32-Zoll Gravelbike im ersten Test: Große Reifen, viel dahinter?

Ja, und deswegen kann ich die Dinger endlich auch mal ernst nehmen, ob jetzt Dropbar oder nicht. 2.2 oder gar 2.4, gerade für Schotter die optimale Lösung
Die auf dem Bild gehen ja nicht ab.
Schon mal so ein Schotterweg mit ein 46er KB und 40-45 Reifen gefahren, da kann man von abgehen sprechen.

Wenn es gröber wird, macht ein XC Reifen durchaus Sinn, dann reichen aber auch schon 2.0 50mm Reifen.
Und wenn es noch gröber wird, setzt man sich auf ein 9kg leichtes Race Fully.

Also auf ein Rad, wo 32" nie hinkommen wird.
 
Je unspektakulärer das Gelände, desto weniger profitiert man als Fahrer überhaupt von größeren Laufrädern.

Reifenhersteller Rene Herse hat zum Beispiel schon 2019 nachgewiesen, dass sich 26" und 29" (bzw. 700c) Laufräder hinsichtlich ihrer Rollgeschwindigkeit bzw. Effizienz auf Schotterpisten und schlechten Straßen nicht signifikant unterscheiden. https://www.renehersecycles.com/myth-17-bigger-wheels-roll-faster-amended/

Grundsätzlich ergeben 32er Gravel-Bikes dadurch noch weniger Sinn als 32er Mountainbikes... Wenn man jetzt noch die Probleme mit der Rahmengeometrie, die schlechtere Aerodynamik und toe overlap hinzudenkt, weiß ich wirklich nicht, wo hier der Vorteil liegen soll.
Aha interessant!
 
Die auf dem Bild gehen ja nicht ab.
Schon mal so ein Schotterweg mit ein 46er KB und 40-45 Reifen gefahren, da kann man von abgehen sprechen.
Mit welcher Kassette?

Kleiner Blick in die aktuellen Entwicklungen gefällig? Es ist definitiv nicht so schwarz/weiss, das hat ja schon die Entwicklung der letzten Jahre gezeigt.

Vielleicht geht es ja doch mit weniger als 12 Reifenversionen eines Modells 😂
 
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Sprich er konnte sein Bike am schnellsten schieben oder tragen - wie alle bei den diesjährigen Verhältnissen :D:D:D
Offensichtlich konnte er den Zeitverlust durch höheres Tragegewicht und trotz widriger Bedingungen durch die besseren Fahreigenschaften kompensieren 😎
 
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Durchschnittsgeschwindigkeit 26,9 km/h. Vielleicht sollte ich auch mein Rad öfter tragen.
Der Sieg von Gemperle über 350 Meilen beweist sein Ausnahmetalent. Nicht aber eine Überlegenheit von 32“. 21km(!) Schieben/Tragen durch den “Peanut butter mud”. McCormack lange Zeit dicht hinter ihm - ohne 32“.

May 30, 2026 at 4:13 PM
In the Unbound XL men's race the leader, Robin Gemperle has covered 297 miles with Alex McCormack close behind him.

https://www.cyclingnews.com/pro-cyc...ased-prize-pot-at-the-us-premier-gravel-race/

Was das Rennen zeigt: Auf 32“ kann man so ein Rennen gewinnen. Wie schnell wäre Gemperle auf einem S-Works Crux 5 gewesen, das Unbound 2026 dominiert hat?
 
Klar, zuerst kommen mal die Beine. Mein Eindruck ist dennoch, das genau für solche Rennen, Offroad und auf lange Distanzen, die Vorteile der größeren Räder überwiegen. Bin gespannt auf die anderen Rennen dieser Art.
 
Dafür wäre erst einmal objektiv zu belegen, dass sich die Vorteile der riesigen Laufräder nicht einfach über hochwertige Federungselemente erreichen lassen. In der Hinsicht habe ich bisher nichts vernehmen können.
 
Dafür wäre erst einmal objektiv zu belegen, dass sich die Vorteile der riesigen Laufräder nicht einfach über hochwertige Federungselemente erreichen lassen. In der Hinsicht habe ich bisher nichts vernehmen können.
Kennst Du die Tests von Dylan Johnson? Das ist ein ziemlich guter Gravel Racer (10er beim 2024er Unbound). Der viel mit Material experimentiert. Unter anderem im Windkanal. Der fährt bei manchen Rennen z.B Full Suspension Bikes:

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Beim Unbound hat er sich dieses Jahr für Frontfederung (inkl. Aeroblades) sowie eine gefederte Sattelstütze entschieden. Die Cane Creek Federgabel ist laut seinen Messungen im Windkanal aerodynamisch besser wie die originale Starrgabel seines Rades. Die Fox Federgabel dafür deutlich schlechter...

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Er hat wohl noch keinen Zugriff auf einen Rahmen für 32" Räder. Sonst gäbe es sicher schon Messungen im Windkanal zu den großen Laufrädern.

Er differenziert auf alle Fälle sehr stark welches Rad bzw. welche Komponenten er bei welchen Rennen einsetzt. Für mich ist er ein Paradebeispiel dafür das es eben nicht das optimale Rad gibt das alles kann.

32er können sicher ein probates Mittel sein um auf bestimmten Kursen ein sehr schnelles Rad zu haben.

Die Räder von Scott passen wohl für Fahrer um die 185cm. Nach dem Foto sitzt der Fahrer eher mit einer entspannten Sitzposition auf dem Rad. Selbst bei ihm wirkt das Oberrohr im Vergleich zu den Fahrern auf dem Crux recht hoch. Ich vermute im Wiegetritt ist die Bewegungsfreiheit auf dem Rad schon eingeschränkt.
Bei kleineren Radgrößen muss das Tretlager vermutlich deutlich nach oben wandern damit man eine vernünftige Überhöhung sowie Bewegungsfreiheit beim Stehend fahren zu erhalten.

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Auf Strava haben der Gewinner, der 2. Platzierte und der 10. Platzierte auf dem Scott 32" ihre Daten vom Unbound 200 Men Elite Rennen veröffentlicht.

Mads Würtz Schmidt – Gewinner - Crux 29"

Leistung: 285 W
Watt/kg: 4,1 W/kg
NP: 311 W
Geschwindigkeit: 36,6 km/h

Matt Beers – 2. Platz - Crux 29"

Leistung: 338 W
Watt/kg: 4,1 W/kg
NP: 368 W
Geschwindigkeit: 36,1 km/h

Cameron Jones – 10. Platz - Scott 32"

Leistung: 301 W
Watt/kg: 3,63 W/kg?
NP: 331 W
Geschwindigkeit: 34,7 km/h

Cameron Jones ist deutlich weniger Watt/kg gefahren. Wenn er ebenfalls 4,1 W/kg (340 W) getreten hätte, dann wäre er laut Geschwindigkeitsrechner im Bereich von ~36,5 km/h.

Ob und wieviel das 32" bei der Geschwindigkeit effizienter war, lässt sich anhand der Daten nicht ermitteln.

Wurtz-Schmidt-Unbound-Gravel.webp


Beers-2nd-at-Unbound.webp


cam_jones_32.JPG
 
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Kennst Du die Tests von Dylan Johnson? Das ist ein ziemlich guter Gravel Racer (10er beim 2024er Unbound). Der viel mit Material experimentiert. Unter anderem im Windkanal. Der fährt bei manchen Rennen z.B Full Suspension Bikes:

Beim Unbound hat er sich dieses Jahr für Frontfederung (inkl. Aeroblades) sowie eine gefederte Sattelstütze entschieden. Die Cane Creek Federgabel ist laut seinen Messungen im Windkanal aerodynamisch besser wie die originale Starrgabel seines Rades. Die Fox Federgabel dafür deutlich schlechter...

Er hat wohl noch keinen Zugriff auf einen Rahmen für 32" Räder. Sonst gäbe es sicher schon Messungen im Windkanal zu den großen Laufrädern.

Er differenziert auf alle Fälle sehr stark welches Rad bzw. welche Komponenten er bei welchen Rennen einsetzt. Für mich ist er ein Paradebeispiel dafür das es eben nicht das optimale Rad gibt das alles kann.

32er können sicher ein probates Mittel sein um auf bestimmten Kursen ein sehr schnelles Rad zu haben.

Die Räder von Scott passen wohl für Fahrer um die 185cm. Nach dem Foto sitzt der Fahrer eher mit einer entspannten Sitzposition auf dem Rad. Selbst bei ihm wirkt das Oberrohr im Vergleich zu den Fahrern auf dem Crux recht hoch. Ich vermute im Wiegetritt ist die Bewegungsfreiheit auf dem Rad schon eingeschränkt.
Bei kleineren Radgrößen muss das Tretlager vermutlich deutlich nach oben wandern damit man eine vernünftige Überhöhung sowie Bewegungsfreiheit beim Stehend fahren zu erhalten.
Das Video zu den Aero-Messungen kenne ich soweit, Knackpunkt sind aber die beworbenen Vorteile der 32er bei Traktion und Überrollverhalten ggü. kleineren Laufrädern. Bevor hier ein weiterer Standard in den Massenmarkt eingeführt wird, wäre es eigentlich obligatorisch zu prüfen, ob etablierte Federungssysteme z.B. an Gabeln und Sattelstützen für das entdeckte "Problem" keine gleichwertige oder gar überlegene Lösung darstellen. In einem anderen Thread hatte ich schon auf einen Messungstest von Escapecollective verwiesen, laut dem gefederte Gravelbikes einen Rollwiderstandsvorteil ggü. den noch überwiegend verbreiteten Starrgabel-Aufbauten erreichen sollen:

https://escapecollective.com/think-mtb-tyres-are-faster-on-gravel-think-again/

Diese Frage müsste geklärt werden, um einer aufwändigen Umstellung von Rahmen- und Achsstandards überhaupt eine ansatzweise nachvollziehbare Rechtfertigung zu liefern.
 
Bei Gravel-Rennen
Irrelevant. Es geht darum, ob Dämpfer die Unterschiede in der Radgröße kompensieren können. Beim MTB denkt das niemand. Der Sprung von 27,5 auf 29 ist schon lange durch. 29 hat voll gewonnen. Außerdem sind die Effekte von größeren Rädern anders als die von Dämpfern. Das kann man nicht austauschen.
 
32" soll anrollen. Interessant wird Unbound 2027 (und evtl andere nicht UCI Rennen 2026) - dieses Jahr fuhren ja schon einige mit 32" und es ist keinesfalls so, dass die Fahrer damit die "klassischen" Gravel Bikes vernichtet hätten. Es liegt immer noch am Fahrer, und mit dem Crux 5 hat ein Bike dominiert, das stark in Richtung Rennrad geht, superleicht ist und mega beschleunigt.

In 2027 wird man neue Entwicklungen sehen, angepasste Geometrien etc pp.

 
Irrelevant. Es geht darum, ob Dämpfer die Unterschiede in der Radgröße kompensieren können. Beim MTB denkt das niemand. Der Sprung von 27,5 auf 29 ist schon lange durch. 29 hat voll gewonnen. Außerdem sind die Effekte von größeren Rädern anders als die von Dämpfern. Das kann man nicht austauschen.
Sehr seltsame Prämisse, dass ein größeres Laufrad pauschal in jeder Art von Gelände einen rennentscheidenden Unterschied bringen soll. Sehe hier keine weitere Diskussionsgrundlage.
 
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Sehr seltsame Prämisse, ein gefedertes Bike könne im Gelände nicht besser funktionieren als ein starres mit größeren Laufrädern. Sehe hier keine weitere Diskussionsgrundlage.
Deine Prämisse ist seltsam. 32 Zoll Räder haben bessere Überrolleigenschaften. Daran ändern Dämpfer nichts. Der Sprung von 27,5 auf 29 Zoll ist vergleichbar mit dem Sprung von 29 auf 32 Zoll jetzt.
Aber ja, diskutieren müssen wir hier nicht. Weder die Industrie noch die Kundschaft interessiert sich für unser Gewäsch hier. Ich kann Dir nur prophezeien, dass keiner versuchen wird, 32" mit mehr Dämpfer am Gravelbike zu ersetzen, weil das Quatsch ist.
 
Deine Prämisse ist seltsam. 32 Zoll Räder haben bessere Überrolleigenschaften. Daran ändern Dämpfer nichts. Der Sprung von 27,5 auf 29 Zoll ist vergleichbar mit dem Sprung von 29 auf 32 Zoll jetzt.
Aber ja, diskutieren müssen wir hier nicht. Weder die Industrie noch die Kundschaft interessiert sich für unser Gewäsch hier. Ich kann Dir nur prophezeien, dass keiner versuchen wird, 32" mit mehr Dämpfer am Gravelbike zu ersetzen, weil das Quatsch ist.
Gravel hat wenn überhaupt nur peripher etwas mit MTB-Sport nach aktueller Auslegung zu tun. Dein Einwurf, größere Laufräder seien kleineren ausnahmslos überlegen, setzt die Annahme voraus, es gäbe in jeglicher Art von Gelände keinen Punkt, ab dem ein größerer Radumfang keine nennenswerten Vorteile mehr generiert. Das ist natürlich Unsinn.
 
Das Video zu den Aero-Messungen kenne ich soweit, Knackpunkt sind aber die beworbenen Vorteile der 32er bei Traktion und Überrollverhalten ggü. kleineren Laufrädern. Bevor hier ein weiterer Standard in den Massenmarkt eingeführt wird, wäre es eigentlich obligatorisch zu prüfen, ob etablierte Federungssysteme z.B. an Gabeln und Sattelstützen für das entdeckte "Problem" keine gleichwertige oder gar überlegene Lösung darstellen. In einem anderen Thread hatte ich schon auf einen Messungstest von Escapecollective verwiesen, laut dem gefederte Gravelbikes einen Rollwiderstandsvorteil ggü. den noch überwiegend verbreiteten Starrgabel-Aufbauten erreichen sollen:

https://escapecollective.com/think-mtb-tyres-are-faster-on-gravel-think-again/

Diese Frage müsste geklärt werden, um einer aufwändigen Umstellung von Rahmen- und Achsstandards überhaupt eine ansatzweise nachvollziehbare Rechtfertigung zu liefern.


Ich denke die Crux bei einem gefederten Gravelbike wird der Spagat aus sehr feinfühligen Ansprechverhalten, plus straffer Federung, plus wenig Federweg, sowie geringem Gewicht zu realisieren. Das geht vermutlich nur mit elektronischem Fahrwerk. Dann muss man die Qualtiät in der Serie gewährleisten (die Videos von der hakeligen Fox Podium kennt inzwischen wohl jeder).
Am Ende wird an solchen Rädern ein Preisschild wie beim Spezialized S-works Epic dran stehen.

Da sind die großen Laufräder günstiger ...
 
Ich denke die Crux bei einem gefederten Gravelbike wird der Spagat aus sehr feinfühligen Ansprechverhalten, plus straffer Federung, plus wenig Federweg, sowie geringem Gewicht zu realisieren. Das geht vermutlich nur mit elektronischem Fahrwerk. Dann muss man die Qualtiät in der Serie gewährleisten (die Videos von der hakeligen Fox Podium kennt inzwischen wohl jeder).
Am Ende wird an solchen Rädern ein Preisschild wie beim Spezialized S-works Epic dran stehen.

Da sind die großen Laufräder günstiger ...
Interessante These, aber rein spekulativ. Ebenso könnte man mutmaßen, dass jeweils zum Kurs und Fahrer passende Stahlfedern, die sich generell mit wenigen Handgriffen tauschen lassen und für ein vergleichsweise feines Ansprechverhalten bekannt sind, vielleicht eine viel einfachere Alternative zur Umstellung auf größere Laufräder darstellen würde.
Hier besteht von Industrieseite eine Bringschuld, die angebliche Überlegenheit der beworbenen Neuheit nachvollziehbar zu belegen.
 
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