort dann 400 Höhenmeter auf Forststraße hoch nach Andalo.

Das sind also insgesamt schon ein paar Höhenmeter. Von Cavareno geht es erst mal bergab, dann 200 Hm nach Tavon hoch. Der Damm auf etwas über 500 m ist dann der tiefste Punkt. Von dort 200 Hm hoch nach Tuenno und dasselbe nochmals aus dem folgenden Taleinschnitt bis zum Sentiero Margherita (laut Karte). Der geht dann etwas wellig und am Ende etwas bergab bis Sporminore und danach auf dem Höhenniveau weiter, bis am Ende der Schlussanstieg nach Andalo kommt, der dürfte recht konsequent, aber gut machbar hochgehen. Wenn man die welligen Stücke mit insgesamt 200 bis 300 Hm verortet (schwierig einzuschätzen, entsprechende Software kann dir das aber sicherlich liefern), dann bist du also von Cavareno bis Andalo bei etwa 1200+ Hm. Das geht sicherlich effizienter, aber dann halt mit wesentlich mehr Straße. Vom Staudamm bis Andalo hast du nominell 500 Hm, allerdings sind orografisch rechts vom Toce halt ein paar Gräben, die man queren muss, und das wird seltenst ohne Höhenverlust funktionieren. Alternativ kannst du orografisch links vom Toce runter, bis du quasi durchgehend nach Andalo hochfahren kannst, das ist dann aber knapp vor Mezzolombardo und man kommt dann bis auf 300 m runter. Um das aber nicht auf der Hauptstraße zu machen, wirst du sicherlich nach Tavon hoch wollen, es sind dann insgesamt also mindestens 900 Hm, die man von Cavareno bis Andalo einplanen muss. Wenn es etwas schöner zu fahren sein soll, eben ein paar mehr. Wenn man aber an einem Tag von Cavareno bis nach Ponte Arche will, ist das sicherlich ein Brett. Andererseits ist Ponte Arche bis Riva eher überschaubar, es macht also sicherlich Sinn, eher von Cavareno bis Andalo zu planen und dann von dort bis Riva. Und 1500 Hm pro Tag sollten bei einem AlpenX schon drin sein?

Ich denke, es ist auch ein Unterschied, ob man einen durchgehenden Anstieg hat oder eine wellige Strecke. Ich hab hier eine Hausrunde, die hat - wenn ich größeren Anstiege netto zusammenrechne - so knapp 700 Hm. Ich hab die mal mit GPS getrackt (was ich sonst nie mache), da bin ich dann bei 900 Hm rausgekommen. Das kann mit einigem kleinen Auf und Ab gut hinkommen. Maximal geht es da aber 200 Hm am Stück hoch. Wenn ich die Runde mit einer Tour vergleiche, wo es 900 Hm am Stück bergauf geht, dann finde ich den langen Anstieg am Stück jedenfalls fordernder als die Hausrunde. Kann aber jemand anderes natürlich ganz anders sehen…
 
Evtl. nicht über Ponte Arche sondern über Ranzo? Gibt dort eine schöne Strecke mit richtig schöner Aussicht nach Vezzano.
Mit Schülern müsste man schauen das man die Hauptstraße von Vezzano bis zum Radweg beim Lago di Toblino umfährt.

Ihr gehört nicht zufällig zu der Schule die jährlich ein Alpencross Video bei youtube einstellt?
Schaue ich mir auch einmal an, vielen Dank!

Ne, das sind wir nicht!
 
Sorry, das ist ein Missverständnis. Was ich meinte: Es gibt auf dem Weg, soweit ich das nachvollziehen kann, zwei Trailabschnitte, die jedoch ohne größeren Anstieg sind, also sollten sie in der Richtung sinnvoll zu fahren sein. Es geht natürlich nach Andalo noch einiges bergauf, aber das dann immer auf Forstweg. Oberhalb von Terres steigt man auf etwa 700 m in den Weg ein, dann geht es etwa auf der Höhe bis Sporminore, dort sogar nochmals etwas bergab (das ist ein Trailstück) und dann wieder auf einer Höhe ebenfalls auf Trail bis oberhalb Spormaggiore (das auf etwa 600 m Höhe). Von dort dann 400 Höhenmeter auf Forststraße hoch nach Andalo.

Das sind also insgesamt schon ein paar Höhenmeter. Von Cavareno geht es erst mal bergab, dann 200 Hm nach Tavon hoch. Der Damm auf etwas über 500 m ist dann der tiefste Punkt. Von dort 200 Hm hoch nach Tuenno und dasselbe nochmals aus dem folgenden Taleinschnitt bis zum Sentiero Margherita (laut Karte). Der geht dann etwas wellig und am Ende etwas bergab bis Sporminore und danach auf dem Höhenniveau weiter, bis am Ende der Schlussanstieg nach Andalo kommt, der dürfte recht konsequent, aber gut machbar hochgehen. Wenn man die welligen Stücke mit insgesamt 200 bis 300 Hm verortet (schwierig einzuschätzen, entsprechende Software kann dir das aber sicherlich liefern), dann bist du also von Cavareno bis Andalo bei etwa 1200+ Hm. Das geht sicherlich effizienter, aber dann halt mit wesentlich mehr Straße. Vom Staudamm bis Andalo hast du nominell 500 Hm, allerdings sind orografisch rechts vom Toce halt ein paar Gräben, die man queren muss, und das wird seltenst ohne Höhenverlust funktionieren. Alternativ kannst du orografisch links vom Toce runter, bis du quasi durchgehend nach Andalo hochfahren kannst, das ist dann aber knapp vor Mezzolombardo und man kommt dann bis auf 300 m runter. Um das aber nicht auf der Hauptstraße zu machen, wirst du sicherlich nach Tavon hoch wollen, es sind dann insgesamt also mindestens 900 Hm, die man von Cavareno bis Andalo einplanen muss. Wenn es etwas schöner zu fahren sein soll, eben ein paar mehr. Wenn man aber an einem Tag von Cavareno bis nach Ponte Arche will, ist das sicherlich ein Brett. Andererseits ist Ponte Arche bis Riva eher überschaubar, es macht also sicherlich Sinn, eher von Cavareno bis Andalo zu planen und dann von dort bis Riva. Und 1500 Hm pro Tag sollten bei einem AlpenX schon drin sein?

Ich denke, es ist auch ein Unterschied, ob man einen durchgehenden Anstieg hat oder eine wellige Strecke. Ich hab hier eine Hausrunde, die hat - wenn ich größeren Anstiege netto zusammenrechne - so knapp 700 Hm. Ich hab die mal mit GPS getrackt (was ich sonst nie mache), da bin ich dann bei 900 Hm rausgekommen. Das kann mit einigem kleinen Auf und Ab gut hinkommen. Maximal geht es da aber 200 Hm am Stück hoch. Wenn ich die Runde mit einer Tour vergleiche, wo es 900 Hm am Stück bergauf geht, dann finde ich den langen Anstieg am Stück jedenfalls fordernder als die Hausrunde. Kann aber jemand anderes natürlich ganz anders sehen…
Vielen Dank für diese umfangreiche Darstellung, ich schaue mir das heute mit den Schülern zusammen mal an!
Normalerweise hätte ich diese Etappe auch maximal bis Molveno geplant, da ist aber wegen einer Veranstaltung in der Woche nix mehr für >22 Personen frei. Da aber Ponte Arche die einzige Unterkunft ist, die wir bisher noch nicht fest gebucht haben, halten wir mal die Augen nach Alternativen auf!
 
Kann mir jemand eine elegante Routenplanung/Etappe von Cavareno über Andalo und Molveno bis Ponte Arche empfehlen,
Da du im Nonstal den Fluss Noce an irgendeiner Stelle überqueren musst, bleiben dir auf der anderen Seite die Höhenmeter für den Wiederaufstieg nicht erspart. Es ist also meines Erachtens völlig egal, ob ihr den Fluss ganz im Norden (Dermulo-Cles-Tuenno) oder im Süden (Rocchetta-Mezzolombardo) überquert. Die Einsparung ist marginal und gefühlt ist der Wiederaufstieg ein Brett.

Bitte beschäftige dich etwas näher mit der "Marvin-Transalp-Route" (Ostseite), der "Tour de Non" und der "Dolomiti di Brenta Bike"-Umrundung. Da befinden sich jeweils die möglichen Lösungen für eure geplante Unternehmung. Es gibt auch entsprechende Threads hier im Forum dazu.

Den Mendelpass halte ich für nicht sonderlich schülerfreundlich (ich ziehe den verkehrsfreundlicheren Gampenpass vor) und auch der Anstieg nach Andalo hoch kann quälend lang und steil sein (aber immerhin ohne Verkehr ab Maso Milano).
 
Mir liegt ein gpx mit dann nochmal +1000hm oder zumindest ein komoot-Track mit +800hm vor.
Übersehe ich was?
Mit Komoot-Tracks musst du aufpassen. Die verwenden ein grausam schlechtes Höhenmodell (SRTM), und entsprechend sind in gebirgigen Gegenden, in denen du auch unterwegs sein wirst, die berechneten Höhenmeter Unsinn. Wir hatten das mal hier in einem Thread aufgedröselt, weil Komoot auf einer ebenen Strecke 120 hm "dazu gezaubert" hat.

Normalerweise hätte ich diese Etappe auch maximal bis Molveno geplant, da ist aber wegen einer Veranstaltung in der Woche nix mehr für >22 Personen frei. Da aber Ponte Arche die einzige Unterkunft ist, die wir bisher noch nicht fest gebucht haben, halten wir mal die Augen nach Alternativen auf!
Schau mal, ob die am Lago di Nembia noch was frei haben. Da ist auch ein Hotel, das früher größere Gruppen genommen hat.
 
So, nach zwei Monaten und der Transalp-Vorbereitung in den letzten Zügen ist mit mehrfachem Umplanen folgende Route für Tag 5 entstanden (sollte sich auf den ersten Blick zu großen Teilen mit der Spinner-Route von oben decken).
Unser Etappenziel ist jetzt das Hotel Costaverde in Andalo geworden!
Wer ein bisschen Zeit hat kann gerne nochmal einen Blick drauf werfen und mir Bescheid sagen, falls meine Schülerinnen und Schüler da nen "dickeren Bock" eingebaut haben sollten:

https://connect.garmin.com/app/course/443704238

https://www.komoot.com/de-de/tour/2...oh5sw9t0DYzLl6KcMzthz3686EL2q25Pj9meRuoLZUKVQ

In zwei Wochen gehts los, wir sind alle sehr gespannt....

Sonnige Grüße aus OWL!
 
mir Bescheid sagen, falls meine Schülerinnen und Schüler da nen "dickeren Bock" eingebaut haben sollten
Wenn ich es nicht überlesen habe - du hast nirgendwo geschrieben, wie fahrtechnisch und konditionell fit die Schüler sind und wie alt. "Sportlich" zu sein, heißt in diesem Kontext nicht viel. Was hatte ich schon "sportliche" Teilnehmer, die "dreimal die Woche" ins Fitnessstudio gingen, dann aber am ersten Anstieg zum Karwendelhaus auf halber Strecke umdrehten. Selbsteinschätzung kann üble Streiche spielen.
Ein S0-Trail kann für einen ungeübten Biker schon eine Überforderung darstellen. Und der Anstieg auf der Zementrampe nach Andalo kann selbst für sportliche Menschen zur Wanderung werden.
Davon mal ab, ist die Etappe von Cavareno nach Andalo (egal wie geplant und gefahren) eine sehr sportliche Herausforderung. Und diese steht in keinem Verhältnis und Vergleich zu den Etappen auf der "Via Claudia" bis Bozen, die einem bis dahin noch als "Kindergeburtstag" erschienen sein mögen. Spätestens mit dem Mendelpass und erst recht im Nonstal ist "Schluss mit lustig".

Warum schreibe ich diesen Sermon? - Weil ein paar "Böcke" noch drin sind in der Planung, aber keine lebensgefährlichen und die kann man auch drinlassen. Weil "learning by doing" mein Konzept als Lehrperson wäre. Ich kenne aber die Schüler nicht. Beissen sie die Zähne zusammen, wenn es hart wird oder schreien sie nach Mutti? In der Etappenplanung sind ein paar Stellen, wo das eine oder das andere zutreffen könnte. Fragen, die ich mir als Lehrer stellen würde: Wie sehr bin ich als Lehrperson mit Verantwortung darauf vorbereitet, dass beides vorkommen könnte. Und will ich es vielleicht sogar oder ist es unter allen Umständen zu verhindern? Fragen, die ich für dich nicht beantworten kann.

Ich weiß nur, wie ich, wäre ich der Lehrer, mich verhalten würde: ich würde sie ihre geplante Strecke fahren lassen und nur dann in die Planung eingreifen, wo Leib und Leben bedroht wären. Die Schüler merken schon recht schnell, wo sie Mist gebaut haben und dann wird es spannend: Korrigieren sie ihre Entscheidung oder ziehen sie es durch? Wie kommen sie zum Entschluss? Diskutieren sie basisdemokratisch oder fällt ein "basta, wir machen das jetzt so!" ? Das ist es, was ich mir unter einem Reifeprozess vorstelle. Ganz sicher nicht würde ich die Planung meiner Schüler in einem Fachforum von Experten "verbessern" lassen. Wo bleibt da noch die eigene Leistung?
Fragt ein Boomer, der sich noch vieles selber beibringen musste und glücklicherweise auch durfte.
Ja, ich hätte mich in meiner Jugend auch gefreut, wenn meine Lehrer so eine coole Sache mit uns gemacht hätten. Aber nein, ich hätte nicht gewollt, dass ich dabei in Watte gepackt würde.
 
@Speedhub83

Keine dickeren Böcke gefunden...

Sehr gut, dass ihr die Noce oben am Stausee überquert. Das spart halt nochmal 300 HM und ihr lasst die Tunnel/sehr unübersichtliche Verkehrsführung an der Rocchetta aus. Da besteht objektiv betrachtet Gefahr für Leib und Leben :D

Ist aber insgesamt schon eine fordernde Etappe. Fahrtechnisch nix Wildes, dafür viele zähe und steile Rampen durch die Apfelplantagen und am Ende rauf nach Andalo. Das Ganze möglicherweise in der prallen Mittags- und Nachmittagssonne (wenig Schatten). Also ausreichend Wasser bunkern und trinken...

Die pädagogische Begleitung überlasse ich dir als Profi, ist ja hier ein Radforum und kein Lehramtseminar...

Auf jeden Fall viel Spaß und gutes Gelingen :daumen:
 
Ach man, ihr seid super! Vielen Dank für die vielen hilfreichen Hinweise! 👌

Hier mal ein paar Anmerkungen: Die SchülerInnen sind zwischen 17 und 18 Jahre alt, insgesamt schon ziemlich fit, 2/3 haben parallel zum Transalp-Kurs auch einen Sport-Leistungskurs.
Die meisten haben die Vorgabe von 2000 Trainingskilometern in diesem Schuljahr erfüllt (weitestgehend im Teutoburger Wald - zwar nur Mittelgebirge, aber auch viele Höhenmeter auf wenigen km möglich!), konditionell wird da also einiges gehen!

@isartrails: Danke für deine ausführlichen Beschreibungen! Ich bin prinzipiell ganz bei dir und finde auch, dass die SchülerInnen durch learning by doing am meisten lernen, worum es bei so einer Tour geht. Da ausnahmslos alle von ihnen noch nie in dieser Region unterwegs waren, haben die auch so geplant, wie wir es vermutlich auch gemacht hätten: Start Ziel via Komoot und dann durch Recherche/Tipps die Route ziehen und schieben - auch um 15% Anstiege durch 10% oder 11% Anstiege zu ersetzen. Die Gruppe geht super miteinander um, die Routenplaner haben auch im Kopf, dass man vielleicht auch mal zugeben muss, dass man sich verfahren hat und wieder zurück muss. Darauf sind auch alle eingestellt.

Mir ist dabei prinzipiell nur wichtig, dass Stürze durch zu schwierige Bergab-Abschnitte vermieden werden. Daher würde ich vermutlich einfach von Cavareno zum Staudamm auf der Straße bleiben, damit für die übrige Etappe noch mehr Körner bleiben. Dass es im Gelände evtl mal zu einer Schiebepassage kommt, weil nichts mehr geht, ist für mich kein Beinbruch - Pause machen, was futtern und trinken, nach 10' gehts weiter. Hab ich auch so im Kurs kommuniziert, wird auch bestimmt mal passieren!

@cschaeff: Vielen Dank für deine Rückmeldung, ich werde dich einfach vor der Etappe genau so zitieren! :)

@leFafnir und @A-Abraxas: Vielen Dank euch! Ich freue mich wirklich über jeden Jugendlichen, der heutzutage noch bereit ist sich auf eine solche körperliche/sportliche Herausforderung einzulassen!
 
Und hier mal die gesamte Tour, damit man es im Kontext noch besser einordnen kann (erste Hälfte ist quasi Claudia Augusta):
Tag 1: Garmisch - Fernpass - Imst
Tag 2: Imst - Landeck - Norbertshöhe - Nauders
Tag 3: Nauders - Reschenpass - Naturns
Tag 4: Naturns - Meran - Gampenpass - Cavareno
Tag 5: Cavareno - Andalo
Tag 6: Andalo - Molveno - Ponte Arche - Balino - Riva
 
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