Stoll P32 im ersten Test: So fährt sich das 32"-Mountainbike

Für Menschen ab 1,90m und Profisportler sicher eine gute Option. Der Rest brauch das sicher nicht.
Absolut sehe ich genauso. Aber so war es ja auch schon bei 29 Zoll. Aber hier hatte ich dann noch keine Probleme das Fahrrad auf dem Gepäckträger/Heckträger zu transportieren und selbst in meinem 320 D Kombi vom BMW aktuelles Modell müsste ich beide Laufräder ausbauen, damit ich es überhaupt hinein bekomme. Das kommt für mich nicht infrage. Auch müsste ich einen neuen Heckträger kaufen, weil mein Thule(zusammen klappbar) diese 32 Zoll Räder gar nicht aufnehmen könnte also unterm Strich zu viel „Umstände“ um dann ein 32 Zoll fahren zu fahren… geschweige denn von meinen ganzen Ersatzteilen und Laufrädern, die ich über die Jahre angehäuft habe…Brauch ich nicht, ich verdiene auch kein Geld damit. ein Profi, der damit Geld verdient, denkt er sicherlich anders und das ist auch völlig in Ordnung so.
 
Absolut sehe ich genauso. Aber so war es ja auch schon bei 29 Zoll. Aber hier hatte ich dann noch keine Probleme das Fahrrad auf dem Gepäckträger/Heckträger zu transportieren und selbst in meinem 320 D Kombi vom BMW aktuelles Modell müsste ich beide Laufräder ausbauen, damit ich es überhaupt hinein bekomme. Das kommt für mich nicht infrage. Auch müsste ich einen neuen Heckträger kaufen, weil mein Thule(zusammen klappbar) diese 32 Zoll Räder gar nicht aufnehmen könnte also unterm Strich zu viel „Umstände“ um dann ein 32 Zoll fahren zu fahren… geschweige denn von meinen ganzen Ersatzteilen und Laufrädern, die ich über die Jahre angehäuft habe…Brauch ich nicht, ich verdiene auch kein Geld damit. ein Profi, der damit Geld verdient, denkt er sicherlich anders und das ist auch völlig in Ordnung so.
Große Menschen - definitiv. Aber warum sollten Racer profitieren?
Sollte sich dann 32“ durchsetzen, und die Fahrer die Strecken einfacher und sicherer herunterkommen, werden einfach die Strecken härter und schwieriger.
 
Große Menschen - definitiv. Aber warum sollten Racer profitieren?
Sollte sich dann 32“ durchsetzen, und die Fahrer die Strecken einfacher und sicherer herunterkommen, werden einfach die Strecken härter und schwieriger.
Die UCI erlaubte 29-Zoll-Reifen erst ab der Saison 2004. Der erste echte 29-Zoll-Reifen kam 1999 auf den Markt.
Ich fuhr ab 2004 29-Zoll-Reifen und davor auch schon Rennen außerhalb der UCI. Um 2008 musste ich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Mountainbike-Rennsport aufhören, und ich war nie zuvor in einem UCI-Rennen gegen einen anderen 29-Zoll-Fahrer angetreten. Nicht einmal gegen jemanden aus einer anderen Kategorie, der am selben Wochenende fuhr.
Für mich als Rennfahrer boten 29 Zoll über Jahre hinweg alle Vorteile. Der Unterschied: Es gab keine guten Reifen. Die vorhandenen Reifen waren okay, aber nicht führend. Schwalbe war strikt gegen 29 Zoll und wollte damit nichts zu tun haben. „Unmöglich, Kurven zu fahren“, „zu schwer“ usw. – die üblichen, emotionalen Argumente, die man in der sogenannten Fahrradindustrie so oft sieht. Continental und Michelin – dasselbe Spiel.

Mit ihren 32-Zoll-Reifen tut Schwalbe fast so, als hätten sie den neuen Standard erfunden und würden bahnbrechende Forschung betreiben. Die ersten Maxxis-Reifen (mehr als 10 Jahre nach den ersten 32-Zoll-Reifen, die ihren Ursprung im Einradsport hatten) sind tatsächlich ziemlich gut, auch wenn sie vielleicht nicht die erste Wahl der meisten ambitionierten Hobbyrennfahrer sind.
Es gibt bereits unzählige Carbonfelgen auf dem Markt, sogar recht leichte. Physikalisch bedingt sind Carbonfelgen deutlich schwerer als 29-Zoll-Felgen, was meiner Meinung nach aber in Ordnung ist.

Sind Rennstrecken wirklich wegen der 29-Zoll-Reifen so anspruchsvoll geworden oder weil die Fahrräder mit Steckachsen, längerem Federweg, stabileren Laufrädern usw. ausgereifter geworden sind?
Ich bin mir nicht sicher, ob moderne Strecken mit all diesen künstlichen Hindernissen insgesamt positiv oder negativ für die Verbreitung von Mountainbikes sind. Es ist ziemlich schwierig für einen Anfänger, eine Weltcup-Strecke zu bewältigen, ohne sich den Hals zu brechen. Gleichzeitig kann diese technische Herausforderung junge Fahrer inspirieren und ihnen ein Ziel geben, auf das sie hinarbeiten und trainieren können.
 
Versuch doch mal die Strecken mit 26 Zoll zu fahren. Oder 27,5.
Rennstrecken sind nie gebaut, um unmöglich darauf fahren zu können. Als Anfänger sollte man auch fleißig trainieren, damit man die Herausforderung schafft. Rennen fahren ist nicht Wohlfühl-Ausfahrt und so ähnlich wie in der klimatisierten S-Klasse durch die Gegend rollen. Ohne Ehrgeiz wird dat nüscht!
Du machst so lange bis du es kannst. Und im Zweifel lieber erstmal nicht, als mit Gewalt, und später zwischen 4 Rädern zu sitzen. Da müssen die jungen durch.
Wie heißt es so schön: formt den Charakter und macht lebensfähig.
Mit Herausforderungen wächst man. Man lernt eine ganze Menge wichtiger Dinge, die auch nach der Karriere im Leben hilfreich sind.
Mit 32 Zoll wird's vielleicht noch krasser. Aber wenn's fahrbar ist, warum nicht? Zuschauer wollen etwas geboten bekommen. Der Sport lebt von Rekorden brechen und die Latte immer höher legen. Niemand muss Rennen fahren. Wem das zu gefährlich ist, der macht es nicht. 🤷‍♂️
Als damals beim Dirt Jump und 4 Cross der Standard für mich zu hoch wurde, war ich auch raus. Backflip oder sehr weit und hoch springen war irgendwann normal. Reichte nicht mehr für einen Blumentopf. Ich blieb bei meinem Niveau und was ich konnte. Für gute Platzierung das Rückgrat riskieren rechnet sich in den meisten Fällen nicht. Ich bin dann lieber XC oder Marathonrennen gefahren. 4-Cross Strecken eigneten sich für Fahrtechnik und Abfahrten im XC noch sehr gut.
 
... die Mechanismen sind so, ein technischer Vorteil im Sport muss auch genutzt werden. Eigentlich normal. Aus dem eigentlich Guten bei MTBs - nämlich der Nähe von Serienprodukten und Rennfahrzeugen - wird ein Problem, wenn eben die Renntechnik einfach in die Serienprodukte geleitet wird, obwohl die Vorteile im Rennen für Normalos im Alltagsgebrauch ins Gegenteil kippen.
Bei KFZ sind echte Rennfahrzeuge völlig unbrauchbar im täglichen Leben.
 
Wieso ins Gegenteil? Die sind dann einfach nur auf Bikes unterwegs, die sie nie an die Grenze bringen werden. Ist so wie mit Bugatti 8km zur Arbeit und zurück. Was helfen 1500PS bei max. Tempo 50?
Über das Fahrgefühl usw. darf man sich dann aber nicht beschweren. Ein Smart tut es auch.
Bei Auto und Motorrad; klar.
Aber im Gegensatz zu uns darfst du damit auch nicht im öffentlichen Verkehr fahren. Selbst wenn man Beleuchtung, Blinker usw. nachträglich anbaut.
Ganz andere Liga und auch nicht vergleichbar mit Tuning von Serienfahrzeugen.
 
... die übermotorisierten Kisten im Alltags-Kurzstrecken-Kaltbetrieb versiffen nach kurzer Zeit. Beim MTB ist es das sicher nicht, aber Wettbewerbs-Geo usw. usw. macht es im Alltag nicht so richtig angenehm. Aber ja, man kann mit dem Downhiller auch Pendeln. So richtig Spaß macht das aber nicht - zumindest ohne Motor :D
 
Absolut sehe ich genauso. Aber so war es ja auch schon bei 29 Zoll. Aber hier hatte ich dann noch keine Probleme das Fahrrad auf dem Gepäckträger/Heckträger zu transportieren und selbst in meinem 320 D Kombi vom BMW aktuelles Modell müsste ich beide Laufräder ausbauen, damit ich es überhaupt hinein bekomme. Das kommt für mich nicht infrage. Auch müsste ich einen neuen Heckträger kaufen, weil mein Thule(zusammen klappbar) diese 32 Zoll Räder gar nicht aufnehmen könnte also unterm Strich zu viel „Umstände“ um dann ein 32 Zoll fahren zu fahren… geschweige denn von meinen ganzen Ersatzteilen und Laufrädern, die ich über die Jahre angehäuft habe…Brauch ich nicht, ich verdiene auch kein Geld damit. ein Profi, der damit Geld verdient, denkt er sicherlich anders und das ist auch völlig in Ordnung so.
Ein 3er Kombi ist jetzt aber ich nicht wirklich ein Maßstab was Platz im Kofferraum betrifft. 😂 Eine Hasenkiste ist dagegen geräumig.
 
Sind Rennstrecken wirklich wegen der 29-Zoll-Reifen so anspruchsvoll geworden oder weil die Fahrräder mit Steckachsen, längerem Federweg, stabileren Laufrädern usw. ausgereifter geworden sind?
Ich bin mir nicht sicher, ob moderne Strecken mit all diesen künstlichen Hindernissen insgesamt positiv oder negativ für die Verbreitung von Mountainbikes sind. Es ist ziemlich schwierig für einen Anfänger, eine Weltcup-Strecke zu bewältigen, ohne sich den Hals zu brechen. Gleichzeitig kann diese technische Herausforderung junge Fahrer inspirieren und ihnen ein Ziel geben, auf das sie hinarbeiten und trainieren können.
Das betrifft natürlich insgesamt die technische Entwicklung. Aber für mich ist das ziemlich offensichtlich - worst case wäre es, wenn zwar Stürze mit 32“ seltener werden, aber dank deutlich härterem Terrain wesentlich schlimmer enden.
Evtl ist es aber auch einfach 🌭 weil die 2-3% in bestimmten Sektionen vielleicht Rennentscheidend sein können, das Kraut aber nicht wirklich fett machen.

Man man muss sich nur die Käufer ansehen. Mtbs werden so spezialisiert und so fürs Extreme entwickelt - dass es den Käufer, der Radfahren will, nicht mehr interessiert. Jedes Jahr werden die Böcke schwerer und unhandlicher - also kauft man Gravel. Ganz ohne 32“ und noch mehr Gewicht.

Die Misere geht ja schon lange so. Schwalbe führt „Super“ Karkassen ein. Heute baut man wieder leichte Gravel Reifen. Was sieht man immer öfter in Mtb Rennen - Gravel Reifen 🤣 Natürlich in Abhängigkeiten von der Strecke. Aber vielleicht sitzen Teile der Industrie einfach auf dem komplett falschen Dampfer.


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P.S. Motor war anscheinend keiner drin ….
 
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Das betrifft natürlich insgesamt die technische Entwicklung. Aber für mich ist das ziemlich offensichtlich - worst case wäre es, wenn zwar Stürze mit 32“ seltener werden, aber dank deutlich härterem Terrain wesentlich schlimmer enden.
Evtl ist es aber auch einfach 🌭 weil die 2-3% in bestimmten Sektionen vielleicht Rennentscheidend sein können, das Kraut aber nicht wirklich fett machen.

Man man muss sich nur die Käufer ansehen. Mtbs werden so spezialisiert und so fürs Extreme entwickelt - dass es den Käufer, der Radfahren will, nicht mehr interessiert. Jedes Jahr werden die Böcke schwerer und unhandlicher - also kauft man Gravel. Ganz ohne 32“ und noch mehr Gewicht.

Die Misere geht ja schon lange so. Schwalbe führt „Super“ Karkassen ein. Heute baut man wieder leichte Gravel Reifen. Was sieht man immer öfter in Mtb Rennen - Gravel Reifen 🤣 Natürlich in Abhängigkeiten von der Strecke. Aber vielleicht sitzen Teile der Industrie einfach auf dem komplett falschen Dampfer.


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P.S. Motor war anscheinend keiner drin ….
Sei mir nicht böse, aber ich sage jetzt das unpopuläre Wort:

Hardtail.

Auch wenn sie im rauen Gelände moderner XCO-Rennen weniger konkurrenzfähig erscheinen, sind sie für entspannte Touren, insbesondere mit 32-Zoll-Laufrädern, ein guter Kompromiss. Gravelbikes sind auf schönen Singletrails immer etwas unhandlich, außer für wirklich agile Fahrer. Hardtails funktionieren einfach. Vielleicht nicht mehr auf olympischem Niveau, aber sie erfüllen ihren Zweck. Vor allem für den kleinen Geldbeutel. Die größeren Laufräder reduzieren den Druck durch ständige Unebenheiten. Natürlich wird eine Trailfahrt dadurch nicht zu einer Asphaltfahrt, aber es hilft deutlich. Ähnlich wie der Unterschied zwischen 29-Zoll- und 26-Zoll-Laufrädern. Ich konnte mit einem 29-Zoll-Rigidbike gegen ein Feld von überwiegend 26-Zoll-Hardtails und einigen Fullys antreten. Für entspannte Touren auf glatten Singletrails fahre ich immer noch ein 29-Zoll-Bike mit Starrgabel.

Ich glaube nicht, dass mein kommendes 32-Zoll-Hardtail mit Starrgabel genauso komfortabel sein wird wie mein 29-Zoll-Hardtail, aber ich vermute, dass der Hinterbau angenehmer sein wird, auch wenn die Front etwas härter ausfällt.
Für einen Freizeitfahrer ist ein 32-Zoll-Bike ohne die Komplexität einer Federung wahrscheinlich deutlich angenehmer zu fahren als beispielsweise ein 27,5-Zoll-Fully. Wer sich natürlich traut und auf ruppigen Abfahrten und Sprüngen Risiken eingeht, dem hilft ein Fully, auch mal einen Fehler zu verzeihen.

Ich verbinde Gravelbikes mit Rennlenkern und damit mit Unbequemlichkeit. Wenn ich Gravelbikes mit Hardtail, Trekkinglenker, Aero-Lenkeraufsätzen und 2,3-2,4-Zoll-Reifen fahre, ist es bei Weitem nicht so umständlich oder unbequem. Ich will daraus kein kommerzielles Produkt machen, aber ich sehne mich nach einem richtig guten 32-Zoll-Bike mit Starrgabel und V-Brakes. So einfach zu reparieren! Der 1x12-Antrieb macht es zu einem Allround-Rad für fast jeden, der kein absoluter Fahrradfanatiker ist.
Mit größeren Laufrädern scheint der Mehrwert von Vorder- und Hinterradfederung geringer zu werden. Ich plane zwar, mit meinem 32-Zoll-Rad mit Starrrahmen Rennen zu fahren, werde aber natürlich mit einem Rad mit Scheibenbremsen beginnen, da ich Offroad bevorzuge.
 
Heute baut man wieder leichte Gravel Reifen. Was sieht man immer öfter in Mtb Rennen - Gravel Reifen 🤣 Natürlich in Abhängigkeiten von der Strecke. Aber vielleicht sitzen Teile der Industrie einfach auf dem komplett falschen Dampfer.
Gravel-Reifen nennt man das also heute. Mitte der 90er sagte man dazu: Semislick.
Nix Neues. Ich hatte sowas auch schon. Specialized Mount Baldy. War einer der besten Reifen, die ich damals für trockene Bedingungen hatte. Dank Armadillo-Karkasse hatte ich damit nie einen Platten.
Die Industrie ist nicht unbedingt auf dem falschen Dampfer, sie verkaufen nur manchmal jahrzehntealte Dinge als Weltneuheit. Konnte man bei Gravel besonders gut erkennen. 90er Jahre Parts und manchmal optisch verdächtig ähnlich mit den Teilen von damals. Auch alte Bezeichnungen kommen wieder.
 
Das betrifft natürlich insgesamt die technische Entwicklung. Aber für mich ist das ziemlich offensichtlich - worst case wäre es, wenn zwar Stürze mit 32“ seltener werden, aber dank deutlich härterem Terrain wesentlich schlimmer enden.
Evtl ist es aber auch einfach 🌭 weil die 2-3% in bestimmten Sektionen vielleicht Rennentscheidend sein können, das Kraut aber nicht wirklich fett machen.

Man man muss sich nur die Käufer ansehen. Mtbs werden so spezialisiert und so fürs Extreme entwickelt - dass es den Käufer, der Radfahren will, nicht mehr interessiert. Jedes Jahr werden die Böcke schwerer und unhandlicher - also kauft man Gravel. Ganz ohne 32“ und noch mehr Gewicht.

Die Misere geht ja schon lange so. Schwalbe führt „Super“ Karkassen ein. Heute baut man wieder leichte Gravel Reifen. Was sieht man immer öfter in Mtb Rennen - Gravel Reifen 🤣 Natürlich in Abhängigkeiten von der Strecke. Aber vielleicht sitzen Teile der Industrie einfach auf dem komplett falschen Dampfer.


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P.S. Motor war anscheinend keiner drin ….
Also ist deine Meinung, dass das Problem ist, dass Mountainbikes jetzt Sachen können, die früher nicht gingen? Na, ich weiß nicht...

Ich bin früher mit einem Rennrad mit 21er Reifen Graveltouren gefahren, nannte man damals nur nicht so. Rennrad war in meiner Generation in meiner späteren Kindheit gerade so noch In, die up-to-date coolen Kids sind BMX und später MTB gefahren. Als ich nach meinem Studium ein Rennrad gekauft habe, da war Rennrad absolut nicht mehr In, trotz Jan Ullrich, jetzt ist halt Rennrad und Gravel wieder In. Das sind Zyklen - und das war schon immer so...
 
Gravel-Reifen nennt man das also heute. Mitte der 90er sagte man dazu: Semislick.
Nix Neues. Ich hatte sowas auch schon. Specialized Mount Baldy. War einer der besten Reifen, die ich damals für
Und - oh Wunder - verkauft sich plötzlich wieder. Dabei verkauft man nur, was sich schon einmal exzellent verkauft hat. Mein Gravel Reifen von damals war der Rocket Ron - glaube ich hatte noch so ziemlich das erste Paar. Müsste noch ein Bild im Leichtbau forum rumgammeln. Hatte glaube ich 380g - mein G-One RS am Gravel heute 450g.

Also ist deine Meinung, dass das Problem ist, dass Mountainbikes jetzt Sachen können, die früher nicht gingen? Na, ich weiß nicht...

Ich bin früher mit einem Rennrad mit 21er Reifen Graveltouren gefahren, nannte man damals nur nicht so. Rennrad war in meiner Generation in meiner späteren Kindheit gerade so noch In, die up-to-date coolen Kids sind BMX und später MTB gefahren. Als ich nach meinem Studium ein Rennrad gekauft habe, da war Rennrad absolut nicht mehr In, trotz Jan Ullrich, jetzt ist halt Rennrad und Gravel wieder In. Das sind Zyklen - und das war schon immer so...
Hast Du jetzt aber absichtlich verdreht. Klar können die Bikes heute auf der einen Seite wesentlich mehr als früher. Es sind aber gleichzeitig komplette Spezialisten geworden - und das verkauft sich nur noch in der Nische.

Es ist immer ein Problem, wenn ganz stark in eine Richtung optimiert wird, dann fallen alle anderen Einsatzgebiete hinten runter. Schwere Bikes braucht man nur zum shredden im Bikepark - für ALLE anderen Anwendungsbiete möchte man ein möglichst leichtes und spritziges Bike, das den Input möglichst zu 100% in Vortrieb umsetzt.

Geschichten von früher hab ich auch genügend auf Lager, gehört aber nicht hierher.

Heute hat die Industrie eine Lösung gefunden für schweres Zeug, das nicht mehr rollt - den Motor. Bio-MTBs werden von immer mehr Herstellern aus dem Sortiment gedrängt oder zur Nische degradiert - nicht weil sie weniger können als früher, sondern weil sie nicht das liefern, was die Mehrheit der Kunden heute nachfragt.
 
Es ist immer ein Problem, wenn ganz stark in eine Richtung optimiert wird, dann fallen alle anderen Einsatzgebiete hinten runter. Schwere Bikes braucht man nur zum shredden im Bikepark - für ALLE anderen Anwendungsbiete möchte man ein möglichst leichtes und spritziges Bike, das den Input möglichst zu 100% in Vortrieb umsetzt.

Das ist natürlich eine starke Vereinfachung.
Außerhalb des Bikeparks muss man immer noch über Wurzeln und Steine fahren, Kurven meistern, sich durch Schlamm pflügen und Anstiege bewältigen.

Sonst wären BMX-Räder im Cross-Country, Cyclocross und Straßenrennen bestens geeignet.

Schaut euch das heutige XCO-Rennen in Nove Mesto an. Die Highlights findet ihr auf YouTube. Die dort gefahrenen Bikes sind längst nicht so wendig wie die Bikes der 90er-Jahre, mit denen wir alle Rennen gefahren sind. Deutlich längerer Radstand, viel trägeres Handling.

Selbst wenn wir heute ein Bike mit den 26-Zoll-Rädern und der Geometrie der 90er-Jahre bauen würden, aber mit Steckachsen, leichten Carbonteilen und einem modernen Fahrwerk und Antrieb, wäre es immer noch lächerlich furchteinflößend, damit dort Rennen zu fahren. Wendig und leicht, aber nicht ideal für Rennen.
 
Das ist natürlich eine starke Vereinfachung.
Außerhalb des Bikeparks muss man immer noch über Wurzeln und Steine fahren, Kurven meistern, sich durch Schlamm pflügen und Anstiege bewältigen.
Das konnte man aber schon mit den alten Bikes hervorragend, oder mit den 13kg Enduros von vor 10 Jahren - gehalten hat das Zeug auch.

Sonst wären BMX-Räder im Cross-Country, Cyclocross und Straßenrennen bestens geeignet.

Schaut euch das heutige XCO-Rennen in Nove Mesto an. Die Highlights findet ihr auf YouTube. Die dort gefahrenen Bikes sind längst nicht so wendig wie die Bikes der 90er-Jahre, mit denen wir alle Rennen gefahren sind. Deutlich längerer Radstand, viel trägeres Handling.
Das ist ja die Crux. Wen interessiert XCO? Wer will mit mit seinem XC Bike so fahren ohne Fullface und Ritterrüstung? Keiner kauft sich ein Bike, weil irgendjemand ein XCO Rennen damit gewonnen hat.

Nimmt man heute aber z.B. Gravel oder Road Rennen, sehen sich die Leute auf dem Bike und legen 15K für ein S-Works hin - weil die Rennen viel stärker am Real Life der Leute sind.
Ich weiss nicht wie viele 1000 oder 10.000 Leute sich jedes Jahr den Mont Ventoux hinaufquälen, oder antreten um das Stiffser Joch zu besiegen.

Selbst wenn wir heute ein Bike mit den 26-Zoll-Rädern und der Geometrie der 90er-Jahre bauen würden, aber mit Steckachsen, leichten Carbonteilen und einem modernen Fahrwerk und Antrieb, wäre es immer noch lächerlich furchteinflößend, damit dort Rennen zu fahren. Wendig und leicht, aber nicht ideal für Rennen.
Niemand sagt, die Geo hätte sich nicht weiterentwickeln dürfen, oder die Laufradgröße - aber irgendwann ist es halt gekippt. Die große Masse und die Cash Cow des Radsports sind meiner Meinung nach schon immer die Ausdauersportler gewesen - nicht die Downhillpiloten. Erstere hat man in der Mtb Industrie aber schon lange nicht mehr auf dem Schirm.

Und ohne die Cash Cow fehlt auch die Kohle für alles andere.

Was echt traurig ist: Fahrradfahren ist die effizienteste Art sich fortzubewegen. Mit einem Gravel reichen einem um die 100Watt Eingangsleistung um jeden eMtbler abzuhängen - die alten Mtbs konnten das auch und waren gleichzeitig wesentlich bergtauglicher als heutige Gravel Bikes.
 
Es ist immer ein Problem, wenn ganz stark in eine Richtung optimiert wird, dann fallen alle anderen Einsatzgebiete hinten runter. Schwere Bikes braucht man nur zum shredden im Bikepark - für ALLE anderen Anwendungsbiete möchte man ein möglichst leichtes und spritziges Bike, das den Input möglichst zu 100% in Vortrieb umsetzt.
Könntest du bitte ein konkretes Beispiel für so ein leichtes und spritziges Bike nennen, das deiner Meinung nach für die meisten Einsatzzwecke gut ist bzw. war?
 
Könntest du bitte ein konkretes Beispiel für so ein leichtes und spritziges Bike nennen, das deiner Meinung nach für die meisten Einsatzzwecke gut ist bzw. war?
Nähere Vergangenheit? Bronson V3, mit leichten Reifen 12,5kg. Liteville Bikes, eigentlich durch die Bank. Steht gerade eines hier - weiss noch noch was es wird, gerade 11,7kg - wird als Mullet definitiv unter 13 bleiben.
Wenn man noch etwas an der Geo der alten Bikes schrauben würde, würden sie nicht schwerer dadurch.

Früher Simplon Kibo Carbon, mit ner 140er Talas um die 11kg und noch viel früher sind wir mit sub 8 und einige mit sub 7kg Bikes die gleichen Trails gefahren wir heute mit 16kg Bombern.

Und klar waren die Bikes nicht ausgelegt für reines Shredden im Bikepark - aber genau darum geht es ja: Mountainbiken als Ausdauersport, Linie fahren, aktiv fahren. Was nicht heisst, dass man dazu keinen Federweg hat oder brauchen darf.

Und prinzipiell muss man die Zeitlinie ja nur etwas zurückwandern und die Bikes werden leichter. Früher wurden die Bikes bei mtb-news aber auch nicht hauptsächlich mit dem Lift im Bikepark getestet.
 
Hast Du jetzt aber absichtlich verdreht. Klar können die Bikes heute auf der einen Seite wesentlich mehr als früher. Es sind aber gleichzeitig komplette Spezialisten geworden - und das verkauft sich nur noch in der Nische.
Ach, Argumente verdrehen gehört hier dazu, das machst du auch...
Es ist immer ein Problem, wenn ganz stark in eine Richtung optimiert wird, dann fallen alle anderen Einsatzgebiete hinten runter.
Es gibt immernoch MTBs die entweder Hardtails oder Fullies, die mit wenig Federweg und einer Tourentauglichen Geometrie ausgestatten sind, dass es genug Auswahl gibt.
Schwere Bikes braucht man nur zum shredden im Bikepark - für ALLE anderen Anwendungsbiete möchte man ein möglichst leichtes und spritziges Bike, das den Input möglichst zu 100% in Vortrieb umsetzt.
Mein Privateer 141 ist ein affig schweres Bike, das meinem Input in Vortrieb umsetzt. Ich fahre damit sowohl gebaute Strecken, als auch Naturtrails, bei denen ich mir immer den Downhill durch einen Uphill verdient habe - und meiner Meinung nach viel angenehmer sowohl bergauf als auch bergab als früher mit meinen leichten und spritzigen Bikes.
 
Nähere Vergangenheit? Bronson V3, mit leichten Reifen 12,5kg. Liteville Bikes, eigentlich durch die Bank. Steht gerade eines hier - weiss noch noch was es wird, gerade 11,7kg - wird als Mullet definitiv unter 13 bleiben.
Gegenbeispiel: Ich habe ein 301. Damit will ich nicht mehr meine Touren fahren, das steht in D damit ich nicht permanent den Fahrradträger anbauen muss...
Wenn man noch etwas an der Geo der alten Bikes schrauben würde, würden sie nicht schwerer dadurch.
Mehr Material Rahmengröße, Laufradgröße macht schwerer. Das die Gabel stabiler ist, die Reifen seltener Plattfüße haben und die Bremsen besser funktionieren ist auch angenehm...
Früher Simplon Kibo Carbon, mit ner 140er Talas um die 11kg und noch viel früher sind wir mit sub 8 und einige mit sub 7kg Bikes die gleichen Trails gefahren wir heute mit 16kg Bombern.
Das will ich sehen. Die aktuelle Geo fährt sich besser bergauf als die alte und runter ist die sowieso besser. Meine ganzen Bikekumpel geben mir da im übrigen Recht.
 
Gegenbeispiel: Ich habe ein 301. Damit will ich nicht mehr meine Touren fahren, das steht in D damit ich nicht permanent den Fahrradträger anbauen muss...
„Ein 301“ ist bedeutungsvoll wir „ein Rad“. Ich bin mit dem Mk14 sehr gerne gefahren und hoffe dass es ir wieder genau so viel Spaß mit dem Mk15 macht.

Mehr Material Rahmengröße, Laufradgröße macht schwerer. Das die Gabel stabiler ist, die Reifen seltener Plattfüße haben und die Bremsen besser funktionieren ist auch angenehm...
in bin gespannt, mein Mk14 hatte 12,2kg - das identische Mk15 wird vermutlich bei 12,7kg landen. Mit Mullet und der gleichen Fox36 - also 300-500g Mehrgewicht für 29“ am Vorderrad. Wieder mit der Marie vorne und einem Wolf hinten.

Das will ich sehen. Die aktuelle Geo fährt sich besser bergauf als die alte und runter ist die sowieso besser. Meine ganzen Bikekumpel geben mir da im übrigen Recht.
Klar fährt die aktuelle Geo besser bergauf - dank viel steilerem Sitzwinkel.

Aber fährt sie auch viel geiler zum Berg hin und wieder zurück? Für mich ein ganz klares Nein - da bevorzuge ich ganz klar einen moderateren Sitzwinkel. Ist ganz typisch für ein Optimierungsproblem - sobald man nicht mit dem Auto zum Berg und mit dem Lift rauf fährt, ändert sich die Perspektive. Und klassisch sitzt man halt 90% im Sattel für Anfahrt, bergauf und den Weg zurück.

Jeder wie er mag - nur verkauft sich halt das neue Zeug anscheinend nicht so gut und da wo man früher Mtbs den Berg rauf kurbeln sah, kurbeln heute leichte Gravel Bikes nach oben - die Leute, die drauf sitzen, sind die gleichen.
 
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Jeder wie er mag - nur verkauft sich halt das neue Zeug anscheinend nicht so gut und da wo man früher Mtbs den Berg rauf kurbeln sah, kurbeln heute leichte Gravel Bikes nach oben - die Leute, die drauf sitzen, sind die gleichen.

Weil ein nicht unerheblicher Teil halt immer das falsche Material gekauft hat. Gekauft wurde die Sehnsucht, die Fantasie, eine Wunschvorstellung.
Nicht das, was tatsächlich gebraucht worden wäre. Und nicht, dass es heute nicht auch noch so wäre. Mit Realismus macht man nun einmal weniger Umsatz als mit Emotionen.

Aber diese Diskussion bringst du eh in jedem zweiten Thread auf, nimmst nur andere Sichtweisen sehr wehement nicht an.

Zumal es das, was du suchst, ja eh noch gäbe. Hat jetzt halt nur keine 150mm 32mm Nudel-Gabel mehr, sondern eine funktionierende 120mm 35er SID.

Was ist denn an Bikes in der Klasse wie dem Scott Spark so verkehrt? Geht bei 11kg los und kann sicher nicht weniger als ein Enduro/AM von 2013
 
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„Ein 301“ ist bedeutungsvoll wir „ein Rad“. Ich bin mit dem Mk14 sehr gerne gefahren und hoffe dass es ir wieder genau so viel Spaß mit dem Mk15 macht.
Es war ein Mk11. Ich mag das Bike immernoch, aber es ist halt -für meine- Touren nicht optimal...
in bin gespannt, mein Mk14 hatte 12,2kg - das identische Mk15 wird vermutlich bei 12,7kg landen. Mit Mullet und der gleichen Fox36 - also 300-500g Mehrgewicht für 29“ am Vorderrad. Wieder mit der Marie vorne und einem Wolf hinten.
Das Mehrgewicht von meinem Privateer finde ich nicht so schlimm - Ausnahme beim Tragen, aber auf meinen Touren hab ich nur 20-50 Meter Tragepassage (Treppe im Wald, ist daher abhängig wann ich wieder schieben will).
Klar fährt die aktuelle Geo besser bergauf - dank viel steilerem Sitzwinkel.
Ja.
Aber fährt sie auch viel geiler zum Berg hin und wieder zurück? Für mich ein ganz klares Nein - da bevorzuge ich ganz klar einen moderateren Sitzwinkel. Ist ganz typisch für ein Optimierungsproblem - sobald man nicht mit dem Auto zum Berg und mit dem Lift rauf fährt, ändert sich die Perspektive. Und klassisch sitzt man halt 90% im Sattel für Anfahrt, bergauf und den Weg zurück.
Meine Anfahrt ist ähnlich lange wie mein Uphill, daher kein so großes Problem für mich wie anscheinend für dich. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich erheblich mehr Probleme mit steigendem Vorderreifen habe als du, oder es mich überhaupt nicht stört, weil ich kein Rennen auf der Anfahrt mache.
Jeder wie er mag - nur verkauft sich halt das neue Zeug anscheinend nicht so gut und da wo man früher Mtbs den Berg rauf kurbeln sah, kurbeln heute leichte Gravel Bikes nach oben - die Leute, die drauf sitzen, sind die gleichen.
Gehe davon aus, dass es auch daran liegt, das MTB nicht mehr IN ist. Vielleicht sind die Leute die das tun auch keine Mountainbiker, für die hoch UND runter dazu gehört, sondern einfach nur Leute die Fitness machen wollen. Es gibt viele Gründe.
 
Es war ein Mk11. Ich mag das Bike immernoch, aber es ist halt -für meine- Touren nicht optimal...
Hatte ich auch, geil aber kein Vergleich zum Mk14 mit -1,5Grad Variospin. Geiles Bike 160/140mm, leicht, genug Reserven für ruppiges Terrain - ist gut geklettert und gut gelaufen. Meine Welt …
 
Hatte ich auch, geil aber kein Vergleich zum Mk14 mit -1,5Grad Variospin. Geiles Bike 160/140mm, leicht, genug Reserven für ruppiges Terrain - ist gut geklettert und gut gelaufen. Meine Welt …
Meine nicht, weil
  • Kein 29er.
  • Als ich gekauft habe (Anfang Corona) nicht verfügbar.
  • Außerdem wollte ich mal wieder ein anderes Rad...
Mk 15 wäre eine Alternative gewesen, aber ich habe ein 141 gekauft, weil ich Long, Slack & Low wollte...
 
Mensch, war biken früher einfach. Rahmenhöhe gemessen, den Rest mit Vorbau, Sattelstütze ausgeglichen und ggf. noch einen anderen Lenker und Sattel. Alles andere "war einfach so"
Heute gibt's unendlich viele Möglichkeiten sich die eierlegende Wollmilchsau zu bauen. Leider wird's die nie geben.... :ka:
Man wird immer Kompromisse machen müssen. Auch wenn das Marketing verspricht: Jetzt ist das Bike noch viieel besser!
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen; ich bin nicht mit schweren Depressionen vom Biken zurückgekommen. Habe kein Bike nach wenigen Tagen wieder verkauft, weil ich nicht mit Glücksgefühl den Anstieg hoch bin. Oder weil irgendein Winkel 1 Grad zu steil oder flach war.
Ob das 20 Zoll, 26, 27,5, 28 oder 29 war. Jedes Bike hatte seine Vorteile und Nachteile.
Spezialisierte Bikes waren in ihrem Einsatzgebiet sehr gut, waren aber nicht unbedingt alltagstauglich. Habe sie aber auch absichtlich so gebaut.
Man hätte natürlich auch sowas wie verstellbare Vorbauten nehmen können, aber die haben wieder zu viele Nachteile. 😁
 
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