Für wen schlägt dein Herz?: Drei Bike-Regionen in Graubünden im Vergleich – Teil 2

#3 Sofia mag es, dass sie sich im Bike Kingdom nicht auf eine Art Mountainbiken festlegen muss.

Sofias Sattelstellung macht mir Angst.

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Im Bündnerland schlägt mein Herz definitiv für das Ober-Engadin, welches zum Glück noch viel mehr als nur ein Wechsel zwischen Flow, Panorama und kulinarischen Stopps, welche nicht über Leistung definiert werden, zu bieten hat :D

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Müsste wohl eher so heissen ;)

Das Ober-Engadin ist eine der bekanntesten Bike-Regionen Graubündens – und gleichzeitig eine der vielseitigsten. Im Vergleich zum angrenzenden Unter-Engadin (Samnaun, Val Müstair) wirkt vieles zugänglicher, strukturierter, gleichzeitig aber nicht weniger eindrucksvoll.
 
Traumhafte Gegend. Durfte letztes Jahr etwas um Davos reinschnuppern. Auch das Stück von der obersten Bergstation in Lenzerheide fand ich richtig gut. Manchmal vergisst man sogar alle Vorurteile, die man seit Jahren gegenüber der Schweiz pflegt. Bis einen der Parkplatz Wächter wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Oder man bei Regen mit einem not fünfer im Berg Restaurant strandet.

Dafür kommen die Züge pünktlich und die Radinfrastruktur ist einfach spitze und akzeptiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Darf man für den Fünfer dann wenigstens im Vorraum bleiben, bis der Regen wieder vorbei ist?

Nein, wird man sofort ausgewiesen.


Man hätte noch erwähnen können, dass heuer die Standseilbahnen in Corviglia geschlossen sind. Ist wahrscheinlich kein großes Problem, weil sie umgangen werden können, aber für die Planung muss man es trotzdem berücksichtigen.

Wir überlegen noch, in welche Region es uns diesen Sommer hin verschlägt. 🙂
 
Jo… frag deswegen so blöd weil hab mit nem Spezl so nen kleinen Raodtrip auf der Platte fuer kommende Woche. Mit offenen Lifts sieht es schon noch eher duenn gesaeht aus, und fuer ganz nach oben dauert es noch n paar Wochen. Wobei von jedem Resort die Sommerbetriebszeiten, bzw. Daten ab denen Bikes mit genommen werden rauszufischen ist n Vollzeitzob… also was weiss ich schon…

Ob die die Kollegin zu Propagandazwecken einfach da hoch kutschiert oder geliftet haben…?
 
Die Bilder/Werbekampagne wurden möglicherweise schon letztes Jahr gemacht. Im Oberengadin geht aktuell oben noch nix.
Aber die Betriebszeiten der Bergbahnen hat man ehrlicherweise recht schnell rausgesucht. Kann man bestimmt auch der KI machen lassen.
 
1998 war ich in Graubunden. Damals gab es bereits viel ausgeschilderte routen, touren und den Bikepark Laax. Wir sind den Parapaner Rothhorn bis zum Gipfel geklettert / gefahren. Damals war das nichtmal ein Bikepark, erst viele Jahren später. Graubunden hat einfach alles richtig gemacht aus meiner Sicht. Graubunden ist mountainbiken aus in seiner meist ursprünglich form. Bereits vor 30 Jahren haben die Schweizer es erkannt. Jetzt lebe ich seit 24 Jahren in Österreich. Die Österreicher haben es noch immer nicht verstanden. Wenn's mal geht, dann in die Schweiz. Dort fühlt man sich als mountainbiker respektiert und nicht wie in Österreich: Ignoriert und missbraucht.
Hopp Schwiiz!!!!

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Perfekt geschliffener Marketingtext, fast schon etwas kitschig. Die höheren Regionen sind meist erst ab Anfang Juli zugänglich, aber es gibt auch jetzt schon ausreichend Möglichkeiten für ausgedehnte Biketrips.

Etwas schade nur, dass zunehmend auf perfektes Erlebnis optimiert wird. Gerade in den Regionen rund um Lenzerheide & Co. wirkt für mich als Einheimischen (zu) vieles inszeniert, das Typische und Ursprüngliche wird zunehmend weniger. Tröstlich, dass es in Graubünden weiterhin viele versteckte Perlen gibt, die von Tourismusexperten, Trailshaper und Influencer samt Followern unberührt blieben :)
 
Kenne alle 3 Gegenden recht gut, habs nicht so weit :)

Bike Kingdom:
Chur Starten, via Churwalden, Scalotta 2x Trails runter nach Lenzerheide, Rothorn, Great White, Urden, ab via Älpli nach Arosa, Weisshorn hoch, nach Ochsalp und Tschierten zurück Chur. 100km, je nach Speed, Laune und Kondition um 6k HM.
Knackig ist die Abfahrt nach Arosa am Ende...längerer Tag, weniger Konzentration und kleinere aber recht verblockte Abschnitte. Arosa, Hörnlitrail mit Zwischenstopp in Resti mit leckeren Desserts.
Ein Evergreen, mehrmals im Jahr.

Engadin:
Rund um Moritz, runter nach Bernina, Alpgrüm, via SBB zurück nach Bernina und zurück nach Moritz. Genial, auch 100km, ebenfalls um 5k HM, mehr Muskeln , weniger Abfahrt aber Landschaft und Region genial.
Tuning: via Italien Bine Gebiet Livignio, Rückweg ist aber härter.
Abfahrt Alpgrüm sollte jeder mal gemacht haben in der Region :)
Alpgrüm hat leckeres Essen.
Tour kann auch von Poschiavo starten, ist auch gut möglich. Ist am Ende auch nice, schönes Örtchen.


Davos:
Parsenn nach Rinerhorn, Abfahrt nach Sertig (Achtung, bloss ned wie Epic Trails empfiehlt....nur Frust bergauf), zurück Parsenn und wieder hoch, Abfahrt Richtung Klosters, Gotscha hoch, Abfahrt Selfranga, zurück Gotscha, Abfahrt Chalbersäs, falls noch Zeit 2 Abfahrten Madrisa.
80 bis 90 km, auch um 6k HM
Überall ist vom Swiss Epic Trail zu lesen, was ein Quatsch! Lasst es, alleine die quälende Auffahrt von Sertig hoch versaut den Tag. Der Epic UST künstlich zusammen gestellt um die Länge zu erzeugen. Vielleicht muss jeder mal die Erfahrung machen um dich ein Bild zu machen. Bergauf im Gelände muss jedenfalls Spass machen, ansonsten lieber selbst zusammen stellen.

Flims/Laax:
Flims und Laax fehlen noch hier im Bericht, wäre ja auch Graubünden. Ist ein Steinwurf von Chur weg und der schwiiizer Grand Canyon ist schon ein genialer Ausblick. Abfahrt Laax ist auch der Hammer. Eis/Glace in Flims sind lecker :)
 
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