....da wäre ein Race-Enduro auch nicht unbedingt die beste Wahl, weil für die Geschwindigkeit gerne mal andere Kompromisse gemacht werden, die dem Normalfahrer nicht unbedingt weiterhelfen.
"Race"-Enduro?
Die Kategorie gibts doch gar nicht.
"Gerne mal andere Kompromisse" und
"Normalfahrer" ist aber schon ein bisschen Forumsbikerniveau.

Ein Hersteller wie Canyon baut seine Bikes doch nicht für Profifahrer, sondern immer für den normalen Kunden. Was soll denn da ein Normalfahrer sein?
Welche
"Kompromisse" werden denn bitte an einem Enduro für die
"Geschwindigkeit" gemacht?
...und wenn es einfach um mehr Komfort und Vetrauen in der Abfahrt geht, dann wird das sicherlich auch ein Freerider/Superenduro oder wie die 180mm Kategorie gerade heißt tun...
Dann könntest du jedem Freerider auch gleich ein DH empfehlen.
Das hatten wir doch vor Jahren alles schon mal hier.
Da wurde auch jedem mit 1,80m ein XL Frame empfohlen, wegen höherer "Laufruhe" und gerne zur Sicherheit 20-30mm mehr Federweg als notwendig.
Nur für den ggf. einmaligen Fall, dass sich jemand mit zu wenig Erfahrung auf eine zu schwere Strecke verirrt.
viele fahren da halt mittlerweile Trailbike, weil diese so gut geworden sind, dass das Mehr an Federweg kaum Mehrwert bietet.
Naja, im Mittelgebirge oder grundsätzlich auf Flowtrails mag ein Trailbike ja ausreichen, hab selbst eins im Fuhrpark, aber sobald es in die Alpen geht oder hier auf die Endurostrecken liegt zwischen einer 36er mit bspw.150mm und einer 38er mit 170mm schon ein deutliches Stück. Zumindest wenn man laufen lässt.
Das Gleiche gilt dann auch für den Hinterbau.
Nutze selbst das Trailbike hier gelegentlich auf der Endurostrecke, wenn ich gerade Bock auf das Bike habe. Am Ende fühlt es sich dann aber doch immer ein bisschen nach "Bike verprügeln an", einfach weil Dämpfer und Gabel mehrfach in den Anschlag kloppen.
in Finale gibt es nur wenige Abschnitte auf relativ wenigen Strecken, auf denen man mit mehr Federweg wirklich einen Vorteil hat...
Keine Ahnung wie und wie lange du den Sport schon ausführst, was dein Zielbild beim Biken ist und wie oft du schon in Finale warst, aber mit einem modernen Enduro bist du da auf jeder der üblichen Strecken schneller, als mit einem Trailbike.
Ein Trailbike fährst du doch nur aus drei Gründen, entweder du bist Anfänger und beginnst gerade mit dem Sport oder du bist eigentlich ein klassischer All Mountainbiker, der auch viel Uphill und Tour fährt oder du bist ein Enduro-/ Freeridebiker der als Zweit-, Dritt-, Viert-Bike sich sowas zum Spielen auf nicht ganz so anspruchsvollen Trails holt.
In den Alpen ist es oft steil und eher langsam, sodass der viele Federweg keinen Vorteil hat (bei den teils engen Kurven dann sogar eher ein Nachteil)
Warst du schon mehr als einmal da? Ernst gemeinte Frage.
Die meisten Strecken haben doch immer Abschnitte wo du laufen lassen kannst und auch auf den Trails wo du von Spitzkehre zu Spitzkehre unterwegs bist, ist es auf den Strecken dazwischen mit mehr Federweg deutlich entspannter als auf 20mm Federweg zu verzichten.
Erst Recht bei tausenden Tiefenmeter pro Tag und über mehrere Tage gerechnet.
Klar, kannst du das alles mit einem Trailbike fahren oder einem 120mm Hardtail oder einem DH, aber nur weil das machbar ist, wird die Auflösung einer Kategorie nicht gleichzeitig sinnvoll.
Und warum sollen 170/160mm Federweg in engen Kurven gegenüber 150/140mm ein Nachteil sein?
Vielleicht gehts ja nur mir so, aber in den letzten elf Jahren in den Alpen habe ich mir bei Spitzkehren nie gedacht
"hätte ich jetzt mal nen Trailbike dabei, wäre es einfacher".
Die Gedanken.
"Ui, blöd verhakt und fast abgeflogen, der extra Zentimeter Federweg an der Front war jetzt aber Gold wert."
oder:
"In das Steinfeld konnte man ja jetzt so reindroppen und durchziehen, war das geil." kamen hingegen öfters vor.
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Gut zusammengefasst. Deshalb fahr ich auch Finale oder Reschen gern mit 180/180. Nicht weil es schneller ist, aber weil ich damit in der üblichen Urlaubswoche gegen Ende einfach noch frischer bin. Schneller wäre ich ganz sicher mit weniger Federweg.
Den Gedankengang kann ich nachvollziehen, es kann aber sein, dass du das Mehr an Federweg auf Endurostrecken bzgl. der Erschöpfung ggf. überschätzt.
Ich war in Nauders und Finale mit dem Capra MKII 27,5 und 180/180mm als auch mit dem Mega 290 mit 170/160mm. Trotz geringerem Federweg und mehr Speed war ich nach einer Woche nicht erschöpfter.
Würde ich mir jetzt vorstellen, dort mit dem Trailbike und 150/140mm zu sein, wäre ich auf jeden Fall langsamer als mit dem Enduro und vermutlich, habe es bisher nicht getestet, auch erschöpfter.
Meiner Ansicht nach ist die Mischung aus EWS/ EDR, Federweg der Bikes, Speed und den bekannten Strecken in den verschiedenen Orten nicht komplett zufällig.
Hat man natürlich ein gutes 180/180mm Bike zuhause, nutzt man das verständlicher Weise auch auf den Endurostrecken. Ein Neukauf macht da keinen Sinn.
Andersherum nutzt man ein Enduro gelegentlich ja auch im Park.
Steht für einen User ein Neukauf an, weil er bspw. von einem 130mm Bike kommt und jetzt gerne etwas mehr Federweg haben möchte, ist ein Freeridebike auch irgendwie drüber.